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The Original Cat Cult Beiträge

Until We Meet Again

Vor etwas mehr als zwei Jahren habe ich diesen Blog gestartet.
Ein Liebeskind, angesiedelt irgendwo zwischen meiner Heilarbeit und Kreativität.
Ein Spielplatz, auf dem vieles möglich ist.
Eine kleine Oase für Menschen, welche sich für solche Dinge interessieren und welche hier hoffentlich ab und zu etwas zu lachen, Freude, Spass, Aufmunterung, Schönheit und vielleicht sogar Inspiration gefunden haben.

Heute bin ich an einem Punkt, an dem zu viele Projekte auf dem Tisch liegen, welche ich aus Zeitgründen nicht in gewünschtem Tempo voranbringen kann.
Folglich müssen ein paar davon eine Pause einlegen.
Ich habe entschlossen, dass der Katzenkult Blog eines davon ist.
Die Entscheidung ist die richtige, war aber schwer.
Für Tarotkundige: Drei der Schwerter, nicht im metaphorischen Sinn, sondern gezogen.

Ob, wann und in welcher Form ich hier weiterschreibe, lasse ich offen.
Aber sollte ich irgendetwas Spannendes machen, findet ihr die Infos dazu auch weiterhin hier.

Ich danke euch allen für euer hier sein, lesen, liken und unterstützen meiner Arbeit!
Ihr seid toll!
Tragt euch Sorge und scheint euer einzigartiges Licht in diese Welt.

Zum Abschied ein musikalischer Segen, welcher alles beinhaltet, was ich euch von Herzen wünsche: Irish Blessing von James E. Moore.

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Vom grossen Glück im Gras zu liegen

Der Löwe brauchte ein paar Portfoliobilder, also zogen wir aus, um in der Abendsonne welche an seiner Lieblingsstelle am Fluss zu machen.
Nach getaner Arbeit gingen wir noch ein kleines Stück weiter, dort gibt es eine unglaublich linde Wiese, auf der einzelne Bäume stehen.
So lieb und friedlich ist dieser Ort, besonders zu dieser Jahreszeit.
Ich habe mich gleich kurz ins Gras gelegt.
Die kühle Erde an diesem heissen Sonntag unter mir pulsieren gefühlt, den herrlichen Grasduft tief in die Lungen gesogen und der Symphonie aus Gesumme und Gezwitscher gelauscht.
Seelenerquickung sondergleichen!
Dabei bequeme und lose Kleidung wie meinen Overall zu tragen, erhöht den Genussfaktor natürlich.
Ich habe ihn letzten Sommer bei Kantha Bae gekauft.
Einem Label, das Kleidung aus alten Saris herstellt und den Näherinnen in Indien und Bangladesch einen sicheren und fairen Arbeitsplatz bietet und so ermöglicht, ihre Familien zu ernähren.
Recycling und soziales Engagement, da sag ich ja!
Ich liebe diesen Overall, denn wie jeder oft benutzte Baumwollstoff ist er unglaublich weich und dünn. Aus diesem Grund wurde er aus zwei Schichten genäht und ist komplett reversibel, mensch bekommt also zwei für eins.
Ein Stück mit solch prägnantem Schnitt und knalligen Farben ist in sich ein perfektes Outfit, allerdings bin ich um pfiffige Accessoires nie verlegen.
Ich freue mich, kann ich den Katzenhut mal wieder tragen. Den habe ich vor einigen Jahren in der Kinderabteilung eines Warenhauses gefunden und er passt mir nur, wenn ich den Kopf rasiert habe.
So erwachsen, dass ich lustige Kleidungsstücke nur den Kids überlassen würde, kann ich zum Glück gar nie werden.

Möge die Sonne eure Wangen küssen und das Gras eure Füsse kitzeln diese Woche, liebe Erdenkinder!

Overall: Kantha Bae, Katzenpapierhut: schon alt, Sonnenbrille: Esqape, Schmuck: die üblichen Verdächtigen, Schuhe: Brocki.

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Pyramidenfreitag

Das Alte Ägypten in Serien.
Heute: How I Met Your Mother.
Die Hitshow um die fünf Freunde Robin, Lily, Marshall, Barney und Ted in New York lief neun Staffeln lang von 2005 bis 2014.

In der Folge «Natural History» (Staffel 6 Episode 8) wird die Truppe zur Gala im Museum of Natural History eingeladen.
Während sie in der ägyptischen Abteilung Drinks süffeln, prahlt Barney vor Robin, dass er als Kind den Blauwal umgeworfen habe.
Davon glaubt Robin natürlich kein Wort und wie so oft schaukeln sich die beiden hoch.
Was damit beginnt, wer sich traut, länger die Brustplatte eines Pharaonenkostüms anzufassen, artet mit Barneys Frage «Willst du Nervenkitzel?» (Original: Wanna Go Touch A Bunch Of Stuff?) komplett aus.
Die beiden ziehen durchs Museum und tatschen Exponate an, was das Zeugs hält.
Als Robin schliesslich einen Fellumhang mit Speer und Barney die Pharaonenrobe aus der ersten Szene trägt, werden sie von einem Sicherheitsbeamten aufgegriffen und in sein Büro geführt.
Dort erklärt er ihnen, dass es nichts gibt, was er nicht schon gesehen hätte.
Das Verrückteste sei und bleibe aber auf jeden Fall, dass ein Kind einmal den Blauwal umgeworfen habe.

Alle Bilder via Google Search.

Ich wünsche euch ein fröhliches Wochenende.

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Frühlingsregen bringt Blütensegen

Aus der Warte des Klimawandels betrachtet, war der April geradezu altmodisch: eisigkalt und schneereich.
Erst in der letzten Woche wurde das Wetter milder und sanfte Regen begannen zu strömen, küssten das Land, sangen Pflanzen wach und verwandelten die Erde in einen üppig grünen Garten.
Ich nutzte die segensreichen Wasserfälle, um meine Terrassentöpfe zu besäen und im Wald zu stehen, um zu schnuppern und zuzuhören.
Ewig dankbar für mein Lieblingswetter.

Ich habe einen kleinen Drachen fotografiert. Wer ihn findet und als Erstes kommentiert, bekommt von mir Frühlingsgrüsse per Schneckenpost geschickt.

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Meistermond

Heute strahlt am Himmel, worauf ich mich jeweils das ganze Jahr freue: der Wesakmond.
Gefeiert wird der höchste buddhistische Feiertag zwar im Mai, aber astrologisch gesehen fällt sein voller Mond heuer auf den April.
Wenn die Sonne im Stier und der Mond im Skorpion stehen, übertragen Buddha und Christus, Meister der Weisheit und der Liebe, während des Vollmondes ihre segenbringende Energie zum höchsten Wohle aller Wesen und des Planeten.
Empfangen kann dies, wer möchte und sich dafür bewusst öffnet.
Es gibt im Universum keine grössere Macht als Liebe und Weisheit in Mitgefühl vereint.
Und nichts hat die Welt je dringender gebraucht.
Heute Nacht werden sich also all meine Körper auf allen Ebenen ein ausführliches Mondbad gönnen.

Möge der Segen für euch alle reichlich fliessen!

Outfitdetails:
Mondkalender T-Shirt: The Original Cat Cult, Mystic Maven Gürtel: Killstar, Jacke und Rock: Brocki, Ringe: Plutonia Blue, Vierpass Halskette: Toilworn, alle andern: Vintage.

Fotos und Bildbearbeitung: der Löwe meiner Träume.

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Wir sind dran!

Happy Birthday all ihr Stiergeschwister da draussen!
Lasst uns Venusgeborene mit unseren Mitmenschen teilen, was wir am besten können:
Die Welt ehren und geniessen,
Schönheit in allem suchen und finden,
Leckereien zelebrieren und das Leben gelassen angehen.

Die Karte oben haben der Löwe und ich für einen lieben Stier geschaffen, der heute den Geburtstagszyklus einläutet.

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Hic Sunt Dracones

Hier sind Drachen.
Was vor langer Zeit als Platzhalter für unerforschte Gebiete auf See- und Landkarten diente und bald als Sprichwort für alles Unbekannte oder gar gefährliche Eingang in den alltäglichen Sprachgebrauch fand, gilt für den Grossteil unseres Lebens.
Egal, was wir uns einbilden zu wissen, so können wir doch unmöglich abschätzen, was uns alles auf unserem Lebensweg begegnen wird.
Für mich macht das einen grossen Teil der Magie des irdischen Daseins aus.
Menschen, von Natur aus eher Gewohnheitstiere, haben irgendwann das Unerforschte mit dem Gefährlichen gleichgesetzt und sich aus Angst davor in ein winzig kleines Land namens Komfortzone zurückgezogen und dort verschanzt.

Paradoxerweise liegt jede Wachstumsmöglichkeit, alles, wonach sie sich sehnen und die Manifestation ihrer Träume ausserhalb dieser Blase.
Alles Interessante befindet sich auf Drachengebiet und alles, was von Nöten ist, das Leben so zu gestalten, wie mensch es sich wünscht, ist Mut.

Der Löwe und ich haben festgestellt, dass wir in vielerlei Hinsicht über den Status quo hinausgewachsen sind.
Und so machen wir uns frohen Herzens dorthin auf, wo die Drachen sind, um eine neue Version zu erfinden.
Ich freue mich, die schönsten und spektakulärsten Drachen zu finden, welche das Leben zu bieten hat.

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Neumondtage

April tut, was April am besten kann.
Schneit und rieselt in den Sonnenschein und versucht, einem mit eisigen Winden Nase und Ohren vom Kopf zu reissen.
Damit wollen die Katzen nichts zu tun haben und sinken tief in ihre kuscheligen Nester.
Ich sortiere und ordne mein Papierarchiv, finde darin vergessene Juwelen und füttere den Altpapierkorb grosszügig.
Ruhige und introspektive Tage, von denen es nichts weiter zu berichten gibt.

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Pyramidenfreitag

Worauf wartest du?

Das Ende einer Pandemie?
Den nächsten Sommer?
Bessere Zeiten?
Den richtigen Zeitpunkt?
Dass deine Freunde endlich erkennen, wer du wirklich bist?
Dass die Welt dir die Anerkennung zollt, welche dir gebührt?
Vergebung?
Dass deine Partner*in sich endlich ändert?
Die Welt dir eine Chance bietet?

Dein Leben findet genau jetzt und hier statt.
Es zu verpassen, weil du nach einer Zukunft Ausschau hältst, welche deinen Erwartungen sowieso nie entsprechen wird und folglich das Warten auf etwas anderes nach sich zieht, ist eine traurige Verschwendung.
Du allein bist verantwortlich für deine Entscheidungen.
Es ist nicht die Aufgabe deiner Mitmenschen, dich glücklich zu machen und alle Anerkennung der Welt würde die Leere in dir nicht füllen, wenn du nicht lernst, dich selber wert zu schätzen.
Die einzige Vergebung, welche du brauchst, ist deine eigene und der Schlüssel aus der Hölle, in welche du dich selber gekerkert hast.
Sei kreativ und ziehe die Situationen und Gelegenheiten, welche dir dienen, in dein Leben.

Dieses irdische Leben ist nur ein Wimpernschlag in der Musik der Ewigkeit und auch in unseren dunkelsten Zeiten kostbar.
Entscheide dich, bewusst daran teilzunehmen.
Jeden Tag aufs Neue.
Und wenn alles schief läuft: Macht nichts, morgen geht eine neue Sonne auf.
Fange von vorne an.
in Freude und in Trauer,
in Gesundheit und in Krankheit,
in Glück und in Schmerz.
Atme, lebe, liebe, lache, weine, tanze, tobe, träume, teile.
Es lohnt sich.

Heute singt für uns der Götterbote Time.

Ein lebendiges Wochenende wünsche ich euch.

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Ostermontag

Hallo, ihr Lieben, wie läuft euer Osterwochenende? Ich hoffe, ihr seid zufrieden.
Ich liebe Ostern!
All die Geschichten von Auferstehung und Wiedergeburt aus verschiedenen Kulturen, wunderbar.
Hier wurden Schokohasen gefuttert und viele andere Köstlichkeiten, welche der Löwe zubereitet hat.
Traditionellerweise haben wir uns «Life of Brian» angesehen, was eigentlich jedes Mal dazu führt, dass wir Monty Python’s gesamtes filmisches Werk gucken.

Modetchnisch schreit für mich nichts so sehr Ostern wie die Chiffonkleider aus den 60s.
Mit ihren Neon–Pastellfarben erinnern sie mich an die kleinen Zuckereilein, welche ich als Kind in buntbedruckten Metalldosen geschenkt bekommen habe.
Während das Wetter dafür warm genug ist, so zischelt einem eine eisige Bise um die Ohren und ohne Kappe geht gar nichts, während ich mit den Katzen im Garten spiele.
Das gibt mir Gelegenheit, meine Lieblingsmütze zu tragen, welche aus einem antiken Babyhut der Hmong gefertigt wurde. Die Hmong und meines Wissens auch andere asiatische Volksgruppen nähen für ihre Babies handwerklich unglaublich detaillierte und reich bestickte Tigermützen. Sie repräsentieren den göttlichen Aspekt der Tigermutter (Kuan Yin) und sollen die Kinder beschützen.
Ich habe einige dieser Hüte und als ich diese Mütze gesehen habe, konnte ich nicht widerstehen, sie meiner Sammlung beizufügen.
Dass sie nebenbei einen sibirischen Steppentouch hat, werte ich als Plus.

Outfitdetails: 60s Kleid: Vintage, Top: uralt, Mütze: Imagined by Elves, Körperkette und Stiefeletten: Dollskill, Lotusohrhaken: Arcana Obscura, Septum Ring: Beleaf Jewelry, Ringe: Plutonia Blue.

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Pyramidenfreitag

Kleine Sternportale.
Altare zur Erinnerung, uns stets am Licht zu orientieren und unsere Herztore weit zu öffnen für die Wunder, die uns finden möchten.
Geschaffen aus Tonscherben, welche ich letzten Sommer aus dem Fluss gefischt habe.

Ich wünsche euch ein lichtvolles Osterwochenende.

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Pyramidenfreitag

Das Alte Ägypten im Film.
Heute «Minions» aus dem Jahr 2015.
Das Spin-off der erfolgreichen «Despicable me»–Serie erzählt die Geschichte der kleinen Gelben, bevor sie Verbrecher Gru kennengelernt haben.
Den fiesesten Schurken zu finden und ihm zu dienen, treibt diese Kreaturen seit der Urzeit an.
Und so begleiten wir die Minions zu Filmbeginn durch die Epochen, was unweigerlich an den Nil führt.
Einmal mehr die Bösen im Film, betrauen die Kemeter die ewig kichernden Schussel mit dem Bau der Pyramide; was umgehend zum Ende Ägyptens führt.
Dazu zwei Dinge:
Erstens ergibt es absolut Sinn, dass die Minions das Alte Ägypten zerstört haben, wenn mensch sie kennt.
Zweitens hat eine Zivilisation, welche Minions mit einem wichtigen Bau betraut, den Anspruch auf den Titel «Hochkultur» sowieso verspielt.
Das Lustigste an der Szene ist, dass der Pharao machttrunken «Anubis!» schreit, bevor die Kleinen alle ins Jenseits befördern.
Allerschwärzester Humor, ich habe gegrinst.
Detailverliebtheit und Timing waren schon immer die Spezialität der Minions–Macher und meiner Meinung nach der Grund für ihren Erfolg.

Weil die Reise durch die Zeit mit den Minions eine der vergnüglichsten der Filmgeschichte ist, könnt ihr sie unten in voller Länge anschauen.
Möge sie euch mit einem Lachen auf dem Gesicht ins Wochenende schicken.

Wie die Minions einen Boss suchen.

Bild via Google Search.

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Yoko Ono, Märzhasen und Milchschaum

Einen frohen und gesegneten Frühlingsanfang wünschen euch Ginger, Geist des Lenzes und ich!
Ich lese Yoko Onos «Grapefruit» und bin von ihrer schnörkellosen und intelligenten Poesie begeistert. Falls ihr es nicht kennt, setzt es auf eure Liste.
Lucille ist angefressen. Sie ist so was von goth. So goth, dass das schwärzeste Schwarz gerade ausreicht, um dem Ausdruck zu verleihen.
Aber heute hat ihre Mutter wieder voll genervt: «Schatz, es ist Frühling und wir besuchen Oma.
Zieh doch was Nettes an. Du siehst so hübsch aus in deinem blauen Kleid.»
Pfffff, Eltern!
Der Löwe hat mich letzte Woche mit Barista Hafermilch und einem Milchschäumer überrascht.
Samtenen Cappuccino schlürfen ist eine nette Abwechslung zu meiner ewigen Kaffee-pur-Trinkerei.
Hasen sind sehr viel eitler, als ihr denkt. Aber es wär Roxane schon lieber, wenn ihr das nicht wüsstet.
Moonshine und Henry haben von mir den Spitznamen Piggeldy und Frederick bekommen, weil ihr gemeinsames Unterwegssein mich sehr an die beiden Trickfilmschweine erinnert.
Wer jetzt nostalgisch wird oder die beiden nicht kennt, kann sich hier die Folge Liebe ansehen.

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Pyramidenfreitag

Vor dem Fenster fallen dicke Schneeflocken.
Das tun sie schon die ganze Woche, aber wenn ich die sinnlichen Schmuckstücke von A. Spirit Spiral bewundere, transportiert mich das umgehend an einen warmen Ort.
Ich höre das Rauschen der Wellen, Möwengekreische, rieche die salzige Meeresluft und spüre Sonne auf meiner Haut.

Allegra Aubert schafft mit ihren Kreationen eine strahlend feminine, farbenfrohe und würdige Hommage an Göttin Isis.
In ihrem Shop gibt es nicht nur ägyptische Schätze, sondern welche für die Kinder aller Göttinnen auf Erden.

Ich wünsche euch ein träumerisches Wochenende!

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Am Ende des Regenbogens

For what it’s worth, it’s never too late to be whoever you want to be.
I hope you live a life you’re proud of and if you find that you’re not, I hope you have the strength to start over.
— F. Scott Fitzgerald

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Pyramidenfreitag

Lasst uns heute unter dem leeren Mond über die Trauer, welche der Tod mit sich bringt, reden.
In einer Welt, in der täglich viele Menschen an einer Pandemie sterben, welche auch der Grund dafür ist, dass Leute nicht bei ihren Lieben sein können in der Phase des Sterbens, scheint das nur angebracht.
Ich möchte darauf hinweisen, dass dies ein Ort ist, an dem Speziesismus kein Platz hat und Trauernde um Menschen genauso wie Trauernde um nicht menschliche Familienmitglieder und Freunde willkommen sind.

Ich war acht Jahre alt, als ich sah, wie ein Herzinfarkt den Körper meines geliebten Großvaters dahinraffte und er ihn verliess.
Mit zwanzig hatte ich gleichaltrige Gefährten an Unfall, Suizid und Mord verloren.
Als ich meine Praxis als Medium eröffnete, arbeitete ich fast ausschliesslich mit Hinterbliebenen und gab Jenseitskontakte.
Ich begleitete menschliche und nicht menschliche Sterbende, öffnete das Portal, hielt die Energie für sie aufrecht, damit ihr Übergang so friedlich und bewusst wie möglich stattfinden und sie in die von ihnen gewählte Dimension eintreten konnten — oder auch nicht.
Ich kenne die Anatomie des Sterbens und die Abläufe der Ablösung.
Azrael, Anubis: Nennt mir einen Namen des Todes, der Wesen der Regenbogenbrücke oder von Psychopompoi und ich bin wohl bekannt mit ihm.
Und es liegt mir am Herzen, euch zu sagen, dass sie die liebevollsten, sanftesten und zärtlichsten Wesen sind, welche ihr euch im Umgang mit diesen Seelen vorstellen könnt!

Was ändert all dieses Wissen für mich im Umgang mit Trauer?
Gar nichts.
Ich bin ein Mensch.
Jemanden Geliebtes zu verlieren ist die stressigste Erfahrung, welche wir hier machen können.
Dieser Tatsache bin ich genauso unterworfen wie alle anderen.
Gestern vor vier Monaten ist meine geliebte Katze Sirius Shanti Om gestorben und ich bin tief in Trauer.
Ich habe es längst akzeptiert, aber wer sich mit dem Thema auskennt, weiss, dass Akzeptanz keineswegs das Ende davon ist.
Einer der dümmsten Sprüche und eine der bizarrsten Lügen ist, dass Zeit alle Wunden heilt.
Im Falle dieses Kummers sorgt sie lediglich dafür, dass wir uns an den Schmerz gewöhnen, ihn daher nicht mehr als so raumgreifend empfinden.
Aber ich will heute nicht über die Phasen der Trauer reden — welche sowieso als loses Konzept zu verstehen sind und keineswegs der Reihe nach ablaufen, vornehmlich durcheinander und oft überlappend — sondern die Dinge, welche der Tod nebenher einsackt.
Es sind möglicherweise Orte, Lieder, Rituale oder Tätigkeiten, die mit dem Hinschied eines geliebten Wesens ihren Sinn verlieren.
Für mich ist es die Nacht.
Etwas vom Heiligsten in meinem Leben seit meinen frühen Jahren.
Ich bin ein Sternenkind und meine Energie und Kreativität unter deren Baldachin auf dem Zenit.
Wie es der Name schon sagt, verhielt es sich bei Sirius ebenso und sie war meine treue Gefährtin bei allem, was ich nächtens tat und schuf.
Ohne sie fühle ich mich nachts klein, einsam und völlig verloren, als hätte mir die Dunkelheit ihre Magie nie offenbart.
Meine Kreativität habe ich nicht eingebüsst, aber es ist mir nicht mehr möglich, unter dem Mond zu schaffen.

Das ist hart für mich.
So sehr, dass ich meinen Wachrhythmus gedreht habe und schlafe, wenn draussen die Sterne funkeln.
Ich mache kreativ, was ich kann, bin mit den Resultaten selten zufrieden und muss akzeptieren, dass ich diesbezüglich tags nie in Hochform sein werde.
Es ist, wie es ist.
Das Unterrichten und Heilsitzungen sind für mich Phasen der Erholung, da ich währenddessen dermassen hochgefahren und konzentriert bin, dass das Ich und seine Sorgen nicht stattfinden.
Ja, wenn ich so arbeite, bin ich sogar glücklich.
Dafür bin ich sehr dankbar.

Möglicherweise wird die Nacht einmal wieder so heilig für mich, wie sie es war.
Osiris nimmt Dinge mit in sein Reich, balsamiert und bandagiert sie ein, manche zur finalen Transformation und manche, um sie zu wandeln und zu gegebener Zeit zu uns zurückzuschicken.

Wenn es um Trauer geht, ist Zeit von keiner Relevanz.
Also nehmt Tage und Nächte, wie sie kommen und tut, was ihr könnt.
Wenn nichts mehr anderes geht: ATMET.
Auch wenn ihr euch jetzt nicht vorstellen könnt wie: Ihr werdet dieses Trauma überleben.
Der Tod und die Trauer gehören zum Leben und begegnen uns immer wieder.

Ich umarme und wünsche euch, dass ihr alle friedvolle Momente findet dieses Wochenende.

Bilder, welche nicht meine sind von oben nach unten: Tumblr, Google Search, Museum Rietberg, Google Search.

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Rain Must Fall

Launisches Wetter in meiner inneren und äusseren Welt.
Dankbar, Zeit mit meinem besten getigerten Freund im Atelier zu verbringen, in Stille zu arbeiten und heftige Gewitter all den emotionalen Tumult fortspülen zu lassen.

Die Musik, welche ich heute höre, stammt vornehmlich von Mazzy Star.

Ich wünsche euch einen guten Wochenstart und vergesst nicht, ohne Regen würden wir nicht blühen.

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Pyramidenfreitag

Hier
Hier
Hier
Hier

Ich besitze keine Statue der Göttin Sekhmet.
Das mag jetzt ein bisschen unglaublich klingen.
Genau genommen erscheint es mir selber unglaublich, wenn nicht gar ungeheuerlich.
Also habe ich beschlossen, mir eine zum Geburtstag zu schenken.
Die Suche nach der idealen Figur hat mir bisher endlose Scrollerei das Internet rauf- und runter sowie die Erkenntnis, dass es wirklich viele hässliche Nachbildungen von Statuen gibt, gebracht.

Dafür habe ich in der Vintageabteilung von Etsy mal wieder ein paar Schätze entdeckt, welche ich hier mit euch teile.
Mein Liebling ist zweifelsohne der Isis-Spiegel.

Ich wünsche euch ein gemütliches Wochenende.

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Season In The Sun

Letzte Woche waren wir unglaublich sonnenverwöhnt und am liebsten wäre mensch den ganzen Tag draussen herumgelegen.
Tatsächlich habe ich am Sonntag und Montag im Garten gegessen, was Moonshine sofort zum neuen Normal erklärt hat. Seit Dienstag wird kurz nach Mittag zum Aufbruch herum getänzelt und miaut. Ich leiste der Aufforderung Folge, allerdings in meinem Tempo, was heisst, dass ich noch Kaffee koche, eine Decke und Arbeiten, welche ich gut draussen verrichten kann, einpacke.
Derartiges Trödeln wird vom Mondenkind gar nicht toleriert und ich werde sichtlich genervt und laut angeschnauzt.

Das Selbstbewusstsein dieser Katze!
Ich hege schon länger den Verdacht, das sie im besten Fall ein gut getarnter Tatzelwurm, im wahrscheinlichsten aber eine Chimäre ist.
So oder so wär’s mir lieber, wenn sie nicht herausfindet, dass sie Feuer speien kann.

Unsere Sonnennachmittage waren gefüllt von kleinen Wundern, denn die ersten Schmetterlinge tanzen und das grosse Blühen hat begonnen. Und sie waren gesellig: Mensch stelle sich vor, welch Versprechen eine ausgebreitete Decke und eine darauf sitzende Person in Katzenaugen darstellen. So waren Simba und Kashmir stets zugegen und liessen sich mehr oder weniger gutmütig von der kleinen Babybestie anfallen und herumjagen. Neustens ist auch Sämi, der schlaksige Katerjunge aus dem ersten Stock, mit von der Partie. Einzig der Katzengott bleibt unseren Zusammenkünften fern, da er um diese Zeit auf dem Bett im Tiefschlaf liegt und sich von seinen ausgedehnten Streifzügen erholt.

Ich habe all die Katzengesellschaft genossen, denn die Woche war sehr emotional.
Jede Zeit des Blühens war Sirius‘ Zeit und ich vermisse meine schwarze Sphinx mehr, als Worte beschreiben können.

Deshalb widme ich den Song zum Auftakt der Woche ihr und allen Menschen, welche heute jemanden vermissen, der die Regenbogenbrücke überquert hat.
Terry Jacks Seasons In The Sun.

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Pyramidenfreitag

Das Alte Ägypten im Film.
Heute: die Minions.
Ihr wisst schon; diese gelben, lauten, kichernden, bisschen debilen Männchen, die stets dem Bösen dienen wollen und deren Gestalt zweifelsohne von den Plastikbehältern aus Kinderüberraschungseiern inspiriert wurde.
Das Alte Ägypten, namentlich die Cheops Pyramide, hatte tatsächlich in zwei ihrer Filme einen Auftritt.
Um es genau zu nehmen, handelte es sich beim Ersten allerdings nicht um einen Minionsfilm, sondern um «Despicable me» aus dem Jahr 2010. Da waren die kleinen Gelben die Handlanger und lustigen Sidekicks vom miesepetrigen Schurken Gru.
Und mit dem spektakulären Pyramidenraub zu Beginn des Filmes hatten sie tatsächlich nichts zu tun.
Aber seht selber.

Ich wünsche euch ein lustiges Wochenende!

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A Kind Of Magic

Die Elfe hat mir ein Foto von ihrem Büblein gesendet, wie es die Stiefel rockt, welche ich ihr zum Geburtstag geschenkt habe. Ich hab mich schlapp gelacht! Und weil ich eine Alien Godmother bin, wurde seine Garderobe kurz geglamrockt . Fairy Style, versteht sich.
Zerwühlte Laken, die so bleiben, weil mensch die schlafende Katze nicht wecken will.
Frühstück und Kaffee trinken im Garten, sich die Sonne wohlig auf den Pelz scheinen lassen, während die Katzen «Karate Kid: Meisterklasse» geben.
Das beginnende Blühen von Mutter Erde.
Curry essen mit unseren Freunden aus England, welche seit Monaten hier feststecken.
Der farbenfrohe Blumenstrauss, den sie mitgebracht haben.
Das sind die Arten von Magie, die mein Herz zum Leuchten bringen.

Lasst uns leichtfüssig in die Woche tänzeln zu Queens titelgebendem Song.

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Pyramidenfreitag: Hingabe

Welches Feuer brennt in deiner Seele so leidenschaftlich, dass du dir täglich Zeit nimmst, es zu nähren?
Dich darin verlierst, um gestärkt daraus hervorzutreten?
Du dran bleibst, Tag für Tag, auch wenn es anstrengend ist zuweilen und frustrierend?
Dich hingibst, darin über dich hinaus wachsen willst?
Weil es dich erfüllt mit Lebensfreude und Seelenfrieden?
Es deinen Geist erhebt und Körper erdet?
Etwas so Kostbares, dass jedem Tag, an dem du dafür keine Zeit gefunden hast, ein wenig Glanz fehlt?

Halte daran fest, denn dieser Schatz ist dein heiliger Raum, dein eigenes Gebet und deine direkteste Verbindung zur Göttlichkeit.

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Meine Uniform

Wenn ihr bei mir klingelt, stehen die Chancen gut, dass ich in irgendeiner Variation dieses Outfits die Tür öffne.
Ob Sommer oder Winter, daheim laufe ich meist so herum.
In der kalten Jahreszeit im Zwiebellook, denn dicke Pullis sind mir von je her ein Gräuel.
So sehr ich es auch mag, mit Mode zu spielen, so sind Jeans und T-Shirt doch die Uniform, welche ich schon als jung adoptiert habe.
Waren die Hauptgründe damals Coolness und eine grosse Liebe für grafische T-Shirts, so sind sie heute viel pragmatischer: Ich mags bequem und trage am liebsten Baumwolle.
Ich sitze am Boden, wenn ich Collagen mache, tolle mit Katzen herum, wühle im Frühling in der Erde, klettere im Sommer auf Bäume und schleppe im Winter Feuerholz herein.
Meine Kleidung muss das aushalten und pflegeleicht sein.
Die Liebe zu grafischen T-Shirts ist indes ungebrochen.
Die meisten sind Vintage oder Second Hand, denn in Anbetracht dessen, dass die Produktion eines T-Shirts durchschnittlich 4100 Liter Wasser braucht, neben allem andern, was es die Erde sonst noch an Ressourcen kostet, kaufe ich selten ein neues.
Wenn, dann weil ich weiss, dass ich es lieben und tragen werde, bis es zu Fäden zerfällt.
Das Guardians T-Shirt war Liebe auf den ersten Blick.
Wächterlöwen widerstehe ich nie. Ich weiss das, ihr wisst das.
Seit es hier ist, hat es nur Pause, um ein wohlverdientes Bad zu nehmen.
Ich bevorzuge von je her Schlaghosen, weil ihr Schwung jedem Gang Dynamik verleiht und sie einen zwingen, aufrecht zu schreiten.

Guardians T-Shirt: Eighth Generation, recyceltes Militärhemd: Second Hand via Ebay, Turban und Jeans: Schon alt, Kimono und Schuhe: Brockenhaus, Augenring: Nightbreed Creations, aller andere Schmuck: Vintage.

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Liebe ist für alle da

Aus der Liebe werden wir geboren, in die Liebe kehren wir zurück.
Warum sollten wir hier danach streben, etwas anderes als Liebe zu sein und leben?

Ich wünsche allen einen frohen Valentinstag!

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Karate Kid

Grossmeister Noodlz hat entschieden, dass klein Moonshine nun stark genug sei, um im Katzenkampf ausgebildet zu werden.
In Anbetracht dessen, dass sie Freigängerin ist und sich draussen gegen dominante Kater wie Kashmir und Simba durchsetzen muss, begrüsse ich seinen Entscheid.

Während er ihre kindlichen Angriffe noch letzte Woche träge mit unbewaffneter Tatze abwehrte, sich Attacken gefallen liess und einfach aufstand und davon schlurfte, wenn er davon genug hatte, so hat sich die Tonart nun gänzlich geändert.
Zwar liegt Henry immer noch auf den Rücken und lädt das Katzenkind zum Kampf ein, allerdings wird jeder Hieb mit einiger Kraft und ausgefahrenen Krallen pariert. Sie wird auf den Boden geschmissen und festgehalten, damit sie lernt, sich aus einer solchen Situation zu befreien. Er zeigt ihr den beherzten Einsatz von Zähnen und den Hinterläufen.
Sie darf immer noch ausgiebig angreifen und kämpfen, aber am Schluss jeder Trainingseinheit wirft er sie beiläufig auf den Rücken, damit sie weiss, dass sie noch nicht soweit ist, es mit einer ausgewachsenen und kampferprobten Katze aufzunehmen.

Das ist gut so, denn im Gegensatz zum sanften Katzengott ist Moonshine angriffslustig und dominant.
Nehmt euch in Acht, ihr Kater da draussen: Die einzige Kätzin hier strebt eher früher als später Quartierherrschaft an und ich weiss aus Erfahrung, dass ein «Nein» für diese stolze kleine Kriegerin nie akzeptabel ist!

P.S. Der Pyramidenfreitag fällt diese Woche zugunsten des Valentintags (Sonntag) aus.

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Unter der Wüstensonne

Am Samstag hat der Wüstensand in der Luft das Licht in ein dunstiges Rosa verwandelt, welches die ganze Welt verschluckte.
Äusserst exotisch für diese Breitengrade.
Mir wurde ganz warm ums Herz, erinnerte mich diese Farbe doch sehr an das Licht auf der Venus.
Die Sonne zeigte sich nur einmal ganz kurz und wenn ihr genau hinschaut, seht ihr den Sand vor ihrem Gesicht tanzen.
Die Atmosphäre farblich einzufangen, ist mir leider nicht gelungen.
Allzu gern hätte ich auch sogenannten Blutschnee gesehen, aber am Sonntag wusch der Regen den ganzen Sand geflissentlich aus der Luft.
Überhaupt war das Wetter unfreundlich und garstig.
Folglich nahmen wir’s gemütlich, lasen, meditierten, assen getränkten Bergamottenkuchen und ich entdeckte eine zufällig arrangierte Savannenszene im Schlafzimmer, während Henry auf dem Bett schlief und klein Moonshine die meiste Zeit im Ahornbaum vor dem Fenster verbrachte. Sie hat sich bestens erholt und wohl tatsächlich etwas Unbekömmliches gefressen draussen.

Der herrliche Trockenblumenstrauss trägt den Namen Agathe und stammt aus dem Haus Arui.
Alle Blumen werden in der Schweiz biologisch gezogen, getrocknet und zu Sträussen gebunden. Eine fabelhafte, regionale, umweltfreundliche und günstige Alternative zu Schnittblumen im Winter. Falls ihr in Biel oder Umgebung wohnt, könnt ihr euer Gebinde auch ganz einfach bei Cyndie und Raphael im Batavia bestellen und abholen.

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Ein geschenkter Tag

Der eigentliche Plan war, heute in den Zug zu klettern und zu meiner Freundin, der Göttin des blühenden Herzens zu fahren, um an einem gemeinsamen Projekt zu arbeiten. Davon wollte ich euch hier erzählen.
Aber dann hat das Katzenbaby sich gestern Abend erbrochen und Durchfall bekommen.
Da das Mondenkind seit einigen Tagen stolze Freigängerin ist, lag der Verdacht nahe, dass sie draussen etwas Unbekömmliches verputzt hat. Allerdings sollte man junge Katzen, bei denen Wurmbefall als Ursache für solche Körperreaktionen ausgeschlossen werden kann, im Auge behalten, da sie schnell dehydrieren.
So wurde der Termin verschoben und vor mir lag plötzlich ein unverplanter Tag.
Dann geschah das Beste überhaupt: Die Sonne — ein allzu rarer Gast in den letzten Monaten— brach durch die schwere Wolkendecke.
Sobald das Katzenkind schlief, schnappte ich mir Fotoapparat und Mantel und huschte mit Henry in den Garten.
Dort stromerten wir genüsslich herum, begutachteten jede kleine Veränderung und beobachteten die tanzenden Sterne, welche die Sonne lachend auf das Flusswasser warf, während die Vögel von einem baldigen Frühling jubilierten.

Mein fotogener Freund Kashmir wälzte seinen Körper indes gewissenhaft auf der Wintererde, um sie mit seinem kuschelweichen Fell wach zu kitzeln.

Möge die Sonne euch alle auf die Nase küssen dieses Wochenende!

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Montagsgedanken

Manche Collagen warten auf ihre Bestimmung, andere auf ihre Vollendung.
Die Entdeckung, dass mein Wintermantel nicht nur ein farbenfroher Hintergrund ist, sondern auch fabelhaftes Haar für meine Katzenengel. Ich denke, damit werde ich in Zukunft noch einigen Spass haben.
Die Zeit ist reif, aus den Hagebutten meines liebsten Rosenbusches neue Pflänzchen zu ziehen, als Zierde für Sirius’ Grab.

Was bringt euer Montag?

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Sphinxenmond (Pyramidenfreitag am Samstag)

Mondkalendertasche

Donnerstag Nacht stand der volle Mond im Zeichen des Löwen.
Des Zeichens des Herzens und der Sonne.
Eine kosmische Möglichkeit, alte gestaute Emotionen loszulassen, um unser Zentrum zu verjüngen und stärken.
200 Kilo reine Muskelmasse der Löwenmutter aus reinem Gold in unser Herz zu integrieren, für Mut, Stärke und Resilienz, während wir unserer inneren Flamme bedingungslos treu bleiben und folgen, egal was.
Durchtränkt wurden diese Muskelfasern von der silbernen Essenz aus Weisheit, Liebe, Intuition, Mitgefühl und der Güte des Mondes.
Weiss-goldene Alchemie für alle, welche davon trinken mochten.

Wo immer euch euer Weg hinführt, vergesst nie, dass euer Herz euer kostbarster Besitz und zuverlässiger Kompass ist.
Ich wünsche euch ein erholsames Wochenende und plant Zeit ein, euer Herz zu nähren und zu ehren.

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Für nie gekannte Geschwister

Gestern Nachmittag spazierten der Löwe und ich auf die Weide, unsere bleichen Nasen begierig der Sonne entgegengestreckend.
Welch Wohltat, nach einem mehrheitlich trüben Winter!

Als ich nach Hause kam, nahm ich mir die Zeit, einen Gedenkaltar aufzubauen.
Für 50 Kälber, welche letzte Woche den Flammen zum Opfer fielen, als in einer Sturmnacht ein Gehöft in unserem Ort abgebrannt ist.

Fünfzig unschuldige Kinder einer anderen Spezies mussten qualvoll sterben, weil sie eingepfercht waren und nicht um ihr Leben rennen konnten, als es vonnöten war.
Welch tragisches Mahnmal dafür, dass Speziesismus falsch ist.
Egal wie mensch hier argumentiert, wenn die Begründungen nicht von einem Ort der Liebe und des Mitgefühls kommen, so sind sie nie zum höchsten Wohl aller Beteiligten und darum falsch.

Also stellte ich intuitiv einen Altar für sie auf.
Nur weil sie auf Erden nicht so behandelt worden sind, heisst das nicht, dass sie nicht liebenswerte und heilige Geschöpfe sind, welche respekt- und würdevoll verabschiedet und über die Regenbogenbrücke begleitet werden sollen.
Ich bedankte mich bei ihnen für ihr Kommen, entschuldigte mich im Namen der Menschen für das ihnen widerfahrene Unrecht und segnete sie alle.
Ich rief die aufgestiegenen Meister an, welche sich vornehmlich um unsere Tiergeschwister kümmern und bat sie um Transformation der erlittenen Traumata und sicheres Geleit für die Kleinen.
Dann zündete ich für jedes Kalb eine Gedenkkerze an und noch ein paar mehr für all die Kleintiere, welche sich wohl im Gebälk aufgehalten haben. Ich stellte mir vor, dass jedes von ihnen in Rosenquarzenergie gehüllt wird und darin regenerieren kann, bis die Flamme erlischt.
Dann wurde es von einem himmlischen Stier (siehe Postkarte) abgeholt und auf eine paradiesisch schöne Weide geführt, wo liebevolle Kühe es willkommen heissen und sich um das Kälbchen kümmern.

Als die letzte Kerze erloschen war, fühlte auch ich tiefen Frieden und Liebe in mir.

Dies ist die Quintessenz, wenn wir diese turbulenten Zeiten unbeschadet überstehen wollen: Die Bereitschaft, all den Zorn und die Trauer, welche in bestimmten Situationen hochkommen, zu wandeln.
Denn nur ein liebendes Herz hat die Macht, Dinge in Bewegung zu setzen zum Wohle aller.

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Pyramidenfreitag: Die Tempelkatze

Es war mitten in der Nacht vom 30. November auf den ersten Dezember.
Draussen am Himmel stand der volle Mond, aber ich hatte keine Augen für ihn.
Ich sass zusammengesunken auf dem Sofa, taub vor Schmerz über den Verlust meiner geliebten Sirius und starrte stumpfsinnig vor mich hin, als mir plötzlich auf geistiger Ebene eine winzig kleine Katze erschien und übermittelte: «Ich bin bereit. Ich komme jetzt zu dir.»
Für Menschen, welche damit nicht vertraut sind: Solche Phänomene passieren im Bruchteil einer Sekunde, stellt euch die Sichtbarkeitsdauer eines Blitzes vor.
Die Kunde, dass die obsidianene Sphinx heimgekehrt und eine Stelle als Tempelkatze bei uns vakant sei, hatte sich auf geistiger Ebene also schnell verbreitet in den Katzenreichen.

Kurzerhand tippte ich «Katze sucht Zuhause» in den Computer, denn alles, was ich gesehen hatte, war, dass das Katzenkind nicht in einem Tierheim ist.
Drei Klicks weiter war ich auf der Seite eines Vereins (grossartige Arbeit!), von dem ich zuvor nie etwas gehört hatte und von einem Foto schaute mich die kleine Katze von vorhin an: Unmissverständlich ein Mitglied meiner Familie!

Ihr Name ist Moonshine und er passt perfekt zu ihr. Und zum Umstand, dass sie mich in einer Vollmondnacht aufgesucht hat.
Der Rest ist schnell erzählt: Ich schrieb eine Mail, erhielt am nächsten Tag einen Anruf, informierte die Männer des Haushalts — welche sich sehr freuten! — über das neue Baby, wir machten Terrasse und Wohnung kittensicher, bauten viele gemütliche Nester, welche Henry höchstpersönlich probelag und holten Moonshine am 7. Dezember zu uns.

Der winzige Mond hat das Gemüt und Selbstvertrauen der Sonne und faucht grosse Kater wie Kashmir ungeniert an.
Sie ist ein Kletteräffchen und wir haben entsprechende Veränderungen in der Wohnung vorgenommen, nachdem wir merkten, dass ein Kratzbaum ihren Ansprüchen keineswegs genügt. Eine Matratze wurde gegen die Wand gestellt und Säulen mit Jute eingekleidet und mit Ausgucken versehen.
Henry ist überglücklich, wieder die Rolle des grossen Bruders und Beschützers inne zu haben, lehrt die Kleine Vögel beobachten und bringt ihr Mäuse. Er lässt sich von ihrem kindlichen Enthusiasmus anstecken und erlebt gerade eine zweite Jugend.
Allerdings stellt das Baby Biest die Nerven des sanftmütigen Katzengottes auch ganz schön auf die Probe mit all ihren Kratz- und Beissattacken.

Seit Montag machen wir tägliche Ausflüge in den Garten, ein Spass für die ganze Familie!

Wir sind dankbar, dass in einer dunklen Stunde für uns ein Mond aufgegangen ist, um uns den Weg zu leuchten, uns mit Liebe zu überschütten, als wir sie am dringendsten brauchten und uns daran zu erinnern, dass das Leben eine bunte und chaotische Reise ist, eng umschlungen vom Tod.
Dass ein gebrochenes Herz und grosse Liebe kein Widerspruch sind.
Dass mit jedem Tag eine neue Sonne und die Möglichkeit, von vorne anzufangen, aufsteigen.


Meine Familie wünscht euch und euren Lieben ein frohes Wochenende und all die Heilung, welche euer Herz gerade braucht!

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Kosmische Ekstase

Das Jahresende habe ich tief im Herzen der Traurigkeit verbracht. Tage und Nächte zogen formlos an mir vorbei.
Und doch gab es viel Licht in diesem Dunkel.

Da war die grosse Konjunktion, mit derer Energie zu arbeiten schlicht grandios war und zu deren Ehre ich kosmische Guetzli gebacken habe.
Mein erstes, aber definitiv nicht letztes Abenteuer mit bunter Glasur.

Ein unglaublich befreiendes Ritualfeuer unter dem letzten Vollmond des alten Jahres, bei welchem der Löwe und ich noch lange standen, Tee schlürften und zum ersten Mal seit langer Zeit richtig fröhlich waren.

Die wunderschöne «Follow Your Dreams»-Decke, welche ich dem Löwen zu Weihnachten geschenkt habe.
Künstler Louie Gong, der Gründer und CEO von Eighth Generation, erzählt darauf einen Traum, den er gehabt hat und die Geschichte seiner Katze.
Als ich die Decke gesehen habe, war ich tief berührt, denn ich erkenne darauf auch die Geschichte meiner.
Wir haben Sirius oft unseren Orca genannt, weil wir sie uns als solchen gut vorstellen konnten.
In ihrem dritten Lebensjahr hat sie sich einen Zahn abgebrochen und wer genau hinschaut, kann sehen, dass dies beim Orca auf der Decke auch so ist.
Auf dem Rücken trägt der Regenbogen-Killerwal eine kleine graue Katze mit M-förmiger Zeichnung auf der Stirn.
Glaubt es oder glaubt es nicht, aber sie hat unser Leben bereits betreten.
So erzählt die Decke für uns von der Vergangenheit und der Zukunft, welche sich am einzig existenten Punkt treffen: Hier und Jetzt.

Eighth Generation ist ein kleines Unternehmen in Seattle und gehört dem Stamm der Snoqualmie.
Ich empfehle allen, sich dort umzusehen. Tolle Künstler, starke Designs, schön gearbeitete Decken und für uns Veganer*innen gibt es viele Baumwoll-Optionen. Yay!

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Pyramdenfreitag

Hallo und herzlich willkommen im Jahr 2021!
Euch allen wünsche ich, dass ihr findet, was ihr sucht.

Beginnen wir das Pyramidenfreitag-Jahr mit einem neuen Unterkapitel der Rubrik «Das alte Ägypten im Film», nämlich «die Sphinx im Film».
Den Anfang macht heute die 1984er Verfilmung von Michael Endes ikonischer «Die unendliche Geschichte» unter der Regie von Wolfgang Petersen.
Die Schlüsselszene der Geschichte bildet Atreju’s Selbstmeisterung vor dem südlichen Orakel.
Dieses besteht aus einem energetischen Raum, gehütet von zwei Sphingen, welche alle, die nicht in Wahrhaftigkeit vor sie treten, ins Jenseits befördern.
Eine klassische Variante der Sphinx von Theben.
Für die Filmsphingen hat man sich visuell offensichtlich altägyptischer, griechischer, mesopotamischer und wie mir scheint auch siamesischer oder balinesischer Kunst bedient.
Ihnen Hufe als Hinterläufe zu geben, schien dem Kreativteam wohl eine gute Idee, faktisch macht das aus den Wesen Chimären.
Eine energetisch ganz andere Gattung.
Aus diesem ethnischen Mix sind äusserst ansehnliche Statuen entstanden — wären da nicht die überdimensionierten Brüste.
Die fand ich schon als Kind etwas suspekt und mit der ganzen perspektivischen Filmerei von unten fallen sie besonders auf.
Eine völlig unangebrachte Sexualisierung solcher Wesen, besonders in einem Kinderfilm.
Muss ich erwähnen, dass Meister Ende empört war über diese Darstellung? Wohl kaum.

Nichtsdestotrotz waren die Szenen mit dem südlichen Orakel für mich pure Magie und ich konnte mich daran gar nicht satt sehen.

Euch allen wünsche ich ein Wochenende voller magischer Momente.

Alle Bilder via Google Search.

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Alchemie

Ich brauche Stille.
Um zu trauern.
Mich fallen zu lassen — Der Kosmos wird mich auffangen.
Meiner Seele zuzuhören.
Das Leben nach dem Erlöschen des hellsten Sterns neu zu erfinden.

Danach werde ich aus der Asche emporsteigen und hier wieder schreiben.
Das wird im nächsten Jahr der Fall sein.

Euch wünsche ich ein friedvolles und geruhsames Jahresende und allen Segen auf eurem Weg.

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Pyramidenfreitag

Die Woche war lang und anstrengend.
Weil Licht und Wetter heute unkooperativ sind zum Fotografieren, koche ich mir einen Pott Kaffee, richte einen Croq’Monsieur und erteile mir die Erlaubnis, stundenlang und ohne schlechtes Gewissen auf Tumblr schöne Bilder zu beäugen.
Schöne Bilder beäugen ist eine Seelenwohltat für mich.
Ich teile hier ein paar Fundstücke mit euch und auch gleich mein Croq-Rezept.
Da ich keinen fancy Sandwichmaker besitze, mache ich das nach alter Art.
Ofen auf höchster Stufe vorheizen.
Zwei Scheiben Brot oder Toast (ich nehm Vollkorn) goldbraun toasten, beide mit Margarine und Senf bestreichen und mit je einer Scheibe Käse (die Burger Scheiben Cheddar Style von Simply sind dafür der Knaller! Gibts im Coop) belegen.
Ab in den Ofen, bis der Käse schmilzt (ca. 5-10 min).
Bevor die Hälften zusammengeklappt werden, noch Tabasco oder andere Schärfe nach Wahl hinzufügen. Ich streiche scharfe Sosse vom Chef Falafel drauf. Wer die gekostet hat, will nix anderes mehr.
Dazu snacke ich in der Regel ein bisschen Salat oder eine Handvoll Oliven.

Ich wünsche e Guete und ein schönes Wochenende!

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Wenn Löwen weinen

Hier sollte ich nun erzählen, wie ich auszog, einem kleinen Punk von Krankheit den Arsch zu versohlen und wie ich ihn triumphal auf zellulärer Ebene transformiert habe.
Aber in Wahrheit zog ich aus, einem kleinen Punk von Krankheit den Arsch zu versohlen, um bei der ersten Heilsitzung mit Entsetzen zu sehen, dass der kleine Punk volle Arbeit geleistet und im Körper meiner Katze massiven, irreversiblen Schaden angerichtet hat.
Ich habe weder das Herz noch die Worte, an dieser Stelle mehr zu erzählen.
Also lasst mich nur sagen, dass Sirius Shanti Om auf ihre Lieblingsdecke gekuschelt in den Armen ihrer Familie am letzten Mittwoch ihren kaputten Körper verlassen hat, um sternwärts zu ziehen.

In der Dunkelheit sitze ich draussen und warte darauf, dass in der zweiten Nachthälfte Orion und Sirius erscheinen, während die grosse Sphinx selber glühende Tränen mit mir weint.
Denn wir durchqueren gerade das Feld der Leoniden und erreichen heute Nacht den Höhepunkt, es darf mit bis zu 500 Schnuppen pro Stunde gerechnet werden.
Ich wünsche euch erhobene Blicke und sternklaren Himmel.

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Löwenmutter


Meinem kleinsten Katzenkind, dem hellsten Stern, geht es derzeit elend.
Sie leidet unter dem zweiten Schub einer Krankheit, von der ich dachte, ich hätte sie letzten Dezember komplett ausgemerzt.
Irren ist menschlich.
Deshalb nehme ich den Rest der Woche Blog-frei und kümmere mich um die schwarze Sphinx.
Wer oder was auch immer meinen Katzen schaden will, sollte wissen, dass eine grosse wütende Löwenmutter hinter ihnen steht, welche sie mit ihrem Leben verteidigt.
Also entschuldigt mich, ich muss einem kleinen Punk von Krankheit energetisch in den Arsch treten.
Wenn ihr mögt, schliesst Sirius Shanti Om in eure positiven Gedanken.
Euch allen wünsche ich einen guten Wochenrest!

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Mondkalender 2021

Ich stehe eigentlich nie beim Mondkalender, der neben der Schlafzimmertür an der Wand hängt, wenn ich unsicher bin, welche Mondphase gerade ist.
Vielmehr frage ich mich das, wenn ich im Garten in der Erde wühle oder unterwegs bin, und mich wundere, ob schon Vollmond ist, weil die Leute so aufgekratzt sind.
Die Lösung habe ich mir gleich selber geschaffen: Einen Mondkalender to go!
T-Shirts und Taschen für all euch selenophile Seelen da draussen, die den Erdtrabanten gerne nahe am Herzen tragen, flankiert und beschützt von zwei stolzen Sternsphingen. Hüterinnen von uraltem kosmischem Wissen.

Alle wurden sie von Hand mit grösster Sorgfalt in wunderschöner Glitzerfarbe, welche in den Farben Türkis und Lila irisiert, siebgedruckt — als würde der Mond selber sein sanftes Licht auf den Stoff scheinen.
Alle Textilien stammen entweder aus alten Beständen des Dead Fred Siebdruckateliers oder sind Second Hand T-Shirts, welche ich gesammelt habe. Absolut ressourcenschonende No Waste Produktion. Deshalb gibt es jedes Shirt nur einmal.

Der gesamte Erlös — minus Materialkosten — wird der Tierschutzorganisation Vier Pfoten gespendet, welche Wild- und Haustiere in Not rettet und ihnen ein sicheres und würdiges Leben ermöglicht.
Ein herzliches Dankeschön an den Löwen (Grafik) und den Hasen (Siebdruck), welche ihre Arbeit deshalb grosszügigerweise gespendet haben!

Portal zum Shop

Ich wünsche euch allen einen gesegneten Vollmond und schönes Wochenende!


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Pyramidenfreitag

Chrissie Abbott
Emma Mulholland

Lauter Dinge, die ich mag, schön finde, die mich inspirieren oder herausfordern.
Augenschmaus.
Bunt durcheinandergewirbelt, wie Skittles, die man sich aus der Tüte in die Hand schüttet.
Weil im Leben nicht immer grosse Lösungen in Sicht sind und sein müssen, manchmal ist eine Handvoll Süssigkeiten (in welcher Form auch immer) die einzige Medizin.

Was Skittles betrifft: Nur die Crazy Sours sind vegan, die andern enthalten Karmin.
Bilder via Tumblr.

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Pyramiden-Prioritäten

Möglicherweise habt ihr bemerkt, dass der Pyramidenfreitag letztens ausgefallen ist.
Skandalös, ich weiss!
Den Grund dafür seht ihr oben in der Mitte.
Darf ich vorstellen?
Das ist Bastets jüngste Tochter; Seschen.
Sie hat sich letzthin mitten in der Nacht aus Papier manifestiert und erzählt mir seither ihre Geschichte, wann immer ich dafür Gehör und Zeit zum Aufschreiben finde.
Ich bin ziemlich fasziniert von ihr und den Dingen, die sie zu berichten weiss, darum hat sie zweimal in Folge dem Pyramidenfreitag die Priorität stibitzt.
Diese Woche ist er allerdings zurück.
Und nun entschuldigt mich, Seschen wartet auf mich in den Hallen von Thot.

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Herbsttag

Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren laß die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

— Rainer Maria Rilke

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Sneak Peek

Heute Mittag bin ich bei strahlendem Sonnenschein in den Zug gestiegen und zu meinem keinen Bruder gefahren.
Wir haben Kaffee getrunken, gedruckt, geredet, gelacht, Apfelkuchen gebacken, Gemüseeintopf gekocht, alles verputzt und viel Musik gehört.
Plötzlich war schon Nacht und Zeit, bei strömendem Regen wieder in den Zug zu klettern, mit einem Bauch voller Köstlichkeiten und dem Herzen voller Lieder.

Die mit viel Freude und Liebe zum Detail kreierten Mondkalender werden in verschiedenen Formen erhältlich sein, wenn der Erdtrabant in runder Gestalt vom Himmel lacht (31. Oktober).

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Intergalactic Christ

Das Jahr war 1996 und wir hielten CDs für wirklich moderne Technologie.
(Kurze Pause für Gelächter).
Ein betörend androgynes Wesen namens Jas Man — seines Zeichens Multiinstrumentalist— landete mit seiner Band Babylon Zoo europaweit einen Hit.
Akustisch beginnt der Song mit der Landung eines Lichtschiffes, bevor mit Einsatz des Gesanges die Atmosphäre umschlägt und das Lied die Farbe eines dunklen Regenbogens auf einer Öllache annimmt.
Der Bass wummert treibend und die Gitarre schrummt hypnotisch.
Eine Space-Rock-Hymne, geschrieben von einem Sterngeborenen für all seine Geschwister hier, auf dass sie ihre Heimat nicht vergessen oder sich ihrer erinnern:

There’s a fire between us
So where is your God?

Selbstredend macht der Text auf die Missstände auf Erden aufmerksam und leider haben wir als menschliches Kollektiv diese noch keineswegs behoben:

The sickening taste
Homophobic jokes
Images of fascist votes
Beam me up ‚cause I can’t breathe.

Aber ich wäre wohl kaum eine Sterngeborene, wenn ich nicht fest daran glauben würde, dass wir das schaffen.
Das Potenzial des menschlichen Herzens ist eine Wundersache, sage ich euch!
Aufgeben keine Option.

Menschenkinder, dreht das Volumen hoch für Babylon Zoo und Spaceman!
Frohen Tanz in die Woche wünsche ich euch.

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Die Süsse des Lebens

Im Kosmos existieren Universen und Dimensionen ohne Zahl.
Keine Energie — egal wie alt, mächtig und weise, egal ob Guru-, Engels- oder Götterstatus — wäre bekannt dafür, sie alle zu kennen.
Und doch bist in diesem unvorstellbar riesigen Lebenstanz du das einzige Wesen, welches die Macht besitzt, über dein Leben zu bestimmen.
Jeden Tag entscheidest du,
☥ wie freundlich du sein willst,
☥ womit du deinen Körper und Geist nährst,
☥ ob du nach Rückschlägen weitermachst oder aufgibst,
☥ wofür du dein Geld ausgibst,
☥ wie liebevoll du mit dir umgehst,
☥ wie liebevoll du mit anderen umgehst,
☥ ob du dich für die Dinge, welche dir wichtig sind, einsetzt,
☥ ob du deine Träume und Visionen in Realität umsetzt,
☥ wie ehrlich du sein willst,
☥ ob du um Hilfe bittest,
☥ ob du angebotene Hilfe annimmst,
☥ wie eng oder weit deine Weltsicht ist,
☥ ob du offen für Wunder bist,
☥ welche Freundschaften du eingehst, sowohl in der Menschen- als auch in der geistigen Welt,
☥ ob du dich am Licht ausrichtest,
☥ ob du mithelfen willst, die Erde und ihre Wesen zu heilen,
☥ ob du anderen Mut zusprichst,
☥ wie dankbar du sein willst,
☥ ob und wie viel du trainierst,
☥ ob du deine Projekte durchziehst,
☥ wie du deine Prioritäten setzt,
☥ noch vieles, vieles mehr.

Wenn du dich das nächste Mal machtlos fühlst, erinnere dich daran, dass das exakte Gegenteil der Fall ist.

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Wo die Musik herkommt

«Nein, das kann ich nicht», antwortete Meister Hora, «denn was die Menschen mit ihrer Zeit machen, darüber müssen sie selbst bestimmen. Sie müssen sie auch selbst verteidigen. Ich kann sie ihnen nur zuteilen.»
Momo blickte sich im Saal um, dann fragte sie: «Hast du dazu die vielen Uhren? Für jeden Mensch eine, ja?»
«Nein, Momo», erwiderte Meister Hora, «diese Uhren sind nur eine Liebhaberei von mir. Sie sind nur höchst unvollkommene Nachbildungen von etwas, das jeder Mensch in seiner Brust hat. Denn so wie ihr Augen habt, um das Licht zu sehen, und Ohren, um Klänge zu hören, so habt ihr ein Herz, um damit die Zeit wahrzunehmen. Und alle Zeit, die nicht mit dem Herzen wahrgenommen wird, ist so verloren, wie die Farben des Regenbogens für einen Blinden oder das Lied eines Vogels für einen Tauben. Aber es gibt leider viele taube und blinde Herzen, die nichts wahrnehmen, obwohl sie schlagen.»
«Und wenn mein Herz einmal aufhört, zu schlagen?» fragte Momo.
«Dann», erwiderte Meister Hora, «hört auch die Zeit für dich auf, mein Kind. Man könnte auch sagen, du selbst bist es, die durch die Zeit zurückgeht, durch alle deine Tage und Nächte, Monate und Jahre. Du wanderst durch dein Leben zurück, bis du zu dem grossen runden Silbertor kommst, durch das du einst hereinkamst. Dort gehst du wieder hinaus.»
«Und was ist auf der anderen Seite?»
«Dann bist du dort, wo die Musik herkommt, die du manchmal schon ganz leise gehört hast. Aber dann gehörst du dazu, du bist selbst ein Ton darin.»
(…)
«Bist du der Tod?»
Meister Hora lächelte und schwieg eine Weile, ehe er antwortete: «Wenn die Menschen wüssten, was der Tod ist, dann hätten sie keine Angst mehr vor ihm. Und wenn sie keine Angst mehr vor ihm hätten, dann könnte niemand ihnen mehr die Lebenszeit stehlen.»

Momo, Michael Ende 1973

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Welcome To The Jungle

Der Herbstgarten ist ein mythischer Ort.
Wo Winde ungestüm aufspielen, auf dass Leben und Tod sich drehen im Tanz.
Wo wilde Kreaturen lauernd aus dem Dickicht lugen.
Wo ein grosser Löwe und ein kleiner Tiger auf Bäume klettern.
Der eine, um Äpfel zu pflücken, der andere, Libellen zu haschen.
Der Erste kehrt mit vollem Korb wieder, der Letzte mit leeren Pfoten.

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Lift Off


Heute um 20 Uhr geht Katzenkult Vintage mit der Oktoberkollektion Herbstfarben live!
Oben rechts wurde ein fettes Logo installiert, welches als Portal zum Shop fungiert.

Frohen Oktober wünsche ich euch, ihr Lieben!

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Artist Crush

OM Clouds

Wem Maria Rosalia Finna aka Ouvra kein Begriff ist, empfehle ich, sich Zeit zu nehmen, ihre Arbeit kennenzulernen.
Sie befasst sich mehrheitlich mit den sexuellen Aspekten der göttlichen Weiblichkeit.

Die hier gezeigten Bilder sind ihre neusten Werke und sie spielen virtuos auf dem Flügel meiner Emotionen.
Zum einen, weil ich Maha Kali nie widerstehen kann und diese Annäherung alles in mir anspricht, zum andern bildet aktuellerweise eine tibetische buddhistische Meditation den Kern meiner täglichen spirituellen Praxis und dieses träumerische OM ist einfach perfekt.
Das Ganze auch noch in den Farben des erwachenden Tages?
Ich schmelze!
In meinen Tagträumen habe ich Kali schon einen Platz zum Wohnen ausgesucht.
Weil träumen, das geht immer.

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Final Countdown

Heute in einer Woche um genau 20 Uhr (UTC +1 für internationale Leser*innen) geht Katzenkult Vintage live.
Iiiiik, aufregend!
Natürlich wasche, bügle, fotografiere, editiere, schreibe und nehme ich Masse wie eine sechsarmige Göttin, während der Grafikgott namens Löwe aus purer Güte mein wüst hingekrakeltes Logo in professionelle Form bringt.

Euch habe ich vor einer Weile versprochen, mehr über den Vintage Shop zu erzählen.
Los gehts!

Für wen ist Katzenkult Vintage?

Katzenkult Vintage ist ein Ort des Friedens für Menschen aller Formen, Farben, Grössen, jeden Alters und Geschlechts. Für all diejenigen, welche Kleidung als Erweiterung ihres Seelenausdrucks verstehen und persönlichen Stil über aktuelle Modetrends stellen.
Für all diejenigen, die fantastisch aussehen möchten, ohne Mutter Erde neue Ressourcen zu kosten.

Gibt es im Shop ausschliesslich Kleidung?

Nein, der Shop besteht aus verschiedenen Abteilungen, Kleidung ist nur eine davon.
Des Weiteren gibt es Accessoires, Schmuck, Heimdekor, Geschirr und mit der Zeit auch Altarbedarf und eine Bibliothek.
Ab November hat The Original Cat Cult auch eine Abteilung namens Originale, mit einer Überraschung darf gerechnet werden.

Welche Ären/Stile kann mensch erwarten?

Den Kern bilden definitiv die 70s und selbstredend werden das Alte Ägypten und Katzenartige in irgendeiner Form stets zu finden sein.
Ansonsten darf mit allen Epochen und Stilen gerechnet werden.
So viel sei verraten: Die 90s haben in der Oktoberkollektion einen Auftritt.

Wie oft werden neue Artikel hochgeladen?

Aktuellerweise kuratiere ich pro Monat eine kleine und feine Kollektion von 30 Produkten, welche jeweils zu dessen Beginn hochgeladen wird.
Jede läuft unter einem Motto. Im Oktober sind es Herbstfarben.
Für alle Halloweenfans habe ich die eine oder andere Klamotte reingeschmuggelt, die sich herrlich zu einem Kostüm ausbauen lässt.

Ist Katzenkult Vintage vegan?

Ich habe mir das lange und gründlich überlegt.
Veganer*innen: Euer ist mein ganzes Herz! Ihr seid meine Toppriorität und ich lege grossen Wert darauf, dass ihr euch beim Katzenkult sorgenfrei einkleiden könnt. Ich kaufe möglichst vegan Ware.
Materialien sind stets deklariert, sollten aber Unklarheiten bestehen, schreibt mir, ich beantworte eure Fragen sehr gerne.
Aus rein ökologischen Gründen lautet die Antwort allerdings nein.
Jedes Mal, wenn sich eine Person für ein Stück Vintage anstelle von etwas Neuem entscheidet, ist das ein kleiner Umweltsieg.
Für die Tiere, denen Schaden zugefügt wurde, kann ich heute nur noch ein Gebet sprechen und mich entschuldigen. Mit dem Geld, das ich damit verdiene, kann ich eine Organisation unterstützen, welche hier und heute Tiere in Not rettet. Wenn nicht anders deklariert, wirds Vier Pfoten sein.

Gibt es sonst noch etwas Wissenswertes?

Aufgrund des weltweiten Postchaos versende ich fürs Erste nur schweizweit. Internationale Freund*innen, welche sich in ein Stück verliebt haben, bitte schreibt mir.
Klar schicke ich es, die Pandemie hat uns alle längst zu Warteprofis gemacht.

Ich hoffe, das beantwortet eure Fragen. Falls ihr Weitere habt, dürft ihr sie jederzeit gerne stellen.

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Pyramidenfreitag

Kunst und Architektur des Alten Ägypten waren stilbildend und inspirieren kreativ Schaffende bis zum heutigen Tag.
Das wird neugägyptischer Stil oder ägyptisches Revival genannt. Zwar bezieht sich dieser Ausdruck vor allem auf eine Stilrichtung der bildenden Kunst ab Mitte 18. bis anfangs 20. Jahrhundert.
Das Kopieren begann bekannterweise aber schon im alten Griechenland.
Als die Römer Ägypten 30 vor Christus eroberten, bedienten sie sich der Schätze dort im grossen Rahmen und liessen auch gleich 13 Obelisken mitlaufen, welche sie in Rom aufstellten.
Dies beflügelte ihre Fantasie derart, dass sie eine eigene Pyramide haben wollten, welche ein gewisser Cestius von 18- 12 vor Christus bauen liess.
Die nicht ganz 37 Meter hohe Pyramide, welche eine Grabkammer beinhaltet, wirkt in erster Linie popelig und fehl am Platz.
Die spinnen, die Römer! — Das wusste schon ein pummeliger Zeitgenosse aus Gallien, der passenderweise genau wie die zugespitzten Stelen aus Ägypten heisst.


Ich könnte euch noch viel lustiges, absurdes, fragwürdiges und unnötiges erzählen, das die Menschen im Verlauf der Geschichte mit dem Erbe Ägyptens angestellt haben, aber für heute verlassen wir die Römer und machen einen Zeitsprung ins Hier und Heute.

Mir fällt auf, dass gerade ein kleines ägyptisches Revival im Bereich Schmuck stattfindet.
Es hat vor ein paar Jahren angefangen und klar, die Fashion Labels haben sich darauf beschränkt, uninspiriert Skarabäen zu kopieren, in Silber oder Gold zu giessen und überteuert zu verkaufen.
Wirklich Interessantes findet frau wie üblich unter den Künstlerinnen der Zunft.
Zum Beispiel Kate Hockstein, die Ein-Frau-Show hinter dem Label Arcana Obscura.
Auch sie hat vor einiger Zeit begonnen, ägyptisches Design in ihre Linie zu integrieren und erweitert dies fortlaufend. Die fabelhafte Lotuskette hat sie erst vor ein paar Wochen lanciert.

Lotushalskette
Wedjatkette
Wächterring
Lotusohrhaken
Skarabäusarmband

Es erstaunt wohl niemanden, dass ich den Wächterring adoptiert habe.
Eine coole Sphinx zu kreieren, ohne dass ich das mitbekommen würde… Pffff, als ob!
Ich liebe diese winzige Löwin und neben meinem altgedienten Ankhring ist sie die Einzige, die seit dem Frühling mit mir das Haus verlässt. Im Zeitalter des inflationären Händedesinfizierens haben steinbesetzte Ringe materialbedingt strikten Hausarrest.

Das ewige Leben und die Sphinx, welche es behütet mit sich herumtragen, wer kann denn mehr wollen?

Ich wünsche euch ein beschütztes Wochenende!

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Welcome To The Hotel Catifornia

Scheinbar ist die Terrasse jetzt ein offizielles Katzenhotel, wo die fantastischen Vier abwechslungsweise oder zeitgleich abhängen.
Simba verbringt den Grossteil seines Tages hier und es ist erstaunlich, dass er gerade anderswo war, als ich Bilder gemacht habe.
Kashmir hat alle Schüchternheit abgelegt und fläzt gerne mal auf dem Tisch oder auf einem zum Trocknen hingehängten Badetuch. Schaut euch sein zufriedenes Grinsen an!
Er ist mittlerweile äusserst verschmust, an seiner Fauchpolitik hat das allerdings nichts geändert.
Henry Gott Noodlz hält gewöhnlich auf dem grünen Teppich Hof, egal, ob der ausgelegt oder zusammengeknüllt ist.
Sirius ignoriert die Jungs meistens einfach.
Heute war sie beschäftigt mit ihrem frisch gewaschenen Tuch, welches ich ihr am Dienstag aus dem Brockenhaus mitgebracht habe.
Natürlich sind Sterne drauf und natürlich ist es dünn (ein Tischtuch), denn unser Pantherchen mags nicht allzu weich. 
Die kahle Stelle am Bein hat sie Grasmilben zu verdanken.
Garstige, winzige, orangefarbene Biester, welche funktionieren wie Zecken und Mensch und Tier gleichsam plagen. Anstelle von Blut saugen sie Lymphflüssigkeit und beim Loslassen sondern sie ein Sekret ab, das Juckreiz auslöst, der einen die Wände hochtreibt. Oder als Katze eben die Haare ausreissen lässt. Prophylaxe für die Fellnasen ist semi wirksam.

Bei euch möchte ich mich mit dem grossartigen Eagles Song dafür entschuldigen, dass ich mich beim Titel zu einem so unterirdischen Wortspiel habe hinreissen lassen!
Mögt ihr auf seinen Schwingen in einen friedlichen Donnerstagabend gleiten.

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Es ist wie’s ist

Vor circa zwei Wochen beschlich mich ein kleines Bedauern darüber, dass der Sommer schon zu Ende geht und die Tage wieder kürzer und kühler werden.
Mir schien, ich hätte gar nicht genug Zeit gehabt, ihn richtig auszukosten, bevor er sich wieder langsam verabschiedet.
Als ob eine zuständige Wettermacht meine Gedanken mitbekommen hätte, ist am Wochenende eine Hitzewelle eingetroffen.
Ich nehm das einfach so hin und freue mich ein bisschen darüber.

Allerdings gibt es Angenehmeres, als Pullis und Mäntel bei 28 Grad Celsius zu modeln und deshalb wurde der zweite Fototermin für den Vintageshop auf Ende September verschoben.
Das wiederum kommt mir auch gelegen, denn mit all dem neulich erwähnten waschen, bügeln etc. habe ich letztens ausserordentlich viel Zeit drinnen verbracht.
Diese Woche kann ich nun quietschfidel auf Schatzjagd gehen und während dessen im Sonnenschein herumrennen und den Rest des Sommers ausgiebig geniessen.

Und ja: Alle Katzenkult Models werden Masken tragen.
Nicht etwa aus hygienischen Gründen, sondern weil Name hier Programm ist.

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Pyramidenfreitag: Die alles segnende Sonne

Während seiner Regentschaft führte Pharao Echnaton ein übergeordnetes göttliches Prinzip ein:
Aton.
Dargestellt als Sonnenscheibe, deren Strahlen sich allem Lebenden entgegenstrecken und es mit ihren Händen, in denen sie häufig ein Ankh (Atem des Lebens) halten, segnen. Mein liebstes kemetisches Symbol.

Diese alles segnende Sonne wurde auch das Licht, das Leben,der Atem genannt. Falls euch das irgendwie bekannt vorkommt: Die Verfasser der Schriften, welche später zur Bibel zusammengesetzt wurden, bedienten sich ausgiebig bei Echnaton. Ihr findet dort auch die Sonnenhymne.

Während die Sonne am Himmel tatsächlich verehrt wurde, so ist dies nur ein Teil der Geschichte, hat symbolische Funktion und war zum Verständnis für die allgemeine Bevölkerung gedacht.
Eingeweihte wussten, dass Aton die spirituelle Ursonne, die Quelle allen Lebens darstellt, aus der sich auch die riesigen Energiefelder, welche die Menschen Gottheiten nennen, gelöst hatten. Aton als Gott zu bezeichnen, ist so gesehen falsch, Aton ist das Leben selbst.

Folglich ist das Prinzip heute so aktiv wie damals und damit zu arbeiten, höchst segensreich.
Dafür nimmst du dir Zeit und versetzt dich in einen Zustand der Dankbarkeit.
Konzentrier dich dann auf dein Kronenchakra eine handbreit über deinem Kopf und lade die Wesen, welche dich bedingungslos lieben sowie Aton ein und bitte sie, dich und dein Leben zu heilen und segnen.
Stelle dir vor, wie eine Sonne mit vielen Strahlenarmen in deinem Kronenchakra scheint und in jede Faser deines Körpers leuchtet und dich mit ihren warmen Händen berührt und energetisch auflädt, bis dein ganzer Körper golden glüht. Lasse die Sonne dann in jeden deiner Lebensbereiche (Partnerschaft/Familie, Gesundheit, Spiritualität, Job, Finanzen, Themen, welche dir einfallen) neue Lebenskraft strahlen und sie segnen.
Wenn du fertig bist, bedanke dich und lasse die Sonne aus deinem Kronenchakra aufsteigen und verschwinden.

Ich wünsche euch ein segensreiches Wochenende.

Erstes Bild: Google Search, letztes: Tumblr.

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Sit With Elders Of The Gentle Race

Wer dieses göttliche, anthrazitfarbene und offensichtlich aus Sternenstaub bestehende Wesen ist, fragt ihr?
Das ist mein Freund Kashmir, er lebt im Haus gegenüber, gemeinsam mit Winnie.
Den Freundschaftsstatus haben wir erst gerade erreicht und ich kann euch sagen, ich musste mir sein Vertrauen hart erarbeiten!
Ich habe zuvor noch nie eine so schüchterne und schreckhafte Katze getroffen.
Zwar habe ich sein Köpfchen im Winter und Frühling ab und zu aus dem Gras im Garten lugen sehen, aber sobald er mich erspäht hat, hat er sich flach auf den Boden gedrückt und ist wie eine zu kurz geratene, beleibte graue Schlange davon geglitten.
Anfang August ist er ab und zu auf unsere Terrasse gekommen, um in einem der vielen bequemen Nester, die wir für den Katzengott und seine Sternschwester eingerichtet haben, zu schlafen.
Kurz darauf besuchte er uns täglich.
Meine Präsenz reichte allerdings schon, damit er davon flitzt.
Langsam hat er sich an mich, meinen Geruch und meine Stimme gewöhnt.
Schliesslich durfte ich Wäsche aufhängen und Blumen giessen, ohne dass er weggerannt ist.
Es dauerte eine Weile, bis er sich herangerobbt hat, um an meiner Hand zu schnuppern.
Ich wurde und werde häufig angefaucht, damit ich mir nichts einbilde und klar ist, dass ich es mit einer wilden Bestie zu tun habe, welche mich in Stücke reisst, wenn ihr danach ist.
Damit kann ich leben.
Die obenstehenden Aufnahmen wurden alle heute Nachmittag gemacht. Ich habe mich um die Blumen gekümmert, als ein grauer Schatten geschlichen kam und mich zur Begrüssung angefaucht hat.
Ich habe mich auf den Boden gehockt und Kashmir setzte sich zu mir.
Ich habe ihm meine Hand hingehalten, er hat sie geleckt und seinen Kopf kurz daran gerieben, um dann, wie ihr oben seht, zu posieren.
Ein Zeichen, dass wir offiziell Freunde sind und ich damit angeben darf.
Damit ihrs wisst: Ich bilde mir einiges darauf ein!
Ich weiss übrigens nicht, wie der Kater wirklich heisst und es ist mir egal, denn ich wollte schon immer einen Stubentiger nach diesem Led Zeppelin Song benennen.
Seien wir ehrlich, ich werde nie eine Katze treffen, zu der Kashmir besser passt als zu diesem dunkelsilbernen Prinzen.

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Elements Reloaded

Eigentlich wollte ich gestern arbeiten und vieles erledigen.
Als ich aufstand, war der Himmel mit dunklem Blei überzogen, welches Licht und Farben ausnahmslos verschluckt hatte und mit meiner Motivation umgehend dasselbe tat.
Nach dem Frühstück schlenderte ich unlustig und fröstelnd durch den Garten und hoffte, dass mich der Elan doch noch findet.
Als ich bei der Feuerstelle vorbeikam, wurde mir mit einem Schlag klar, dass ich ein Feuer brauche.
Also entzündete ich eines, sass stundenlang da und schaute seinem hypnotisch züngelnden und rauchenden Schlangentanz zu.
Ich öffnete mich den Elementen und liess mich von ihnen aufladen und ausbalancieren.
Feuer vor mir, Fluss neben mir, Erde unter mir, Wind um mich herum und Äther in mir.
Am Abend erhob ich mich, satt von all der Energie glücklich seufzend, und ging —riechend wie eine Rauchwurst—zurück in die Wohnung.

Heute habe ich mir Zeit genommen, im Garten zu sammeln, was er mir gerade anbietet und damit den Elementen zum Dank einen kleinen Altar errichtet.
Der Wind kreischte vor Begeisterung und zerrte aufgeregt an meinem Haar, er konnte es kaum erwarten, die ihm zugedachten Gaben fortzureissen.
Ein Wächter der Anderswelt und Zeitlinien hat mich vom Baum aus beobachtet und ununterbrochen krächzend seinen Senf dazu gegeben.

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Pyramidenfreitag

Das Alte Ägypten auf Album Covern, zweiter Teil.

Niemand scheint genau zu wissen, wie es kommt, dass Journey den Skarabäus als Ikone adoptiert haben.
Möglicherweise sie selber ja auch nicht?
Vielleicht fand in den frühen Siebzigern irgendwo mal folgendes Gespräch statt:
Bandmanager: „Hör mal, Esoterik und Symbolik sind grad voll der Shit, kannst du da was Geiles machen?“
Grafiker: „So mit Tarot und so?“
Manager: „Nein, bloss nicht! Das haben sich schon Led Zep und der Blue Oyster Cult gekrallt. Was Exotischeres wär ganz nett.“
Grafiker: „Ok, ich guck mal.“
Wahrscheinlich war die Geschichte ganz anders.
So oder so, die Covers sehen gut aus und weil Freitag ist, tanzen wir jetzt ein bisschen zu Journey.

Geniesst euer Wochenende!

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Drache, Minztee, Bügeleisen

Ein Wal singt verträumte Lieder auf dem Glas, aus dem ich literweise frisch gebrühten Minztee trinke.
Ich nutze diese trüben Regentage, um zu waschen, bügeln, polieren, reparieren, katalogisieren und die Fotoaufnahmen vorzubereiten.
Kurz, die Arbeiten für den Vintageshop laufen auf Hochtouren.
Im Hintergrund läuft Merlin.
Die Serie ist gerade interessant genug, um weiter zu schauen, aber über weite Strecken ein bisschen lahm.
Ideal, um als Guck-Hörbuch nebenbei zu funktionieren.
Aktuellerweise bin ich bei Staffel drei.
Auftritt König Cenred.
Bei seinen Szenen lege ich die Arbeit schon kurz nieder.
Nicht etwa, weil sie spannend wären, nein.
Aber wer nicht gucken will, wie Tom Ellis in eng anliegender Bikerkluft lässig posiert, protzig durch Britannien reitet, schmollend unter seiner schwarzen Mähne hervorlugt und hinterhältig Intrigen spinnt, hat wohl schon.

Was bringt euer Montag?

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Müde Männer

Ich weiss ja nicht, was der Katzengott und der Löwe gestern tags alles getrieben haben, aber es war wohl anstrengend. So sehr, dass sie sich abends nur noch auf die Matratze im Wohnzimmer schleppen konnten, bevor sie in Tiefschlaf fielen.

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Wind Of Change

Der Jahreszeitenwechsel hat mit dem Kalender nichts zu tun .
Wenn wir aufpassen, bekommen wir genau mit, wann er passiert.
Oftmals subtil, ist es ein Gefühl, ein Geruch.
Egal wie winzig sie sein mag, wir bemerken die Verschiebung.
Letztes Wochenende, als wir im Fluss planschten, erhob sich ein Wind, der zweifelsohne aus dem Reich des Herbstes wehte.
Er ist geblieben.
Während die Sonne warm scheint und der Altweibersommer gewiss herrlich wird, braust er wild und kühl, zerzaust den Bäumen rauschend ihr Haupt und zerrt die Wäsche von der Leine.
Obwohl man noch schwitzt, scheint einem der Gedanke an Strickjacken nicht abwegig, und eine leise Vorfreude macht sich breit.

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Alles bleibt anders, alles bleibt neu

Zu Beginn des Jahres habe ich beschlossen, eine Auszeit von meiner Arbeit als Medium und Heilerin zu nehmen, um mehr Zeit für kreative Projekte zu haben und mir generell klar darüber zu werden, in welcher Form ich meine Tätigkeit fortführen will. Also habe ich meine Praxis geschlossen.
Das Timing war perfekt, ihr wisst ja, was kurz darauf passiert ist.

Ich habe die Zeit genutzt, zuzuhören, der geistigen sowohl als der materiellen Welt, neue Dinge zu lernen und alte, überholte loszulassen.

Ich schreibe wieder und arbeite an einer Fantasygeschichte, welche zweifelsohne ein Buch füllen wird.
Bekommt die Welt sie zu lesen?
Keine Ahnung!
Im Moment weiss ich nur, dass Recherche und das Entwickeln von Charakteren und Handlung sagenhaft viel Spass machen, das ist genug.

Ich habe versucht, die Glorie unserer alten Terrasse auf die neue zu transponieren und gegärtnert wie wild.
Mit frustrierendem Resultat: All die Blumen, welche in trockener Hitze wuchern wie Unkraut, finden das neue, regenreiche und dank des Flusses kühlere und feuchtere Klima einfach nur doof. Sie wuchsen, wenn überhaupt, mickrig.
Mein Avocadobäumlein hat letzte Woche den Löffel abgegeben.
Ich werde nächsten Frühling andere Blumensamen wählen müssen.
Auf der Plusseite: Dank der Tatsache, dass am Ufer vor unserer Terrasse ein Götterbaum (ich vermute jedenfalls, dass er das ist) wächst, der seine Ranken gerne auf unseren Lebensraum strecken will, haben wir jetzt eine schattenspendende Pergola.

Und die ganze Zeit über habe ich mir die Frage gestellt: Was begeistert mich wirklich?

Die Antwort wird diejenigen, welche hier schon länger dabei sind, nicht erstaunen.
Mich begeistert, ein Leben in Einklang mit der Natur zu führen.
Mich begeistert, die Schönheit dieser Welt auf eine Art zu geniessen, welche in Harmonie mit allen Wesen und dem Planeten steht.
Mich begeistert, dass Kleidung eine Erweiterung und Ausdruck unserer Seele ist.
Mich begeistert, für andere Menschen das perfekte Kleid oder den perfekten Einrichtungsgegenstand im Brocki zu finden.

Deshalb habe ich mich entschlossen, einen Vintageshop zu eröffnen. 
Das ist an sich keine neue Idee, denn vor vielen Jahren hatte ich bereits einen. Aufgegeben habe ich ihn, weil ich all meine Energie in den Aufbau meiner Praxis gesteckt habe. Aber er hat mir gefehlt.
Heute weiss ich, dass ich problemlos beides unter einen Hut bringen kann.

Während ich schon fleissig daran gearbeitet habe, brauche ich noch den September für alle Vorbereitungen, bevor Katzenkult Vintage seine virtuelle Tür unter dem vollen Mond des ersten Oktobers öffnet.

Was frau von dem Shop erwarten kann, erzähle ich euch nächste Woche.

Chiffonkleid: Second Hand, Unterkleid: Uralt, Gummistiefel: Dem Löwen stibitzt, Jhumkas: Aus meinem Lieblingscafe in La Chaux de Fonds, Halskette: Vintage, Artemis Haarspange: Almanac for June, Ringe: Die üblichen Verdächtigen.

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Pyramidenfreitag

Beim Staubsaugen sind mir plötzlich diese Werbungen wieder eingefallen. Sie haben schon ein paar Jährchen auf dem Buckel, aber ich finde sie immer noch urkomisch.

Falls ihr auf ein bisschen mehr Tiefe am Pyramidenfreitag gehofft habt, bitte schön:
Die Botschaft lautet Dress For Success.
Wer mit dem Status quo im Job oder einem anderen Gebiet des Lebens nicht mehr zufrieden ist und das ändern will, sollte bedenken, dass Manifestation ein multidimensionaler Spass ist und alle Ebenen miteinbezieht.
Also kleidet euch für den Job, den ihr zukünftig haben wollt.
Resonanz Kinder, Resonanz.

Ich wünsche euch ein herrliches Sommerwochenende! 6 Einen Kommentar hinterlassen

Daily Creed

Let me be a little kinder,
Let me be a little blinder
To the faults of those about me,
Let me praise a little more.

Let me be, when I am weary
Just a little bit more cheery;
Let me serve a little better
The God we would adore.

Let me be a little meeker
With the brother who is weaker;
Let me strive a little harder
To be all that I should be.

Let me be more understanding,
And a little less demanding,
Let me be the sort of friend
That you have always been to me.
— John Grey

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Rad des Schicksals

Es gibt Phasen im Leben, in denen innerlich und äusserlich alles in Bewegung ist. Der Status quo gilt nicht mehr, alles verschiebt sich.
Auf manchen Gebieten lässt sich möglicherweise absehen, wohin das führt, auf anderen ist es am besten, dem Tanz des Universums bedingungslos zu vertrauen.
Die Tarotkarte, welche diesem Zustand der Schwebe, dem Zeitraum zwischen Vergangenheit und Zukunft entspricht, heisst Rad des Schicksals.
Mitten in diesem Strudel befinde ich mich momentan.
Während ich das meiste einfach laufen lasse, gibt es einen Bereich, der sich klar abzeichnet und ich freue mich sehr darauf, euch ganz bald davon zu berichten.

Ich wünsche allen einen frohen Wochenstart!

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Sommerschönheit und Sternenspass

Wandelt man durch die Welt mit dem Blick zur Erde, so grüsst einem mehr blühendes, kreuchendes und fleuchendes Leben, als das Auge zu fassen vermag.
Hebt man ihn nachts gen Himmel, so nicken die Sterne mit Feuerschauern.

Der Löwe hat seine Herrschaft im Kreis angetreten, Sirius und Sonne haben sich ausgerichtet, die Perseiden (Zenit Donnerstag- und Freitagnacht) liefern das Feuerwerk.
Die erste Augusthälfte ist wahrlich eine Hochzeit auf vielen Ebenen und all ihre Pracht bei Tag und Nacht zu bewundern und bezeugen, ein Vollzeitjob.

Kosmische Schuhe: Second Hand.

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Pyramidenfreitag

Morgen ist Weltkatzentag.

Nutzen wir doch die Gelegenheit, uns mit der Entstehungsgeschichte der Stubentiger zu befassen.

Es war einmal im alten Ägypten, da legten die Menschen grosse Kornspeicher an. Das lockte clevere Mäuse- und Rattenvölker an, die dort in Hülle und Fülle lebten und sich brav vermehrten. Diese Tatsache sprach sich unter spitzohrigen Wüstengöttern herum und viele von ihnen kamen herbei, denn sie frassen gar gerne Mäuse und Ratten. Das taten sie denn auch, zur grossen Freude der Menschen, welche sich als äusserst geschickte Fellkrauler erwiesen. Dies wiederum gefiel den kleinen Göttern, denn sie waren eine schmusige Gesellschaft. Also blieben sie, unterwarfen sich charmant nebenbei die Menschen, welche fortan dem Kult der kleinen Götter frönten und sie nach deren Sprache, Mau nannten.
Das Obige oder eine Variante davon gilt heute als die Zähmungsgeschichte der Hauskatze.

Soweit so gut, aber das erklärt noch nicht, woher diese Wüstenkatzen kamen.
Radikalere Zweige der Forschung gehen davon aus, dass die Katzen die Hirnströme der alten Ägypter aus dem Weltall manipuliert und ihnen die Idee mit den Kornspeichern implantiert haben, damit ihre Versorgung gewährleistet sei, wenn sie auf der Erde landen, um die Weltherrschaft anzutreten. Während Letzteres heute eine unbestrittene Tatsache ist und sich Katzen zuweilen unmissverständlich extraterrestrisch aufführen, so fand man doch nie Raumschiffe.
Also folgen wir heute einer anderen Spur, denn sowohl die Ägypter, als auch die Mesopotamier haben Hinweise hinterlassen:

Als ich die Narmerpalette (oben) zum ersten Mal gesehen habe, war ich platt.
Dann dachte ich «Abgefahren, die hatten Raubkatzendinos!»
Zeigt ein Bild der Palette einem Kind und es wird euch ohne Umschweife sagen, dass das Katzendinos sind.
Der Archäologie ist das Naheliegendste, wie so oft, komplett entgangen und sie nannte die abgebildeten Wesen Schlangenhalspanther oder Serpopard. Das fand die Altorientalistik doof und wollte ihren eigenen Namen dafür: Schlangendrache.
Und dann taten alle, was in der Archäologie üblich ist, wenn es an Beweisen mangelt: Man gibt den eigenen Senf dazu und erhebt ihn zur These.
Ist ja in Ordnung, ich wünschte nur, das Jobprofil würde ausdrücklich «weit überdurchschnittlich viel Fantasie» verlangen, dann wäre der Senf viel amüsanter.
Egal.
Ich möchte nur noch kurz auf die umeinander geschlungenen Hälse verweisen: Ein Indiz dafür, dass schon die Katzendinos schmusig waren.

Ganz ohne die oben stehenden Darstellungen gesehen zu haben, erkannte die amerikanische Popsurrealistin und Paläontologiefan Mab Graves, dass Katzen früher Dinos waren.
Ohne Umschweife begann sie, die liebenswürdigen Kreaturen, welche sie Dinokitties nennt, zurück in die Welt und ins menschliche Bewusstsein zu bringen.
In allen Farben und Grössen, gezeichnet, gemalt, gefilzt, gegossen.
Sie leben auf T-Shirts und Taschen, es gibt sie als Pins und Aufnäher.
Brauche ich zu erwähnen, dass sie die Herzen im Sturm erobert haben?

Hier
Hier

Möglicherweise spielt es keine Rolle, ob Katzen mal Dinosaurier waren oder sich in vollendeter Form hergebeamt haben: So oder so gehört die Weltherrschaft ihnen und wir können doch froh sein, dass unsere Unterwerfer so niedlich und zu klein sind, um uns zu fressen.
Würdigt sie, was das Zeug hält und frohes Wochenende.

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Ave Generosa

Einen Altar bauen und jede Blume, jeden Kristall bewusst mit einer Eigenschaft – Liebe, Frieden, Gleichberechtigung, Heilung, Respekt – platzieren, die Kerze entzünden und die Leiden der Welt in den Schoss der universellen Mutter legen.
Um das Erwachen des menschlichen Kollektivs in Mitgefühl bitten.
Insekten aus dem Wasser ziehen, kleine Tiere von der Strasse wegtragen und in sicheres Gras oder Gebüsch setzen.
Einem hingefallenen Kind oder alten Menschen eine stützende Hand reichen.
Um die tagesrettende Macht eines herzlichen Lächelns für einen einsamen Menschen wissen.
Alle Lebensformen im Vorbeigehen segnen.
Das gehört zu den täglichen Aufgaben eines Priesterinnendaseins im Dienste der göttlichen Weiblichkeit.
Verrichtet aus einem freudvoll sprudelnden Herzen, Mitgefühl und dem, der ureigenen göttlichen Natur innewohnenden, Wunsch nach Freiheit und Wohlergehen für alle Lebewesen und den Planeten.

Sollte die Motivation hingegen Angst, Schuldgefühle, Helfersyndrom oder fehlgeleitetes Ego sein – Letzteres tut diese Dinge, um sich damit zum Beispiel auf den sozialen Medien aufzuspielen und mit Likes umschmeicheln und bestätigen zu lassen– so richtet ihr damit grösseren spirituellen Schaden als Nutzen an. Der gute Wille allein reicht nicht.
Einmal mehr: Wer heilen will, muss erst selbst heil werden.
Ich bitte euch, investiert die Zeit in die Heilung eures Mangeldenkens. Baut die Altare für euch selber. Reicht euch selber die Hand in Liebe. Segnet euch selber täglich. Rettet die Tiere weiterhin.
IHR SEID GENUG und eine Zierde für die Erde und ich wünsche euch von Herzen, dass ihr dies bald selber erkennt und erfahrt.
Amen, in Liebe.

Musik des Tages: Beirut von Yasmine Hamdan

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Monday Morning Coming Down

Als Kind war mein Lieblingstrickfilm — und ist es noch— der Pink Panther, oder wie er im deutschsprachigen Raum genannt wird: Paulchen Panther.
Ich nehme an, die eine oder andere Person, die meinen Blog liest, hat das ebenfalls geguckt.
Nach jeder Folge begann das Abspannlied mit der Frage « Wer hat an der Uhr gedreht? Ist es wirklich schon so spät?»
Diese Frage stellt sich in der Tat, denn es ist bereits August und das scheint mir ein bisschen surreal.
Allerdings wurde die Zeit voll ausgenutzt, zum Beispiel waren wir endlich in der Bakery Bakery und haben uns mit Freunden einmal quer durchs Sortiment gefuttert.
Weil alles unglaublich lecker schmeckt und wir sagenhaft verfressen sind, haben wir uns noch gleich Snacks für den nächsten Tag einpacken lassen. Das Lokal teilt sich die Bäckerei mit Lil’Radish, einer Crew, welche mittags und abends den Kochlöffel schwingt.
Während ich noch Gründe erfinde, wieder öfters nach Bern zu fahren, solltet ihr diese Oase der Köstlichkeiten unbedingt besuchen, falls ihr dort seid.
Schraubt eure Erwartungen ruhig hoch, ich verspreche euch, die Backwaren werden mit Bravour bestehen.
Mein Tipp: Probiert unbedingt ein Schinkengipfeli.
Da lachen der vegane Gaumen und das vegane Herz!

Ich wünsche euch allen einen guten Wochenstart, gesegneten Vollmond und verabschiede mich mit Paulchens Worten «Heute ist nicht alle Tage, ich komm wieder, keine Frage!»

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Pyramidenfreitag

Hallo ihr Lieben und willkommen zurück!
Wie war euer Juli? Ich hoffe, ganz prima.

Thema heute ist das Alte Ägypten als Album Cover Art.
Es liegt auf der Hand, dass Earth Wind & Fire den ersten Eintrag erhalten.
Bandgründer Maurice White, welcher 2016 zur kosmischen Heimat seiner kemetischen Ahnen zurückgereist ist, hat die Konzepte für die Bilder gemacht, welche Künstler sie dann ausgeführt haben, weiss ich allerdings nicht. Falls ihr das tut, lasst es mich bitte wissen.
Hinterlassen hat er uns bunte und erhebende Musik, perfekt, um ins Wochenende zu driften.

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Eis für alle!

Ihr Lieben, der Katzenkult macht eine kurze Sommerpause.
Ich wünsche euch einen fantastischen Juli voller Glace und magischer Nächte unter den Sternen!
Hoffentlich treffe ich euch im August hier wieder!

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Pyramidenfreitag

Einmal im Leben, da wäre ich gerne für eine Nacht lang die einzige Person auf dem Plateau von Gizeh.
Ich würde mich auf den warmen Rücken der grossen Sphinx legen und dem Lauf der Sterne zuschauen, bis die Sonne sie alle überstrahlt.

Wir alle sollten uns ein paar Träume aufheben, die unsere Seele beflügeln.
Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!

Alle Bilder via Tumblr.

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Carpe Diem

Die Tage der Fülle sind da.
Sonnendurchflutet, die Luft riecht nach Heu und die Erde beschenkt uns mit so viel Frucht und Schönheit, dass wir unsere Herzen und Arme in Dankbarkeit öffnen, um zu empfangen.
Es sind die Tage der permanent schwarzen Fingernägel, weil es stets etwas zu sähen, pflanzen, umtopfen oder jäten gilt.
Es sind die Tage angekratzter Haut, weil es zu klettern, pflücken, sammeln und ernten gilt —
nur soviel, wie wir brauchen, der Rest gehört unseren nicht menschlichen Geschwistern.
Die Tage der küssenden Käfer und tanzenden Schmetterlinge.
Tage, welche damit enden, dass Henry nach dem Blumengiessen in der Dämmerung von mir fauchend im Garten umher gehetzt werden will. Sein Lieblingsspiel, seit er ein winzig kleiner Tiger war.
Tage der Glückseligkeit, gemacht, um gepflückt und genossen zu werden.

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Es gibt nichts Gutes, ausser frau tut es

Das Wochenende war einmal mehr kosmischer Rock ’n‘ Roll mit dem partiell verdunkelten Vollmond und der Öffnung des sirianischen Sterntores.
Herrlich!
Eine ideale Gelegenheit, um auf die vergangenen Monate zurückzublicken.
Ich denke, ich habe meine Zeit crazy genutzt.
Und du?

Spruchbilder via Tumblr

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Pyramidenfreitag: Teufel wie wir (Teil eins)

Es gibt die Guten und es gibt die Bösen.
Das wissen wir mit unerschütterlicher Gewissheit, seit wir klein waren.
Wir spielten Räuber und Gendarm oder Ähnliches.
Als wir erwachsen wurden, verschob sich unsere Faszination dafür auf epische Schlachten in Spielen, Büchern und Filmen — gerne mit Zauber, Feuer speienden Drachen und anderem Brimborium ausgestattet.
Natürlich muss im letzten Kampf das Verhältnis Gute gegen Böse David-und-Goliath-mässig sein und ein Sieg der Ersteren schier unvorstellbar. Bevor die Keilerei losgeht, baut sich ein charismatischer Anführer vor den verängstigten Truppen auf und brüllt ihnen sektenartig Mut und blutrünstigen Kram entgegen, dass es einem im Sessel die Tränen in die Augen treibt. Ergriffen von dem Pathos wäre man bereit, ein Schwert zu packen, zu schreien «Für was-auch-immer!» und ohne sich viel dabei zu denken, die feindlichen Schweinepriester nieder zu metzeln.

Warum?
Warum können wir uns gar nicht genug daran laben, diesen Triumph zu erleben?

Zur Erklärung gibt es unzählige epische spirituelle Schlachten in Zeit und Raum.
Ich könnte euch von Jeshua erzählen, der in die Wüste ging, um zu meditieren und von Samael die Welt angeboten bekam, wenn er dafür von seinem Seelenplan abweichen würde. Sie debattierten lange, Jeshua lehnte ab, wurde zum Christus und erstieg den Himmelsthron.
Ich könnte euch von Siddhartha erzählen, der sich unter eine Pappel-Feige setzte, um zu meditieren und von Mara die Welt angeboten bekam, wenn er dafür auf die Erleuchtung verzichten würde. Mara umwarb Siddhartha lange, dieser lehnte ab, wurde zum Buddha und bestieg den diamantenen Thron der Erleuchtung.

Diese Versionen mögen hier die Bekanntesten sein, die Geschichte existiert aber in jedem Kulturkreis.
Im alten Ägypten streiten sich Horus und Seth um den Thron.

Alle Darstellungen sind alchemischer Natur und keine erzählt von Ereignissen im Aussen.
In jeder kommt eine Lichtgestalt vor, welche unsere höhere Seele, auch Lichtseele genannt, darstellt, diese strebt nach psychospiritueller Erleuchtung.
Ihr Gegenstück ist — lapidar gesagt — in irgendeiner Form ein Teufel, unsere Schattenseiten repräsentierend, welcher dieses Streben zu vereiteln versucht.
Da das Format unseres Planeten Dualität heisst, tragen wir sie beide in uns.
Sie zoffen sich darum, wer den Thron besteigen darf, welcher nichts weniger als uns und unseren freien Willen symbolisiert.
Der innere Kampf von Licht und Schatten, bei dem die Grenze zwischen beiden verwischt, wurde für die meisten Menschen bald so quälend, dass sie einen Sündenbock im Aussen erschufen, der Schuld daran sein soll.
Die Verantwortung tragen für all das Chaos im Innern und die daraus resultierenden schlechten Entscheidungen, schien unerträglich.
Folglich wurde auch die Göttlichkeit ins Aussen verbannt, was den Religionen, geschaffen, um Menschen zu kontrollieren, in die Hände spielte. Sie befeuerten das Konzept, dass der Mensch nichts weiter als ein Spielball zwischen göttlicher Gnade und höllischer Versuchung sei.
Die Konsequenzen davon sind sowohl dual als auch fatal: Einerseits glaubt der Mensch, als Mitschöpfer unwürdig zu sein, andererseits weigert er sich, für sich und seine Taten Verantwortung zu übernehmen.
Es handelt sich um die grösste Lüge in der Geschichte der Menschheit und schaut nur, wie weit sie uns gebracht hat.

Fortsetzung folgt.

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Mein recyceltes Leben

Pünktlich zum Sommerbeginn sind Sonne und Wärme zurückgekehrt.
Zeit, in luftigen Sommerkleidern durch den üppigen Garten zu flanieren, als sei man direkt einem Gemälde oder Kostümfilm entsprungen.

Vor zwei Wochen, auf dem Rückweg zum Bahnhof nach dem Einkauf, beschloss ich, noch kurz im Emmaus vorbei zu schauen. Dort hat dieses rosa 70s Kleid mit handgehäkelter Spitze an der Wand gehangen und mir zugeblinzelt. Vom Schnitt war ich sofort angetan, von der Farbe nur bedingt. Als ich es anprobiert hatte, war ich in das Pink verliebt und das Gewand wird sicher viele Abenteuer mit mir erleben diesen Sommer.

Brockenhäuser sind Wundertüten und man weiss nie, was man findet. Es hat immer etwas von Schatzsuche und oft entdeckt man Klamotten, von denen man in den kühnsten Träumen nicht gedacht hätte, dass sie existieren — im Guten wie im Schlechten — oder einem stehen.
Es macht Spass, fordert einem auf, flexibel zu bleiben, nährt die Kreativität und all das, während man Recycling betreibt und der Umwelt Sorge trägt.

Schuhe und aller Schmuck ebenfalls aus Brockenhäusern und Vintage Shops.

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Pyramidenfreitag

Die Schmuckstücke von Jean Burgers gehören zweifelsohne zu jenen Wunderdingen, welche man mit eigenen Augen sehen und die man anfassen muss, um die Komplexität und Bravour ihrer Kunstfertigkeit zu verstehen, egal wie vortrefflich sie fotografiert wurden.
Sie alle bestehen aus handgesägten, grösstenteils recycelten Metallplatten, welche zuletzt zusammengenietet werden.

Während Jeans Werk eine grosse Sammlung an göttlicher Geometrie umfasst, so hält das Alte Ägypten doch einen ganz speziellen Platz in ihrem Herzen; sie hat ihren Lebenspartner in der Cheopspyramide geheiratet.
Das sprengt schlicht den Rahmen meiner Coolheitsskala.

Ich wünsche euch ein frohes Wochenende! 3 Einen Kommentar hinterlassen

Die Erde lacht in Blumen

Pflück dir am Montag ein paar Blumen und stelle sie in der Mitte deines Heims als Anker des Lichtes auf.
Sollte dein Herz diese Woche schwer werden oder der Mut dich verlassen wollen, ob allem, was in der Welt passiert, komm zu diesem Ort.
Erinnere dich daran, dass es in ebendieser Welt solche Wunderdinge wie Blumen gibt.
Betrachte sie und atme dich zurück in deine Mitte.
Verbinde dich wieder mit deinen Visionen und Träumen einer besseren Zukunft für alle und mit allem, was dir lieb und heilig ist.
Am besten navigieren wir durch die Dunkelheit, indem wir uns am Licht orientieren und unser eigenes hell strahlen lassen.

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Denn durch die Risse fällt das Licht herein (Pyramidenfreitag)

Jeder ist an allem Schuld. Wenn jeder das wüßte, hätten wir das Paradies auf Erden.
Fjodor Michailowitsch Dostojewski

Ihr alle habt bestimmt mindestens einen Film gesehen, in dem ein Meteorit — oder etwas vergleichbar Schlagkräftiges— auf die Erde knallt.
Es gibt zwei Phasen: Als Erstes der krachende Aufprall, dann wird meistens eindrucksvoll gezeigt, wie, davon ausgelöst, eine massive Druckwelle sich ausbreitet und absolut alles flachlegt.
Genau so donnert der Rassismus zur Zeit ins Bewusstsein des menschlichen Kollektivs. Die Aufstände in den USA sind der Einschlag, die Druckwelle baut sich gerade erst auf.
Ein Thema, dass tief aus dem Feld des Hasses geboren wurde und mit so viel Gewalt aufgeladen ist, dass seine Eruption nicht nur diese, sondern auch die Astralebene erschüttert.
Je sensibler ihr seid, desto stärker spürt ihr sie. Möglicherweise ist euch bewusst, worum es geht oder aber ihr fühlt euch diffus unwohl.
Im Aufstiegsprozess der Menschheit ist die Zeit gekommen, diese Ungerechtigkeit aufzulösen und einander als gleichwertige Familienmitglieder zu akzeptieren.
Das betrifft uns alle. Wir sind aufgefordert zu handeln, um dieses Trauma aufzuarbeiten.
Und da ich mich mit Trauma auskenne, kann ich sagen, erst einmal geht man dahin, wo’s richtig wehtut.

Ich verzichte darauf zu sagen «Ich bin keine Rassistin» oder «Ich bin mir meiner weissen Privilegien bewusst», denn auch wenn ein Teil meiner selbst dies reinen Herzens lebt und glaubt, so mache ich mir doch nichts vor: Die undurchsichtigen Gewässer meines Unterbewusstseins sind ein Haifischbecken und ich bin mir sicher, dass sozio-kulturelle Prägungen und Lügen dort eine Party schmeissen.
Zeit, auf die Jagd zu gehen.

Also sage ich:
«Ich weiss, dass ich nichts weiss.
Ich will mein Herz weit öffnen und zuhören.
Dadurch erkennen, welche Gifte in mir wirken, damit ich sie transformieren kann.
Ich will den Stimmen derer zuhören, die man immer wieder zum Schweigen bringen will und dadurch ihr Leid erfahren, anerkennen und bezeugen.
Ich will alles über ethnische Ungerechtigkeit lernen und heraus finden, was ich dazu beitragen kann, damit wir sie überwinden.»
Jeden Tag reserviere ich mir Zeit, um genau das zu tun.
Ich lerne unglaublich viel Neues, Wichtiges, Wertvolles, Interessantes.
Häufig tut es weh, ich bin entsetzt, fühle Trauer, Frustration, Scham, Tränen laufen mir über die Wangen und mein Herz bricht.
Es geht nicht anders.
Ich bin mir nie zu schade dafür, mein Herz zu brechen, denn durch die Risse fallen Licht, Mitgefühl und Liebe herein.
Also filtere ich all die gelernten Schätze heraus und verwahre sie darin, während ich Emotionen und verlogene Prägungen loslasse, denn sie haben ihren Zweck erfüllt, respektive dienen mir in keiner Weise.
So lerne ich jeden Tag ein bisschen mehr, der Menschheit eine liebevolle Schwester zu sein, leiste jeden Tag meinen Beitrag, damit unser Kollektiv von dieser grässlichen Seuche heilen kann. Im vollen Bewusstsein, dass dies ein Marathon und kein Sprint ist.

Und ich hoffe, ihr tut das auch!

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende und möchte euch diesen Vortrag der eloquenten Sprachgöttin Chimamanda Ngozi Adichie mit auf den Weg geben.

Erstes Bild via Love Is Way Home, letztes via El Hieroglyph.

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I’ve Been Expecting You

Gestern riss die Wolkendecke zwischen starken Regengüssen auf und liess für zwei Stunden die Sonne durchscheinen.
Ich habe die Zeit genutzt, meine Lieblingsweide zu besuchen. Mit all dem hohen Gras und den vielen Blumen ist sie jetzt besonders schön.

Seit ich hergezogen bin, hatte ich Gelegenheit, sie im Wandel der Jahreszeiten zu beobachten und ihre ureigenen Rhythmen zu entdecken.
Ich kenne die Stelle, an der die Rehe am frühen Abend aus dem Wald treten, um zu äsen.
Ich weiss, wo man sich still ins hohe Gras setzen muss, wenn man Hasen ganz nah pfeilschnell vorbeirasen sehen will.
Dafür, dass sie so possierliche Tiere sind, stampfen sie ganz schön laut beim Rennen!

Es gibt diesen einen Stein, auf dem ich oft sitze und seit ich das zum ersten Mal tat, nehme ich dort ausgeprägt Fuchsenergie wahr. Zwar haben sie sich meinen Augen nicht gezeigt, aber ich habe jedes Mal gespürt, wenn sie mich aus sicherem Versteck beobachtet haben.
Gestern sass ich dort, schaute all den vielen Insekten beim Schlemmen an den Nektartöpfen zu, eingelullt von dem regenfrischen Blumen- und Waldgeruch und dem kreischenden Streichkonzert der Heuschrecken, als sich plötzlich ein Blick in meinen Rücken bohrte. Ich wusste, wer hinter mir stand.
Der Tag, an dem wir offiziell Freundschaft schliessen, war also gekommen. Ich drehte mich langsam, fast bewegungslos um und sah direkt in seine Augen.
Ein prächtiger Kerl, füchsisch herausgeputzt in flammendem Kupfer und adrettem weissem Kragen.
So schauten wir uns eine Weile an und lernten uns kennen. Nach einer Weile bat ich um die Erlaubnis, ein Foto zu schiessen und erhielt sie. Nachdem ich einige Bilder gemacht hatte, murmelte der Fuchs «Das Ding ist unverschämt laut» und zottelte in den Wald.

Wenn ihr genau hinschaut, erkennt ihr meinen neuen Freund in der Mitte des zweitletzten Bildes. Die Distanz zwischen uns betrug knapp zehn Meter, das ist mehr, als mein Amateurobjektiv handhaben kann. Ich habe aber das Gefühl, dass der Fuchs bald zutraulicher wird und ich euch ein gutes Foto von dieser Schönheit zeigen kann, bevor die Blätter sich verfärben.

Auf dem Heimweg begegnete ich noch der Kirchenkatze, welche gerade Tempeldienst hatte und die Türe bewachte.
Ich nenne sie so, weil wir uns stets dort begegnen, wir sind Freunde seit April.
Aber das ist eine andere Geschichte und soll vielleicht ein ander Mal erzählt werden.

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Durchlichtung (Pyramidenfreitag)

Niemand liebt oder heilt die Welt an sich vorbei.
Niemand führt Wandel herbei, ohne erst sich zu ändern.
Die Lösung des Problems auf dessen Ebene zu suchen, ist töricht.
Keine Tat, motiviert durch Hass, Angst oder Ärger, wird je etwas anderes bewirken, als genau diesen Kreislauf zu nähren.

Also, was bist du bereit, in den Wandel, den du dir wünschst, zu investieren?
Es kostet nicht weniger, als deine eigene Transformation.
Wer heilen will, muss selbst erst heil werden.
Gehe die Auflösung deiner Traumata, Wunden und Verletzungen an. Begegne den Teilen von dir, für die du dich schämst, und von denen du glaubst, man könne dich deswegen unmöglich lieben.
Vergib dir selber, für die Dinge, welche du getan hast, oder glaubst, getan zu haben. Vergib dir selber, dafür, dass dir Dinge zugestossen sind.
Steig in deine seelische Unterwelt hinab und lasse all die Aspekte von dir, welche du weggesperrt hast und die an ihren Käfigen rütteln, frei.
Erkenne deine dunkelsten Ängste, die in dir wirkenden Muster und Prägungen, damit das alles gewandelt und erlöst werden kann.
Niemand verlangt, dass du dies im Alleingang meisterst, es gibt unzählige Therapieformen, welche dir dabei helfen, ganz zu schweigen, von all den geistigen Wesen, die dich bedingungslos lieben und unterstützen.
Diesbezüglich um Hilfe zu bitten, zeugt von Stärke und niemals von Schwäche.
Solltest du dich also angesprochen fühlen, so warte nicht länger und beschreite den Weg der Genesung.

Es ist der Weg zurück zu unserem wahren Selbst, zu unseren Herzenskräften, der Liebe, der Allverbundenheit, innerem Frieden und wahrer Grösse und Kraft.
Denn erst wenn wir die Angst zurück ins Feld der Illusion geschickt und unsere Wut von allem Hass geläutert haben, wird er zu heiligem Zorn. Einer machtvollen und effektiven Transformationsflamme, welche unsere Absichten klar ausrichtet und unsere Stimme klangvoll ertönen lässt.

Also, was sind dir die Erde und du selber wert?

Machst du euch beiden das grosse Geschenk der Selbstmeisterung und wirst zu einem Menschen, der adamanten in Liebe und Frieden verharrt und aus dem Auge des Sturms am Wandel mitarbeitet zum Wohle aller Wesen und des Planeten?

Die Wahl ist dein.

Ich wünsche euch einen gesegneten Vollmond.

Erstes Bild via Tumblr, drittes: Penabranca

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The Open Window Lets The Rain In

Aus meinem Skizzenbuch schauen mich Sternkinder mit klaren Augen an und warten geduldig darauf, dass ich ihre Bilder vollende, aber ich bin abgelenkt.
Höre «Unplugged in New York» von Nirvana unter den Sternen und bin entzückt, ihre musikalische Präzision neu zu entdecken.
Tags stehe ich am Fenster und schaue den schweren grauen Wolken, welche launische Junischauer übers Land jagen, zu und jammere inbrünstig und gefühlsbetont mit Jeff Buckley um eine verlorene Liebe, denn dies ist ein Schmerz, den ich nachvollziehen kann.

In der Klangheilung wird das Heraussingen von Schmerz und Trauer sehr empfohlen. Es ist höchst effektiv.
Falls euer Herz also schwer sein sollte, jammert, stöhnt, schluchzt und singt euch die Tränen von der Seele. Ich bin sicher, dass Jeff auch mit euch gerne eine Jamsession macht.

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Maiperlen

☥ Das Blühen im allgemeinen und im speziellen der Fliederbusch, der vor dem Schlafzimmer mit seinem betörenden Duft die Nachtluft versüsst.
☥ Die saftigen Erdbeeren aus dem Seeland sind reif und es wäre gut möglich, dass ich den Grossteil dieser herrlichen Früchtchen in diesem Jahr im Alleingang verputze.
☥ Mit Freunden im Garten am Feuer sitzen, Gin, Geschichten und Gelächter teilen, den Geruch von Erde, Gras und Fluss in der Nase, über uns Mond und Sterne.
☥ Stundenlang in der Wanne liegen und lesen, bis einem auffällt, dass das Wasser längst kalt ist und dann liest man weiter, weil das keine Rolle spielt.
Ökotipp: Auf Badezusätze und Seife verzichten, nur ein paar Tropfen ätherisches Öl nach Wahl ins Wasser geben, dann kann man im Anschluss gleich alle Balkon / Terrassen / Zimmerpflanzen damit giessen.
☥ Durch die Brockenhäuser schlendern, auf der Jagd nach Sommergarderobe und Möbeln (dazu bald mehr).
☥ Nachts auf die Terrasse treten und den Blick zu den Sternen heben, um von Altair aufmunternd angeblinzelt zu werden.
☥ Stumptown gucken, wo Cobie Smulders als ziemlich kaputte Privatdetektivin Fälle in Portland löst und lustigerweise in manchen Folgen eine Jacke von Classic Rock Couture trägt, welche mein absolutes Lieblingskleidungsstück ist. An Dex (so heisst die Figur) sieht sie auch gut aus.
☥ Sirius, die glücklich durchs hohe Gras schleicht und Henry, der sich früh morgens nach seinen nächtlichen Abenteuern zu mir ins Bett kuschelt.

Das waren meine besten Maimomente.

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Pyramidenfreitag

Wer die Zukunft kennen will, muss die Vergangenheit verstehen.

Die Beschützer des Wassers sind ein sich wiederholendes Thema meiner Arbeit und sie fordern gerade Aufmerksamkeit.
Darum wühle ich mich durchs Archiv und schaue mir noch einmal all die Wesen an, welche ich für eine Ausstellung 2015 kreiert habe.
Oben seht ihr Mami Wata, die Mutter des Wassers, heimisch in Afrika und der Karibik.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende.

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Mitgefühl

She asks me to kill the spider.
Instead, I get the most
peaceful weapons I can find.


I take a cup and a napkin,
I catch the spider, put it outside
and allow it to walk away.

If I am caught in the wrong place
at the wrong time, just being alive
bothering anyone

I hope I am greeted
with the same kind
of mercy.


— Rudy Francisco

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Rain Song

Der heutige Tag ist nass und kalt.
Mit Regen, der einem senkrecht ins Gesicht prasselt und Wind, der im Garten die Apfel- und Kirschenbabys in den Schlaf wiegt.
Zeit, für Gemütlichkeit drinnen mit Collagen, Kerzen und wärmendem Chai.

Die letzte Woche war angefüllt mit Gartenarbeiten aller Arten.
Unter anderem habe ich die Steinstufen, welche zum Fluss führen, von Erde freigeschaufelt und daneben Blumen gesät. Ich freue mich schon auf viele lauschige Stunden in dieser winzigen Nixenbucht, wie ich das Uferstück getauft habe.
Apropos: Die Badesaison ist eröffnet, da ich am Donnerstag im kalten Nass war.
Ist allerdings nur etwas für Leute, die knapp 15 °C kühles Wasser mögen.

Gestern unter dem leeren Mond haben wir auf der Terrasse bis spät abends Töpfe frisch besät, damit der heutige Regen sie benetzen kann.
Dabei hat der Löwe einen wunderschönen Kristall unter einem Kübel gefunden.
Möglicherweise haben die Vormieter ihn vergessen?
Er wohnt jetzt im Badezimmer beim Spiegel und es scheint ihm zu gefallen.

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Gold und Grün

Nachdem zwei Wochen Regen gefallen ist und die Eisheiligen zuverlässig ihre kalten Zauber gehaucht haben, ist der wärmende Sonnenschein zurück.
Das Flüsslein sprudelt mit stolzgeschwellter Brust dahin und blubbert manch lustige Geschichte. Die Najaden lachen betörend in flüssigem Gold und Grün und am liebsten würde frau ihren lockenden Stimmen folgend ins köstliche Nass springen.

In Wahrheit ist das Wasser aber so kalt, dass die badenden Füsse innert kurzer Zeit taub werden.
Mit Schwimmen gedulde ich mich also noch ein Weilchen, aber planschend am Ufer sitzen, gehört ab heute zum Tagesprogramm.
Begleitet von Simba, dem Treuherzigen, der auf mein Badetuch und die Schuhe aufpasst und darauf, dass die Flut mich nicht fortreisst.

Love In Bloom Vase: Seletti

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Pyramidenfreitag

Während der Regierungszeit von Amenophis III ( 1388 —1351 vor Christus, 18. Dynastie )
kam eine grosse Not in Form der Pest über Ägypten.
Um das Übel abzuwehren, liess der Pharao im Mut Tempel zu Karnak um die 700 Statuen der Meisterheilerin, Beschützerin des Lebens — kurz der Sphinx selber — aufstellen: Sekhmet, der Machtvollen.

Einige bewachen noch heute diesen Ort, viele der Steingöttinnen sind allerdings über den ganzen Globus verschleppt worden.
Zum Beispiel nach London ins British Museum, wo der Löwe vor sehr vielen Monden mit ihnen posiert hat.
Die zwei stehenden Figuren mit den Lotusblumen mag ich besonders gerne.
Eine Büste steht im Antikenmuseum Basel und es ist weniger Monde her, dass wir geknutscht haben.

Der ägyptische Saal in Letzterem wird bis zum Winter rundum erneuert und ich freue mich schon, der himmlischen Mutter dann einen Schmatzer aufzudrücken.
Beruhigt euch mal, ich habe schliesslich noch nie ein «Küssen verboten»-Schild im Museum gesehen.

Bitte entschuldigt die qualitativ gruseligen Handybilder!
Falls ihr nie in den genannten Museen wart: Weder ist das Licht dort rosenrötlich, noch ist es neblig.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!

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Frühlingsmond

Pünktlich zum heutigen Vollmond öffnet sich die erste Mohnblüte im Gärtlein zu voller Pracht.
Die schwarze Sphinx spürt die lunare Energie, ist aufgekratzt, miaut, rast herum, sagt den fetten Fliegen im Flur den Kampf an und liefert sich ein keckes Starrduell mit Nachbarskater Winnie.
Die Luft ist warm, riecht nach Blumen und ist von Bienensummen und Grillengezirpe erfüllt.
Wonnemonat fürwahr!

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