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Kategorie: Art

Intergalactic Christ

Das Jahr war 1996 und wir hielten CDs für wirklich moderne Technologie.
(Kurze Pause für Gelächter).
Ein betörend androgynes Wesen namens Jas Man — seines Zeichens Multiinstrumentalist— landete mit seiner Band Babylon Zoo europaweit einen Hit.
Akustisch beginnt der Song mit der Landung eines Lichtschiffes, bevor mit Einsatz des Gesanges die Atmosphäre umschlägt und das Lied die Farbe eines dunklen Regenbogens auf einer Öllache annimmt.
Der Bass wummert treibend und die Gitarre schrummt hypnotisch.
Eine Space-Rock-Hymne, geschrieben von einem Sterngeborenen für all seine Geschwister hier, auf dass sie ihre Heimat nicht vergessen oder sich ihrer erinnern:

There’s a fire between us
So where is your God?

Selbstredend macht der Text auf die Missstände auf Erden aufmerksam und leider haben wir als menschliches Kollektiv diese noch keineswegs behoben:

The sickening taste
Homophobic jokes
Images of fascist votes
Beam me up ‚cause I can’t breathe.

Aber ich wäre wohl kaum eine Sterngeborene, wenn ich nicht fest daran glauben würde, dass wir das schaffen.
Das Potenzial des menschlichen Herzens ist eine Wundersache, sage ich euch!
Aufgeben keine Option.

Menschenkinder, dreht das Volumen hoch für Babylon Zoo und Spaceman!
Frohen Tanz in die Woche wünsche ich euch.

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Die Süsse des Lebens

Im Kosmos existieren Universen und Dimensionen ohne Zahl.
Keine Energie — egal wie alt, mächtig und weise, egal ob Guru-, Engels- oder Götterstatus — wäre bekannt dafür, sie alle zu kennen.
Und doch bist in diesem unvorstellbar riesigen Lebenstanz du das einzige Wesen, welches die Macht besitzt, über dein Leben zu bestimmen.
Jeden Tag entscheidest du,
☥ wie freundlich du sein willst,
☥ womit du deinen Körper und Geist nährst,
☥ ob du nach Rückschlägen weitermachst oder aufgibst,
☥ wofür du dein Geld ausgibst,
☥ wie liebevoll du mit dir umgehst,
☥ wie liebevoll du mit anderen umgehst,
☥ ob du dich für die Dinge, welche dir wichtig sind, einsetzt,
☥ ob du deine Träume und Visionen in Realität umsetzt,
☥ wie ehrlich du sein willst,
☥ ob du um Hilfe bittest,
☥ ob du angebotene Hilfe annimmst,
☥ wie eng oder weit deine Weltsicht ist,
☥ ob du offen für Wunder bist,
☥ welche Freundschaften du eingehst, sowohl in der Menschen- als auch in der geistigen Welt,
☥ ob du dich am Licht ausrichtest,
☥ ob du mithelfen willst, die Erde und ihre Wesen zu heilen,
☥ ob du anderen Mut zusprichst,
☥ wie dankbar du sein willst,
☥ ob und wie viel du trainierst,
☥ ob du deine Projekte durchziehst,
☥ wie du deine Prioritäten setzt,
☥ noch vieles, vieles mehr.

Wenn du dich das nächste Mal machtlos fühlst, erinnere dich daran, dass das exakte Gegenteil der Fall ist.

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Artist Crush

OM Clouds

Wem Maria Rosalia Finna aka Ouvra kein Begriff ist, empfehle ich, sich Zeit zu nehmen, ihre Arbeit kennenzulernen.
Sie befasst sich mehrheitlich mit den sexuellen Aspekten der göttlichen Weiblichkeit.

Die hier gezeigten Bilder sind ihre neusten Werke und sie spielen virtuos auf dem Flügel meiner Emotionen.
Zum einen, weil ich Maha Kali nie widerstehen kann und diese Annäherung alles in mir anspricht, zum andern bildet aktuellerweise eine tibetische buddhistische Meditation den Kern meiner täglichen spirituellen Praxis und dieses träumerische OM ist einfach perfekt.
Das Ganze auch noch in den Farben des erwachenden Tages?
Ich schmelze!
In meinen Tagträumen habe ich Kali schon einen Platz zum Wohnen ausgesucht.
Weil träumen, das geht immer.

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Pyramidenfreitag

Kunst und Architektur des Alten Ägypten waren stilbildend und inspirieren kreativ Schaffende bis zum heutigen Tag.
Das wird neugägyptischer Stil oder ägyptisches Revival genannt. Zwar bezieht sich dieser Ausdruck vor allem auf eine Stilrichtung der bildenden Kunst ab Mitte 18. bis anfangs 20. Jahrhundert.
Das Kopieren begann bekannterweise aber schon im alten Griechenland.
Als die Römer Ägypten 30 vor Christus eroberten, bedienten sie sich der Schätze dort im grossen Rahmen und liessen auch gleich 13 Obelisken mitlaufen, welche sie in Rom aufstellten.
Dies beflügelte ihre Fantasie derart, dass sie eine eigene Pyramide haben wollten, welche ein gewisser Cestius von 18- 12 vor Christus bauen liess.
Die nicht ganz 37 Meter hohe Pyramide, welche eine Grabkammer beinhaltet, wirkt in erster Linie popelig und fehl am Platz.
Die spinnen, die Römer! — Das wusste schon ein pummeliger Zeitgenosse aus Gallien, der passenderweise genau wie die zugespitzten Stelen aus Ägypten heisst.


Ich könnte euch noch viel lustiges, absurdes, fragwürdiges und unnötiges erzählen, das die Menschen im Verlauf der Geschichte mit dem Erbe Ägyptens angestellt haben, aber für heute verlassen wir die Römer und machen einen Zeitsprung ins Hier und Heute.

Mir fällt auf, dass gerade ein kleines ägyptisches Revival im Bereich Schmuck stattfindet.
Es hat vor ein paar Jahren angefangen und klar, die Fashion Labels haben sich darauf beschränkt, uninspiriert Skarabäen zu kopieren, in Silber oder Gold zu giessen und überteuert zu verkaufen.
Wirklich Interessantes findet frau wie üblich unter den Künstlerinnen der Zunft.
Zum Beispiel Kate Hockstein, die Ein-Frau-Show hinter dem Label Arcana Obscura.
Auch sie hat vor einiger Zeit begonnen, ägyptisches Design in ihre Linie zu integrieren und erweitert dies fortlaufend. Die fabelhafte Lotuskette hat sie erst vor ein paar Wochen lanciert.

Lotushalskette
Wedjatkette
Wächterring
Lotusohrhaken
Skarabäusarmband

Es erstaunt wohl niemanden, dass ich den Wächterring adoptiert habe.
Eine coole Sphinx zu kreieren, ohne dass ich das mitbekommen würde… Pffff, als ob!
Ich liebe diese winzige Löwin und neben meinem altgedienten Ankhring ist sie die Einzige, die seit dem Frühling mit mir das Haus verlässt. Im Zeitalter des inflationären Händedesinfizierens haben steinbesetzte Ringe materialbedingt strikten Hausarrest.

Das ewige Leben und die Sphinx, welche es behütet mit sich herumtragen, wer kann denn mehr wollen?

Ich wünsche euch ein beschütztes Wochenende!

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Pyramidenfreitag

Das Alte Ägypten auf Album Covern, zweiter Teil.

Niemand scheint genau zu wissen, wie es kommt, dass Journey den Skarabäus als Ikone adoptiert haben.
Möglicherweise sie selber ja auch nicht?
Vielleicht fand in den frühen Siebzigern irgendwo mal folgendes Gespräch statt:
Bandmanager: „Hör mal, Esoterik und Symbolik sind grad voll der Shit, kannst du da was Geiles machen?“
Grafiker: „So mit Tarot und so?“
Manager: „Nein, bloss nicht! Das haben sich schon Led Zep und der Blue Oyster Cult gekrallt. Was Exotischeres wär ganz nett.“
Grafiker: „Ok, ich guck mal.“
Wahrscheinlich war die Geschichte ganz anders.
So oder so, die Covers sehen gut aus und weil Freitag ist, tanzen wir jetzt ein bisschen zu Journey.

Geniesst euer Wochenende!

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Rad des Schicksals

Es gibt Phasen im Leben, in denen innerlich und äusserlich alles in Bewegung ist. Der Status quo gilt nicht mehr, alles verschiebt sich.
Auf manchen Gebieten lässt sich möglicherweise absehen, wohin das führt, auf anderen ist es am besten, dem Tanz des Universums bedingungslos zu vertrauen.
Die Tarotkarte, welche diesem Zustand der Schwebe, dem Zeitraum zwischen Vergangenheit und Zukunft entspricht, heisst Rad des Schicksals.
Mitten in diesem Strudel befinde ich mich momentan.
Während ich das meiste einfach laufen lasse, gibt es einen Bereich, der sich klar abzeichnet und ich freue mich sehr darauf, euch ganz bald davon zu berichten.

Ich wünsche allen einen frohen Wochenstart!

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Pyramidenfreitag

Morgen ist Weltkatzentag.

Nutzen wir doch die Gelegenheit, uns mit der Entstehungsgeschichte der Stubentiger zu befassen.

Es war einmal im alten Ägypten, da legten die Menschen grosse Kornspeicher an. Das lockte clevere Mäuse- und Rattenvölker an, die dort in Hülle und Fülle lebten und sich brav vermehrten. Diese Tatsache sprach sich unter spitzohrigen Wüstengöttern herum und viele von ihnen kamen herbei, denn sie frassen gar gerne Mäuse und Ratten. Das taten sie denn auch, zur grossen Freude der Menschen, welche sich als äusserst geschickte Fellkrauler erwiesen. Dies wiederum gefiel den kleinen Göttern, denn sie waren eine schmusige Gesellschaft. Also blieben sie, unterwarfen sich charmant nebenbei die Menschen, welche fortan dem Kult der kleinen Götter frönten und sie nach deren Sprache, Mau nannten.
Das Obige oder eine Variante davon gilt heute als die Zähmungsgeschichte der Hauskatze.

Soweit so gut, aber das erklärt noch nicht, woher diese Wüstenkatzen kamen.
Radikalere Zweige der Forschung gehen davon aus, dass die Katzen die Hirnströme der alten Ägypter aus dem Weltall manipuliert und ihnen die Idee mit den Kornspeichern implantiert haben, damit ihre Versorgung gewährleistet sei, wenn sie auf der Erde landen, um die Weltherrschaft anzutreten. Während Letzteres heute eine unbestrittene Tatsache ist und sich Katzen zuweilen unmissverständlich extraterrestrisch aufführen, so fand man doch nie Raumschiffe.
Also folgen wir heute einer anderen Spur, denn sowohl die Ägypter, als auch die Mesopotamier haben Hinweise hinterlassen:

Als ich die Narmerpalette (oben) zum ersten Mal gesehen habe, war ich platt.
Dann dachte ich «Abgefahren, die hatten Raubkatzendinos!»
Zeigt ein Bild der Palette einem Kind und es wird euch ohne Umschweife sagen, dass das Katzendinos sind.
Der Archäologie ist das Naheliegendste, wie so oft, komplett entgangen und sie nannte die abgebildeten Wesen Schlangenhalspanther oder Serpopard. Das fand die Altorientalistik doof und wollte ihren eigenen Namen dafür: Schlangendrache.
Und dann taten alle, was in der Archäologie üblich ist, wenn es an Beweisen mangelt: Man gibt den eigenen Senf dazu und erhebt ihn zur These.
Ist ja in Ordnung, ich wünschte nur, das Jobprofil würde ausdrücklich «weit überdurchschnittlich viel Fantasie» verlangen, dann wäre der Senf viel amüsanter.
Egal.
Ich möchte nur noch kurz auf die umeinander geschlungenen Hälse verweisen: Ein Indiz dafür, dass schon die Katzendinos schmusig waren.

Ganz ohne die oben stehenden Darstellungen gesehen zu haben, erkannte die amerikanische Popsurrealistin und Paläontologiefan Mab Graves, dass Katzen früher Dinos waren.
Ohne Umschweife begann sie, die liebenswürdigen Kreaturen, welche sie Dinokitties nennt, zurück in die Welt und ins menschliche Bewusstsein zu bringen.
In allen Farben und Grössen, gezeichnet, gemalt, gefilzt, gegossen.
Sie leben auf T-Shirts und Taschen, es gibt sie als Pins und Aufnäher.
Brauche ich zu erwähnen, dass sie die Herzen im Sturm erobert haben?

Hier
Hier

Möglicherweise spielt es keine Rolle, ob Katzen mal Dinosaurier waren oder sich in vollendeter Form hergebeamt haben: So oder so gehört die Weltherrschaft ihnen und wir können doch froh sein, dass unsere Unterwerfer so niedlich und zu klein sind, um uns zu fressen.
Würdigt sie, was das Zeug hält und frohes Wochenende.

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Monday Morning Coming Down

Als Kind war mein Lieblingstrickfilm — und ist es noch— der Pink Panther, oder wie er im deutschsprachigen Raum genannt wird: Paulchen Panther.
Ich nehme an, die eine oder andere Person, die meinen Blog liest, hat das ebenfalls geguckt.
Nach jeder Folge begann das Abspannlied mit der Frage « Wer hat an der Uhr gedreht? Ist es wirklich schon so spät?»
Diese Frage stellt sich in der Tat, denn es ist bereits August und das scheint mir ein bisschen surreal.
Allerdings wurde die Zeit voll ausgenutzt, zum Beispiel waren wir endlich in der Bakery Bakery und haben uns mit Freunden einmal quer durchs Sortiment gefuttert.
Weil alles unglaublich lecker schmeckt und wir sagenhaft verfressen sind, haben wir uns noch gleich Snacks für den nächsten Tag einpacken lassen. Das Lokal teilt sich die Bäckerei mit Lil’Radish, einer Crew, welche mittags und abends den Kochlöffel schwingt.
Während ich noch Gründe erfinde, wieder öfters nach Bern zu fahren, solltet ihr diese Oase der Köstlichkeiten unbedingt besuchen, falls ihr dort seid.
Schraubt eure Erwartungen ruhig hoch, ich verspreche euch, die Backwaren werden mit Bravour bestehen.
Mein Tipp: Probiert unbedingt ein Schinkengipfeli.
Da lachen der vegane Gaumen und das vegane Herz!

Ich wünsche euch allen einen guten Wochenstart, gesegneten Vollmond und verabschiede mich mit Paulchens Worten «Heute ist nicht alle Tage, ich komm wieder, keine Frage!»

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Pyramidenfreitag

Hallo ihr Lieben und willkommen zurück!
Wie war euer Juli? Ich hoffe, ganz prima.

Thema heute ist das Alte Ägypten als Album Cover Art.
Es liegt auf der Hand, dass Earth Wind & Fire den ersten Eintrag erhalten.
Bandgründer Maurice White, welcher 2016 zur kosmischen Heimat seiner kemetischen Ahnen zurückgereist ist, hat die Konzepte für die Bilder gemacht, welche Künstler sie dann ausgeführt haben, weiss ich allerdings nicht. Falls ihr das tut, lasst es mich bitte wissen.
Hinterlassen hat er uns bunte und erhebende Musik, perfekt, um ins Wochenende zu driften.

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Eis für alle!

Ihr Lieben, der Katzenkult macht eine kurze Sommerpause.
Ich wünsche euch einen fantastischen Juli voller Glace und magischer Nächte unter den Sternen!
Hoffentlich treffe ich euch im August hier wieder!

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Pyramidenfreitag

Die Schmuckstücke von Jean Burgers gehören zweifelsohne zu jenen Wunderdingen, welche man mit eigenen Augen sehen und die man anfassen muss, um die Komplexität und Bravour ihrer Kunstfertigkeit zu verstehen, egal wie vortrefflich sie fotografiert wurden.
Sie alle bestehen aus handgesägten, grösstenteils recycelten Metallplatten, welche zuletzt zusammengenietet werden.

Während Jeans Werk eine grosse Sammlung an göttlicher Geometrie umfasst, so hält das Alte Ägypten doch einen ganz speziellen Platz in ihrem Herzen; sie hat ihren Lebenspartner in der Cheopspyramide geheiratet.
Das sprengt schlicht den Rahmen meiner Coolheitsskala.

Ich wünsche euch ein frohes Wochenende! 3 Einen Kommentar hinterlassen

The Open Window Lets The Rain In

Aus meinem Skizzenbuch schauen mich Sternkinder mit klaren Augen an und warten geduldig darauf, dass ich ihre Bilder vollende, aber ich bin abgelenkt.
Höre «Unplugged in New York» von Nirvana unter den Sternen und bin entzückt, ihre musikalische Präzision neu zu entdecken.
Tags stehe ich am Fenster und schaue den schweren grauen Wolken, welche launische Junischauer übers Land jagen, zu und jammere inbrünstig und gefühlsbetont mit Jeff Buckley um eine verlorene Liebe, denn dies ist ein Schmerz, den ich nachvollziehen kann.

In der Klangheilung wird das Heraussingen von Schmerz und Trauer sehr empfohlen. Es ist höchst effektiv.
Falls euer Herz also schwer sein sollte, jammert, stöhnt, schluchzt und singt euch die Tränen von der Seele. Ich bin sicher, dass Jeff auch mit euch gerne eine Jamsession macht.

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Pyramidenfreitag

Wer die Zukunft kennen will, muss die Vergangenheit verstehen.

Die Beschützer des Wassers sind ein sich wiederholendes Thema meiner Arbeit und sie fordern gerade Aufmerksamkeit.
Darum wühle ich mich durchs Archiv und schaue mir noch einmal all die Wesen an, welche ich für eine Ausstellung 2015 kreiert habe.
Oben seht ihr Mami Wata, die Mutter des Wassers, heimisch in Afrika und der Karibik.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende.

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Mitgefühl

She asks me to kill the spider.
Instead, I get the most
peaceful weapons I can find.


I take a cup and a napkin,
I catch the spider, put it outside
and allow it to walk away.

If I am caught in the wrong place
at the wrong time, just being alive
bothering anyone

I hope I am greeted
with the same kind
of mercy.


— Rudy Francisco

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Pyramidenfreitag

Während der Regierungszeit von Amenophis III ( 1388 —1351 vor Christus, 18. Dynastie )
kam eine grosse Not in Form der Pest über Ägypten.
Um das Übel abzuwehren, liess der Pharao im Mut Tempel zu Karnak um die 700 Statuen der Meisterheilerin, Beschützerin des Lebens — kurz der Sphinx selber — aufstellen: Sekhmet, der Machtvollen.

Einige bewachen noch heute diesen Ort, viele der Steingöttinnen sind allerdings über den ganzen Globus verschleppt worden.
Zum Beispiel nach London ins British Museum, wo der Löwe vor sehr vielen Monden mit ihnen posiert hat.
Die zwei stehenden Figuren mit den Lotusblumen mag ich besonders gerne.
Eine Büste steht im Antikenmuseum Basel und es ist weniger Monde her, dass wir geknutscht haben.

Der ägyptische Saal in Letzterem wird bis zum Winter rundum erneuert und ich freue mich schon, der himmlischen Mutter dann einen Schmatzer aufzudrücken.
Beruhigt euch mal, ich habe schliesslich noch nie ein «Küssen verboten»-Schild im Museum gesehen.

Bitte entschuldigt die qualitativ gruseligen Handybilder!
Falls ihr nie in den genannten Museen wart: Weder ist das Licht dort rosenrötlich, noch ist es neblig.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!

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Frühlingsmond

Pünktlich zum heutigen Vollmond öffnet sich die erste Mohnblüte im Gärtlein zu voller Pracht.
Die schwarze Sphinx spürt die lunare Energie, ist aufgekratzt, miaut, rast herum, sagt den fetten Fliegen im Flur den Kampf an und liefert sich ein keckes Starrduell mit Nachbarskater Winnie.
Die Luft ist warm, riecht nach Blumen und ist von Bienensummen und Grillengezirpe erfüllt.
Wonnemonat fürwahr!

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Gepard im Regen

Lange hat die Erde sich gesehnt, bevor der Himmel sich ihr entgegengestreckt und das alte Bündnis mit neuem Regen aufgefrischt hat.

Die heiligen Wasser spülen den Staub von Samsara aus den müden Augen und nähren unsere Seele mit der sprudelnden Ewigkeit der Einen Quelle.

So werden die Erde und ihre Kinder getränkt, auf dass wir blühen und klar ausgerichtet in Liebe wachsen.

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Pyramidenfreitag

Ich wünsche euch von Herzen einen wunderbaren Mai!


Hier war es diese Woche still und das Ende des Aprils ist schnell erzählt: Ich habe das meiste davon verschlafen, weil mich eine fiese Grippe angesprungen hat (Nein, nicht DIE Grippe, das wurde gestern getestet).

Lasst uns Beltane in Schönheit begehen.
Im Onlineshop der Königin der Kristalle, Lily Loy, sind seit gestern neue Illustrationen erhältlich, welche frau einfach herunterladen und ausdrucken kann. Nach Belieben als Tätowiervorlage, zum Ausmalen oder einfach zum Aufhängen und geniessen zu gebrauchen.
Isis ist nur eine von ihnen und der Link unter ihrem Bild transportiert euch direkt in den Shop. Viel Spass!

Pyramidenbilder via El Hieroglyph.
Ein wunderbarer Ort, um sich zu verlieren und träumen.

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Pyramidenfreitag

Horus tanzt.
Zum einen, weil er gerade fertig kreiert wurde (Kinder, so was Frisches habt ihr hier noch gar nicht gesehen. Der Leim war während des Fotografierens noch am Trocknen) und zum andern, weil er mit ein paar Sterngeschwistern an einem Siebdruck—Projekt teilnehmen darf.

Darauf freue ich mich schon seit anfangs Jahr! Aber gut Ding will immer Weile haben und es braucht noch ein bisschen Arbeit, bis wir das Druckatelier stürmen.

Der Person, welche Bastet in ein Discolicht verwandelt hat (was ist so schwer daran, Künstlern Credit zu geben?!), möchte ich sagen: Ich liebe dich, du bist brillant!

Euch wünsche ich ein frohes Wochenende.

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Pyramidenfreitag

Hier
Hier
Hier

Es ist mir schleierhaft, wie ich diese geheimnisvoll reizenden Sphingen von Multimediakünstlerin Rae Swon erst heute entdecken konnte.
Sie selber nennt sie Chimären und ich würde am liebsten alle sofort adoptieren.
Weil nicht nur das Handwerk sagenhaft ist, sondern auch die Ethik: Rae filzt ihre Kreationen aus Pflanzen- und Synthetikfasern. Der Katzenkult applaudiert!
Neben Katzenartigen gibt es noch zahlreiche andere wunderliche Wesen zu bestaunen, also gehet hin und weidet eure Augen!

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Blumenkinder


In der ersten Aprilhälfte war ich damit beschäftigt, Blumenkinder ins Leben zu rufen.
Die Ersten davon seht ihr hier.
Sie sind sanfte und gütige Geister, welche den Frühling, das Blühen und die Wiedergeburt feiern.
Ich feiere im April Geburtstag und darum sind die Blumenkinder ein kleines Geschenk an euch: Sie alle gibt es als A5 Druck in einer limitierten Auflage und sie kosten diesen Monat nur je zehn Franken. Wie immer wird ein Anteil des Verkaufspreises dem Tiger WWF gespendet.
Wer im Ausland wohnt, darf natürlich auch welche erstehen, voraussichtlich ist das internationale Versenden ab Ende April wieder möglich. Yay, hoffen wir das Beste!
Bei Interesse bitte eine Mail schreiben.

Die Rahmen stammen aus dem Brocki, die Vase war vorher eine Ginflasche und die Porzellankatze ein Geschenk.

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Die Zärtlichkeit der Stille

Eine Installation im Schlafzimmer.
Entstanden heute, Montag Vormittag.

Nur weil sich die Bühne geändert hat, fällt der Auftritt nicht aus. Sollte er auch keinesfalls. Der Dialog zwischen sich und dem eigenen Werk ist auf eine ganz neue Weise eröffnet. Kein Termin funkt dazwischen, kein Beifall und keine Kritik von aussen, keine Ablenkung. Ein unglaubliches Geschenk für alle, die sich darauf einlassen mögen.
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Pyramidenfreitag

Sanft wiegt sich Ma’at im Wind und singt Frieden, Wahrheit und Weisheit in die Welt.

Wie oft jammerst du über irgendetwas, beschwerst dich und machst dir Sorgen?
Wie oft in diesen Situationen wirst du still, setzt dich hin und betest?
Lege deine Hände aneinander und neige den Kopf, sodass deine Daumen auf Höhe deines dritten Auges (Nasenwurzel) am Kopf ruhen.
Konzentriere dich auf dein Herzchakra (Brustmitte) und kommuniziere all das, was dich beschäftigt.
Wie du das Göttliche nennst und anrufst, ist deine Sache, eine Antwort auf ein Gebet aus deinem Herzen gewiss.
Überlasse dabei die Form der Weisheit des Kosmos, ist doch der menschliche Geist zu beschränkt in seiner Vorstellung dessen, was möglich ist.

Ich wünsche euch allen ein gesegnetes Osterwochenende!

Die Ma’at Gebetsfahne ist ein Unikat, bestehend aus 100 % recycelten Materialien, welche ich liebevoll gesammelt habe.
Wer ihr ein Zuhause geben möchte, kann mir mailen.
Versand ist zur Zeit nur schweizweit möglich.

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Pyramidenfreitag

Falls ihr euch neulich gefragt habt, zu welchem Pantheon Henry Gott Noodlz denn eigentlich gehört, hier ist die Antwort.
Manchmal verschmelzen wir auch einfach zu einer Himmlischen.
Was wiederum die Frage beantwortet, wie das mit zoomorphen Unsterblichen funktioniert.

Der Pyramidenfreitag ist zurück!
Weil ich ihn mag, vermisst habe und die alleinige Herrschaft über diesen Blog habe.
So ist das.

Grafik: der einzig wahre Löwe.

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Und Tschüss

Mit eisigen Winden und hie und da einer Prise Schnee, verabschiedet sich der März.
Gut habe ich Freitagnacht ein uraltes Wollknäuel aus den Untiefen des Schranks geklaubt und daraus einen kuscheligen Schal gestrickt. Er hört auf den Namen Burned Curry.

Der Jaguarring ist von Macabre Gadgets. Das Label dürfte alle Fans des griechischen Pantheons sowie hellenistischer Ästhetik in Träumerei versetzen.

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Credo: Ruhephase

And the people stayed home.
And read books, and listened, and rested, and exercised, and made art, and played games, and learned new ways of being, and were still.
And listened more deeply.
Some meditated, some prayed, some danced. Some met their shadows.
And the people began to think differently.

— Kitty O’Meara

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Götter unter sich

Ich sitze in einem Sessel und lese, als Henry Lord Noodlz hereinkommt.
Elegant schlängelt sich der grosse Kater durch den Raum und umwebt dabei Hindernisse, die für mein Auge unsichtbar bleiben.
Er setzt sich vor mich hin und raunt sonor «Ich habe nachgedacht.» 
Ich lese den Abschnitt zu Ende und klappe das Buch zu. «Ich höre.»
Nicht zum ersten Mal dünkt mich, ich sähe in seinen Augen, deren Farbe ich beim besten Willen nicht zu benennen vermag, Planeten ziehen.
«Ich will Henry GOTT Noodlz genannt werden.»
«Klingt fair», nicke ich.
Majestätisch dröhnt der graugestreifte Gott «Ab sofort reiche frau mir eine meiner Macht angemessene Anzahl an Snacks.»
«Gewiss, eure Herrlichkeit. Dank deiner Omnipotenz kannst du dir so viele Leckereien manifestieren, als du für gut befindest.» Ein Grinsen überzieht mein Gesicht, ich kann es nicht verhindern, und hinge mein Leben davon ab.
«Spassbremse!» Faucht es kalt und kurz. Irgendwo in der Tiefe seiner Stimme rollt der Donner, ein Blitz durchzuckt die Augen.
Mein Grinsen wird breiter und die Zähne spitzer — der  Cheshire Katze würde grausen — und sanft gurre ich «Na na, immer sachte mit den Beleidigungen, eure Allmächtigkeit. Von wegen nach deinem Ebenbild geschaffen und so.»
Ein letztes Funkeln, bevor der Schöpfer von Himmel und Erde auf dem Absatz kehrt macht und zum Ausgang gleitet. Das Zucken hat seinen Weg in den Schwanz gefunden.
Als er den Türrahmen durchschreitet, erklingt ein heiseres Lachen.

Gott hat Humor. 
Und wenn er euch zum Spielen auffordert, so spielt mit Einsatz, spielt mit Leidenschaft.
Es geht um die pure Freude. 
Das Gewinnen und Verlieren interessiert nur Menschen.

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Schmetterlingsmedizin

Ein zartes Glockenspiel ist die Seele, das in die eigene Ferne hinausläutet.
Irgendwo kommt es zur Ruhe, inmitten der selig Lachenden, umgaukelt von Sterngefunkel am Rande der Ewigkeit.
Selber Licht zu sein, ist die Gnade der Götter, selber Licht zu sein, ist die Freude des Alls.
— J. Henry Wild

Ich wünsche euch allen einen segensreichen Frühlingsanfang!

Cidre: Epicerie Moderne, Ring: Ax and Apple.

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Ode an das Gänseblümchen

Blumen.
Etwas vom Schönsten auf diesem Planeten.
Für Gänseblümchen habe ich besonders viel übrig.
Sie blühen — wie das meiste andere — ausserplanmässig früh, aber bewundere ich ihre lachenden Gesichter deshalb weniger? Sicher nicht!
Sie erinnern uns lediglich daran, dass wir Althergebrachtes loslassen dürfen, da es uns in keiner Weise mehr dient.
Der Glaube an die Jahreszeiten, wie wir sie kannten, gehört dazu.
Also sitze ich mit Simba im Sonnenschein und freue mich.

Ich habe einige A5 Hasendrucke versandbereit. Sie eignen sich bestens als Karte, ideal für Ostergrüsse an liebe Menschen aus sicherer Entfernung. Mailt mir, falls ihr welche haben möchtet.

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Namaste

Ich biete dir Frieden.
Ich biete dir Liebe.
Ich biete dir Freundschaft.
Ich sehe deine Schönheit.
Ich höre deine Bedürfnisse.
Ich spüre deine Gefühle.
Meine Weisheit fließt aus der höchsten Quelle.
Ich verneige mich vor dieser Quelle in dir.
Wirken wir gemeinsam für Einheit und Liebe.
— Mahatma Gandhi

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Rebel Rebel

Das Ballett hielt keine Zukunft für ihn bereit.
Lee wusste das längst.
Es mangelte ihm schlicht an Talent.
An Ausdauer.
Und nicht zuletzt an Motivation.
Es war ihm egal, denn eigentlich wollte er nur wegen der Outfits mit dem Tanzen beginnen.
Niemand, wirklich NIEMAND sah so unverschämt gut aus im Tutu wie Lee.
Auch das wusste er längst.
Deshalb war sein neuer Plan, Model zu werden.
Seine Eltern würden ob dieser Aussicht ausflippen.
Und das wiederum freute ihn ungemein und er fand sich recht gerissen.

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Flach wie Flunder

Gestern hat mich eine Grippe angesprungen und nun liege ich wie ein saft-, kraft- und stimmloser Lauch herum, der viel zu viele Saturday Night Life Sketche guckt. Wie man oben sieht, imitieren meine Katzen schon Kenan Thompson. Ich geh wieder ins Bett und schlafe durch bis Sonntag. Bye Bye.

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Schneegestöber

Draussen tanzen die Flocken, drinnen wühle ich mich immer noch durch meine Papierarchive — ein Multiversum in sich — und finde manch vergessenen Schatz.
Wie diese Postkarte, eine Kollaboration mit Rhea Lippenstift. Wer eine adoptieren möchte, darf mir gerne schreiben.

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Pyramidenfreitag: Fackelübergabe

Heute reicht der Pyramidenfreitag die Fackel an eine neue Serie weiter.
Falls ihr extra deswegen diesen Blog besucht habt, seid ohne Sorge: Das Wissen des Alten Ägyptens wird eine massive Rolle in der neuen Reihe spielen. Ausserdem wird es immer wieder Einträge zum Thema geben, die laufen ab sofort unter „Pyramidentag“.

Seit den Feuern in den Urwäldern und Australien, habe ich mir — wie so viele Heilerinnen, welche für das planetare Wohl arbeiten — lange Gedanken gemacht, wie ich das menschliche Kollektiv, respektive die Menschen, welche sich davon abkoppeln und zu einer Wende zum Wohle aller Wesen beitragen möchten, unterstützen kann.
Nach reiflicher Überlegung habe ich beschlossen, hier eine Reihe namens „Credo“ ins Leben zu rufen. Hier werde ich mein Wissen und meine Erfahrungen als Medium/Heilerin, Künstlerin und Mensch teilen. Credo heisst die Serie, weil ich nichts predige, was ich selber nicht halte und erprobt habe.

Ab nächsten Freitag findet ihr hier praktische Lebenshilfe, Informationen, Inspirationen und Tipps auf materieller, emotionaler und spiritueller Ebene, für ein harmonisches und respektvolles Zusammenleben mit Mutter Erde, all ihren Kindern und ein angstfreies Voranschreiten in eine ungewisse Zukunft.
Es ist mir eine grosse Ehre und Freude, diese Reise mit euch zu beginnen!

T-Shirt: Homocats, der Erlös geht an WIRES, Bandana: The Original Cat Cult, der Erlös geht an Rainforesttrust.
Einige Siebdruck Babysphinxen auf verschiedenen Hintergründen sind noch erhältlich. Schreibt mir eine Mail für Info und Kauf.

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Strecken und Gähnen

Zwischen Schneestürmen und Sonnenschein, der eitel Gänseblümchen aus dem Boden kitzelt, streckt sich meine Seele und gähnt.
Bereit, der lauter werdenden Trommel erwachenden Lebens zu folgen, im Licht des nächsten Vollmondes und unter dem wachsamen Blick der schwarzen Sphinx, erste Sämlein in den Schoss der Erde zu legen.

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Zwischenwelten

Der Katzenkult zieht in einen neuen Tempel.
In einer alten Uhrenfabrik zu leben bedeutet, dass die Räume so lichtdurchflutet sind, dass man morgens nach Sonnenaufgang besser eine Sonnenbrille aufsetzt, um Kaffee zu kochen.
Damit kann es mein altes Atelier beim besten Willen nicht aufnehmen.

Nun befinde ich mich in einer Art Zwischenwelt: die eine Hälfte hier, die andere dort, Chaos überall.
Das ist der Ort, um Archivkisten zu durchstöbern und vergessene Arbeiten mit neuen Augen zu betrachten.
Mit den meisten ist man visuell und technisch nicht mehr einverstanden, für einige muss man sich im Nachhinein für Letzteres loben und wenige sind so persönlich, wie sie es waren, als man sie gemacht hat.
Auf die Katze im Raumanzug trifft gerade alles zu.
Weil sie meinen persönlichen Legenden entstammt.
Der Dimension, in die ich anderen durch meine Werke zwar Einblicke gewähren kann, aber das Portal dorthin müssen sie selber erfühlen.

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Demut

«Was heisst denn bitte „Gib uns den Mond zurück“?
Der Mond — wie so vieles andere— gehört euch doch gar nicht.
Diesen habe ich red- und ehrlich gefangen und jetzt spielen wir zusammen, bis unsere Wege auseinander führen.


Der Monde da draussen gibt es mehr, als euer Leben lang ist, sie zu zählen.
Wenn ihr den Blick über das winzige Sonnensystem, welches nur um euch vermeintliche Sonnenkönige kreist, erheben wolltet, würdet ihr dies und euren Platz im Kosmos erkennen.»

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Sonntagsbüro

Den ganzen Monat habe ich Projekte aufgegleist, besprochen, Material organisiert, getestet, Pläne geschmiedet und wie üblich um diese Jahreszeit, an der Schule für Gestaltung unterrichtet.
Das Fundament für spannende Dinge in naher Zukunft wurde gelegt und ich bin damit zufrieden.

Heute ist der erste Januartag, an dem ich in Ruhe kreativ arbeiten kann und danach habe ich gelechzt.
Also eine Decke an einen Sonnenplatz schleppen, Kaffee kochen, Sound auflegen und erst wieder hochschauen, weil einem das Licht ausgeht und das Ambiente nach mehr Kerzen verlangt.
Die Gitarren dürfen allerdings nur leise plärren, weil die Assistenten sonntags durchschlafen.

So, genug geplaudert. Die Kaffeekanne kündigt fauchend von einer köstlichen neuen Ladung schwarzen Glücks und eine Katzendame wartet auf schicke Haare.
Einen frohen Sonntag wünsche ich euch.

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Rain Down On Me

SAD BUSHFIRE KOALA
SUNFLOWERS
AUSTRALIAN ANIMALS

Ich wünschte, die Umstände, unter denen ich euch zwei meiner australischen Lieblingskünstlerinnen vorstelle, wären glücklichere, aber es ist, wie’s ist.

Rachel Urquhart alias Pony Gold ist meine bevorzugte Illustratorin, seit ich vor über zehn Jahren zum ersten Mal eine ihrer Arbeiten gesehen habe.
Inspiriert von Natur, dem Kosmos, Tattoos und Rock‘ n ‚Roll, verleiten mich ihre Zeichnungen stets zum Tagträumen.

Gem, die brillante Macherin hinter Triangle of Bears ist eine Künstlerin ganz nach meinem Herzen: Sie näht all ihre Schmuckkreationen aus rezyklierten und veganen Materialien.

Zur Zeit stellen diese grossherzigen Frauen mit den oben gezeigten Werken ihr Talent, ihre Zeit und Ressourcen Organisationen zur Verfügung, die in der brennenden Hölle Australiens alles geben. Rachel’s Illustrationen kommen der Feuerwehr, der Wildlife Rescue Organisation und dem Roten Kreuz zugute, Gem’s Sad Koala Broschen unterstützen das Koala-Rettungsprogramm des WWF.

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Katzenparty

Die Einzigen, die an Weihnachten beschenkt werden, sind unsere Katzenfreunde.
Unsere befreundeten Katzen, nicht Menschen, welche sie mögen, um genau zu sein.

Alle Samtpfoten haben ein Fläschchen Baldrian bekommen. Wer schon gesehen hat, wie ein Stubentiger ein paar Tropfen davon leckt, weiss, wie viel Wohlsein und Freude ihnen dies bereitet. Zudem ist es ideal für nervöse, ängstliche und unruhige Katzen, da es, wie auch bei Menschen, ihr Nervensystem beruhigt.

Und so einfach geht das:
Baldrian im Glasfläschchen gibt es in jeder Drogerie, Etikette gestalten und fertig!
Wenn die zu beschenkende Katze noch kein Plüschtier oder Kissen besitzt; die Brockenhäuser sind voll davon und sie kosten fast nix.
Idealerweise ein Stofftier in Beutegrösse wählen und, falls es eine pelzige Textur hat, gerne daran zupfen, um die Qualität zu prüfen. Sie muss der rauhen Zunge der Spitzohren schon standhalten.
Auch prima sind Nadelkissen aus glatter Baumwolle, einfach eingehend auf vergessene Nadeln prüfen. Wer selber nähen will, findet im Brocki bestimmt hübsche Stoffe und Füllmaterial.
Die Plüschis mit der nächsten Waschladung 30-40° waschen und schon sind sie bereit für ihre neue Aufgabe.

Ein Fläschchen Baldrian hält locker zwei Jahre und das ist doch ganz schön viel Freude!
Nala und Samba haben die, laut ihrer heute Morgen angekommenen Karte, auf jeden Fall, ebenso wie offensichtlich Jackie und Simba.

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So Divine

DANKE!

Allen, die diesen Blog lesen, Gefallen daran finden und sich eventuell sogar inspirieren lassen, ihr Licht mit der Welt zu teilen.
Danke allen, die meine Werke kaufen und/oder mir Ausstellungs- und Zusammenarbeitsmöglichkeiten bieten.
Danke allen, die kommentieren, mich ansprechen oder mir Nachrichten schreiben.
Ihr alle seid eine grosse Freude und Inspiration für mich!

Falls ihr weiterhin mit von der Partie seid, klettert alle in mein Raumschiff. Aber bevor ihr euch hinsetzt, anschnallt und wir mit Lichtgeschwindigkeit in eine neue Dekade und Dimension brausen, lade ich euch ein letztes Mal in diesem Jahr ein, aufzustehen, den Song unten anzuklicken, das Volumen hochzudrehen und zu tanzen, im Bewusstsein, dass ihr einfach göttlich seid.

Liebe Katzen, Menschen und alle anderen Spezies:
hier, heute und euch zur Freude, der Starman und die Astronettes mit I’m Divine.

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Kettenreaktion

Erst hat die Elfe dem Löwen einen geschenkt.
Als ich erwähnt habe, dass das echt bequem aussieht, hat der Löwe mir auch einen besorgt.
Jetzt sitze ich hier in einem dunkelgrünen Overall-Pyjama, bedruckt mit Schneeflocken und bemützten Katzen, die Schals tragen und deren Pupillen eine verdächtige Spur zu weit sind und die Lächeln zu breit.
Es fühlt sich an wie eine herzliche Ganzkörperumarmung und jede Faser entspannt sich in dieser wohligen Wärme.

Und plötzlich bin ich müde. So müde, als würde das ganze ereignisreiche Jahr nochmals auf mich einstürmen.

Ich stelle mir vor, meinen Bekiffte-Kätzchen-Anzug bis ende Dezember anzubehalten und einfach nur noch zu schlafen.
Schlafen – natürlich auch träumen.

Nur zwischendurch mal würde ich mit verquollenen Äuglein und zerwühlten Haaren durch die Wohnung schlurfen, um etwas zu essen, auf Toilette zu gehen oder die Jurassic Park Serie fertig zu schauen.
Es freut mich schon jedes Mal ein bisschen, wenn ein Velociraptor einen der sagenhaft dummen Protagonisten aus dem Genpool snackt. Darwin Award würdig.

Natürlich wissen meine Katzen in diesem Szenario, wie man Kaffee kocht und bringen mir ab und zu eine frisch gebrühte Tasse davon. Während ich trinke, schmusen wir, dann schlafen alle wieder ein.

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Pyramidenfreitag

CULT

In dieser Serie aus dem Jahr 2009 haben die russischen Zwillingsschwestern und Puppenmacherinnen Lena und Katya Popovy den perfekten Balanceakt zwischen Tradition und Neuinterpretation geschafft. Ihre Figuren verschmelzen Gottheiten, Pharaonen und Totenkult in sich, sehen gleichzeitig modern aus und als entstammten sie einem Altägyptischen Grab.
Gänsehaut vor zehn Jahren, Gänsehaut heute.

Alle Bilder via Pinterest.

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Da haben die Dornen Rosen getragen

Unser Herz zu öffnen wie eine Rose und seinen betörenden Duft strömen zu lassen, ist das grösste Geschenk, welches wir dieser Welt und all ihren Geschöpfen machen können.
Wenn wir aus allumfassender Liebe geboren werden und dorthin zurückkehren, warum sollten wir sie dann hier nicht ausleben?
Liebe ist mitfühlend, gütig, heilend, mutig und friedlich.
Wer Liebe entsendet, wird staunen, wie magnetisch sie Situationen, Möglichkeiten und Menschen in ihr Leben zieht, welche dieser Herzfrequenz entsprechen.
Egal, wie sehr das Meer des Lebens tobt und wie furchterregend hoch die Wogen schlagen, drückt den Kiel eures Herzens vertrauensvoll tiefer ins Wasser, denn ein in Liebe geöffnetes Herz hat mehr Macht als Tausende, die in Angst schlagen.

Der wunderschöne Rosenstrauss war ein Dankeschön für eine Heilung, alle Ringe und Tuch: Vintage, Teelichtbehälter: Brocki.

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Nachtmagie

Nachts um drei, da sitze ich auf dem Boden und arbeite vor mich hin. Unprätentiös, konzentriert, kaffeeschlürfend. Ich höre nur das leise Singen der Sterne, den Wind, das Prasseln des Feuers im Ofen und Henry, der wie ein Baby Dinosaurier quiekt, wenn er sich auf der Decke davor genüsslich rekelt, um in einer anderen Position gleich wieder einzuschlafen. Sirius will dann vom Wasserhahn trinken, aufgeregt herumrasen und stolz unter lautem Triumphgeheul Blätter, welche sie draussen im Sturm erlegt hat, hereintragen. Wir sind Kinder der Sterne und die Nacht und ihre Magie gehören uns. Nebenan schnarcht manchmal der Sohn der Sonne, welcher in aller Frühe mit seinem Gestirn aufsteht und strahlt.

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I Hope You Get To Meet Your Hero

I hope you get to meet your hero
I hope she never lets you down
I hope she never tears your heart out
or runs away without a sound.
– Skunk Anansie

Als Nadina mir 2017 unverhofft einige ihrer sinnlich-fragilen Bunny Girls schickte, konnte ich gar nicht anders, als einer von ihnen eine intergalaktische Heilerin beizustellen. Bis heute sowohl meine liebste Kollaboration als auch Weltraumkatze.

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Fünf Dinge am Donnerstag

  1. Mir scheint, ich hätte euch erst kürzlich die erste Rose aus meinem Dachgärtlein gezeigt. Und doch wohne ich seither in einem andern Haus mit einem andern Garten und zeige euch nun die letzte Rose, welche an einem völlig andern Strauch gewachsen ist. Es liegt in der Natur der Kreise, sich zu schliessen. Unsere Vorstellung wie, hat aber nur selten etwas mit der Realität zu tun. Löwenornament: Cachet.
  2. Von Zeit zu Zeit tausche ich Papier und Leim gegen andere Materialien ein. Die Technik bleibt aber immer dieselbe. Es ist ein Lebensthema von mir, alte, manchmal beschädigte und ungeliebte Dinge auseinanderzunehmen und ihnen zu einem neuen strahlenden Leben zu verhelfen. Als Heilerin mache ich nichts anderes. Für meinen Sphinxenpatch habe ich ein T-Shirt aus dem Brockenhaus, eine Lieblingsjeans, welche an manchen Stellen zerfetzt war und ein Paar Flügel, die man an Schuhen befestigen kann (Geschenk, welches zu diesem Zweck nie zum Einsatz kam), rezykliert. Genäht habe ich das Ganze mit Regenbogen-Glitzerfaden, den ich im Brockenhaus gefunden habe. 100% umweltfreundlich, 1000% fabelhaft. Jeansjacke: Kleiderkreisel.
  3. Weil ich meinen regulären Anfängerinnenkurs im orientalischen Tanz diese Woche nicht besuchen konnte, durfte ich bei den Fortgeschrittenen nachholen. Kinder, mir tun Muskeln weh, von denen ich weiss, dass sie im menschlichen Körper gar nicht existieren. Goldener Fransenschal aus den 70s: ein Geschenk von Seventyseven Vintage.
  4. Karma Solid Perfume geschenkt bekommen und jetzt bin ich süchtig danach. Damit rieche ich nach buntem Sonnenschein, da lacht mein Hippieherz. Ich will unbedingt auch die flüssige Version davon. Möglicherweise schmuggelt ja eine aufmerksame Weihnachtselfe ein Fläschchen in meinen Adventskalender?
  5. Ich gehöre nicht zu den Menschen mit einem Innendekorationsflair und unsere Wohnung ist sicher noch weit davon entfernt, fertig eingerichtet zu sein, aber sie ist gemütlich und der letzte Schliff eilt nicht. Es hat mit mangelndem Interesse zu tun und damit, dass wenn man konsequent gebrauchte Möbel kauft, es manchmal länger dauert, bis man findet, was einem vorschwebt. Aber das Warten lohnt sich immer — dieses thailändische Schubladenmöbel aus den 50s ist der mit Abstand coolste Beweis dafür.
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Wild-Romantisch

☥ Wetter, so wechselhaft, dass man sich in Britannien wähnt. ☥ Strom- und Zugausfälle, Erstere romantisch, Letztere nervig. ☥ Fleabag geguckt. Glaubt mir, das wollt ihr sehen, Freunde! ☥ Henry, der mir so viele quicklebendige Spitzmäuse bringt, dass ich sie selber mittlerweile katzenartig schnell einfangen und draussen wieder freilassen kann. ☥ Orgelmusik von Klangmeister Händel. ☥ Bauchtanzkurs, der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. ☥ Neue Projekte keimen, viel zu zart, als dass man bereits darüber sprechen könnte. ☥ Die Aufschubstechniken, mein Atelier neu zu strukturieren, wären mittlerweile Olympia Gold wert. ☥ Erste Schneefälle.

Mein November soweit.

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Geh davon aus, dass dein Herz bricht


Nach einer Weile lernst du
den subtilen Unterschied zwischen
dem Halten einer Hand und dem Anketten einer Seele,
und du lernst, dass Liebe nicht Anlehnen
und Gesellschaft nicht Sicherheit bedeutet.


Und du beginnst zu lernen,
dass Küsse keine Verträge sind
und Geschenke keine Versprechen.
Und du beginnst, deine Niederlagen zu akzeptieren,
mit erhobenem Haupt und offenen Augen.
Mit der Anmut einer Frau –
nicht dem Kummer eines Kindes.


Und du lernst,
all deine Straßen im Heute zu bauen,
denn der Boden des morgen ist
zu unsicher für Pläne
und Zukünfte neigen dazu,
mitten im Flug abzustürzen.


Nach einer Weile lernst du,
dass sogar Sonnenschein brennt, wenn du zu viel davon abbekommst.
Also pflanzt du deinen eigenen Garten
und schmückst deine eigene Seele,
anstatt darauf zu warten,
dass dir jemand Blumen bringt.


Und du lernst,
dass du wirklich etwas aushalten kannst,
dass du wirklich stark bist,
dass du wirklich wertvoll bist.

Und du lernst und du lernst…
Mit jedem Abschied lernst du.

Veronica A. Shoffstall


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Pyramidenfreitag

SPHINX SUCHT NEUES ZUHAUSE

Eines meiner älteren Sphingenkinder, Nebet-Anch, möchte das Mutterschiff des Katzenkultes verlassen und in die Welt ziehen, weil — ich zitiere— „Das einstmals ruhige Atelier zum reinsten Tummelplatz für Sphingen geworden ist. Jetzt habe ich Dichtestress“
Pfff, Dichtestress! Das hat sie nur gesagt, weil sie weiss, wie unsäglich beschissen ich diesen Begriff finde.

Wer sie gerne aufnehmen möchte, sollte bedenken, dass sie die einzige Sphinx in der Tempelanlage sein will, inkarnierte Katzen ein Muss, Hunde toleriert/ignoriert.
Von der neuen Person wird erwartet, dass sie sich lückenlos an ihre letzten neun Leben erinnert, Teilerleuchtung erwünscht, Gesamterleuchtung als Ziel dieses irdischen Daseins Voraussetzung.
Wenn sie sich in dieser Dimension befindet, hält sich Nebet-Anch in einem Papierportal des Formates A4 auf und fixiert ihren Menschen unablässig. Falls sie spricht, wird es sich um eine hochkomplexe, kryptische Frage handeln, eine Verarsche (Dichtestress) oder aber sie kritisiert ungeniert das Leben und Handeln ihres Prüflings. Genau Letzteres wird man nämlich, wenn man sie bei sich wohnen lässt.

Nebet-Anch und ich freuen uns auf eure Bewerbung per E-Mail. Weil die Anforderungen auf praktisch alle zutreffen, prognostiziere ich ganz schönen Dichtestress im Posteingang.

Ägyptisches Kleid: Brockenhaus.



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Schnappschuss einer Erscheinung

Niemand mag es gerne, überraschend fotografiert und wo möglich noch gleich vom Blitz geblendet zu werden.
NIEMAND.
Das ist auch in anderen Dimensionen so. Schüchternen Engeln direkt ins Gesicht zu blitzen, trägt einem garantiert irritierte und leicht ärgerliche Blicke ein.

15 Schnappschüsse des verdutzten Engels stehen zur Adoption bereit.

Ich darf an dieser Stelle sagen, dass dies, mit Ausnahme von Postkarten, die allerersten Drucke meiner Arbeit sind.
Aus ökologischen Gründen verzichte ich in der Regel darauf.
Diese Schmankerln sind also eine seltene Angelegenheit und die Möglichkeit, ein erschwinglicheres Werk von mir zu kaufen.

Wer sich zur Adoption entschliesst, ist nicht nur ein generell fabelhafter Mensch, sondern hilft auch noch dabei, die Futterkammern von Tierheimen zu füllen für den Winter, da ein Teil des Erlöses jedes Bildes zu diesem Zweck in Katzenkult-Manier gespendet wird.

Ich habe 10 Drucke auf glattem, fünf auf körnigem Papier, Grösse ist A6. Alle signiert und gestempelt. Wer einem der kleinen grantigen Kerlchen ein Zuhause geben, oder es in den Weihnachtsstrumpf einer lieben Person stecken will, darf mir gerne eine E-Mail schicken.

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Sonntagsidylle

Der Löwe bäckt uns Zopf, während Henry draussen im Steingärtlein geflissentlich Simba seine Freundschaft anträgt.
Letzterer verspürt keine Eile, sich auf den neuen Jungspund einzulassen.
Spaziergang im gleissenden Sonnenschein, wo wir auf ein schüchternes Katerchen mit piepsiger Stimme und eine stattliche Schmusemieze treffen. Des Löwen Annäherungsversuche bei den Kühen erinnern an die Szene im Steingärtlein.

Wir leben in einer Postkarte und sind nun offiziell Landeier, so viel steht fest.

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Someone To Watch Over Me

Wohlig eingehüllt in würzige Schwaden Nag Champa und den melancholischen Samt, der George Michaels Stimme ist, arbeite ich fleissig an neuen Projekten.
Für euch in der Zwischenzeit Spielereien aus meinem Skizzenbuch.

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Sirius Nocturna

Die schwarze Sphinx schreitet durch den mondhellen Garten.
Obsidianen, aus ihren Augen blickt grün-goldene Ewigkeit.
Sie sieht alles, wittert alles, hört alles.
Die duftenden Blumen, die fallenden Blätter, die weissen Falter, höflich tanzende Boten der Verblichenen.
Der Fluss murmelt seine üblichen Geschichten aus vergangenen Zeiten, doch sie schenkt ihm keine Beachtung.
Nicht heute Nacht.
Hier und Jetzt feiert sie Kommunion mit sich und dem Leben selbst.
Angetan von solcher Heiligkeit lächelt der Vollmond, der keineswegs ihre Grossmutter ist, silbernen Segen in ihre seidig wallende Mähne.

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Es ist für dich

Oh hey! Das Universum ist dran und es möchte mit dir sprechen.
So viele Dinge würde der Kosmos dir gerne mitteilen:

Hallo mein perfektes Kind,
Genau im Hier und Jetzt bist du genug.
Warum haderst du? Weisst du denn nicht, dass du genau so geschaffen wurdest, damit du deine Lebensaufgabe ideal erfüllen kannst?
Wenn ich höre, wie du mich verfluchst, weil du bist, wie du bist, dann möchte ich dich daran erinnern, dass wir deine Lernfelder, ja, auch deinen Körper (!) für diese Inkarnation gemeinsam ausgeheckt haben und du zu allem ja gesagt hast. Natürlich kannst du das in deinem jetzigen Bewusstsein höchstwahrscheinlich nicht abrufen, trotzdem stimmt es.
Jedes Mal, wenn du den Eindruck hast, nicht dazu zugehören und ganz anders zu sein, dann bin in Wahrheit ich es, die dich anstupst und anspornt, du selber zu sein, deinen Träumen zu folgen. Unangenehm ist das mit Absicht, du sollst es ja spüren.
Kind, mach dein Auge auf und sieh, wie unsinnig deine Anstrengungen, dich in ein System fügen zu wollen, welches durch und durch krank ist, sind. Bitte erkenne, dass dein Nicht-hinein-Passen deine grösste Stärke ist. Heilige Medizin, welche diese Erde und all ihre Kinder nun brauchen.
Anderen nachzueifern oder sie gar zu beneiden, ist pure Zeitverschwendung. Alles was du in dem Fall wirst, ist die billige Kopie eines brillanten Originals.
Es wird dich nicht glücklich machen, im Gegenteil.
Du selber bist einzigartig. Dein Licht, welches du deiner Erdmutter zum Geschenk mitgebracht hast, will so gerne leuchten. Also erlaube dir, zu gesunden, indem du deine eigene Schönheit, deine Gaben anerkennst und als das begreifst, was sie sind: kostbar und ehrwürdig.
Beginne, dich selber weniger zu verachten und mehr zu lieben, jeden Tag ein bisschen mehr.
Wenn du noch nicht bereit bist, den Hörer abzuheben, wenn ich dich anrufe, ist das ok. Ich werde es weiterhin versuchen.
Und wenn du dann eines Tages bewusst mit mir kommunizierst, dann wirst du nie wieder auflegen wollen und gemeinsam vollbringen wir göttliche Magie.
Das verspreche ich dir.
Sei gesegnet, mein wunderbares wertvolles Kind!


Kosmosbild: Nasa, Grafik: Löwe, die schickste Porzellankatze überhaupt: Brocki, Schmuck: Cosmic Norbu, Nightbreedcreations, Rosy Revolver, Farjil, Toilworn und Geschenke.

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Angekommen

Der Löwe, Sirius, Henry und ich sind in unser neues Zuhause gezogen. Es gibt noch viel einzurichten, aber wir alle fühlen uns schon daheim hier.
Seit heute haben wir Internet und das Bloggen kann fröhlich weitergehen.
Ich wünsche euch allen einen frohen Donnerstag!

Die Familienaufstellung oben besteht aus Broschen. Graue Katze: In einem Blumenladen in Mannheim gekauft, kann mich an das Label leider nicht erinnern, Brillen- und Rosenkatze: Spatz Factory, Löwenherz: Triangle of Bears.

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Brunnenwächter

Im Nachbarsgebäude meines Ateliers haust die Epicerie Batavia und wir teilen die Sicht auf einen wunderschönen Brunnen. Das Murmeln des Wassers beinflusst meine Arbeit stets, wenn meist auch unterbewusst.
Seit frühster Kindheit beflügeln Wasserquellen, vor allem diejenigen, welche mit Figuren und Ornamenten verziert sind, meine Fantasie.
Wer schon eine Weile meine Arbeit oder diesen Blog verfolgt, weiss, dass Wächter, insbesondere Sphingen meine Hauptinspiration sind.
Die Schlichtheit des Altstadtbrunnens ist eine tolle Projektionsfläche und ich habe mir schon oft vorgestellt, was für Chimären hier wachen könnten und was ihre Geschichte wäre.

Als ich von Cyndie und Raphael eingeladen wurde, den Spiegel in ihrem Geschäft für einen Monat zu bespielen, sah ich den Moment gekommen, die Wasserwächter in Manifestation zu rufen.
Ihr könnt sie besuchen, während ihr seelenvolles Essen oder einen Kaffee geniesst und lauschen, was sie euch verraten mögen.
Ich kenne ihre Legende, aber wenn sie euch inspirieren oder eine Botschaft übermitteln, dann ist das ihr Geschenk und Teil eurer ganz persönlichen Saga.

Herzlichen Dank Batavia für diese Chance!
Dank auch an den Löwen für Grafik und Unterstützung.

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Letzte Nacht


Kaffee, so schwarz wie die Nacht draussen, in der ein Sturm heult und den Regen gegen die Scheiben klatscht. Sirius‘ regelmässige Atemzüge, schlafend auf dem Tisch. Uralte Folgen «Grey’s Anatomy», in denen das Drama noch nachvollziehbar war. Meine Hände müssen arbeiten, dem Bild in meinem Kopf folgend, wo ich durch einen sterbenden Stern wandle und meinen Gedanken nachhänge.

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Planet Nummer III

Zneek und Saphir sind nun seit drei Monaten auf der Erde und geben sich redlich Mühe, sich anzupassen.
Die beiden stammen von sehr unterschiedlichen Sternsystemen und nehmen hier an einem intergalaktischen Studentenaustausch teil. Obwohl sich das Erdenvolk namens Menschen für unglaublich schlau und überlegen hält, wird es vom kosmischen Rat keineswegs so eingestuft und so befand man es für unnötig, sie davon in Kenntnis zu setzen, dass das Erdschiff als Gast- und Lehrplanet an diesem Projekt beteiligt ist. Zu misstrauisch und paranoid diese Erdlinge, mit einer zittrig nervösen Hand an der Waffe, um ihre Unsicherheit zu kaschieren.
«Machtdemonstration» nennen sie das, «mangelndes Mitgefühl» alle anderen.
Aber zurück zur Geschichte.

Am schwierigsten findet es Zneek, diese merkwürdig weichen Kleider zu tragen anstelle von Edelsteinen und Metallen. So warm auf der Haut. Die Menschen sagen Stoff zu dem Material.
So integriert sie wo immer möglich Gold und Quarz in ihr Outfit, um ihre Körpertemperatur kühl zu halten. Ihre irdischen Mitschüler nennen ihren Stil «ziemlich Bling» und Zneek hat keine Ahnung, was das bedeutet.

Saphir, aus einer hoch entwickelten Gesellschaft ausgeprägter Telepathen stammend, ist äusserst irritiert von der konstanten Abgelenktheit der Erdlinge. Neulich hat sie gehört, wie jemand ein besonders unfokussiertes Exemplar ein Huhn genannt hat. Daraufhin hat die fleissige Austauschstudentin Hühner eingehend studiert und kam zum Schluss, dass eine solche Aussage keineswegs zutreffend sei. Waren Letztere doch ein fröhlich chaotisch organisiertes Volk, das im Rahmen seiner Gegebenheiten sogar hoch konzentriert war. Überhaupt schien der Homo sapiens als einzige Spezies hier verwirrt zu sein.

Einig sind sich die ausserirdischen Gäste, wenn es um die sagenhafte Schönheit und Vielfalt von Planet Nummer drei geht. Saphir findet auch den Beschrieb der Menschen, welchen Zneek gerade ihrer Familie gesendet hat, akkurat.
«Die Menschen sind wie junge Hunde, liebenswert und enthusiastisch, mit grossem Potenzial. Aber genauso, wie die Kaniden Dinge zerkauen, so zerstören sie ihre Erdmutter, ohne die Konsequenzen zu bedenken. Ich wünsche ihnen, dass sie sich schleunigst selbst erziehen, denn sonst gehen sie rasch unter.
So oder so, ich bin froh, darf ich diesen fabelhaften Planeten besuchen.»

Zneek und Saphir haben sich letzten Herbst auf meinen Arbeitstisch teleportiert, nachdem ich äusserst begeistert Neil Gaiman’s Kurzgeschichte «How to Talk to Girls at Parties» gelesen habe.

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Pyramidenfreitag

Die göttliche Weiblichkeit tanzt.
Egal wie unser Körper gebaut ist oder wie wir unsere Genderzugehörigkeit definieren, wir alle sind aus dem Stoff der puren Freude gemacht. In uns allen wohnt eine Göttin, die nur darauf wartet, erweckt zu werden. Also braucht euren Körper, wozu er geschaffen wurde: Erlebt ihn, bewohnt ihn, geniesst ihn.
Lasst die Hüfte kreisen, lockert die Schultern, Beine und Arme sollen tun, wonach ihnen ist und eure Wirbelsäule wird zur Schlange. Macht euch weit, weich und fliesst, bis die Kundalinienergie aufsteigt, euch in Ekstase versetzt und ihr wirbelt wie ein Derwisch.
Feiert euch selber, euer Leben, euren Körper, eure Einzigartigkeit, denn all diese Dinge sind doch ein grosses Wunder.

Mögen die Beats Antique euch in Schwung bringen.
Frohes Wochenende euch allen.

Anhänger: El Hieroglyph

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My Soul Is Painted Like The Wings Of Butterflies

Geflügelter Gott mit quecksilbergeschmeidiger Stimme,
charismatischer Bote aus dem Reich des Klanges,
Verehrer samtfüssiger Sphingen,
in welchen Welten du auch immer dein numinoses Licht nun strahlen lässt,
wisse, dass wir dich hier immer noch verehren für die Schönheit und Heilung, die du uns gebracht hast.

Freddie Mercury
5. September 1946 — 24. November 1991

Bilder: Pinterest.

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Das Orakel vom Unteren Quai

Die Schildpattsphinx sagt, der Herbst sei nur noch einen Katzensprung entfernt.
Jackie Kamikatze ist seit zehn Jahren das präziseste Wetterorakel, welches ich kenne. Ihr solltet daran nicht zweifeln, jemand mit solchen Augen sieht in allen Dimensionen klar.

70s Kissenbezug am Samstag im Brockenhaus gefunden. Jackie’s ganze Ausstattung gehört zum Coiffeursalon nebenan, wohin sie vor über einem Jahr ihren Wohnsitz verlegt hat.

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Wo Katzen träumen und Blumen blühen

Skat der Wunscherfüller war im August so souverän wie eh und je. Der Stern hat sich meiner präzise ausgearbeiteten Blaupause für unser neues Heim angenommen und sie im Nu manifestiert.
So findet unser Leben diesen Monat zwischen Kisten, Sortieren, Verpacken, Zügeln und Einrichten statt. Abschluss und Neubeginn geschehen simultan.
Wir tauschen unser lärmiges aber auch bequemes Stadtleben gegen Ruhe und Beschaulichkeit auf dem Land ein. Freude und Dankbarkeit sind gross!

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Sendepause

Das Leben hat gerade den Warp-Antrieb eingeschaltet und ich konzentriere mich darauf, mein Raumschiff zielgerichtet durch diese multidimensionalen Optionen zu navigieren.
Der Blog macht deshalb eine kleine Pause bis am Montag.
Euch allen wünsche ich ein frohes Augustende und einen reinigenden Neumond!

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Fields Of Gold

Demeter schlendert durch die Felder und streicht mit der Hand über Halme und Blumen, segnend.
Auf dass auch das letzte Sämlein sich zur Reife träume und die verwelkten Blüten ihre kostbare, lebensversprechende Fracht dem Wind anvertrauen.
Soviel Veränderung in diesen trägen Goldtagen.
Wandel — die einzige Konstante.

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Pyramidenfreitag

Das Mothership-Halstuch ist ein Designliebeskind aus dem Jahr 2017 von The Original Cat Cult x Dadadesir.


Es erzählt die Geschichte von Isis und Osiris, der Union der weiblichen und männlichen Göttlichkeit, der Heilung der Dualität. Es berichtet vom Ursprung, der Heiligkeit und dem Schutz allen Lebens. Ein Gebet für die Zukunft unseres Planeten.

Ein luxuriöser veganer Traum in limitierter Auflage von 50 Exemplaren, ausgeführt in allerweichster Bio-Baumwolle, hochqualitativ bedruckt in einem kleinen Familienunternehmen in Italien. Selbstverständlich Unisex, unterstreicht es die Schönheit aller Spezies. Die Masse 65 x 65 cm machen es zu einem perfekten Allrounder. Meines dient als Hals-, Kopf-, Ritual- sowie Altartuch, zum Einwickeln und Transportieren fragiler Brockenhausfunde und gelegentlich auch als Decke für Sirius.

Gestern habe ich während des Aufräumens meines Ateliers noch unverhofft einige Exemplare gefunden. In perfekter Synchronität, denn die Lunge der Erde brennt lichterloh und ich werde den gesamten Erlös der verbleibenden Tücher dem Erhalt und der Heilung des Regenwaldes zukommen lassen.
Wer eines möchte, kann mir eine E-Mail schreiben. Wer in der Stadt ist, kann das Bandana in meinem Atelier abholen, ansonsten versende ich weltweit. Das sind die allerletzten ihrer exklusiven Art und wenn sie weg sind, sind sie weg.

Ein Dankeschön fürs Modeln an die Männer der Familie.
Des Löwen Gewandung: Hemd und Hose: Second Hand, Ankh Kette: Geschenk, Cosmic Visions Kette: Nightbreed Creations.

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