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Schlagwort: rescue cats

Wie ein Stern mich zur Sonne geführt hat — Katze des Monats Teil I

Wenn das Universum uns grosse Weise ins Leben schickt, so tut es dies meist unauffällig, beiläufig und leise. 
Denn es gibt Lektionen, die uns Menschen schlicht kalt erwischen müssen, um die gewünschte Wirkung zu erzielen.
Wenn so ein Lehrer euer Leben betreten und wieder verlassen hat, so bebt ein Nachhall durch eure Existenz, als hätte ein Komet eingeschlagen.
Ein Wesen, das diese Wirkung immer noch auf mich ausübt, geriet scheinbar wie Beifang in mein Leben. Es war nämlich ihr Bruder Henry, der mich gerufen hatte.
Eine ganze Weile war mir nicht klar, warum dieses winzige, arg traumatisierte und untergewichtige Katzenmädchen mit glänzend schwarzem Fell bei uns gelandet war. 
Und doch wusste ich in dem Moment, als ich sie sah, was sie war und nannte sie augenblicklich Sirius.
Wie ein Spiegel aus Obsidian reflektierte diese Sphinx schonungslos von Anfang an alles, was ich bin, von meinen grössten Tugenden bis hin zu meinen Unzulänglichkeiten, Unsicherheiten und Ängsten.
Unsere Beziehung war nicht immer einfach und doch waren wir einander in tiefer Liebe ergeben.
Vor allem aber brach mir diese Wunderkatze immer wieder das Herz. 
Ich sah in ihrem von Menschen verursachten Trauma und Schmerz den Schmerz aller Wesen dieser Welt.
Durch die Risse in meinem Herzen rieselte das Licht von Mitgefühl und Liebe in nie gekannter Tiefe für sie alle.
Der Samen, dass ich dereinst einen Ort des Friedens für Tiere und Menschen, welche Heilung brauchen, schaffen möchte, war gepflanzt.
Am Freitag wird es zwei Jahre her sein, seit unser geliebter Stern weitergezogen ist und es vergeht keine Nacht, in der ich diese komplizierte Katze nicht vermisse.
Aber ihr Wirken und ihre Inspiration gedeihen weiter in mir. 

Das Sämlein hat seine Hülle gesprengt und beginnt zart, ach so zart zu keimen:
der Löwe und ich haben angefangen, nach einem geeigneten Ort für dieses Unternehmen Ausschau zu halten und nehmen die nötigen Änderungen in unseren Leben vor, um diesen Traum zu verwirklichen.
Der kleine Surya ist das erste Wesen, welches wir in diesem Rahmen aufgenommen haben.
Projekt Sirius hat begonnen.

Ich wünsche euch eine inspirierte Woche.

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Kickstart My Heart

Der Oktober war so weit ein ziemlich wilder Ritt und es wär schon möglich, dass mir zwischenzeitlich zwei Paar Arme mehr gewachsen sind, um alles zu jonglieren.
Unter anderem haben wir den selig lächelnden Katzenbuben im zweiten Bild in unsere Familie aufgenommen und ja, ihr werdet alles über den kleinen Surya erfahren.
Trotzdem blieben leider keine Hände frei, um hier einen Eintrag zu tippen.
Auch jetzt bin ich nur kurz hier, um Hallo zu sagen und zu fragen: Wie geht es euch?
Ich hoffe, ihr navigiert zuversichtlich durch die turbulenten Gewässer unserer Zeit und
bezweifle keine Sekunde, dass ihr euer Bestes gebt!
In mir brodeln schon viele Ideen, wie ich euch hier im November Motivation, Mut und Freude bringen und ab und an ein Lächeln aufs Gesicht zaubern kann.

In der Zwischenzeit lade ich alle, welche Halloween gerne mögen und letztes Jahr diesen Raum noch nicht kannten, ein, im Oktoberarchiv 2021 zu stöbern.
Dort habe ich am Pyramidenfreitag jede Woche eine koreanische Serie oder einen Film zum Thema Dies- und Jenseits vorgestellt und leckere vegane Snacks dazu empfohlen.
Sowohl Grusel als auch spirituelle Tiefgründigkeit garantiert.

Ich wünsche euch von Herzen eine tolle Woche und wir treffen uns hier an All Hallows Eve.

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Liebe

Jetzt, da die Nächte kühler sind, schlafen die Katzen wieder auf unserem Bett.
Moonshine kuschelt sich zuerst ein, danach Henry.
Als Nächster legt sich der Löwe hin und wenn die Schlafenszeit für mich gekommen ist, kringle ich mich auf ein noch freies Stück Matratze.
Darauf bedacht, keinen der tief schlummernden Leiber, die kreuz und quer übers Bett verteilt sind, zu stören.
Manchmal ist das unbequem und manchmal fröstle ich, weil ich meine Decke nicht unter den Schlafenden hervorziehen kann.
Aber das ist mir egal.
Ich liege da und lausche, wie Henry Dinosauriergeräusche macht und schmatzt, wenn er Position wechselt.
Wie der Löwe laut und Moonshine zuweilen leise schnarcht.
Vor allem aber fühle ich ihre Herzen schlagen.
Vier Wesen vereint im Hier und Jetzt, wo sie sein und ihr Leben miteinander teilen wollen.
Dann fliesst mein Herz über vor lauter Liebe und Dankbarkeit.
Weil ich das grosse Glück habe, zu dieser wundervollen Herde zu gehören.

Liebe nimmt unendlich viele Formen an und wir alle erleben sie im Alltag sehr individuell.
Ich wünsche euch, dass eure Herzen offen sind diese Woche und immer, wenn sie zu euch spricht.

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Kein Pyramidenfreitag

Heute kommt ihr in freudiger Erwartung einer lange erwarteten Folge Pyramidenfreitags hier her und findet: keinen.
Aus dem simplen Grund, dass ich in der Zeit, in der ich den Artikel schreiben wollte, einem Magendarmvirus anheimfiel und diese — nun, ihr wisst schon wo — verbrachte.
Also wird es einen Pyramidenfreitag am Montag geben, danke für eure Geduld.

Wenn ihr mögt, sendet meinem geliebten Katzengott Henry Lord Noodlz heilende und liebende Gedanken.
Er hat sich gestern ein kleines Rückentrauma (keine Fraktion Göttin sei Dank!) zugezogen.
Ob Sturz, Biss oder Autokollision konnte die Tierärztin nicht mit Gewissheit sagen.
Ihm gehts soweit gut.
Er hat grossen Appetit und dank Antibiotikum und Schmerzmittel schläft er tief und kann rasch und komplikationsfrei heilen.

Ich wünsche euch allen ein erholsames und friedliches Wochenende.

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Barfing Across The Universe

Obwohl ich es viel besser weiss, habe ich mein inneres Kind in letzter Zeit ganz schön vernachlässigt.
Als Wiedergutmachung habe ich ihm die Oberhand im Atelier als auch ein neues Spielzeug versprochen.
Es hat sich Ölkreiden ausgewählt (Neopastel von Caran D’Ache, weil vegan) und sich umgehend daran gemacht, fröhlich auf meinen Collagen herum zu kritzeln.
Dabei hat es mich Folgendes gelehrt:
1. Gummiwürmer im Weltall zu futtern ist ein Anfängerfehler, weil man dann eine Regenbogenfontäne quer durchs Universum kotzt.
2. Die Klamotten von Yves Saint Laurent sehen besser aus mit Glitzersternchen drauf.
Anschliessend hat es sich mit seinem besten Freund, meinem schwarzen Humor, zusammengetan und ein paar Bilder gezeichnet.
Ich hatte letzte Woche so viel Spass wie lange nicht mehr im Atelier.
Moonshine und Henry freuen sich derweil, dass im Garten wieder alles kreucht und fleucht und sie vieles zu belauern haben.

Ich wünsche euch einen farbenfrohen Frühlingsanfang.

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