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Kategorie: The Original Cat Cult

I Think There Is Someone Praying For Someone

Drei halbfertige Heldinnen aus längst vergessenen Legenden sind aus den Tiefen meines Archivs aufgetaucht,
bereit, ihre Geschichte mit mir zu teilen.
Fotografiert auf den einzigen drei Hintergründen, die interessanterweise (aus Versehen) am Wochenende nicht in eine Schachtel gepackt und gezügelt worden sind.
Seltsam, wie gut sie zu den Figuren passen, obwohl sie nichts mit ihnen zu tun haben.
Es gibt eben keine Zufälle.
Schon entspinnen sich neue Erzähloptionen.

Den Segen für die neue Woche singt für uns IU mit Love Poem.

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Das Universum lacht im Kaffeebecher

Am Samstag braute das Universum ein spirituelles Spektakel der Superlative für uns zusammen: ein leerer und schwarzer Mond mit einer Sonnenfinsternis, beides im Stier.
Mit den anderen wirkenden Zeichen ein extrem potenter Mix, um Grosses zu träumen und schaffen.
Ich stand in einer leeren Loft.
Auf dem Boden stand ein Becher Kaffee, den der Löwe mir soeben gebracht hatte und dieses Bild löste in mir ein Hochgefühl sondergleichen aus.
Eine Mischung aus Dankbarkeit, Freude, Aufregung, Frieden, Liebe und grosser Erleichterung.
Die Türklingel riss mich aus meinen Gedanken und die ersten Freunde trafen ein, um mit uns unsere neue Wohnung und die Rückkehr in die Stadt zu feiern.
Wir plauderten und lachten, tranken und futterten Snacks und ich habe mich seit Jahren nicht mehr so leicht gefühlt.
Das Wolfskind freute sich besonders über so viel leeren Raum zum umher krabbeln und war begeistert, wie laut ihr Lachen von den Wänden hallte.
Ein segensreicher Start in ein neues, fruchtbares Kapitel.
Nun wird emsig gepackt, denn in zwei Wochen schon ziehen wir in diese Friedensoase für Katze und Mensch.
Ich werde das Bloggen nicht unterbrechen, danke euch aber für eure Geduld, wenn die Artikel nicht wie sonst pünktlich montags und freitags erscheinen.

Ich wünsche euch eine wunderbare Frühlingswoche.

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Mama Said Big Kids Don’t Cry

Moonshine verbringt ihre Wachzeit damit, mich an zu schnauzen, weil ich es regnen lasse.
Im Gegensatz zu Henry bin ich für die kleine Katzendame zweifelsohne eine dienstbeflissene und omnipotente Muttergottheit.
Es liegt wohl daran, dass ich ihren physischen Körper trotz ihres zarten Alters bereits mehrmals vor wüsten Schäden bewahrt habe.
Lady Moon hat das Konzept des Verunfallens letztes Jahr auf erschreckende Weise ausgekostet.
Den Zenit erreichte dies, als wir um ihr Auge und das darin befindliche Licht kämpften.
Was uns geglückt ist, dafür werde ich ewig dankbar sein.
Darum ist ihr Vertrauen in mich endlos.
Darum bin ich in ihrer Welt auch zuständig fürs Wetter und werde solange angemault, bis ich die Sonne wieder hervorhole.
Also seit Freitag und voraussichtlich bis morgen.

Zum Glück hat die Muttergottheit ein Paar Kopfhörer und driftet damit in ein Paralleluniversum aus Klängen ab. Interessanterweise lande ich bei den lieblichen Weisen einer längst vergessenen Band.
Einem Nationalheiligtum, welches aus drei Mitgliedern bestand und nach ihnen benannt war: Peter Sue und Marc.
Die Gruppe feierte ihren Zenit in meinen frühen Lebensjahren und ich erinnere mich gut an ihre vierte und letzte Beteiligung am Euro Vision Song Contest, welcher damals noch eine live Performance mit Orchester von den Teilnehmern forderte.
Das Jahr war 1981, die Glorie der 70s verblasst und die Kleider und Frisuren liessen nichts Gutes erahnen für die Modeentwicklung der neuen Dekade.
Mit grossen Augen sass ich vor dem Fernseher und schaute gebannt, wie Komponist und Dirigent Rolf Zuckowski unter Applaus den Orchestergraben betrat.
Die Luft wurde vom heiseren Klang der Panflöte zerrissen, auf der Peter Reber das Intro spielte und aus einem Konzertsaal in Dublin strahlte «Io senza te» in die Wohnzimmer Europas.
Natürlich war ich von der graziösen Sue Schell gefesselt, deren Schönheit nur noch von ihrer zarten Engelsstimme mit dem ausgeprägten Vibrato übertroffen wurde.
Einzig ihrer Frisur konnte ich nichts abgewinnen.
Marc Dietrich hat mir gut gefallen, er hatte ein fröhliches Gesicht und schien ein lustiger Mensch zu sein.
Zwei Dinge fragte ich mich allerdings:
Wieso hatte er eine Lücke zwischen den Zähnen und warum schrie er, wenn er sang?
Peter Reber war einfach in Ordnung, schliesslich spielte er Panflöte und Klavier.
Die Beobachtungen einer Dreijährigen.
Die Schnulze schaffte es auf Platz vier und die Band hatte ihren letzten Auftritt im Dezember des selben Jahres.
Mehr gibt es dazu nicht zu sagen und Moonshine motzt jetzt, weil der Napf leer ist.

Peter Sue & Marc mit North Of Alaska

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Pyramidenfreitag

Hallo, ihr Lieben,
ich hoffe, ihr geniesst den prächtigen Sonnenschein.
Heute gibts hier ohne Umschweife ein bisschen praktische Lebenshilfe.
Speziell für all jene, die langsam aber sicher eine Krise bekommen, weil sie viel Motivation und Energie investieren, es sich aber anfühlt, als ob etwas sie zurückhalten würde und sie trotz steter Bemühungen auf keinen grünen Zweig kommen.
Was genau sie bremst, können sie beim besten Willen nicht ausmachen.
Es gilt also, die Blockade zu identifizieren und aus zu schalten.
Nichts leichter als das.
Alles, was ihr braucht, ist eine ruhige Viertelstunde und ein Tarotdeck.

☥ Setzt euch bequem hin und atmet euch in eure Mitte.
Der Fokus liegt auf dem Herzchakra (Brustmitte).
Wenn ihr euch angekommen fühlt, bittet die Wesen, welche euch bedingungslos lieben, um ihren Beistand zu eurem höchsten Wohl.
☥ Mischt die Karten und konzentriert euch dabei darauf, wie sich dieses blockiert sein anfühlt.
Fächert dann die Karten mit der Bildseite nach oben auf und sucht den Tod.
Gemeinsam mit der Karte unmittelbar davor (links) und der danach (rechts) zieht ihr ihn aus dem Deck.
☥ Auf Position 1 liegt die Blockade.
Das, was euch am Vorankommen hindert und losgelassen/transformiert/bereinigt (Tod, Position 2) werden will, bevor ihr unbeschwert und mit neuer Energie (Position 3) weiterziehen könnt.
Taroterfahrene können für mehr Informationen zur Situation selbstredend die Quintessenz legen.

Eine unglaublich einfache und effektive Methode.
Solltet ihr allerdings feststellen, dass die Blockade gewaltiger ist als gedacht oder ihr schlicht nicht wisst, wie sie zu lösen ist: Wendet euch an Profis, dafür sind wir ja da.

Kartendeck: Tarot Of The Cat People
Autorin und Illustratorin: Karin Kuykendall
Verlag: U.S. Games Systems

Möge der Regen am Wochenende euren Körper und eure Seele erquicken.

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Würdig ist das Lamm — Friedensgedanken zu Ostern

Unbehandeltes Trauma hat zur Folge, das wir den gleichen Zyklus gezwungenermassen immer aufs Neue wiederholen.
Die Basis unserer modernen Gesellschaft sind Traumata, welche die Menschheit seit Tausenden von Jahren mit sich herumschleppt.
Traditionen sind ein Teilaspekt des Problems. Wir wiederholen Althergebrachtes stets aufs Neue, ohne es zu hinterfragen.
Einfach, weil mensch es immer so gemacht hat und alle es tun.
Obwohl vieles davon toxisch ist und uns und den Planeten in den Ruin treibt.
Magid Magid hat dazu gesagt «People often accuse me of tearing up tradition, but what is tradition, apart from peer pressure from dead people?»
Treffend.
Die Osterzeit ist eine Leidenszeit für zahllose Tiere, namentlich Fische an Karfreitag, Lämmer und Zicklein an Ostern, Legionen von Legehennen, welche nur für diese Zeit gezüchtet und ausgenutzt, anschliessend gleich getötet werden.
Die Menschen feiern die Wiedergeburt, Ostara, den Frühling, Auferstehung oder wie ihr es nennen mögt, indem sie das Leben an sich mit Füssen treten.
Weil es Tradition ist.
Im Hier und Heute wird es uns so einfach gemacht, uns beim Einkauf gegen das Unrecht und für den Frieden zu entscheiden: Die Regale sind voll mit umweltfreundlichen und veganen Produkten für alle Lebensbereiche.
Wenn wir mit alten Traditionen brechen, entsteht Raum, um neue, freud- und friedvolle Traditionen zu schaffen, die alle Wesen ehren und respektieren.
Aufregend!
Voran geht einmal mehr ein Flaggschiff für zukünftiges Zusammenleben: Der Lebenshof Narr.
Gestern waren der Löwe und ich an ihrem Vish Event, Ostern neu gedacht.
Müsste ich den Anlass in einem Wort zusammenfassen, würde ich leuchtend wählen.
So viele schöne Menschen mit offenen Herzen, deren Gesichter von einem breiten Lächeln erhellt wurden.
Hier, um Gemeinschaft mit all den Tieren zu feiern.
So sieht Friede aus.
Sea Shepherd war da und hat einen Vortrag gehalten, den ich allerdings verpasst habe, weil ich in der Zeit meine Patenkatze Pamina besuchte.
Ich stelle sie euch ausführlich im Mai vor, da wird sie Katze des Monats sein.
Das Team von Hello Vegan hat im Narrensee gefischt und uns mit einem Vishbüffet verwöhnt, dass alle Erwartungen bei Weitem übertroffen hat.
Auf den eigenen Teller zu gucken, war dabei essenziell, ich drehte meinen Kopf nur einmal und schon sass da Huhn Rhea und pickte fröhlich Leckereien von meinem.
Am meisten genossen habe ich die Zeit mit den Schweinen.
Ich liebe diese wunderbaren Wesen!
Vom Gegrunze bis hin zum Ringelschwänzchen finde ich alles herrlich an ihnen.
Besonders die Bekanntschaft mit Lars und seiner kleinen Schwester Rosalie hat mich gefreut.
Letztere ist dem Horror in der Ukraine entkommen und hat hier sicheren Hafen und einen liebevollen Bruder gefunden.
Wenn die Kleine mit den wunderschönen Augen ihr helles Quieken ertönen lässt, zerspringt einem das Herz vor lauter Verzückung in tausend bunte Glitzerpartikel, die dann langsam zu Boden sinken.
Es gab auch viele Herzmomente mit fabelhaften Menschen, hier vereint für eine respekt- und würdevolle Zukunft für alle Wesen.
Von senior Veganer*innen bis zu den neugeborenen, waren alle vertreten.
Aber auch viele Vege- und Flexitarier*innen, sowie Fleischesser*innen, deren Herz anklopft und die sich mit den wichtigen ethischen Fragen beschäftigen.
Auf dem Weg zum Erwachen der Menschheit in Mitgefühl ist kein Platz für Elitismus.
Alles, was wir tun können, ist mit liebendem und friedlichem Beispiel vorangehen.
Leuchtend eben.

Danke an Sarah und Georg Heiligtag, dass ihr eure Vision in einen Ort des Friedens und ein Leuchtfeuer der Zukunft gewandelt habt.
Mein Dank geht auch an euer tolles Team für den herzerwärmenden Event und besonders an Valentina, die sich trotz des hektischen Tages die Zeit genommen hat, mir einen Besuch bei Pamina zu ermöglichen.

Weil ich gestern mehrmals nach meinem T-Shirt gefragt wurde, hier nochmals die Angaben: Tomorrow x I Scream Colour für Sea Shepherd.

Ich wünsche euch Frieden dieser Tage.

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A Beautiful Mess

Als wir Kinder waren, hing an der Zimmertür meines Cousins ein Kunststoffplättchen in grellem neonorange, auf dem «Hier herrscht das Chaos» stand. 
Für mich war dieser Satz das Axiom der Coolness. 
Ich wusste schon damals, dass jenseits von Erwachsenen, welche einem Ordnung einbläuen wollen, das Chaos der magische Raum ist, in dem Möglichkeiten endlos sind und alles entsteht.
In meinem Atelier herrscht definitiv das Chaos. 
Überall liegt Papier, freie Flächen gibt es kaum.
Ich würde es nicht anders haben wollen.
Es ist kein Vorzeigezimmer, durch das es pittoreske Führungen für Interessierte gibt, sondern ein hermetisch abgeriegelter und zweckmässiger Tempel der Kreativität, den ausser mir und den Katzen niemand zu betreten hat.
Dort verhelfe ich vielen Figuren in rascher Folge in ein physisches Sein.
Manche wissen, wer sie sind und wohin sie gehören, manche wissen, wohin sie gehören, aber nicht, wer sie sind oder umgekehrt. 
Andere purzeln in papierene Existenz und wir müssen erst gemeinsam herausfinden, warum und wohin mit ihnen. 
Sie alle sind Teil meiner persönlichen Legenden und es ist für mich tiefe Meditation, sie ins hier und jetzt zu holen.
Im Moment ist das Volumen an halb fertigen Persönlichkeiten enorm.
Also entschuldigt mich, ich sollte weiterarbeiten.
Am Samstag erwartet euch hier ein Osterspezial und dafür ist noch gar nichts fertig.

Ich wünsche euch eine bunte Woche.

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Katze des Monats: ハローキティ

Vier Jahre bevor ich geboren wurde, kam ein kleines weisses Kätzchen namens Kitty White in Japan zur Welt.
Weder die Schöpferin Yūko Shimizu noch ihr Auftraggeber Sanrio hätten sich wohl träumen lassen, dass die Katze, deren Hintergrundgeschichte besagt, dass sie mit ihrer Familie in London lebt, die Galionsfigur der Firma werden würde.
Hello Kitty mit der Mission Freundschaft begann einen Triumphzug um den Globus, der bis heute anhält.
In Industrieländern dürfte sie allen ein Begriff sein.
Ich habe die Katze immer gemocht und denke, dass ein Design, das so einprägsam und schlicht ist, dass jedes Kind es nachzeichnen kann, brillant ist.
Als ich am Freitag im Atelier beim Wühlen in einer Materialkiste einen alten Hello Kitty Kopf — das Überbleibsel eines defekten PEZ-Spenders — fand, wusste ich, der Zeitpunkt für eine Hommage ist da.
Zumal es draussen dicke Flocken schneite und die Katzen sich mit dem Kommentar, sie kämen erst wieder raus, wenn die Sonne scheint, ins Bett verkrochen.
Den Kopf habe ich zusammen mit einer antiken Brosche, Schuhschnalle und ein paar Plastikperlen, die zuvor einen anderen Ohrring zierten, in ein buntes, stolzes, lautes und schweres Statement-Ohrgehänge rezykliert.
Weil das spassig war, beschloss ich, Hello Kitty Collagen zu machen.
Während das ursprüngliche Vorbild für die Figur die japanische Bobtail ist, war für mich schon immer klar, dass eine Persönlichkeit wie Kitty White eine fluffige und wuschelige Langhaarkatze ist.
Genau genommen gibt es für mich nur eine Katze, welche als Verkörperung der Kawaii Ikone infrage kommt:
Die türkische Angora, auch bekannt als Feenkatze.
Ob ihr damit einverstanden seid, könnt ihr hier gleich selber beurteilen.

Ich wünsche euch eine gute Woche und warum nicht den Fokus auf die Freundschaften in eurem Leben legen?

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Wundertüte

Die letzte Woche war ein bisschen irr.
Nicht die gute Art irr, denn bei der guten Art irr springt stets mindestens eine interessante Geschichte raus.
Die weniger gute Art irr ist nervig und anstrengend, es gibt weiter nichts darüber zu sagen und mensch ist froh, wenn diese Phase vorbei ist.
Das Leben ist eben kein Bilderbuch, sondern manchmal eher eine Schachtel Pralinen, das wusste schon Forrest Gumps Momma.
Da greift mensch nach einer besonders hübschen, vielversprechend wirkenden Schokolade, beisst voller Vorfreude herzhaft hinein und zack! ist der kleine Scheisser mit Marzipan gefüllt — mein persönlicher Albtraum!
Dann stehst du vor der Wahl: Willst du ab jetzt keine Praline mehr ergreifen, weil du das Opfer einer fiesen Welt bist, welche es schlecht mit dir meint und dir eh wieder Marzipan reinwürgt, wenn du es zulässt?
Oder freust du dich über die vielen Möglichkeiten in der Schachtel und weisst, dass wenn du Marzipan hinter dir gelassen hast, nun die leckeren Sorten wie Karamell, Nougat oder Likör folgen?
Sogar in meiner Marzipanwoche gab es Karamellmomente: Tibetisches Essen mit Freunden, kuscheln mit meinen Katzen, den ersten Schnittlauch aus dem Garten, Kaffeetrinken mit dem Löwen in der Sonne, spektakuläre Mondaufgänge und mein neues lieblings T-Shirt ist angekommen.

Ich wünsche euch die Kraft, erhobenen Hauptes durch die Marzipanmomente im Leben zu gehen und euch emotional nicht darein zu verwickeln oder herunterziehen zu lassen. Das ist nur ein Wirbelwind Energie, der mit euch spielt und bald wieder vorbei ist.
Danach kommt Karamell, ich weiss es.

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Barfing Across The Universe

Obwohl ich es viel besser weiss, habe ich mein inneres Kind in letzter Zeit ganz schön vernachlässigt.
Als Wiedergutmachung habe ich ihm die Oberhand im Atelier als auch ein neues Spielzeug versprochen.
Es hat sich Ölkreiden ausgewählt (Neopastel von Caran D’Ache, weil vegan) und sich umgehend daran gemacht, fröhlich auf meinen Collagen herum zu kritzeln.
Dabei hat es mich Folgendes gelehrt:
1. Gummiwürmer im Weltall zu futtern ist ein Anfängerfehler, weil man dann eine Regenbogenfontäne quer durchs Universum kotzt.
2. Die Klamotten von Yves Saint Laurent sehen besser aus mit Glitzersternchen drauf.
Anschliessend hat es sich mit seinem besten Freund, meinem schwarzen Humor, zusammengetan und ein paar Bilder gezeichnet.
Ich hatte letzte Woche so viel Spass wie lange nicht mehr im Atelier.
Moonshine und Henry freuen sich derweil, dass im Garten wieder alles kreucht und fleucht und sie vieles zu belauern haben.

Ich wünsche euch einen farbenfrohen Frühlingsanfang.

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Cats Will Be Cats — Neues vom Katzengott

Es ist schon dunkel, als ich nach Hause komme.
Ich drehe das Licht an und werde lautstark von Henry Gott Noodlz begrüsst.
«Lass uns in den Garten gehen», sage ich nach ausführlichen Kopfreibereien und Küssen und schnappe mir den vollen Kompostkübel.
Unterwegs erzählt mir der grosse Kater detailliert von seinem Tag und den Dingen, welche er erwähnenswert findet.
So schlendern wir durch das Gras, beäugen, wie weit der Frühling die Pflanzen schon erfasst hat.
Ich schaue gerade nach der Minze, als ein sanftes Donnerrollen durch den Garten tönt: «Kommt herbei!».
Aus verschiedenen Ecken lösen sich zwei getigerte Schatten aus der Nacht und schlängeln elegant zum Katzengott hin.
«Lasst uns gehen, wir haben zu tun» donnert der gebieterisch und verschwindet in die kleine dunkle Passage, die aus dem Garten führt.
Moonshine und Simba folgen ihm.
Ich auch.
Die Szenerie erinnert mich an eine Gruppe halbstarke Jugendliche, welche im Schutz der Dunkelheit loszieht, um am Dorfbahnhof den Hormonen freien Lauf zu lassen und ihre Version von Hölle herauf zu beschwören.
Fehlen nur noch Mofas.
«Wo gehen wir hin?» piepst Moonshine freudig, während sie über den Asphalt tänzelt, «Mäuse jagen auf dem Fussballfeld?»
«Nein», erwidert Henry «wir besuchen den Gürtel des Orions.»
«OH! WIE! WUNDERBAR! Da war ich noch nie!» quickt Mooney, ihr Schwanz zittert vor Aufregung.
«Eben» maunzt der Kater.
«Welch schöne Nacht, um dort zu weilen», denke ich mir, «ich war allzu lange nicht mehr im Tempel von Alnilam.»
Meine Merkaba fängt an zu rotieren.
Moonshine sieht dies und fragt «Nehmen wir Patricia mit?»
«Nein, sie reist zu langsam.
Jetzt konzentrier dich und hör auf zu trödeln, Katzenkind!» raunt der Katzengott streng, bevor er aus dem Lichtkegel einer Laterne tritt und die Dunkelheit ihn verschluckt.
Die Kleine rennt ihm hurtig nach.
Mein Lichtgefährt bleibt so abrupt stehen, dass ich mich wundere, kein mechanisches Quietschen aus dem Energiekörper zu hören.
Ich gebe mir Mühe, nur halb so beleidigt dreinzuschauen, wie ich eigentlich bin.
Simba, der lieber auf dem Fußballfeld mausen wollte, gähnt und streckt sich, dann verschwindet in der kleinen Passage während er maunzt «Komm mit. Den Orion können wir jederzeit besuchen.»
Ich zottle ihm seufzend mit meinem Kompostkübel nach zurück in den Garten und wünsche ihm eine gute Nacht, bevor ich ins Haus gehe.
Dort wasche ich als erstes den Trinknapf aus und giesse frisches Wasser ein, die Teller werden mit Futter gefüllt.
Egal von welcher Mission die lieben Tiger zurückkehren, eines weiss ich mit Sicherheit: Ihre Augen werden leuchten, die Herzen voll und ihre Bäuchlein leer sein.

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Die Natur des Friedens

Friede beginnt mit mir.
Er ist das Resultat eines offenen Herzens, das Liebe und Mitgefühl verströmt.
Friede ist, den Herzschlag von Mutter Erde zu spüren und den Gesang der Sterne zu hören.
Friede ist, in den Augen jedes Lebewesens den göttlichen Funken zu erkennen und zu ehren.
Friede ist, Respekt und Liebe für all diese Augen zu empfinden.
Friede ist, dass alle Wesen glücklich und frei sind.
Friede ist das Verständnis, dass alle Geschöpfe gleichwertig sind.
Friede ist, ein Insekt aus dem Wasser zu ziehen.
Friede ist, im Zuhause eine Oase zu erschaffen, in der Mensch und Tier Zuflucht finden.
Friede ist, unseren Tiergeschwistern Wasserschalen in heissen Sommer hinzustellen.
Friede ist ein Lächeln für Jemanden, der eines braucht.
Friede ist eine Flasche Wasser und eine Mahlzeit für Mensch und Hund, welche zusammen auf einer Decke sitzen und betteln.
Friede ist ein tröstendes Wort für eine müde Seele.
Friede ist eine aktive Wahl.
Friede schaut nicht weg.
Friede ist mutig.

Friede ist ein bestimmtes Nein zu Gewalt jeglicher Art.
Friede ist es zu wissen, dass wir Menschen sind und uns unterwegs manchmal das Herz bricht und wir verzagen.
Friede ist, dennoch aufzustehen, den Staub von den Kleidern klopfen und weiter zu machen.
Friede ist, seine Stimme zu erheben für diejenigen, welche unterdrückt werden.
Friede ist die Gewissheit, dass da, wo schreckliche Dinge geschehen, stets auch helfende Hände sind.
Friede ist die Gewissheit, dass viele Friedensarbeiter vor uns da waren und nach uns kommen werden.
Friede ist, zu verstehen, dass Gewalteskalationen im grossen Rahmen eine kollektive Projektion all der unerlösten Wunden und Traumata sind, welche die Menschheit seit Tausenden von Jahren angesammelt hat.
Friede ist, zu verstehen, dass dies uns alle betrifft.
Friede erkennt, dass wir diese Schmerzen und Ängste alle in uns tragen und indem wir sie angehen und auflösen, helfen wir nicht nur uns, sondern allen Wesen auf Erden.
Damit tragen wir wesentlich mehr zum Weltfrieden bei, als den meisten auch nur ansatzweise bewusst ist.
Wir müssen das nicht alleine machen, dafür gibt es viele Heilerinnen.
Dann betrittst du die Schwingung des Friedens.
Denn Friede ist das Resultat eines offenen, liebenden und mitfühlenden Herzens.
Friede beginnt mit mir und hoffentlich auch mit dir.

Friede sei mit euch.
Möge er der Grundstein für all eure Worten und Taten sein.

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Unterwegs

Auf der Suche nach einem neuen Zuhause sind der Löwe und ich zurzeit viel unterwegs.
Besuchen Orte, deren Namen wir zwar kennen, sie aber auf der Karte suchen müssen.
Fahren durch Regen, Schnee und Sonnenschein, während wir mässige Radioprogramme hören.
Essen Tuny Sandwiches (V-Love) und trinken Kardamomkaffee.
Sehen allerhand Wohn- und Lebensmöglichkeiten.
Lernen, wo die Erde für die süssesten Erdbeeren liegt und wie im 15. Jahrhundert Kanäle angelegt wurden, um Mühlen zu betreiben.
Völlig unerwartet sind die Begegnungen mit den Menschen, welche uns die Häuser zeigen, das Allerschönste an diesen Besichtigungen.
Wahre Herzmomente mit tollen Menschen für eine kurze Weile.
Gefunden haben wir das perfekte Nest noch nicht, nächste Woche geht die Suche weiter.
Aber erst mal Wochenende.
Mit viel Zeit zum Meditieren und Essen mit lieben Freunden.

Euch wünsche ich ein erholsames Wochenende.
Denkt daran, eine Friedenskerze anzuzünden.

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Lebendiges Licht

Gestern sind wir im herrlichsten Sonnenschein losgezogen, um über Weiden und durch Wälder zu flanieren.
Während der Löwe unter den Augen des Mondes das goldene Licht aufgesogen hat, habe ich es gebrochen und sichtbar gemacht.
Licht umfliesst uns in einer Vielzahl von Farben und göttlicher Geometrie, durchwirkt uns.
Denn wir sind Licht aus Licht geboren, für alle sichtbar gemachte Liebe.

Konzentriert durch mein Prisma blickend, ging ich durch den Wald und habe unerklärlicherweise nicht bemerkt, dass in einem Laubnest zu meinen Füssen ein Hase schlief und zwar so tief, dass er mich erst hörte, als ich praktisch neben ihm stand.
Dann setzte er dafür mit um so grösseren Sprüngen davon und ich weiss beim besten Willen nicht, wer von uns näher am Herzkasper dran war.
Nach ungefähr zehn Metern blieb er abrupt stehen, setzte sich auf seine Hinterläufe, beäugte mich kritisch mit definitivem Vorwurf in den Augen.
Entschuldige, mein Hasenfreund, ich wollte dich gewiss nicht erschrecken!
Zu meiner Verteidigung: Menschen, welche durch trockenes Laub stampfen, sind keine leise Angelegenheit.
Dann verschwand er.
Ich musste lachen.
Zum einen, um die Anspannung im Körper loszuwerden , zum andern, weil solche Begegnungen mein Herz mit so viel Freude und Dankbarkeit erfüllen, dass es platzen möchte.

Heute ist der Tag grau und stürmisch und ich backe Valentinsplätzchen.
Hasen und Herzen scheinen mir eine passende Wahl.

Ich wünsche euch einen schönen Valentinstag.

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Katzen mit Brillen und ein Hund

Neulich habe ich beim Aufräumen des Ateliers einen Stapel längst vergessener Postkarten aus dem Brockenhaus gefunden.
Alle ein wenig abgeranzt, mit eingedrückten Ecken, Kratzern, Knicken und Dellen.
Im Zuge des Reinemachens hätte ich sie eigentlich gleich dem Altpapier übergeben können,
aber wer mich kennt, weiss, dass ich viel für alte Dinge übrig habe.
Ich glaube daran, Magie zu kreieren mit dem, was man hat, dort, wo man gerade ist.
Also habe ich den süssen Kerlchen eine neue Aufgabe gegeben: Uns daran zu erinnern, zu lachen, auch wenn uns gerade nicht danach ist.
Denn Katzen mit Brillen bringen mich immer zum Grinsen, auch wenn die Idee weder neu noch von mir ist.

All diese lustigen Brillenkatzen sind adoptions- und versandbereit.
Gerne würden sie in eurem Heim an der Wand, am Kühlschrank oder auf dem Büro leben und die wichtige Aufgabe, euch mindestens einmal täglich zum Schmunzeln zu bringen, übernehmen.
Wenn euch eine gefällt, schreibt mir eine Mail.

Ich wünsche euch einen lustigen Wochenstart.

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Wassertiger und heisser Kakao

Obwohl es dafür zu warm ist, hetzt ein Sturm Schneeflocken durch die Gegend und treibt das Windpferd eilig nach Shambala.
Die Katzen drücken ihre Gesichter in die weichen Bettdecken und schlafen tief.
Wenn sie sich gähnend und leise schmatzend in eine andere Position träumen, höre ich sie,
während ich in der Küche das Götterelixier braue, welches Körper und Seele an solchen Tagen wärmt: Heissen Kakao.
Ich verwende Barista Hafermilch für extra Schaum, stark entöltes Kakaopulver und verfeinere das Ganze mit selbstgemischtem Pumpkin Spice.
Himmlisches Gesöff schlürfend, bereite ich Altar und Rituale vor, um heute Nacht unter dem leeren Mond das chinesische Jahr des Wassertigers einzuläuten.

Der Tiger bringt uns das reine Feuer der Initiative und der Leidenschaft.
Alles, was wir erträumen und erschaffen unter seiner Herrschaft ist kühn, mutig, großartig, prächtig und stark. Tigerenergie ist nicht zuständig für sich nicht trauen, den Ball flach halten, Kleinkram und Pipifax.
Im Jahr des Tigers ist es Zeit, Pläne, Projekte und Änderungen mit Selbstvertrauen und der grossen Kelle anzurühren, denn der venusstämmige Katzengott Asiens entzündet die Flamme des Tatendranges in unseren Herzen.
Wie jedes Feuer ist allerdings auch dieses im Wortsinn brandgefährlich, wenn die Flamme unausgeglichen und ungehemmt lodert. Das kann dazu führen, dass wir Projekt um Projekt motiviert anreissen, uns dann aber nach kurzer Zeit langweilen und weiterziehen, ausbrennen oder destruktive Tendenzen an den Tag legen.
Hier kommt das Element Wasser als perfekter Balanceakt hinzu: Fliessend, stet, weise und intuitiv leitet es das Feuer der Leidenschaft und hilft, Dinge bis zum Ende durchzuführen. Yin und Yang in perfekter Balance.
Ob und wie ihr dieses Gewinnerduo nutzt, ist euch überlassen.
Ich heisse den Wassertiger mit freudigem Herzen willkommen.

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With Glittering Eyes

Jede Zeit, in der das Licht in uns zunimmt, ist Frühling. 
Unsere inneren Jahreszeiten halten sich, genau so wie der innere Mond, nicht an die äusseren Rhythmen.
Je besser wir uns kennen und auf uns hören, umso genauer wissen wir, wie es um die Energie in uns bestellt ist und können im Alltag danach handeln.

Im Garten meines Herzens sprosst und keimt es und in der Mitte fliesst gurgelnd und lachend ein klarer Fluss.
Im Aussen ist es Zeit für meine Familie, weiter zu ziehen und so läuft die Suche nach einem neuen Nest.
Es ist wie eine Schatzsuche, welche Potenzial und Abenteuer verspricht.
Diese Woche besichtigen wir zwei Möglichkeiten und ich bin gespannt.

Euch wünsche ich einen frohen Wochenstart.

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Booping Jupiter

In diesen hellen Nächten spiegelt der glitzernde Schnee die Sterne. 
Moonshine mag an kalten Tagen nicht draussen spielen und legt sich zum Winterschlaf in die Kiste, in der Papierkatzen lagern. Papier steht nicht drauf und eine Katze ist sie.
Nach sechs Jahren hat der Löwe meiner Praxisseite ein kleines Face Lifting verpasst und ihr findet den Knopf zur Seite jetzt hier oben rechts. Wie gefällt sie euch?
Ein lustiger Panther kitzelt Jupiter und ein paar scharfzahnige Grüne erzählen sich Witze und kichern fröhlich auf meinem Büro.
Mein Wunsch zum Wochenbeginn für euch ist, dass heute etwas eure Freude kitzelt und der Vollmond Liebe auf euch strahlt.

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Begin Again

Wie erlange ich inneren Frieden?
Du hast diese Grundzufriedenheit, wie machst du das?
Wie schaffst du es, positiv zu bleiben?
Warum hast du keine Angst?
Dies sind Varianten von Fragen, welche mir oft gestellt werden.
Meine Antwort unterscheidet sich in nichts von der, welche andere Menschen, die derartige Fragen häufig hören, geben:
Jahrelange spirituelle Praxis.
Interessanterweise stellen sich Laien dann gleich ein Leben im Kloster vor oder noch besser, Mönche, welche lange Zeit in einer Höhle meditieren.
Das sind Möglichkeiten.
Im Grunde ist es unglaublich einfach: Du entscheidest dich, inneren Frieden zu erlangen und bleibst dabei. 
Es ist wie mit jedem anderen Wandel, den du in deinem Leben herbeiführen willst, das Zauberwort heisst Disziplin.
Erlaube dir, jeden Tag neu anzufangen.
Wenn du traurig bist,
fange neu an.
Wenn du fröhlich bist,
fange neu an.
Wenn du verzweifelt bist,
fange neu an.
Wenn du mitfühlend bist,
fange neu an.
Wenn du lieber etwas anderes machen möchtest,
fange neu an.
Wenn du zufrieden bist,
fange neu an.
Wenn du keine Lust hast,
fange neu an.
Wenn Wunder geschehen,
fange neu an.
Wenn du abgelenkt bist,
fange neu an.
Wenn du freudvoll bist,
fange neu an.
Wenn du in alte Muster zurückfällst,
fange neu an.
Wenn du vor lauter Liebe überschäumst,
fange neu an.
Wenn du wütend bist,
fange neu an.
Wenn du enttäuscht bist,
fange neu an.
Wenn du wachsen willst,
fange neu an.
Wenn du still bist,
fange neu an.
Wenn du den Sinn nicht erkennst,
fange neu an.
Wenn sich alles fügt,
fange neu an.
Wenn du zu faul bist,
fange neu an.
Wenn du laut singen willst,
fange neu an.
Wenn dein Leben auseinanderfällt,
fange neu an.
Wenn du dankbar bist,
fange neu an.
Wenn dich die ganze Welt nervt,
fange neu an.
Wenn du einen Höhenflug hast,
fange neu an.
Wenn du Hilfe brauchst,
fange neu an.
Wenn du alle Hoffnung verloren hast,
fange neu an.
Wenn du Ferien hast,
fange neu an.
Wenn du verletzlich bist,
fange neu an.
Wenn du hoffnungsvoll bist,
fange neu an.
Wenn du gar nichts spürst,
fange neu an.
Wenn du laut lachen musst,
fange neu an.
Wenn du Ausreden erfindest,
fange neu an.
Wenn du aufgekratzt bist,
fange neu an.
Wenn du krank bist,
fange neu an.
Wenn du lustig bist,
fange neu an
Wenn dein Alltag stressig ist,
fange neu an.
Wenn du weisst, wie’s geht,
fange neu an.
Wenn du müde bist,
fange neu an.
Wenn dir die Welt zu Füssen liegt,
fange neu an.
Wenn es keinen Spass macht,
fange neu an.
Wenn du erleuchtet bist,
fange neu an.
An jedem einzelnen Erdentag, fange neu an.

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Tigerherz

Meine ersten Erlebnisse nach dem Aufstehen im neuen Jahr:
Tat: Alle Familienmitglieder abgeschmatzt und ihnen ein frohes neues Jahr gewünscht.
Wetter: Strahlender Sonnenschein.
Lied: Vintageradio.ch eingeschaltet und da lief «Hand in Hand» von Koreana. Perfekter Neujahrssong!
Getränk: Kaffee.
Outfit: Fight Climate Change T-Shirt, Jeans, Kapuzenjacke.
Mahlzeit: Reiswaffel mit geräucherten Karotten und eine Handvoll Macadamianüsse.

Wie hat 2022 für euch angefangen? 
Das Jahr mit der Quintessenz 6 schwingt auf Herzfrequenz und bald schon läuten wir den Beginn des chinesischen Tigerjahres ein.
Es lohnt sich also, das Herz zum Zentrum eurer Aufmerksamkeit zu machen. 
Heilt es. 
Nährt es. 
Hört ihm zu. 
Lasst es euren Kompass sein.
Folgt ihm bedingungslos. 
Lasst es wild und ungezähmt schlagen. 
Erlaubt ihm, zart und weich zu sein und findet heraus, dass darin seine grösste Stärke liegt.
Lasst es wachsen und sich ausdehnen.
Mutig und angstfrei werden.
Drückt euch durch euer Herz aus.
Und wenn es voll von Dankbarkeit, Liebe und Mitgefühl ist,
so lasst seinen Kelch überlaufen und giesst eure Schönheit und Heilung über diese Welt und alle ihre Wesen.

Das ist mein Neujahrswunsch für euch.
Möge der Segen reichlich fliessen!

Koreana mit «Hand in Hand»

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Pyramidenfreitag: Ho Ho Ho!

 In der Weihnachtsbäckerei ein bisschen Amok laufen, während M*a*s*h über den Bildschirm albert.
 Eine Schneekugel mit unserer Katzenfamilie, welche mir der Löwe 2018 geschenkt hat.
Von links nach rechts: Katzengott Henry Lord Noodlz, Ruby Rose Royal, Jackie Kamikatze und unten Sirius Shanti Om ✝︎.
Jackie hat uns eine Karte mit ihrem diesjährigen Weihnachtsbaum geschickt, gezeichnet: Jackie und ihre Diener.
Sehr passend.
Denn während alle Katzen gerne bedient werden, kommt Jackie Straight Outta Ancient Egypt.
Ihr dienen ist keinesfalls optional.
Beim Bad putzen spontan entscheiden, einen Weihnachtsbaum auf dem Vorsprung über dem WC zu bauen.
Bunt, vegan, umweltfreundlich und katzensicher.

Merry Catmas!

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Zart, so zart

Zart wie die Winteraster vor dem Fenster blüht der letzte Vollmond des Jahres über das Land.
Verzückt zupft der träumende Engel auf meinem T-Shirt eine Weise, welche von der allumfassenden Liebe erzählt.
Und mein Herz fängt an zu glühen, bis es in eine goldene Flamme birst und hell strahlt.
Alles, was sich in mir geregt und entwickelt hat in den letzten Monaten, wird nun manifestiert.
Mehr geben und weniger wollen.
Mehr lieben und weniger erwarten.
Ich wähle eine Welt, in der das Mitgefühl gewinnt, der Speziesismus endet und wir miteinander in die Zukunft schreiten.
Alles andere hat mit mir nichts zu tun.

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Honesty

your art
is not about how many people
like your work
your art
is about
if your heart likes your work
if your soul likes your work
it’s about how honest
you are with yourself
and you
must never
trade honesty
for relatability

— Rupi Kaur

Art und Life sind jederzeit austauschbar.

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Alive And Kicking

Moonshine und ich geniessen den Schneefall, während unsere Seelen sich frei ausdrücken.

Ich hoffe ihr feiert heute, dass ihr Alive and Kicking seid und tanzt in die Woche mit den Simple Minds.

Outfitdetails:
Kapuzenmantel: Eine Spezialanfertigung von Phantomlovely, einer veganen One-Woman-Show, die’s leider nicht mehr gibt, Korsett: Church of Sanctus, Rock: Brocki, Indisches Halsband: Vintage, Pixiu Anhänger: Ein Geschenk, Septum: Revelmy, Ankh Ring: Vintage, Guardian Ring: Arcana Obscura, Lippenstift: Berlin von Lush.

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Feuerteufel

Letztes Jahr habe ich ein Geschenk erhalten, das so unglaublich simpel wie auch nützlich ist.
Mit Wachs überzogene Tannenzapfen.
Die beste Anzündehilfe, welche mensch sie vorstellen kann.
Der Traum aller, die einen Holzofen haben oder viel draussen in der Natur übernachten und ein Feuer zum Kochen entzünden.
Sie besteht aus 100 % recycelten Stoffen und kostet ausser ein bisschen Zeit nix.
Die Herstellung macht zudem Spass!

Und so gehts:
Auf einem Spaziergang Tannenzapfen einsammeln.
Merke, zur Verarbeitung müssen die staubtrocken sein!
Wer heuer welche verschenken will, sammelt hurtig und legt sie zum Trocknen am besten auf Zeitungspapier in der Nähe eines Heizkörpers aus.
Die übers Jahr aufbewahrten Wachsreste von Kerzen aus dem Schrank holen und in eine dafür vorgesehene Pfanne kippen.
Wer keine hat, holt sich am besten für ein paar Franken eine im Brockenhaus.
Während das Wachs schmilzt, die Arbeitsfläche mehrlagig mit Zeitungspapier auslegen.
Die Hitze des Herdes aufs Minimum drehen und mit einer Pasta- oder Grillzange Zapfen um Zapfen in die Flüssigkeit tauchen und darauf achten, dass jeder ganz mit Wachs ummantelt wird.
Danach über der Pfanne abtropfen lassen und anschliessend zum Trocknen auf das Zeitungspapier legen.
Das wars auch schon!
Eine tolle Verpackung ist ein kleines Holzkörbchen, welches zugleich als Aufbewahrungsgefäss dient.
Die gibts in allen Grössen und Formen für wenig Geld zuhauf im Brocki.
Dekoriert es nach Gutdünken und fertig ist ein super umweltfreundliches Low-Budget-Geschenk, das die Herzen aller praktisch veranlagten Feuerteufel höherschlagen lässt.

Ich wünsche euch ein warmes und gemütliches Wochenende.

Korb: Brocki, Lichterkette: Bau und Hobby, Streichhölzer: Gibts gratis im Tibits, Oaxaca Schal als Hintergrund benutzt: Vor vielen Jahren in einem Shop gekauft, den es lange nicht mehr gibt.

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Melancholy Blues

Seit unterbeschäftigte Nebel die Welt als Geisel genommen haben und jede Nacht die Sterne verschlucken,
fühlt es sich an, als ob ich in einer schlecht gelaunten Wolke leben würde.
Sie durchrühren Wach- und Schlafenszeit mit bizarren Träumen und Gleichförmigkeit.
Wenn ich nachts am Fluss sitze und dem Lied lausche, dass der Mond ihm diktiert,
gebaren sich dicke weisse Schwaden darauf, als ob sie wüssten, wie man Grusel beschwört.
Tun sie nicht.
Ich bin gelangweilt und warte auf den Schnee.

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Naschkatzen

Schon ist der November zur Hälfte vorbei und das bedeutet im Prinzip, noch zweimal blinzeln, dann ist Weihnacht.
Ich mag die Weihnachtszeit und ich mag es, den Leuten Geschenke zu machen.
Diese sollen ausdrücken, ich mag dich, danke, dass du da bist und du bist mir wichtig.
Nichts davon drücke ich mit Geld aus, die Weihnachtsindustrie ist mir seit Teenagertagen ein Gräuel.
Das Persönlichste, was wir in ein Geschenk investieren können, ist Zeit, Sorgfalt und Liebe.
Meine Liste mit kleinen Geschenken ist komplett und weil ihr möglicherweise noch nach Ideen sucht, teile ich sie die kommenden Freitage mit euch.
Umwelt- und Budgetfreundliche Geschenke mit Herz.

Heute ein kleiner Gruss aus der Küche für alle Naschkatzen: Wintermandeln.
Exquisit aromatische Köstlichkeiten und meine allerliebste Adventssüssigkeit.
Das Rezept stammt von Daily Vegan, dem Foodblog meines Herzens.
Falls ihr jetzt zurückschreckt, weil ihr nicht unbedingt Koch- und Backheld*innen seid: Keine Bange!
Das Rezept ist sehr einfach und die Formen durch die Mandeln vorgegeben, da kann wirklich nix schiefgehen.
Höchstens, dass mensch selber zu viele dieser Leckereien wegfuttert, bevor sie verpackt sind.

Apropos, die Verpackung ist der zweite Schritt. 
Dafür brauchen wir Papier, eine Schere, klassischen Klebstreifen oder Washi Tape.
Geschenkpapier ist eine hübsche Sache, leider aber auch desaströs für die Umwelt.
Deshalb brauche ich zum Einpacken stets Papier, das ansonsten auf dem Altpapier landen würde: Alte Magazine, Gratiszeitungen, ausrangierte Bildbände.
Die abgebildeten Tüten habe ich allesamt aus Zeitungsbeilagen gefaltet.
Mutter Erde dankt, es ist umsonst und in punkto Ästhetik gibts null Abstriche.
Was will mensch mehr?
Natürlich gibt es viele Arten, eine Tüte zu falten und die Geschmäcker sind verschieden, deshalb googelt am besten «Spitztüte falten» und wählt das Tutorial, welches euch zusagt.
Stellt winzig kleine oder auch riesige Hüllen her, je nachdem, wieviele Mandeln ihr verschenken möchtet.

Das war sie schon, die erste Idee.
Ich wünsche viel Spass damit und ein frohes Wochenende.

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Stranger Things

Hübsch gestaltete Plakate weisen darauf hin, dass wir erwachen oder untergehen.
Alles ist dual,
auch unsere letzte Wahl.

Ein frisch im Brockenhaus aufgegabeltes Cherubinen Orchester übt fleissig, damit sie bereit sind, wenn ich ihnen einen neuen Auftrag erteile.
Ein kleiner Teufelsgeiger ratscht dabei fröhlich mit dem Bogen über die Brücke, anstatt der Saiten.
Zudem scheint er bei einem Sturz seine Flügel verloren zu haben.
Macht nichts, mir sind auch gefallene Engel willkommen.
Schliesslich haben wir alle an einem gewissen Punkt gesündigt, bis die Hölle uns nicht mehr haben wollte.

☥ Manchmal gewährt einem die Sphinx unverhofft eine Audienz im Aufzug und verkündet lächelnd die Antwort, nach der mensch den ganzen Tag gesucht hat.

Ich wünsche euch einen guten Wochenstart.
Mögen all die magischen kleinen Dinge am Wegesrand eure Augen öffnen und ein Lächeln auf eure schönen Gesichter zaubern.

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Von guten Mächten wunderbar geborgen

Dröhnend schmettert das Lachen gewaltiger Fu Dogs durch meine Träume und ihr steinernes Antlitz säumt alle meine Wege.
Unter ihrem wachsamen Blick schneide ich die letzten Blumen, bevor der Frost sie nächtens in ihre zarten Hälse beisst.
Streife ich durch die Natur und sammle staunend und dankbar manch Wunder, dass Mutter Erde als Geschenk für mich hingelegt hat.
Jeden Tag sitzen diese mächtigen Energien singend neben mir am Fluss, während ich bete und meditiere.
Sie tollten um mich herum, als ich den Garten jätete und umstach – der Löwe hat nun eine goldene Laubdecke darüber gebreitet und ihn zur Winterruhe gebettet.

Diese asiatischen Löwen sind wie ihre Geschwister die Sphingen mächtige Wächter der Dimensionen.
Schiere Kraft und pure Freude, geboren aus dem feurigen Sternherzen Regulus’.
Meine liebste Form göttlichen Schutzes, machen sie mich froh und zuversichtlich, selbst in dunkelster Seelennacht.

In einer Zeit, in der die Angst sich toxisch ausbreitet wie eine psychische Pandemie, wisse, dass der göttliche Schutz um dich herum wirkt.
Das ist keine Frage des Glaubens, sondern ein Fakt.
Vermutlich siehst du ihn nicht und eventuell spürst du nichts davon, aber wir alle sind umgeben von bedingungslos liebenden Wesen, welche uns beschützend und still begleiten.
Wenn du sie aktiv darum bittest, treten sie näher heran und du beginnst sie zu fühlen und kennenzulernen.
Es spielt keine Rolle an wen oder was du glaubst, die Gesichter und Namen der Göttlichkeit sind unzählig.
Entgegen all der kursierenden Lügen, untersteht sie weder menschgemachten Religionen, noch betreibt sie Günstlingswirtschaft.
Alle Menschenkinder sind ebenbürtig und würdig.

1944 channelte Dietrich Bonhoeffer in Gestapo-Haft, vier Monate vor seiner Hinrichtung die Flamme des göttlichen Schutzes in sein heute weltberühmtes Gebet.
Damit fachte er in dunkler Stunde ein unauslöschliches Licht an, welches seither Generationen tröstet und Mut macht.
Wenn dein Herz verzagt und die Angst dich lähmt, leg dich hin und höre dir die Vertonung davon an.
Stell dir vor, wie die Musik in deinem Herzchakra (Brustmitte) spielt, wiederhole dies, bis sich Atem und Herzrhythmus beruhigen und du Frieden und möglicherweise sogar unerklärliche Freude in dir aufsteigen fühlst.

Du bist das Kind eines gütigen Universums, das dich endlos liebt, vergiss das nie.

Von guten Mächten wunderbar geborgen Text: Dietrich Bonhoeffer Musik: Siegfried Fietz

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Pyramidenfreitag: You Are Loved


Während Yama durch die Lande streift, verstorbene Seelen einzusammeln,
pflanze ich Chrysanthemen auf dein Grab.
Eine Myriade weiss explodierender Sterne,
welche mit ihrem berauschend kühlen Duft andere Dimensionen beschwört und für dich alleine sprüht.
Du bist genau dort, wo du sein willst und da glücklich.
Oft besuchst du mich und gehst wie früher neben mir her
und in Träumen wandeln wir gemeinsam durch die Welten.
Wenn sich dennoch schwere Tränen einen Weg über meine Wangen bahnen,
so sind sie Opfergaben an dich aus meinem vollen Herzen, bevor es birst.
Die Liebe durchschreitet das Portal des Todes unberührt, denn ihre Flamme ist wie unsere Seelen unauslöschlich.
So trage ich deinen gesegneten Namen um meinen Hals,
auf dass der Wind seinen Klang befühle und ihn mit sich forttrage.
Über Berg und Tal soll er gerufen werden,
damit die Erde niemals vergesse,
dass du dir einen samten schwarzen Körper übergestreift hast, um diese Gefilde mit deinem Licht zu ehren.

Namenskette via Etsy.

Whitney Houston: You Were Loved.

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Pyramidenfreitag: Ab in die Unterwelt

Hallo Freitag, Zeit für den vierten und letzten Teil der Guck-und-Snack-Reihe.
«Den Vierten?» Fragt ihr, «aber der Monat ist ja noch gar nicht zu Ende!»
Korrekt.
Der Oktober hat in diesem Jahr tatsächlich fünf Freitage.
Heute gehen wir in die Vollen, denn die Schleier zwischen den Welten lichten sich rasant und es ist Zeit für eine Reise in die Unterwelt.
Wir sind zurück auf koreanischem Terrain und zwar mit einem Film, welcher in der Tradition des dortigen Schaffens über zwei Stunden dauert.

ALONG WITH THE GODS: THE TWO WORLDS
Südkorea, 2017
Regie: Kim Yong-hwa
Anbieter: Netflix

Der junge Feuerwehrmann Kim Ja-hong ist soeben bei einem Einsatz ums Leben gekommen und während ihm das noch gar nicht klar ist, wird er lachend und winkend von zwei Sensemenschen namens Lee Deok-choon und Hae Won-maek zur Reise ins Jenseits abgeholt.
Dort stösst Gruppenanführer Gang-rim zu ihnen.

Die Aufgabe der drei ist es, den Verstorbenen durch die Unterwelt zu führen, ihn vor Gericht zu verteidigen und ihm zu einer reibungslosen Reinkarnation zu verhelfen.
Gelingt ihnen das, sammeln die Wächter Punkte, welche sie näher an ihre eigene Reinkarnation bringen.
Das Gesetz von Karma greift, sieben buddhistische Höllen gilt es zu beschreiten und bestehen und König Yeomra (Yama) entscheidet die einzuhaltende Reihenfolge für jede ankommende Seele.

Im Falle von Kim Ja-hong  lautet diese: Mord, Trägheit, Täuschung, Unrecht, Verrat, Gewalt und Pietätlosigkeit.
Während sie von einer Hölle zur nächsten reisen, sind die Aufgaben der drei Wächter klar aufgeteilt: Die zwei Männer beschützen den Verstorbenen in wirklich WIRKLICH gut geschnittenen Roben und mit flammenden Schwertern vor allerhand Dämonen, welche sich gerne an der frischen Seele laben möchten, während Lee Deok-choon sich vor dem geistigen Auge das Leben des Feuerwehrmannes anschaut, um so dessen Verteidigung vorzubereiten.

Eigentlich haben sie sich den Fall von Kim Ja-hong nicht allzu schwierig vorgestellt, da es sich bei ihm um einen Ausbund an Tugend handelt.
Doch ehe die Verteidiger wissen, wie ihnen geschieht, versinkt die Hölle im Chaos und ihr Team muss alles an Wissen und Können aufbieten, damit sie ihre eigene Chance auf Reinkarnation nicht auf ewig zu verlieren.

Along With The Gods einzigartige Höllenwelten besitzen einen geradezu hypnotischen Sog, welcher dem erstklassigen Pixelwerk zu verdanken ist.
Die visuellen Effekte des Films wurden mehrfach ausgezeichnet.
Antike buddhistische Abbildungen von Höllenqualen zum Leben erweckt zu sehen, ist eindrücklich und schauerlich zugleich.
Ein langes actiongeladenes Fantasyspektakel erster Güte, ich halte alle Daumen hoch.
Und falls ihr euch fragt, was ihr denn nächsten Freitag gucken könntet: Natürlich The Last 49 Days, den zweiten Teil!

CHINESISCHES TAKE OUT MIT SINGHA BIER

Manchmal kommt mensch abends müde und fröstelnd nach Hause und wünscht sich nur noch, im Pyjama aufs Sofa zu lümmeln und in ein Paralleluniversum abzudriften, welches uns der Fernseher bereitwillig vorgaukelt.
Natürlich möchten wir dazu etwas Leckeres und dampfend Warmes mampfen und natürlich möchten wir dafür keinen Finger mehr krumm machen.
An dieser Stelle ein Hoch auf Essen zum Mitnehmen und Lieferdienste!
Ich selber wohne so fern ab von der brauchbaren Zivilisation, dass kein Essen geliefert wird, das habe ich während der Lockdowns auf die harte Tour gelernt.
Macht nichts, denn ich habe das unverschämte Glück, vis-a-vis eines chinesischen Restaurants, welches vegane Optionen hat, zu wohnen.
Essensbehälter einpacken, Strasse überqueren, Behälter mit Bestellung abgeben und zwanzig Minuten später lecker gefüllt wieder abholen.
Es geht kaum bequemer oder umweltfreundlicher.

Ich habe mich für gebratene Nudeln mit Gemüse und Tofu süss-sauer entschieden.
Zu solch fettigem Essen trinke ich gerne ein Bier, natürlich ein asiatisches.
Für mich stammen die besten allesamt aus Singapur. Sie heissen alle wie Raubkatzen und sind köstlich. Meine absoluten Favoriten sind Singh (Löwe) und Tiger.
Ich hoffe, ihr bestellt oder holt euch etwas Feines und wünsche viel Spass in der Hölle.

Weltkissen: vor vielen Jahren bei Trilodeon bestellt, Drachen- und Lotuskerzenständer: Geschenke, chinesische Essstäbchen: vor Äonen gekauft, absolut alles andere: Brocki.

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Pyramidenfreitag: 幸运龙 Xìngyùn lóng

Hallo und willkommen zur dritten Runde des Guck-und-Snack-Specials.
Das heutige Werk unterscheidet sich in ein paar Punkten zu den bisher vorgeschlagenen:
Es ist ein Film.
Er ist animiert.
Er eignet sich auch für Kinder.
Er stammt aus China.
Liebe grosse und kleine Filmfreund*innen:
Der Wunschdrache.

WISH DRAGON
China, 2021
Regie: Chris Appelhans
Anbieter: Netflix

Der Film beginnt, wie die bisher vorgestellten Serien auch: Ein Mensch reist nach seinem Tod ins Jenseits, nur um zu erfahren, dass die Götter empört sind über all seine Missetaten während des Erdenlebens und ihn zur Strafe zurückschicken, um dafür zu büssen.

Hier handelt es sich um einen goldgierigen Adelsmann, welcher gefühllos zu seinen Mitmenschen war, um das Mindeste zu sagen.
Also wird er im Himmel kurzerhand in einen Wunschdrachen verwandelt und in einer Teekanne zurück zur Erde geschickt.

Dort soll er zehn Meistern dienen und ihre Wünsche erfüllen, um so den wahren Sinn des Lebens zu erkennen.
Er ist das chinesische Äquivalent zum arabischen Dschinn in der Öllampe.
Seinem zehnten Meister, dem jungen Din, wird der Teekrug von einem Gott persönlich überreicht und zwar als Bezahlung für das von Din gelieferte Essen.
Der eingebildete Drache Lung denkt, er werde hurtig fertig mit diesem «Bauerntölpel», doch merkt er, dass Din sich nicht mit Reichtümern abspeisen lassen will, sondern die Liebe seiner Kindheit erobern möchte.
Menschliche Gefühle sind für Lung neues Terrain, und dass seine herablassenden, überholten Ansichten hier nicht weiterhelfen, wird ihm schneller klar, als er eine Packung Krabbenchips futtern kann.

So begleiten wir Din und Lung auf eine unterhaltsame und lustige Reise zu ihrem Herzen.
Natürlich werden sie dabei von Schurken verfolgt, welche den Teekrug stehlen wollen, denn ohne diese kommt so ein Film nicht aus.

Der Animationsfilm erfindet erzählerisch das Rad nicht neu, punktet allerdings mit Feinfühligkeit und lustigen Einfällen.
Die Legende des komödiantischen Kampfstils Jackie Chan hat den Film mitproduziert und leiht Drache Lung in der Originalversion seine Stimme.

CURRY-UND ERDNUSS-SCHOKO-POPCORN MIT HEISSEM HOLUNDERSIRUP
Heute gibts klassisches Kinofutter mit einem Twist: das süsse und salzige Popcorn von Zucker und Jagdwurst.
Schmeckt super kombiniert, funktioniert aber auch für alle, die nur salzig oder nur süss knuspern möchten.
Dazu serviere ich ein Glas meines leckeren, selbst gemachten Holunderbeerensirups, nach Lust und Laune heiss oder kalt.

Also Drachenroben an, Film ab und den verfressenen Lung sofort ins Herz schliessen.
Ich wünsche euch viel Spass und ein gemütliches Wochenende.

Schalen: Niderviller Keramik, Trinkhalme aus Stahl: vor vielen Jahren gekauft, keine Ahnung mehr, wo, Tischtuch: Banabae, Drachenkerzenständer: ein Geschenk, 70s Drachenkimono sowie die ganze Einrichtung: Brockenhaus.

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Sonntagskatzen

Sonntage sind da, um sich nach dem Schlafen faul gähnend zu strecken, im Pyjama in die Küche zu schlurfen, Kaffee aufzusetzen und Pancakes mit veganem Speck zu brutzeln.
Sonntage sind da, um mit den Katzen im Garten herum zu tollen.
Was stets damit endet, dass Henry sich auf den Tisch und Moonshine auf einen Stuhl setzt, wenn sie ausgepowert sind.
Sonntage sind da, um spazieren zu gehen, wenn ein Sturm aufzieht, damit mensch unterwegs neue Schmusetiger treffen und sich ausführlich vollregnen lassen kann.
Sonntage sind da, um all die Farbenpracht zu bewundern, mit der die Natur den Saisonwechsel feiert.
Sonntage sind da, um sich bewusst die kalte, klare Luft tief in die Lungen zu ziehen, mit dem Ausatmen alle Altlasten der letzten Woche loszulassen und sich den Kopf vom Wind leer fegen zu lassen.
Sonntage sind da, um abends faul mit einem Buch auf dem Sofa zu liegen und sich erholt und gelassen auf das zu freuen, was die nächste Woche bringen mag.

Ich hoffe, ihr habt euch gestern liebevoll um euch selber gekümmert und wünsche euch einen freudigen Wochenstart.

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Pyramidenfreitag: 간장 주세요 (ganjang juseyo)

Hallo ihr Lieben,
Zeit für die zweite Runde des Guck-und-Snack-Halloween-Specials.
Heute stelle ich euch mein momentan liebstes Fantasy K-Drama vor.
Die Serie ist urkomisch, ohne dabei je an Feinfühligkeit zu verlieren und die allesamt leicht schrulligen Figuren wachsen einem umgehend ans Herz.
Ohne weitere Umschweife also:

MYSTIC POP UP BAR
Südkorea, 2020
Regie: Jeon Chang-geun
Anbieter: Netflix

Von aussen betrachtet wirken die aufbrausende Weol-ju und der gutmütige Chief Gwi wie ein fortwährend miteinander keifendes Pärchen, welches nachts gemeinsam eine Zeltbar in Seoul führt und den Menschen dort Essen und Getränke serviert.
In Wahrheit sind sie Traumfänger.
Woel-ju, welche mit der Fähigkeit, die Probleme der Menschen in ihren Träumen zu lösen, geboren wurde, erhängte sich vor 500 Jahren aus Rache an einem heiligen Baum.
Dies hatte fatale Konsequenzen für zahllose Menschen, daher stellte Höllenherrscherin Yeomradaewang die junge Frau vor die Wahl, entweder als Strafe zurück auf die Erde zu kehren und den Groll von 100 000 Menschen zu lindern oder aber in die Hölle der Ausrottung zu gehen, wo ihre Seele zerrissen und damit ausgelöscht würde.
So eröffnet die Gestrafte eine Wirtschaft, um diese grosse Aufgabe anzugehen, später unterstützt von Chief Gwi, einem Detektiv der Jenseitspolizei, der ihr seine Hilfe anbietet.

Die Probleme von 999 990 Menschen sind gelöst, als Todesengel Yeom, der seinerseits ein Freund von Gwi ist und gerne in der Bar isst, die Botschaft überbringt, dass die Hölle sie für Trödler halte und ihnen für die restlichen 10 Fälle nur noch einen Monat gewähre.
Dass der tollpatschige Han Kang-bae in ihr Zelt stolpert, erkennen die Traumfänger sofort als ihre Rettung.
Der junge Mann hat nämlich die (für ihn sehr lästige) Gabe, dass Menschen ihm all ihre Sorgen erzählen, sobald er sie berührt.
Zwar kostet es das Barteam einiges an Überredungskunst, aber schliesslich willigt der freundliche Han Kang-bae ein, ihnen zu helfen.

So begleiten wir das Traumteam, wie es bei einem Wettkampf für Verstorbene für die Teilnehmer kocht, Hühner zu einem Mordfall befragt, Gestalt wandelt, Gesetze des Jenseits mal biegt, mal bricht und der Fruchtbarkeitsgöttin dreisterweise ein Ei stiehlt: Die Mission heiligt die Mittel.

Mystic Pop Up Bar lebt von der Dynamik der drei Hauptdarsteller Hwang Jung-eun, Yook Sung-ja und Choi Won-young sowie absurder Situationskomik und Wortwitz. Letzterer geht in der Übersetzung leider ab und zu verloren,
die vielen originellen Wendungen der Geschichte machen das aber allemal wett.

MARINIERTER OFENKÜRBIS, ZA’ATAR GEBÄCK UND SOJU

Südkorea hat möglicherweise die trinkfesteste Kultur Asiens und das widerspiegelt sich im Filmschaffen, daher ist das Getränk der Wahl heute Soju.
Den findet ihr in gutassortierten Asia Shops oder Online.
Wer keinen Alkohol trinkt, soll sich doch was Feines auswählen.
Zu naschen gibt es marinierten Ofenkürbis und Za’atar Gebäck.
Beides ist schnell zubereitet und bringt mannigfaltige Aromen auf den Teller.
Das Kürbisrezept ist für 1-2 Personen, bei Bedarf hochrechnen.
Ofen auf 200 Grad vorheizen.
Einen halben Hokkaidokürbis entkernen und in schlanke Schnitze schneiden.
Für die Marinade:
2 EL Öl nach Wahl
1 EL Agavendicksaft, wahlweise Birnel oder veganer Honig
1 Knoblauchzehe (gepresst)
wenig Salz
wenig Pfeffer
wenig Kreuzkümmel
Wer mag, kann nach den ersten drei Zutaten auch ganz anders würzen: Curry, Chili, Ras El Hanout… was immer euch gelüstet.
Alle Zutaten in eine Schüssel geben und verquirlen.
Die Schnitze von allen Seiten in die Marinade tunken und darauf achten, dass sie von einem dicken Film überzogen sind, danach auf ein mit Backpapier ausgekleidetes Blech legen und in die Ofenmitte schieben.
Nach zehn Minuten die Kürbisstücke wenden und nochmals zehn Minuten backen lassen.

Während die Kürbisse backen, könnt ihr das Gebäck vorbereiten.
Dafür braucht ihr eine Rolle Blätterteig, diese schneidet ihr in ca. 5×5 cm grosse Vierecke und faltet deren Ränder nach innen, damit kleine Nester entstehen. Diese werden nun auf ein mit Backpapier ausgekleidetes Blech gelegt.
Dann rührt ihr
4 EL Öl nach Wahl
3 TL Za’atar
wenig Abrieb einer heiss gewaschenen Zitrone
wenig Salz
an und giesst jeweils ein bisschen davon in die Blätterteignestlein.
Anschliessend schiebt ihr sie in die Mitte des 200 Grad heissen Ofen und backt sie ca. 10 Minuten.
Und fertig ist ein bunter Teller voller Leckereien!


Nun in eine Decke eingewickelt aufs Sofa lümmeln, Serie einschalten und geniessen.
Viel Spass und ein schönes Wochenende wünsche ich euch!

Tischtuch: Banabae, Laterne: ein Geschenk, alles andere: Brocki.

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Pyramidenfreitag: 커피주세요 (keopijuseyo)

Hallo Oktober.
Monat, in dem wir die Verstorbenen, Totengötter und Wesen der Regenbogenbrücke ehren.
Das Wetter ist sonnig und die Nachmittage angenehm warm, doch abends schleichen Nebel von den Hügeln ins Tal und haben sehr kühle Nächte im Gepäck.
Was gibt es da Schöneres, als sich auf dem Sofa in eine Decke zu kuscheln und einen Film oder eine Serie zu gucken?
Ich habe für euch ein Guck-und-Snack-Halloween-Special zusammengestellt, jeden Pyramidenfreitag gibt es eine Folge.
Der Fokus liegt auf Geschichten, welche das Dies- und Jenseits verbinden und handelt stets von Wesen, die rund um den Tod tätig sind.
Alle vorgestellten Werke stammen aus Asien, die meisten davon aus Korea.
Ich bin dem K-Drama letzten Winter verfallen, in dem Moment, als ich die heute vorgeschlagene Serie gesehen habe.
Mir gefällt die vielschichtige und einfühlsame Erzählweise, das Aufarbeiten der Traumata der Figuren, die Parabeln von Karma, Vergebung, loslassen und weiterziehen.
Ich finde es grossartig, wie in asiatischen Filmen das Essen zelebriert wird und stets eine grosse Rolle spielt.
Gut kann ich mich erinnern, wie sehr mein Magen im Kino gerumpelt hat, als ich vor vielen Jahren «In The Mood For Love» gesehen habe.
Darum habe ich zu jeder Serie einen passenden, köstlich herbstlichen und selbstredend veganen Snack für euch ausgesucht.
Egal, ob ihr alleine oder mit Familie und Freunden guckt und schlemmt, ich wünsche euch von Herzen viel Spass!

HOTEL DEL LUNA
Südkorea, 2019
Regie: Oh Choong-hwan
Anbieter: Netflix

Hotel Del Luna erzählt die Geschichte von Jang Man-wol, deren Seele vor tausend Jahren von der dreifaltigen Mago an den Mondbaum gebunden wurde, als Strafe für ihre grausigen Verbrechen.
Seither leitet sie das Hotel Del Luna, den letzten Rastplatz für Verstorbene, bevor sie ihre Reise ins Jenseits antreten.
Die Belegschaft besteht ebenfalls aus Verstorbenen, allerdings ist das Hotel an die Bürokratie des Diesseits gebunden und braucht deshalb einen lebenden Menschen als Manager.
Da der aktuelle Stelleninhaber aus gesundheitlichen Gründen aufhören muss, trickst die launische Jang Man-Wol den jungen und erfolgreichen Go Chan-sung gegen seinen Willen auf den Posten.

So begleiten wir das ungleiche Duo und sein Team, wie sie ihr Bestes geben, damit die verstorbenen Seelen grollfrei und friedlich ins Jenseits reisen können. Die Tragik der Schicksale und komödiantische Elemente halten sich dabei auf eindrückliche Weise die Balance.

Hotel Del Luna brilliert durch einen grossartigen Cast, ist visuell opulent, emotional und lässt im Soundtrack alles aufspielen, was im K-Pop Olymp Rang und Namen hat.
Die Serie war ein so durchschlagender Erfolg, dass jetzt Worte folgen, vor welchen mir selber graut: Ein amerikanisches Remake ist geplant.

Zum Schluss ein Wort der Warnung: Die Serie hat ein Rating von 13+ und ich denke, das ist ok so. Allerdings gibt es einige Horrorelemente und Darstellungen von bösen Geistern im Stile von «The Ring». Wer sehr sensibel auf Grusel reagiert, wird mit dieser Serie nicht glücklich.

PFLAUMEN-KÄSEKUCHEN-SCHNECKEN MIT GEWÜRZKAFFEE
Opulente Serie, pompöser Snack.
Ich denke, dass diese lecker-saftigen Schnecken von Daily Vegan auch der luxussüchtigen Jang Man-Wol gefallen würden.
Dazu serviere ich heissen Gewürzkaffee, eine Geschmacksexplosion für sich.
Verwendet habe ich dafür den Kaffeezauber von Soul Spice, in Biel findet ihr ihn in der Epicerie Batavia.
Wer nicht Kaffee trinkt, kann damit natürlich auch Tee würzen und wer keinen Mix zur Hand hat, kann mit einer Messerspitze voll Kardamom, Zimt, Nelken und Pfeffer gleich selbst einen kreieren.
Ich wünsche euch ein schönes Herbstwochenende.

Follow Your Dreams Decke: Eight Generation, Fledermaustuch: Lush, Mondlampe: ein Geschenk, 60s Vorhang, 60s Gitterbett, 90s Schlafsack als Decke benutzt und Geschirr: Brocki.

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Erste Male

Zum ersten (und zweiten) Mal in meinem Erwachsenenleben wurde ich geimpft.
Aus Baby Moonshine ist längst eine zarte Lady Moonshine geworden und zu Beginn des Monats haben wir den ersten Geburtstag unserer kleinen Glückskatze gefeiert.
Ich habe zum ersten Mal Soju probiert und während der ersten zwei Schlucke erinnerte er mich an gesüsstes Desinfektionsmittel. Mittlerweile mag ich ihn ganz gerne.
Eine Art Light Version von Gin.
In meinem Heimatland dürfen zum ersten Mal Menschen der LGBT*IQ Gemeinschaft heiraten.
Seit ich denken kann, habe ich die Schönheit der Lampionblumen bewundert und gestern zum ersten Mal vier Stück in mein Terrassen-Gärtlein gepflanzt.
Zum ersten Mal habe ich Post aus China erhalten.

Erste Male.
Sie finden lebenslang statt und erinnern uns daran, dass alles stets in Bewegung ist und wir nie ausgelernt haben.
Manche winzig klein, andere schreiben Weltgeschichte.
Manche bringen Freude, andere grossen Schmerz.
Und alles, was dazwischen liegt.
Also sei aufmerksam und erlebe all die ersten Male bewusst, denn sie sind Zeugen deines einzigartigen Lebens.
Und falls du das Gefühl hast, dass du feststeckst und alles sich wiederholt, dann ist dies ein sicheres Zeichen dafür, dass du das Teilchen bist, welches sich bewegen muss, um den Kreis zu durchbrechen und ein neues erstes Mal herbei zu führen.

Ende Woche kehrt der Pyramidenfreitag zurück und ich habe für euch ein Oktober/Halloween Special vorbereitet.
Definitiv zum ersten Mal.

Ringe von oben nach unten: Cosmic Norbu, Nightbreed Creations, Lhasa. Pflanzen- und Insektentuch: Lush, Trinkglas: vor unzähligen Monden aus einer Gratiskiste am Strassenrand gefischt.

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Prisma

Nimm dir heute Nacht Zeit und schau, wie das Mondlicht die Welt weiss umarmt.
Dieses strahlend reine Licht vereint in sich alle existierenden Farben.
Egal wie quirlig, schrill und lebhaft, alle Nuancen einen sich zu einer friedlichen und harmonischen Frequenz.
Einheit und Verbundenheit entbehren nie der Individualität, im Gegenteil.
Es gibt so viele Wahrheiten, Lebensentwürfe und Glaubenssätze, wie es Menschen gibt.
Dies ist unser Geburtsrecht.
All die Unterschiede machen uns als Spezies reich, denn sie beleuchten viele Perspektiven und gemeinsam sind sie der Schlüssel für die dringlichen Fragen unseres Überlebens.

Gerade jetzt haben wir die Möglichkeit, unsere Stimmen zu einem Chor zu vereinen, um den Regenbogen heller leuchten zu lassen.
Sorgen wir dafür, dass unsere Geschwister aus der LGBT*IQ Gemeinschaft endlich auch heiraten dürfen.

Ich wünsche allen einen gesegneten Herbstanfang und möge der Vollmond die Frequenz bringen, welche euch jetzt am besten dient zu eurem höchsten Wohl.

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Flüssiges Gold

Sonnige Tage schlendern vorbei.

Doch liegen die ersten kleinen gestreiften Körper am Boden.
Sachte hebe ich die erschöpften Bienen auf und trage sie in die Küche, wo der Löffel auf sie wartet, gefüllt mit köstlichstem veganem Honig.
Dort setze ich die Immen ab und lasse sie so viel vom goldenen Nektar saugen, wie sie wünschen.
Nach einer Weile erheben sich die meisten gestärkt wieder in die Lüfte, ich öffne das Fenster, segne sie und wünsche guten Flug.
Wenn sich zeigt, dass dies die letzte Speisung war und das Fliegen bereits geendet hat, bringe ich die Kleinen zurück auf die Terrasse, lege die pelzigen Körper in die Blüte der schönsten Cosmea, segne sie und wünsche gute Reise.
Das Bäuchlein gefüllt mit irdischem Gold und umgeben von Wohlgeruch, können sie dann ihre müden Hüllen verlassen und in das goldene Segensreich eingehen, aus dem sie kamen.

Derweil keimt eine zarte Freundschaft: Der Katzengott, Menschenkindern gegenüber skeptisch, weil sie zappelig und laut sind, hat Baby Löwenherz gleich bei ihrem ersten Besuch ins Herz geschlossen und sich zu ihr auf seine Lieblingsdecke gekuschelt.

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Iggy Spike und die Wasserwelten

Als die Klimakrise die Erde weiter aus dem Gleichgewicht gedreht und sie in Reiche aus Feuer und Wasser geteilt hat, bin ich auf der Seite des nassen Elementes gelandet.
In einer surrealen Regenzeit, die das Land ausser Raum und Zeit zu schwemmen schien und über alles einen Jadeschimmer legte.
Vieles blühte nicht und was es dennoch tat, war geruchlos.
Das Wasser tat seine Herrschaft unmissverständlich kund und wusch alle Aromen gewissenhaft aus den Blumen, füllte alle Frucht der Erde, welche nach der Abwesenheit von Sonne und Wärme schmeckte und hurtig zu verzehren war, da sie sonst faulte.
Vor allem Stille.
Umherwandern in Regenmontur, bezeugen und staunen ob all der unbekannten und seltsamen Schönheit.
Mich erinnerte diese neue Welt sehr an den Wasserzug aus Spirited Away und an Ponyo, zwei Filme aus dem Studio Ghibli Universum.

Diese fremden Gezeiten schwemmten auch neue Freunde in unser Leben.
So entdeckte ich eines Abends beim Spielen mit den Katzen einen Igel im Garten.
Welch Freude!
Zwar haben wir einen Igelhaufen, aber Bewohner liessen sich bis dahin keine blicken.
Einen richtig massiven Igel, der es an Körpermasse mit Moonshine aufnehmen kann. Letztere war ziemlich beleidigt darüber, dass dieses stachelige Tier auf ihre Spieleinladungen nicht reagierte und unbeirrt seiner Wege ging.
Von da an begegnete ich Iggy Spike, wie ich ihn nenne, jeden Abend in der Dämmerung und nach ein paar Tagen sah ich einen zweiten, deutlich kleineren Igel.
Den seht ihr im Bild: Ziggy Spike beim Schneckenschmaus auf dem Kompost.

In der Dämmerung eines Juliabends, als wir vom Spielen im Garten alle zurück zum Haus gingen, hörte ich ein jämmerliches kleines Miauen.
Ich folgte der verzagten Stimme zur Strasse, an deren Rand ein winziges rot-weisses Kätzchen sass.
Ich ging in die Knie, rief es und wie ein Pfeil kam es angeschossen, sprang in meine Arme und fing an zu schnurren.
In meinem ganzen Leben habe ich nie eine Katze getroffen, die sich dermassen gefreut hat, gefunden zu werden!
Drinnen futterte das Katzenkind erst einmal eine Monsterportion und trank viel, danach besuchte es das Katzenklo und war so verschmust und verspielt, als hätte es immer bei uns gelebt. Nachts schlief der Winzling auf dem Bauch des Löwen.
Dieser brachte am nächsten Morgen ein Plakat in den Dorfladen und kurz nach Mittag meldeten sich auch schon die Menschen der Kitten. Als ich die Kleine mit der weissen Flamme auf der Stirn dem Buben der Familie in den Arm legte, kamen ihm die Tränen und zwei Seelen waren überglücklich, wieder vereint zu sein.

Während ich euch hier berichte, scheint die Sonne hell draussen und die Temperatur liegt über 20 Grad.
Uns wird ein Altweibersommer beschieden, den wir uns in unseren kühnsten Vorstellungen nicht hätten ausmalen können.
Wegen des vielen Regens ist das Land grüner denn je und die Farben der Blumen leuchten besonders satt im Licht.
Als erwachte mensch aus einem Sommerwassertraum.
Doch war es dies bei Weitem nicht, sondern eine Erinnerung, dass sich das Zeitfenster, in dem die Menschheit der Klimakrise entgegenwirken kann, schliesst.

Nun entschuldigt mich, denn auf der sonnigen Terrasse liegen eine alte Matratze, zwei Katzen und ein Buch und all dies erfordert meine unbedingte Anwesenheit.


Ich wünsche euch allen eine lichtdurchflutete Woche.

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Until We Meet Again

Vor etwas mehr als zwei Jahren habe ich diesen Blog gestartet.
Ein Liebeskind, angesiedelt irgendwo zwischen meiner Heilarbeit und Kreativität.
Ein Spielplatz, auf dem vieles möglich ist.
Eine kleine Oase für Menschen, welche sich für solche Dinge interessieren und welche hier hoffentlich ab und zu etwas zu lachen, Freude, Spass, Aufmunterung, Schönheit und vielleicht sogar Inspiration gefunden haben.

Heute bin ich an einem Punkt, an dem zu viele Projekte auf dem Tisch liegen, welche ich aus Zeitgründen nicht in gewünschtem Tempo voranbringen kann.
Folglich müssen ein paar davon eine Pause einlegen.
Ich habe entschlossen, dass der Katzenkult Blog eines davon ist.
Die Entscheidung ist die richtige, war aber schwer.
Für Tarotkundige: Drei der Schwerter, nicht im metaphorischen Sinn, sondern gezogen.

Ob, wann und in welcher Form ich hier weiterschreibe, lasse ich offen.
Aber sollte ich irgendetwas Spannendes machen, findet ihr die Infos dazu auch weiterhin hier.

Ich danke euch allen für euer hier sein, lesen, liken und unterstützen meiner Arbeit!
Ihr seid toll!
Tragt euch Sorge und scheint euer einzigartiges Licht in diese Welt.

Zum Abschied ein musikalischer Segen, welcher alles beinhaltet, was ich euch von Herzen wünsche: Irish Blessing von James E. Moore.

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Frühlingsregen bringt Blütensegen

Aus der Warte des Klimawandels betrachtet, war der April geradezu altmodisch: eisigkalt und schneereich.
Erst in der letzten Woche wurde das Wetter milder und sanfte Regen begannen zu strömen, küssten das Land, sangen Pflanzen wach und verwandelten die Erde in einen üppig grünen Garten.
Ich nutzte die segensreichen Wasserfälle, um meine Terrassentöpfe zu besäen und im Wald zu stehen, um zu schnuppern und zuzuhören.
Ewig dankbar für mein Lieblingswetter.

Ich habe einen kleinen Drachen fotografiert. Wer ihn findet und als Erstes kommentiert, bekommt von mir Frühlingsgrüsse per Schneckenpost geschickt.

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Meistermond

Heute strahlt am Himmel, worauf ich mich jeweils das ganze Jahr freue: der Wesakmond.
Gefeiert wird der höchste buddhistische Feiertag zwar im Mai, aber astrologisch gesehen fällt sein voller Mond heuer auf den April.
Wenn die Sonne im Stier und der Mond im Skorpion stehen, übertragen Buddha und Christus, Meister der Weisheit und der Liebe, während des Vollmondes ihre segenbringende Energie zum höchsten Wohle aller Wesen und des Planeten.
Empfangen kann dies, wer möchte und sich dafür bewusst öffnet.
Es gibt im Universum keine grössere Macht als Liebe und Weisheit in Mitgefühl vereint.
Und nichts hat die Welt je dringender gebraucht.
Heute Nacht werden sich also all meine Körper auf allen Ebenen ein ausführliches Mondbad gönnen.

Möge der Segen für euch alle reichlich fliessen!

Outfitdetails:
Mondkalender T-Shirt: The Original Cat Cult, Mystic Maven Gürtel: Killstar, Jacke und Rock: Brocki, Ringe: Plutonia Blue, Vierpass Halskette: Toilworn, alle andern: Vintage.

Fotos und Bildbearbeitung: der Löwe meiner Träume.

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Wir sind dran!

Happy Birthday all ihr Stiergeschwister da draussen!
Lasst uns Venusgeborene mit unseren Mitmenschen teilen, was wir am besten können:
Die Welt ehren und geniessen,
Schönheit in allem suchen und finden,
Leckereien zelebrieren und das Leben gelassen angehen.

Die Karte oben haben der Löwe und ich für einen lieben Stier geschaffen, der heute den Geburtstagszyklus einläutet.

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Neumondtage

April tut, was April am besten kann.
Schneit und rieselt in den Sonnenschein und versucht, einem mit eisigen Winden Nase und Ohren vom Kopf zu reissen.
Damit wollen die Katzen nichts zu tun haben und sinken tief in ihre kuscheligen Nester.
Ich sortiere und ordne mein Papierarchiv, finde darin vergessene Juwelen und füttere den Altpapierkorb grosszügig.
Ruhige und introspektive Tage, von denen es nichts weiter zu berichten gibt.

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Pyramidenfreitag

Worauf wartest du?

Das Ende einer Pandemie?
Den nächsten Sommer?
Bessere Zeiten?
Den richtigen Zeitpunkt?
Dass deine Freunde endlich erkennen, wer du wirklich bist?
Dass die Welt dir die Anerkennung zollt, welche dir gebührt?
Vergebung?
Dass deine Partner*in sich endlich ändert?
Die Welt dir eine Chance bietet?

Dein Leben findet genau jetzt und hier statt.
Es zu verpassen, weil du nach einer Zukunft Ausschau hältst, welche deinen Erwartungen sowieso nie entsprechen wird und folglich das Warten auf etwas anderes nach sich zieht, ist eine traurige Verschwendung.
Du allein bist verantwortlich für deine Entscheidungen.
Es ist nicht die Aufgabe deiner Mitmenschen, dich glücklich zu machen und alle Anerkennung der Welt würde die Leere in dir nicht füllen, wenn du nicht lernst, dich selber wert zu schätzen.
Die einzige Vergebung, welche du brauchst, ist deine eigene und der Schlüssel aus der Hölle, in welche du dich selber gekerkert hast.
Sei kreativ und ziehe die Situationen und Gelegenheiten, welche dir dienen, in dein Leben.

Dieses irdische Leben ist nur ein Wimpernschlag in der Musik der Ewigkeit und auch in unseren dunkelsten Zeiten kostbar.
Entscheide dich, bewusst daran teilzunehmen.
Jeden Tag aufs Neue.
Und wenn alles schief läuft: Macht nichts, morgen geht eine neue Sonne auf.
Fange von vorne an.
in Freude und in Trauer,
in Gesundheit und in Krankheit,
in Glück und in Schmerz.
Atme, lebe, liebe, lache, weine, tanze, tobe, träume, teile.
Es lohnt sich.

Heute singt für uns der Götterbote Time.

Ein lebendiges Wochenende wünsche ich euch.

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Ostermontag

Hallo, ihr Lieben, wie läuft euer Osterwochenende? Ich hoffe, ihr seid zufrieden.
Ich liebe Ostern!
All die Geschichten von Auferstehung und Wiedergeburt aus verschiedenen Kulturen, wunderbar.
Hier wurden Schokohasen gefuttert und viele andere Köstlichkeiten, welche der Löwe zubereitet hat.
Traditionellerweise haben wir uns «Life of Brian» angesehen, was eigentlich jedes Mal dazu führt, dass wir Monty Python’s gesamtes filmisches Werk gucken.

Modetchnisch schreit für mich nichts so sehr Ostern wie die Chiffonkleider aus den 60s.
Mit ihren Neon–Pastellfarben erinnern sie mich an die kleinen Zuckereilein, welche ich als Kind in buntbedruckten Metalldosen geschenkt bekommen habe.
Während das Wetter dafür warm genug ist, so zischelt einem eine eisige Bise um die Ohren und ohne Kappe geht gar nichts, während ich mit den Katzen im Garten spiele.
Das gibt mir Gelegenheit, meine Lieblingsmütze zu tragen, welche aus einem antiken Babyhut der Hmong gefertigt wurde. Die Hmong und meines Wissens auch andere asiatische Volksgruppen nähen für ihre Babies handwerklich unglaublich detaillierte und reich bestickte Tigermützen. Sie repräsentieren den göttlichen Aspekt der Tigermutter (Kuan Yin) und sollen die Kinder beschützen.
Ich habe einige dieser Hüte und als ich diese Mütze gesehen habe, konnte ich nicht widerstehen, sie meiner Sammlung beizufügen.
Dass sie nebenbei einen sibirischen Steppentouch hat, werte ich als Plus.

Outfitdetails: 60s Kleid: Vintage, Top: uralt, Mütze: Imagined by Elves, Körperkette und Stiefeletten: Dollskill, Lotusohrhaken: Arcana Obscura, Septum Ring: Beleaf Jewelry, Ringe: Plutonia Blue.

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Pyramidenfreitag

Kleine Sternportale.
Altare zur Erinnerung, uns stets am Licht zu orientieren und unsere Herztore weit zu öffnen für die Wunder, die uns finden möchten.
Geschaffen aus Tonscherben, welche ich letzten Sommer aus dem Fluss gefischt habe.

Ich wünsche euch ein lichtvolles Osterwochenende.

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Pyramidenfreitag

Das Alte Ägypten im Film.
Heute «Minions» aus dem Jahr 2015.
Das Spin-off der erfolgreichen «Despicable me»–Serie erzählt die Geschichte der kleinen Gelben, bevor sie Verbrecher Gru kennengelernt haben.
Den fiesesten Schurken zu finden und ihm zu dienen, treibt diese Kreaturen seit der Urzeit an.
Und so begleiten wir die Minions zu Filmbeginn durch die Epochen, was unweigerlich an den Nil führt.
Einmal mehr die Bösen im Film, betrauen die Kemeter die ewig kichernden Schussel mit dem Bau der Pyramide; was umgehend zum Ende Ägyptens führt.
Dazu zwei Dinge:
Erstens ergibt es absolut Sinn, dass die Minions das Alte Ägypten zerstört haben, wenn mensch sie kennt.
Zweitens hat eine Zivilisation, welche Minions mit einem wichtigen Bau betraut, den Anspruch auf den Titel «Hochkultur» sowieso verspielt.
Das Lustigste an der Szene ist, dass der Pharao machttrunken «Anubis!» schreit, bevor die Kleinen alle ins Jenseits befördern.
Allerschwärzester Humor, ich habe gegrinst.
Detailverliebtheit und Timing waren schon immer die Spezialität der Minions–Macher und meiner Meinung nach der Grund für ihren Erfolg.

Weil die Reise durch die Zeit mit den Minions eine der vergnüglichsten der Filmgeschichte ist, könnt ihr sie unten in voller Länge anschauen.
Möge sie euch mit einem Lachen auf dem Gesicht ins Wochenende schicken.

Wie die Minions einen Boss suchen.

Bild via Google Search.

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Yoko Ono, Märzhasen und Milchschaum

Einen frohen und gesegneten Frühlingsanfang wünschen euch Ginger, Geist des Lenzes und ich!
Ich lese Yoko Onos «Grapefruit» und bin von ihrer schnörkellosen und intelligenten Poesie begeistert. Falls ihr es nicht kennt, setzt es auf eure Liste.
Lucille ist angefressen. Sie ist so was von goth. So goth, dass das schwärzeste Schwarz gerade ausreicht, um dem Ausdruck zu verleihen.
Aber heute hat ihre Mutter wieder voll genervt: «Schatz, es ist Frühling und wir besuchen Oma.
Zieh doch was Nettes an. Du siehst so hübsch aus in deinem blauen Kleid.»
Pfffff, Eltern!
Der Löwe hat mich letzte Woche mit Barista Hafermilch und einem Milchschäumer überrascht.
Samtenen Cappuccino schlürfen ist eine nette Abwechslung zu meiner ewigen Kaffee-pur-Trinkerei.
Hasen sind sehr viel eitler, als ihr denkt. Aber es wär Roxane schon lieber, wenn ihr das nicht wüsstet.
Moonshine und Henry haben von mir den Spitznamen Piggeldy und Frederick bekommen, weil ihr gemeinsames Unterwegssein mich sehr an die beiden Trickfilmschweine erinnert.
Wer jetzt nostalgisch wird oder die beiden nicht kennt, kann sich hier die Folge Liebe ansehen.

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Pyramidenfreitag

Vor dem Fenster fallen dicke Schneeflocken.
Das tun sie schon die ganze Woche, aber wenn ich die sinnlichen Schmuckstücke von A. Spirit Spiral bewundere, transportiert mich das umgehend an einen warmen Ort.
Ich höre das Rauschen der Wellen, Möwengekreische, rieche die salzige Meeresluft und spüre Sonne auf meiner Haut.

Allegra Aubert schafft mit ihren Kreationen eine strahlend feminine, farbenfrohe und würdige Hommage an Göttin Isis.
In ihrem Shop gibt es nicht nur ägyptische Schätze, sondern welche für die Kinder aller Göttinnen auf Erden.

Ich wünsche euch ein träumerisches Wochenende!

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Am Ende des Regenbogens

For what it’s worth, it’s never too late to be whoever you want to be.
I hope you live a life you’re proud of and if you find that you’re not, I hope you have the strength to start over.
— F. Scott Fitzgerald

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Pyramidenfreitag

Lasst uns heute unter dem leeren Mond über die Trauer, welche der Tod mit sich bringt, reden.
In einer Welt, in der täglich viele Menschen an einer Pandemie sterben, welche auch der Grund dafür ist, dass Leute nicht bei ihren Lieben sein können in der Phase des Sterbens, scheint das nur angebracht.
Ich möchte darauf hinweisen, dass dies ein Ort ist, an dem Speziesismus kein Platz hat und Trauernde um Menschen genauso wie Trauernde um nicht menschliche Familienmitglieder und Freunde willkommen sind.

Ich war acht Jahre alt, als ich sah, wie ein Herzinfarkt den Körper meines geliebten Großvaters dahinraffte und er ihn verliess.
Mit zwanzig hatte ich gleichaltrige Gefährten an Unfall, Suizid und Mord verloren.
Als ich meine Praxis als Medium eröffnete, arbeitete ich fast ausschliesslich mit Hinterbliebenen und gab Jenseitskontakte.
Ich begleitete menschliche und nicht menschliche Sterbende, öffnete das Portal, hielt die Energie für sie aufrecht, damit ihr Übergang so friedlich und bewusst wie möglich stattfinden und sie in die von ihnen gewählte Dimension eintreten konnten — oder auch nicht.
Ich kenne die Anatomie des Sterbens und die Abläufe der Ablösung.
Azrael, Anubis: Nennt mir einen Namen des Todes, der Wesen der Regenbogenbrücke oder von Psychopompoi und ich bin wohl bekannt mit ihm.
Und es liegt mir am Herzen, euch zu sagen, dass sie die liebevollsten, sanftesten und zärtlichsten Wesen sind, welche ihr euch im Umgang mit diesen Seelen vorstellen könnt!

Was ändert all dieses Wissen für mich im Umgang mit Trauer?
Gar nichts.
Ich bin ein Mensch.
Jemanden Geliebtes zu verlieren ist die stressigste Erfahrung, welche wir hier machen können.
Dieser Tatsache bin ich genauso unterworfen wie alle anderen.
Gestern vor vier Monaten ist meine geliebte Katze Sirius Shanti Om gestorben und ich bin tief in Trauer.
Ich habe es längst akzeptiert, aber wer sich mit dem Thema auskennt, weiss, dass Akzeptanz keineswegs das Ende davon ist.
Einer der dümmsten Sprüche und eine der bizarrsten Lügen ist, dass Zeit alle Wunden heilt.
Im Falle dieses Kummers sorgt sie lediglich dafür, dass wir uns an den Schmerz gewöhnen, ihn daher nicht mehr als so raumgreifend empfinden.
Aber ich will heute nicht über die Phasen der Trauer reden — welche sowieso als loses Konzept zu verstehen sind und keineswegs der Reihe nach ablaufen, vornehmlich durcheinander und oft überlappend — sondern die Dinge, welche der Tod nebenher einsackt.
Es sind möglicherweise Orte, Lieder, Rituale oder Tätigkeiten, die mit dem Hinschied eines geliebten Wesens ihren Sinn verlieren.
Für mich ist es die Nacht.
Etwas vom Heiligsten in meinem Leben seit meinen frühen Jahren.
Ich bin ein Sternenkind und meine Energie und Kreativität unter deren Baldachin auf dem Zenit.
Wie es der Name schon sagt, verhielt es sich bei Sirius ebenso und sie war meine treue Gefährtin bei allem, was ich nächtens tat und schuf.
Ohne sie fühle ich mich nachts klein, einsam und völlig verloren, als hätte mir die Dunkelheit ihre Magie nie offenbart.
Meine Kreativität habe ich nicht eingebüsst, aber es ist mir nicht mehr möglich, unter dem Mond zu schaffen.

Das ist hart für mich.
So sehr, dass ich meinen Wachrhythmus gedreht habe und schlafe, wenn draussen die Sterne funkeln.
Ich mache kreativ, was ich kann, bin mit den Resultaten selten zufrieden und muss akzeptieren, dass ich diesbezüglich tags nie in Hochform sein werde.
Es ist, wie es ist.
Das Unterrichten und Heilsitzungen sind für mich Phasen der Erholung, da ich währenddessen dermassen hochgefahren und konzentriert bin, dass das Ich und seine Sorgen nicht stattfinden.
Ja, wenn ich so arbeite, bin ich sogar glücklich.
Dafür bin ich sehr dankbar.

Möglicherweise wird die Nacht einmal wieder so heilig für mich, wie sie es war.
Osiris nimmt Dinge mit in sein Reich, balsamiert und bandagiert sie ein, manche zur finalen Transformation und manche, um sie zu wandeln und zu gegebener Zeit zu uns zurückzuschicken.

Wenn es um Trauer geht, ist Zeit von keiner Relevanz.
Also nehmt Tage und Nächte, wie sie kommen und tut, was ihr könnt.
Wenn nichts mehr anderes geht: ATMET.
Auch wenn ihr euch jetzt nicht vorstellen könnt wie: Ihr werdet dieses Trauma überleben.
Der Tod und die Trauer gehören zum Leben und begegnen uns immer wieder.

Ich umarme und wünsche euch, dass ihr alle friedvolle Momente findet dieses Wochenende.

Bilder, welche nicht meine sind von oben nach unten: Tumblr, Google Search, Museum Rietberg, Google Search.

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Rain Must Fall

Launisches Wetter in meiner inneren und äusseren Welt.
Dankbar, Zeit mit meinem besten getigerten Freund im Atelier zu verbringen, in Stille zu arbeiten und heftige Gewitter all den emotionalen Tumult fortspülen zu lassen.

Die Musik, welche ich heute höre, stammt vornehmlich von Mazzy Star.

Ich wünsche euch einen guten Wochenstart und vergesst nicht, ohne Regen würden wir nicht blühen.

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Pyramidenfreitag

Hier
Hier
Hier
Hier

Ich besitze keine Statue der Göttin Sekhmet.
Das mag jetzt ein bisschen unglaublich klingen.
Genau genommen erscheint es mir selber unglaublich, wenn nicht gar ungeheuerlich.
Also habe ich beschlossen, mir eine zum Geburtstag zu schenken.
Die Suche nach der idealen Figur hat mir bisher endlose Scrollerei das Internet rauf- und runter sowie die Erkenntnis, dass es wirklich viele hässliche Nachbildungen von Statuen gibt, gebracht.

Dafür habe ich in der Vintageabteilung von Etsy mal wieder ein paar Schätze entdeckt, welche ich hier mit euch teile.
Mein Liebling ist zweifelsohne der Isis-Spiegel.

Ich wünsche euch ein gemütliches Wochenende.

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Season In The Sun

Letzte Woche waren wir unglaublich sonnenverwöhnt und am liebsten wäre mensch den ganzen Tag draussen herumgelegen.
Tatsächlich habe ich am Sonntag und Montag im Garten gegessen, was Moonshine sofort zum neuen Normal erklärt hat. Seit Dienstag wird kurz nach Mittag zum Aufbruch herum getänzelt und miaut. Ich leiste der Aufforderung Folge, allerdings in meinem Tempo, was heisst, dass ich noch Kaffee koche, eine Decke und Arbeiten, welche ich gut draussen verrichten kann, einpacke.
Derartiges Trödeln wird vom Mondenkind gar nicht toleriert und ich werde sichtlich genervt und laut angeschnauzt.

Das Selbstbewusstsein dieser Katze!
Ich hege schon länger den Verdacht, das sie im besten Fall ein gut getarnter Tatzelwurm, im wahrscheinlichsten aber eine Chimäre ist.
So oder so wär’s mir lieber, wenn sie nicht herausfindet, dass sie Feuer speien kann.

Unsere Sonnennachmittage waren gefüllt von kleinen Wundern, denn die ersten Schmetterlinge tanzen und das grosse Blühen hat begonnen. Und sie waren gesellig: Mensch stelle sich vor, welch Versprechen eine ausgebreitete Decke und eine darauf sitzende Person in Katzenaugen darstellen. So waren Simba und Kashmir stets zugegen und liessen sich mehr oder weniger gutmütig von der kleinen Babybestie anfallen und herumjagen. Neustens ist auch Sämi, der schlaksige Katerjunge aus dem ersten Stock, mit von der Partie. Einzig der Katzengott bleibt unseren Zusammenkünften fern, da er um diese Zeit auf dem Bett im Tiefschlaf liegt und sich von seinen ausgedehnten Streifzügen erholt.

Ich habe all die Katzengesellschaft genossen, denn die Woche war sehr emotional.
Jede Zeit des Blühens war Sirius’ Zeit und ich vermisse meine schwarze Sphinx mehr, als Worte beschreiben können.

Deshalb widme ich den Song zum Auftakt der Woche ihr und allen Menschen, welche heute jemanden vermissen, der die Regenbogenbrücke überquert hat.
Terry Jacks Seasons In The Sun.

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A Kind Of Magic

Die Elfe hat mir ein Foto von ihrem Büblein gesendet, wie es die Stiefel rockt, welche ich ihr zum Geburtstag geschenkt habe. Ich hab mich schlapp gelacht! Und weil ich eine Alien Godmother bin, wurde seine Garderobe kurz geglamrockt . Fairy Style, versteht sich.
Zerwühlte Laken, die so bleiben, weil mensch die schlafende Katze nicht wecken will.
Frühstück und Kaffee trinken im Garten, sich die Sonne wohlig auf den Pelz scheinen lassen, während die Katzen «Karate Kid: Meisterklasse» geben.
Das beginnende Blühen von Mutter Erde.
Curry essen mit unseren Freunden aus England, welche seit Monaten hier feststecken.
Der farbenfrohe Blumenstrauss, den sie mitgebracht haben.
Das sind die Arten von Magie, die mein Herz zum Leuchten bringen.

Lasst uns leichtfüssig in die Woche tänzeln zu Queens titelgebendem Song.

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Pyramidenfreitag: Hingabe

Welches Feuer brennt in deiner Seele so leidenschaftlich, dass du dir täglich Zeit nimmst, es zu nähren?
Dich darin verlierst, um gestärkt daraus hervorzutreten?
Du dran bleibst, Tag für Tag, auch wenn es anstrengend ist zuweilen und frustrierend?
Dich hingibst, darin über dich hinaus wachsen willst?
Weil es dich erfüllt mit Lebensfreude und Seelenfrieden?
Es deinen Geist erhebt und Körper erdet?
Etwas so Kostbares, dass jedem Tag, an dem du dafür keine Zeit gefunden hast, ein wenig Glanz fehlt?

Halte daran fest, denn dieser Schatz ist dein heiliger Raum, dein eigenes Gebet und deine direkteste Verbindung zur Göttlichkeit.

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Meine Uniform

Wenn ihr bei mir klingelt, stehen die Chancen gut, dass ich in irgendeiner Variation dieses Outfits die Tür öffne.
Ob Sommer oder Winter, daheim laufe ich meist so herum.
In der kalten Jahreszeit im Zwiebellook, denn dicke Pullis sind mir von je her ein Gräuel.
So sehr ich es auch mag, mit Mode zu spielen, so sind Jeans und T-Shirt doch die Uniform, welche ich schon als jung adoptiert habe.
Waren die Hauptgründe damals Coolness und eine grosse Liebe für grafische T-Shirts, so sind sie heute viel pragmatischer: Ich mags bequem und trage am liebsten Baumwolle.
Ich sitze am Boden, wenn ich Collagen mache, tolle mit Katzen herum, wühle im Frühling in der Erde, klettere im Sommer auf Bäume und schleppe im Winter Feuerholz herein.
Meine Kleidung muss das aushalten und pflegeleicht sein.
Die Liebe zu grafischen T-Shirts ist indes ungebrochen.
Die meisten sind Vintage oder Second Hand, denn in Anbetracht dessen, dass die Produktion eines T-Shirts durchschnittlich 4100 Liter Wasser braucht, neben allem andern, was es die Erde sonst noch an Ressourcen kostet, kaufe ich selten ein neues.
Wenn, dann weil ich weiss, dass ich es lieben und tragen werde, bis es zu Fäden zerfällt.
Das Guardians T-Shirt war Liebe auf den ersten Blick.
Wächterlöwen widerstehe ich nie. Ich weiss das, ihr wisst das.
Seit es hier ist, hat es nur Pause, um ein wohlverdientes Bad zu nehmen.
Ich bevorzuge von je her Schlaghosen, weil ihr Schwung jedem Gang Dynamik verleiht und sie einen zwingen, aufrecht zu schreiten.

Guardians T-Shirt: Eighth Generation, recyceltes Militärhemd: Second Hand via Ebay, Turban und Jeans: Schon alt, Kimono und Schuhe: Brockenhaus, Augenring: Nightbreed Creations, aller andere Schmuck: Vintage.

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Liebe ist für alle da

Aus der Liebe werden wir geboren, in die Liebe kehren wir zurück.
Warum sollten wir hier danach streben, etwas anderes als Liebe zu sein und leben?

Ich wünsche allen einen frohen Valentinstag!

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Karate Kid

Grossmeister Noodlz hat entschieden, dass klein Moonshine nun stark genug sei, um im Katzenkampf ausgebildet zu werden.
In Anbetracht dessen, dass sie Freigängerin ist und sich draussen gegen dominante Kater wie Kashmir und Simba durchsetzen muss, begrüsse ich seinen Entscheid.

Während er ihre kindlichen Angriffe noch letzte Woche träge mit unbewaffneter Tatze abwehrte, sich Attacken gefallen liess und einfach aufstand und davon schlurfte, wenn er davon genug hatte, so hat sich die Tonart nun gänzlich geändert.
Zwar liegt Henry immer noch auf den Rücken und lädt das Katzenkind zum Kampf ein, allerdings wird jeder Hieb mit einiger Kraft und ausgefahrenen Krallen pariert. Sie wird auf den Boden geschmissen und festgehalten, damit sie lernt, sich aus einer solchen Situation zu befreien. Er zeigt ihr den beherzten Einsatz von Zähnen und den Hinterläufen.
Sie darf immer noch ausgiebig angreifen und kämpfen, aber am Schluss jeder Trainingseinheit wirft er sie beiläufig auf den Rücken, damit sie weiss, dass sie noch nicht soweit ist, es mit einer ausgewachsenen und kampferprobten Katze aufzunehmen.

Das ist gut so, denn im Gegensatz zum sanften Katzengott ist Moonshine angriffslustig und dominant.
Nehmt euch in Acht, ihr Kater da draussen: Die einzige Kätzin hier strebt eher früher als später Quartierherrschaft an und ich weiss aus Erfahrung, dass ein «Nein» für diese stolze kleine Kriegerin nie akzeptabel ist!

P.S. Der Pyramidenfreitag fällt diese Woche zugunsten des Valentintags (Sonntag) aus.

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Unter der Wüstensonne

Am Samstag hat der Wüstensand in der Luft das Licht in ein dunstiges Rosa verwandelt, welches die ganze Welt verschluckte.
Äusserst exotisch für diese Breitengrade.
Mir wurde ganz warm ums Herz, erinnerte mich diese Farbe doch sehr an das Licht auf der Venus.
Die Sonne zeigte sich nur einmal ganz kurz und wenn ihr genau hinschaut, seht ihr den Sand vor ihrem Gesicht tanzen.
Die Atmosphäre farblich einzufangen, ist mir leider nicht gelungen.
Allzu gern hätte ich auch sogenannten Blutschnee gesehen, aber am Sonntag wusch der Regen den ganzen Sand geflissentlich aus der Luft.
Überhaupt war das Wetter unfreundlich und garstig.
Folglich nahmen wir’s gemütlich, lasen, meditierten, assen getränkten Bergamottenkuchen und ich entdeckte eine zufällig arrangierte Savannenszene im Schlafzimmer, während Henry auf dem Bett schlief und klein Moonshine die meiste Zeit im Ahornbaum vor dem Fenster verbrachte. Sie hat sich bestens erholt und wohl tatsächlich etwas Unbekömmliches gefressen draussen.

Der herrliche Trockenblumenstrauss trägt den Namen Agathe und stammt aus dem Haus Arui.
Alle Blumen werden in der Schweiz biologisch gezogen, getrocknet und zu Sträussen gebunden. Eine fabelhafte, regionale, umweltfreundliche und günstige Alternative zu Schnittblumen im Winter. Falls ihr in Biel oder Umgebung wohnt, könnt ihr euer Gebinde auch ganz einfach bei Cyndie und Raphael im Batavia bestellen und abholen.

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Montagsgedanken

Manche Collagen warten auf ihre Bestimmung, andere auf ihre Vollendung.
Die Entdeckung, dass mein Wintermantel nicht nur ein farbenfroher Hintergrund ist, sondern auch fabelhaftes Haar für meine Katzenengel. Ich denke, damit werde ich in Zukunft noch einigen Spass haben.
Die Zeit ist reif, aus den Hagebutten meines liebsten Rosenbusches neue Pflänzchen zu ziehen, als Zierde für Sirius’ Grab.

Was bringt euer Montag?

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Sphinxenmond (Pyramidenfreitag am Samstag)

Mondkalendertasche

Donnerstag Nacht stand der volle Mond im Zeichen des Löwen.
Des Zeichens des Herzens und der Sonne.
Eine kosmische Möglichkeit, alte gestaute Emotionen loszulassen, um unser Zentrum zu verjüngen und stärken.
200 Kilo reine Muskelmasse der Löwenmutter aus reinem Gold in unser Herz zu integrieren, für Mut, Stärke und Resilienz, während wir unserer inneren Flamme bedingungslos treu bleiben und folgen, egal was.
Durchtränkt wurden diese Muskelfasern von der silbernen Essenz aus Weisheit, Liebe, Intuition, Mitgefühl und der Güte des Mondes.
Weiss-goldene Alchemie für alle, welche davon trinken mochten.

Wo immer euch euer Weg hinführt, vergesst nie, dass euer Herz euer kostbarster Besitz und zuverlässiger Kompass ist.
Ich wünsche euch ein erholsames Wochenende und plant Zeit ein, euer Herz zu nähren und zu ehren.

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Für nie gekannte Geschwister

Gestern Nachmittag spazierten der Löwe und ich auf die Weide, unsere bleichen Nasen begierig der Sonne entgegengestreckend.
Welch Wohltat, nach einem mehrheitlich trüben Winter!

Als ich nach Hause kam, nahm ich mir die Zeit, einen Gedenkaltar aufzubauen.
Für 50 Kälber, welche letzte Woche den Flammen zum Opfer fielen, als in einer Sturmnacht ein Gehöft in unserem Ort abgebrannt ist.

Fünfzig unschuldige Kinder einer anderen Spezies mussten qualvoll sterben, weil sie eingepfercht waren und nicht um ihr Leben rennen konnten, als es vonnöten war.
Welch tragisches Mahnmal dafür, dass Speziesismus falsch ist.
Egal wie mensch hier argumentiert, wenn die Begründungen nicht von einem Ort der Liebe und des Mitgefühls kommen, so sind sie nie zum höchsten Wohl aller Beteiligten und darum falsch.

Also stellte ich intuitiv einen Altar für sie auf.
Nur weil sie auf Erden nicht so behandelt worden sind, heisst das nicht, dass sie nicht liebenswerte und heilige Geschöpfe sind, welche respekt- und würdevoll verabschiedet und über die Regenbogenbrücke begleitet werden sollen.
Ich bedankte mich bei ihnen für ihr Kommen, entschuldigte mich im Namen der Menschen für das ihnen widerfahrene Unrecht und segnete sie alle.
Ich rief die aufgestiegenen Meister an, welche sich vornehmlich um unsere Tiergeschwister kümmern und bat sie um Transformation der erlittenen Traumata und sicheres Geleit für die Kleinen.
Dann zündete ich für jedes Kalb eine Gedenkkerze an und noch ein paar mehr für all die Kleintiere, welche sich wohl im Gebälk aufgehalten haben. Ich stellte mir vor, dass jedes von ihnen in Rosenquarzenergie gehüllt wird und darin regenerieren kann, bis die Flamme erlischt.
Dann wurde es von einem himmlischen Stier (siehe Postkarte) abgeholt und auf eine paradiesisch schöne Weide geführt, wo liebevolle Kühe es willkommen heissen und sich um das Kälbchen kümmern.

Als die letzte Kerze erloschen war, fühlte auch ich tiefen Frieden und Liebe in mir.

Dies ist die Quintessenz, wenn wir diese turbulenten Zeiten unbeschadet überstehen wollen: Die Bereitschaft, all den Zorn und die Trauer, welche in bestimmten Situationen hochkommen, zu wandeln.
Denn nur ein liebendes Herz hat die Macht, Dinge in Bewegung zu setzen zum Wohle aller.

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Pyramidenfreitag: Die Tempelkatze

Es war mitten in der Nacht vom 30. November auf den ersten Dezember.
Draussen am Himmel stand der volle Mond, aber ich hatte keine Augen für ihn.
Ich sass zusammengesunken auf dem Sofa, taub vor Schmerz über den Verlust meiner geliebten Sirius und starrte stumpfsinnig vor mich hin, als mir plötzlich auf geistiger Ebene eine winzig kleine Katze erschien und übermittelte: «Ich bin bereit. Ich komme jetzt zu dir.»
Für Menschen, welche damit nicht vertraut sind: Solche Phänomene passieren im Bruchteil einer Sekunde, stellt euch die Sichtbarkeitsdauer eines Blitzes vor.
Die Kunde, dass die obsidianene Sphinx heimgekehrt und eine Stelle als Tempelkatze bei uns vakant sei, hatte sich auf geistiger Ebene also schnell verbreitet in den Katzenreichen.

Kurzerhand tippte ich «Katze sucht Zuhause» in den Computer, denn alles, was ich gesehen hatte, war, dass das Katzenkind nicht in einem Tierheim ist.
Drei Klicks weiter war ich auf der Seite eines Vereins (grossartige Arbeit!), von dem ich zuvor nie etwas gehört hatte und von einem Foto schaute mich die kleine Katze von vorhin an: Unmissverständlich ein Mitglied meiner Familie!

Ihr Name ist Moonshine und er passt perfekt zu ihr. Und zum Umstand, dass sie mich in einer Vollmondnacht aufgesucht hat.
Der Rest ist schnell erzählt: Ich schrieb eine Mail, erhielt am nächsten Tag einen Anruf, informierte die Männer des Haushalts — welche sich sehr freuten! — über das neue Baby, wir machten Terrasse und Wohnung kittensicher, bauten viele gemütliche Nester, welche Henry höchstpersönlich probelag und holten Moonshine am 7. Dezember zu uns.

Der winzige Mond hat das Gemüt und Selbstvertrauen der Sonne und faucht grosse Kater wie Kashmir ungeniert an.
Sie ist ein Kletteräffchen und wir haben entsprechende Veränderungen in der Wohnung vorgenommen, nachdem wir merkten, dass ein Kratzbaum ihren Ansprüchen keineswegs genügt. Eine Matratze wurde gegen die Wand gestellt und Säulen mit Jute eingekleidet und mit Ausgucken versehen.
Henry ist überglücklich, wieder die Rolle des grossen Bruders und Beschützers inne zu haben, lehrt die Kleine Vögel beobachten und bringt ihr Mäuse. Er lässt sich von ihrem kindlichen Enthusiasmus anstecken und erlebt gerade eine zweite Jugend.
Allerdings stellt das Baby Biest die Nerven des sanftmütigen Katzengottes auch ganz schön auf die Probe mit all ihren Kratz- und Beissattacken.

Seit Montag machen wir tägliche Ausflüge in den Garten, ein Spass für die ganze Familie!

Wir sind dankbar, dass in einer dunklen Stunde für uns ein Mond aufgegangen ist, um uns den Weg zu leuchten, uns mit Liebe zu überschütten, als wir sie am dringendsten brauchten und uns daran zu erinnern, dass das Leben eine bunte und chaotische Reise ist, eng umschlungen vom Tod.
Dass ein gebrochenes Herz und grosse Liebe kein Widerspruch sind.
Dass mit jedem Tag eine neue Sonne und die Möglichkeit, von vorne anzufangen, aufsteigen.


Meine Familie wünscht euch und euren Lieben ein frohes Wochenende und all die Heilung, welche euer Herz gerade braucht!

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Kosmische Ekstase

Das Jahresende habe ich tief im Herzen der Traurigkeit verbracht. Tage und Nächte zogen formlos an mir vorbei.
Und doch gab es viel Licht in diesem Dunkel.

Da war die grosse Konjunktion, mit derer Energie zu arbeiten schlicht grandios war und zu deren Ehre ich kosmische Guetzli gebacken habe.
Mein erstes, aber definitiv nicht letztes Abenteuer mit bunter Glasur.

Ein unglaublich befreiendes Ritualfeuer unter dem letzten Vollmond des alten Jahres, bei welchem der Löwe und ich noch lange standen, Tee schlürften und zum ersten Mal seit langer Zeit richtig fröhlich waren.

Die wunderschöne «Follow Your Dreams»-Decke, welche ich dem Löwen zu Weihnachten geschenkt habe.
Künstler Louie Gong, der Gründer und CEO von Eighth Generation, erzählt darauf einen Traum, den er gehabt hat und die Geschichte seiner Katze.
Als ich die Decke gesehen habe, war ich tief berührt, denn ich erkenne darauf auch die Geschichte meiner.
Wir haben Sirius oft unseren Orca genannt, weil wir sie uns als solchen gut vorstellen konnten.
In ihrem dritten Lebensjahr hat sie sich einen Zahn abgebrochen und wer genau hinschaut, kann sehen, dass dies beim Orca auf der Decke auch so ist.
Auf dem Rücken trägt der Regenbogen-Killerwal eine kleine graue Katze mit M-förmiger Zeichnung auf der Stirn.
Glaubt es oder glaubt es nicht, aber sie hat unser Leben bereits betreten.
So erzählt die Decke für uns von der Vergangenheit und der Zukunft, welche sich am einzig existenten Punkt treffen: Hier und Jetzt.

Eighth Generation ist ein kleines Unternehmen in Seattle und gehört dem Stamm der Snoqualmie.
Ich empfehle allen, sich dort umzusehen. Tolle Künstler, starke Designs, schön gearbeitete Decken und für uns Veganer*innen gibt es viele Baumwoll-Optionen. Yay!

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Pyramdenfreitag

Hallo und herzlich willkommen im Jahr 2021!
Euch allen wünsche ich, dass ihr findet, was ihr sucht.

Beginnen wir das Pyramidenfreitag-Jahr mit einem neuen Unterkapitel der Rubrik «Das alte Ägypten im Film», nämlich «die Sphinx im Film».
Den Anfang macht heute die 1984er Verfilmung von Michael Endes ikonischer «Die unendliche Geschichte» unter der Regie von Wolfgang Petersen.
Die Schlüsselszene der Geschichte bildet Atreju’s Selbstmeisterung vor dem südlichen Orakel.
Dieses besteht aus einem energetischen Raum, gehütet von zwei Sphingen, welche alle, die nicht in Wahrhaftigkeit vor sie treten, ins Jenseits befördern.
Eine klassische Variante der Sphinx von Theben.
Für die Filmsphingen hat man sich visuell offensichtlich altägyptischer, griechischer, mesopotamischer und wie mir scheint auch siamesischer oder balinesischer Kunst bedient.
Ihnen Hufe als Hinterläufe zu geben, schien dem Kreativteam wohl eine gute Idee, faktisch macht das aus den Wesen Chimären.
Eine energetisch ganz andere Gattung.
Aus diesem ethnischen Mix sind äusserst ansehnliche Statuen entstanden — wären da nicht die überdimensionierten Brüste.
Die fand ich schon als Kind etwas suspekt und mit der ganzen perspektivischen Filmerei von unten fallen sie besonders auf.
Eine völlig unangebrachte Sexualisierung solcher Wesen, besonders in einem Kinderfilm.
Muss ich erwähnen, dass Meister Ende empört war über diese Darstellung? Wohl kaum.

Nichtsdestotrotz waren die Szenen mit dem südlichen Orakel für mich pure Magie und ich konnte mich daran gar nicht satt sehen.

Euch allen wünsche ich ein Wochenende voller magischer Momente.

Alle Bilder via Google Search.

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Alchemie

Ich brauche Stille.
Um zu trauern.
Mich fallen zu lassen — Der Kosmos wird mich auffangen.
Meiner Seele zuzuhören.
Das Leben nach dem Erlöschen des hellsten Sterns neu zu erfinden.

Danach werde ich aus der Asche emporsteigen und hier wieder schreiben.
Das wird im nächsten Jahr der Fall sein.

Euch wünsche ich ein friedvolles und geruhsames Jahresende und allen Segen auf eurem Weg.

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