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Schlagwort: Horus

Wo die Musik herkommt

«Nein, das kann ich nicht», antwortete Meister Hora, «denn was die Menschen mit ihrer Zeit machen, darüber müssen sie selbst bestimmen. Sie müssen sie auch selbst verteidigen. Ich kann sie ihnen nur zuteilen.»
Momo blickte sich im Saal um, dann fragte sie: «Hast du dazu die vielen Uhren? Für jeden Mensch eine, ja?»
«Nein, Momo», erwiderte Meister Hora, «diese Uhren sind nur eine Liebhaberei von mir. Sie sind nur höchst unvollkommene Nachbildungen von etwas, das jeder Mensch in seiner Brust hat. Denn so wie ihr Augen habt, um das Licht zu sehen, und Ohren, um Klänge zu hören, so habt ihr ein Herz, um damit die Zeit wahrzunehmen. Und alle Zeit, die nicht mit dem Herzen wahrgenommen wird, ist so verloren, wie die Farben des Regenbogens für einen Blinden oder das Lied eines Vogels für einen Tauben. Aber es gibt leider viele taube und blinde Herzen, die nichts wahrnehmen, obwohl sie schlagen.»
«Und wenn mein Herz einmal aufhört, zu schlagen?» fragte Momo.
«Dann», erwiderte Meister Hora, «hört auch die Zeit für dich auf, mein Kind. Man könnte auch sagen, du selbst bist es, die durch die Zeit zurückgeht, durch alle deine Tage und Nächte, Monate und Jahre. Du wanderst durch dein Leben zurück, bis du zu dem grossen runden Silbertor kommst, durch das du einst hereinkamst. Dort gehst du wieder hinaus.»
«Und was ist auf der anderen Seite?»
«Dann bist du dort, wo die Musik herkommt, die du manchmal schon ganz leise gehört hast. Aber dann gehörst du dazu, du bist selbst ein Ton darin.»
(…)
«Bist du der Tod?»
Meister Hora lächelte und schwieg eine Weile, ehe er antwortete: «Wenn die Menschen wüssten, was der Tod ist, dann hätten sie keine Angst mehr vor ihm. Und wenn sie keine Angst mehr vor ihm hätten, dann könnte niemand ihnen mehr die Lebenszeit stehlen.»

Momo, Michael Ende 1973

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Pyramidenfreitag

Die Schmuckstücke von Jean Burgers gehören zweifelsohne zu jenen Wunderdingen, welche man mit eigenen Augen sehen und die man anfassen muss, um die Komplexität und Bravour ihrer Kunstfertigkeit zu verstehen, egal wie vortrefflich sie fotografiert wurden.
Sie alle bestehen aus handgesägten, grösstenteils recycelten Metallplatten, welche zuletzt zusammengenietet werden.

Während Jeans Werk eine grosse Sammlung an göttlicher Geometrie umfasst, so hält das Alte Ägypten doch einen ganz speziellen Platz in ihrem Herzen; sie hat ihren Lebenspartner in der Cheopspyramide geheiratet.
Das sprengt schlicht den Rahmen meiner Coolheitsskala.

Ich wünsche euch ein frohes Wochenende! 3 Einen Kommentar hinterlassen

Pyramidenfreitag

Horus tanzt.
Zum einen, weil er gerade fertig kreiert wurde (Kinder, so was Frisches habt ihr hier noch gar nicht gesehen. Der Leim war während des Fotografierens noch am Trocknen) und zum andern, weil er mit ein paar Sterngeschwistern an einem Siebdruck—Projekt teilnehmen darf.

Darauf freue ich mich schon seit anfangs Jahr! Aber gut Ding will immer Weile haben und es braucht noch ein bisschen Arbeit, bis wir das Druckatelier stürmen.

Der Person, welche Bastet in ein Discolicht verwandelt hat (was ist so schwer daran, Künstlern Credit zu geben?!), möchte ich sagen: Ich liebe dich, du bist brillant!

Euch wünsche ich ein frohes Wochenende.

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Pyramidenfreitag

CULT

In dieser Serie aus dem Jahr 2009 haben die russischen Zwillingsschwestern und Puppenmacherinnen Lena und Katya Popovy den perfekten Balanceakt zwischen Tradition und Neuinterpretation geschafft. Ihre Figuren verschmelzen Gottheiten, Pharaonen und Totenkult in sich, sehen gleichzeitig modern aus und als entstammten sie einem Altägyptischen Grab.
Gänsehaut vor zehn Jahren, Gänsehaut heute.

Alle Bilder via Pinterest.

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Pyramidenfreitag

Das Alte Ägypten im Film.
Stets Ursprung des Handlungsstrangs, immer Quelle grosser Macht, mal gut, mal böse, mal zwischendrin.
Hier gezeigt wird Stargate von Roland Emmerich aus dem Jahr 1994.
Der Film beginnt brillant, verliert dann aber für meinen Geschmack an Biss in der zweiten Hälfte. Es lohnt sich aber allemal, ihn zu schauen, denn an den detailverliebten Kostümen von Joseph A. Porro kann man sich fast nicht sattsehen. An Jaye Davidson als androgyn–grössenwahnsinnigem Ra sowieso nicht.

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Pyramidenfreitag

Im Jahre 2013 stiess ich auf einen Tumblr-Account namens Inonibird, wo eine Person ihre mit viel Gespür und Liebe für den Altägyptischen Pantheon gezeichneten Comics postet: die Stick-Gods! Ich habe sie sofort ins Herz geschlossen und hoffe, dass sie heute auch ein Lächeln auf eure Lippen zaubern.

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Pyramidenfreitag

„God gave Rock’n’Roll to you“ singen Kiss und ihr solltet an dieser Tatsache nie zweifeln.

Die Postkarte hat der Löwe vor Jahren für mich kreiert, das zweite Bild ist ein Werk, welches ich traurigerweise unkreditiert auf Tumblr gefunden habe.

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