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Schlagwort: vegan for the animals

Katze des Monats

Ich war heute auf dem Weg ins Atelier, tief in Gedanken versunken, den Blick auf die bleischweren Wolken gerichtet.
Da wurde mir gesagt, ich solle meine Kamera auspacken.
Ich blieb augenblicklich stehen, stellte die Tasche auf den Boden und kramte den Apparat hervor, während ich die Gegend nach einem interessanten Motiv abscannte.
Ohne Erfolg.
Als ich aufstand und mich umdrehte, traf es mich wie ein Pfeil ins Herz:
auf einem Laubhaufen schlief friedlich eine grau getigerte Katze, während daneben auf der Strasse die Autos laut vorbei brausten.
Im Auge des Sturms liegen Ruhe und Kraft.
Genau die Botschaft, welche ich heute brauchte.
Bevor ich das Bild allerdings festhalten konnte, stand der Kater auf und kam mit verschlafenem Blick auf mich zu, um seinen Gast zu begrüssen.
Er freute sich, dass ich da war, strich mir um die Beine, forderte Streicheleinheiten und hatte so manches zu erzählen.
In seinen türkisblauen Augen leuchtete das Licht von Atlantis.
So teilten wir einen Moment liebevollen Austausches, bevor ich mich bedankte, ihn segnete und wir beide unserer Wege zogen.

Jeden Tag gibt sich das Universum unglaublich viel Mühe, uns Botschaften der Liebe, des Trostes, der Ermutigung und Freude zukommen zu lassen.
Uns allen.
Für jeden Menschen genau so, wie es für ihn am besten verständlich ist.
Alles, was wir tun müssen, ist hinschauen und zuhören.
Wenn wir dies nicht tun, gibt uns die kosmische Liebe keineswegs auf, sondern begleitet uns weiterhin und schickt uns Liebesbotschaften.
Also lasst uns die Welt so lieben, wie das Universum uns liebt: Nie wollen wir aufhören, uns für ein besseres Morgen für den Planeten und alle seine Wesen einzusetzen.
Gerade dann nicht, wenn wir einen Rückschlag hinnehmen mussten.
Die Liebe gewinnt immer, aber sie kennt keine Eile.

Ich wünsche euch eine gesegnete Woche.

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Gemütlichkeit

Der letzte warme Sommertag ist entschwunden.
Noch bestelle ich aus lauter Gewohnheit einen kalten Kaffee, nur um nach zwei Schlucken schaudernd zu wünschen, ich hätte die heisse Variante geordert.
Die Tage sind arbeitsintensiv und goldener Sonnenschein tanzt Ringelreihen mit ausgedehnten Regengüssen, während kalte Herbstwinde rauflustig an den Bäumen zerren.
Doch deren Blattwerk ist für die Jahreszeit bemerkenswert grün und sie behalten es stolz auf ihren Häuptern.
Als wollten sie das Leben, welches ihnen der harte Sommer so schwer gemacht hat, noch länger feiern und bis zum letzten Quäntchen auskosten.
Wer könnte es ihnen verdenken?
Abends tausche ich zu Hause meine Kleidung gegen einen kuscheligen Pyjama, will mich nur noch mit den Katzen in den Sessel lümmeln und den Gefährten drei Filme lang dabei zuschauen, wie sie den Ring nach Mordor tragen und sich epische Schlachten mit Orks liefern.
Derweil stricke ich warme Schals aus ehemaligen PET-Flaschen. 
Willkommen Herbst, mein teurer Freund.

Dass ihr diese Zeit so sehr geniesst wie ich, das wünsche ich euch.

Einrichtung
Bodenmatratzen: aus einem Möbelhaus, Plüschwal: ein Geschenk, gibts bei Big Stuffed, Imagine Being Loved By Me Kissen: Jennifer Merlin Scherler, Olympe – A French Sorceress Kissen: Liza Corbett,
Tisch: JAM Secondhand in Solothurn (Einer der schönsten Läden der Stadt. Schaut rein, wenn ihr dort seid), grüne Tara: Lhasa in Bern, alle Lotus Kerzenhalter und Statuen: Brockenhäuser, Teppich: Geschenk aus Marokko.

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Raum für Neues

Tiefe psycho-spirituelle Arbeit bringt stets grossen Wandel mit sich. 
Auflösung von Trauma, Loslassen und Heilung schaffen Raum für Neues. 
Platz für mehr von unserer wahren Natur. 
Nicht selten tritt dann ein anderer Seelenaspekt in den Vordergrund. 
Einer, der Gaben, erworbene Fähigkeiten und Weisheit aus vergangenen Leben und anderen Ebenen als Geschenk mitbringt, damit wir sie ganz im Hier und Jetzt integrieren und nutzen können.
In solchen Fällen können Veränderungen, die zuerst verwirrend wirken, auf allen Ebenen geschehen.
Schlafrhythmen verschieben sich, Kleidung, Farben und Formen, welche mensch eben noch mochte, scheinen plötzlich belanglos und es zieht einen zu ganz anderen Stylen hin. 
Beim Essen ist da diese unerklärliche Lust auf eine bestimmte Landesküche oder gewisse Lebensmittel.
Musik, welche man bis anhin nur am Rande zur Kenntnis nahm, wirkt plötzlich unwiderstehlich.
So bizarr dies einem scheinen mag, es gibt keinen Grund zur Sorge. 
Im Gegenteil: Eine neue Stufe der spirituellen Entwicklung wurde eingeläutet.
Also feiert solche Veränderungen, indem ihr einfach erlebt, mitfliesst und offen seid für das, was sich euch offenbaren möchte.

Wie ich hier schon erwähnte, habe ich einen äusserst transformativen Sommer hinter mir und das Obige einmal mehr erlebt.
Zum ersten Mal habe ich Lust, ein Atelier mit anderen Leuten zu teilen und tue dies nun. Es macht viel Spass.
Ich hatte genug von meiner blauen Meer-Löwen-Mähne und habe mir unter dem leeren Mond den Schädel rasiert.
Viele meiner Besitztümer habe ich bereits verschenkt, weggegeben oder verkauft.
Ein grosser Teil meiner Kleider passt nicht mehr zu mir, weil er mein Seelenlicht nicht mehr präzise reflektiert. Ich bin dabei, meine Garderobe gründlich auszusortieren und verkaufe all diese Klamotten diesen Samstag am Flohmarkt in der Bieler Altstadt.
Falls ihr gerne ein mit Liebe getragenes und sorgfältig gepflegtes Stück Regenbogen zum Anziehen adoptieren oder einfach Hallo sagen möchtet, kommt vorbei.
Ich freue mich auf euch.
Geniesst eure Woche.

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Pyramidenfreitag x Katzen des Monats

Der heutige Artikel ist allen Katzen dieser Welt gewidmet.
Mögen sie und all ihre Nachfahren reich gesegnet sein.

Das obige Bild stammt aus dem Jahr 2015 und erzählt vom allerersten Katzenkult.
Es hat sowohl meinem Label als auch ein paar Jahre später diesem Blog seinen Namen gegeben.
The Original Cat Cult.
Was ich euch heute erzählen möchte, beginnt aber nicht mit dem ersten, sondern dem populärsten Katzenkult auf Erden.

Folgt mir ins Land am Nil.
Dort lebte vor einigen Tausend Jahren eine weitentwickelte Menschenzivilisation mit grossen Plänen.
Das Gestirn des Sonnenkultes stand im Zenit und in seinem Göttinnenreigen herrschte die feurige, löwengestaltige Lebensbeschützerin Sekhmet.
Angezogen von den Mäusen und Ratten, welche in den grossen Kornspeichern lebten, kamen Wüstenkatzen herbei und liessen sich bei den Menschen nieder.
Das Katzen- und Menschenvolk bildete eine Allianz.
Bastet, katzengestaltige Göttin der Schönheit und Musik zog in den Pantheon ein. Sie ist als Sekhmets wohlwollender und sanftmütiger Dualaspekt zu verstehen.
Der Katzenkult zog Kreise und die Stubentiger wurden verehrt bis in die griechisch-romanische Zeit hinein.

Weder das Katzen- noch das Menschenkollektiv hat die Zeit der Huldigung je vergessen. 
Auch heute noch werden die Samtpfoten verehrt.
Neuste Studien zeigen, dass sie das beliebteste Haustier sind.
Schön, oder?
Ich möchte heute aber die Kehrseite der Medaille beleuchten.
Bedingungslos war die Liebe der Menschen den Katzen gegenüber nämlich nie.
So machten die Priester*innen der Bastet Tempel lukrative Geschäfte, in dem sie Katzen züchteten, um sie dann zu töten, mumifizieren und Gläubigen zu verkaufen.
Es ist dabei wenig tröstlich, dass sich beim Röntgen viele dieser Mumien als leer oder mit nur einem Knöchelchen versehen erwiesen.
Ob die Priester*innen ein schlechtes Gewissen hatten oder die Nachfrage das Angebot bei Weitem überstieg, bleibt im Dunkeln.
Die Moral der Geschichte ist sowieso die Gleiche: Profit kommt vor Tierliebe und -wohl.
Ich wünschte, diese Dissonanz zwischen Anbetung und Ermordung von Katzen wäre heute überwunden.
Aber leider leben wir in einer Gesellschaft, welche einerseits alles für ihre vierbeinigen Lieblinge tut und zugleich die Augen davor verschliesst, dass Versuchslabore Katzen eigens für diesen Zweck züchten und diese Wesen dann in Experimenten grausam zu Tode gequält oder unmittelbar danach getötet werden.
Wenn so viele Menschen Katzen ach so sehr lieben, warum geschieht das dann?
Wenn sich alle Katzenliebhaber*innen zusammen tun würden, wären Tierversuche im Nu ein für alle Mal Geschichte.
Wir befinden uns hier im digitalen Tempel des originalen Katzenkultes, darum schreibe ich über Katzen, aber in Wahrheit kann Katze hier mit einem beliebigen anderen Namen der Tiernationen ausgetauscht werden.
Ich persönlich empfinde es als grosse Chance, in diesem Zeitalter hier zu sein.
Wir haben die Möglichkeit, alle Verbrechen, welche die Menschen gegen andere Nationen verübt (hat), zu beenden und zu transformieren.
Das fordert viel Einsatz.
Aber ich bin sicher, dass alle, die nicht nur behaupten, Tiere zu lieben, sondern dies aufrichtig tun, ihn gerne leisten.

Ich wünsche euch ein Wochenende, das so entspannend ist wie das Schnurren einer zufriedenen Katze.

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Metamorphose

Ein Sommermandala.
Geschaffen aus all den Dingen, welche mir im Juli begegnet sind.
Ein Schwalbenschwanz
und Nasenzwicker,
welche nach schwerem Hagelschlag auf meiner Terrasse lagen.
Eicheln,
gesammelt unter den grosszügigsten Bäumen der Stadt.
Winzige Müschelchen,
aufgelesen am Strand, bei meinem abendlichen Seeschwimmen.
Alles gekränzt von den wunderbarsten Rosen aus meinem Gärtlein.

Es erzählt die Geschichte von Metamorphose.
Ich durchlief im Juli die letzten Phasen des Phönixes und es war herausfordernd und physisch schmerzhaft, um das Mindeste zu sagen.
Nun bin ich hier auf der andern Seite.
Zitternd und frisch geschlüpft.
Mit freudig klopfendem Herzen warte ich darauf, dass meine Flügel aushärten und bin gespannt, wohin mich die Winde tragen.

Ich wünsche euch allen einen gesegneten August.
Schön, dass ihr hier seid!

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Lasst Gott lachen

Wer (Katzen)Gott zum Lachen bringen will, macht Pläne.
Es freut mich, konnte ich persönlich zu seiner Belustigung beitragen, denn jeder einzelne von meinen fiel letzte Woche mit lautem Platsch! ins Wasser.
Dadurch entstand Raum für Unvorhergesehenes:
So landete ich in einem verwunschenen Garten, trank Kaffee in Gesellschaft anmutig tanzender Molche
und verbrachte den schönsten Abend in perfekter Gesellschaft am See.
Es gäbe mehr zu erzählen, aber mein Gehirn hat seinen Schmelzpunkt ist erreicht.
Deshalb hier nur noch drei Dinge, welche ich euch in die neue Woche mitgeben möchte:
Ihr seid wunderbar genug und ich glaube an euch.
Die Dinge sind nicht immer, wie sie scheinen. Gebt einer Situation Zeit ab zu kühlen und ihr werdet feststellen, dass manches sich ganz von selbst klärt, ohne dass ihr euch darein verwickelt.
Bitte denkt in dieser Hitze an unsere nicht menschlichen Geschwister und stellt Wasserschalen auf eure Fensterbänke, Balkone, Terrassen und in die Gärten.
Insekten, Vögel und Landtiere sind in diesem Sommer auf Tränken angewiesen.

Gesegnete Sonnwende wünsche ich euch.

Vegane Free Tibet Schuhe: Komodo, ägyptische Ohrgehänge: Geburtstagsgeschenke.

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Midnight Snacks

Wisst ihr noch?
Wie wir uns früher im Klub oder auf einem Konzert einen zünftigen Hunger angetanzt und angefeiert und dann zuhause, meist mit Freunden müde, aber aufgekratzt einen Topf Nudeln gekocht haben?
Oder wie mensch auf dem Sofa sitzt, in Gespräche vertieft bis alle Beteiligten merken, dass ob der vielen Rederei der Magen knurrt.
Nachtnudeln sind magisch.
Das fand ich schon immer.
Sie schmecken ganz anders als am Tag und haben nicht den Anspruch, in irgendeiner Form elaboriert zu sein.
Niemand kocht wohl morgens um vier eine ausgeklügelte Sugo.
Nein.
Viele mögen sie butterig, manche mit einem Schuss Sojasosse, andere streuen Nussmesan oder Ähnliches drauf, ich kenne Leute, die schütten Ketchup drüber.
Ich mag es gerne scharf, deshalb sind meine aktuellen Favoriten Udon mit Sriracha und Sriracha Mayo drauf (selbstredend vegan und alle drei Zutaten sind Nachbarn im Asia Regal der Migros).
Eine ehrliche Schüssel voll dampfender Nudeln mitten in der Nacht, das ist eine Liebeserklärung an das Leben selber.
Sie bezeugt das Wunder, das wir sind.
Dass wir genau hier und jetzt mit genau diesen Menschen lachen und über Gott und die Welt reden, Musik hören und dabei unseren Körper, der nur in dieser Existenzform sinnliche Erfahrungen machen kann, mit köstlichen Teigwaren versorgen, während über uns die Sterne funkeln.
Seid ihr euch der Kostbarkeit und Heiligkeit solcher Momente bewusst?

Morgen Nacht wird ein weiterer Supermond am Himmel strahlen.
Warum ladet ihr euch nicht selber zu einem Mond-Rendezvous auf eine Schale Nachtnudeln ein?
Geniesst sie, während ihr mit dem Mond betrachtet, wo ihr gerade steht, wohin ihr wollt, was es aus zu sortieren gilt, um dahin zu gelangen.
Nachtnudeln sind kleine Magie, ein Supermond massive.
Vergesst nie, dass das Leben in allen Formen voll davon ist und sie euch stets zur Verfügung steht.
Also seid wach und werdet bewusst ein Teil davon.

Auf eine magische Woche, ihr Lieben.

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sa-rang-hae

Wir sind angekommen.
Seit zwei Wochen leben wir nun schon in unserem neuen Heim und fühlen uns alle pudelwohl.
Henry hat sein neues Revier bereits nach 24 Stunden erkundet und für gut befunden.
Der Kater heisst ja nicht umsonst Katzengott: Regeln, von wegen erst mal zwei Wochen drinnen bleiben und dann Freigang gewährt bekommen, wurden definitiv nicht für ihn geschrieben.
Moonshine liess es gemächlicher angehen, sie sass eine Woche lang auf der Terrasse und hat den Garten von oben beäugt.
Mittlerweile geht sie auf Streifzüge, geniesst es aber auch, einfach mit dem Löwen auf einem Liegestuhl zu dösen.
Die Blumen in den mitgebrachten Töpfen blühen lachend dem herrlichen Baum im Innenhof entgegen, ansonsten braucht die Terrasse noch intensive Liebe, damit sie ihr Potenzial voll entfaltet.
Die lasse ich ihr nur allzu gerne zukommen, schliesslich ist es mir eine grosse Freude, die Orte, welche ich bewohne, in blühende Friedensoasen für Mensch und Tier zu verwandeln.

Ich wünsche euch eine Woche voller Wunder.

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Katzen des Monats: Coralie und Pamina I

Es ist mir eine grosse Freude, euch heute zwei ganz besondere Stubentiger vor zu stellen: Meine Patenkatzen Pamina und Coralie.
Weil das Thema mir sehr am Herzen liegt, es dazu viel zu sagen gibt und sie zu zweit sind, werden sie auch im Juni Katzen des Monats sein.

In unserer Welt warten und hoffen viel zu viele Katzen (wie auch Hunde und unzählige andere Tiere) krank und hungrig auf ein sicheres und warmes Plätzchen.
Die Tierheime sind proppenvoll mit wunderbaren vierbeinigen Gefährten, welche dort warten müssen, weil viele Menschen ihre Tiere lieber nach dem Schöner-Wohnen-Prinzip wählen und bei Züchtern kaufen.
Was eine grauenhafte Quälerei ist, vor allem für die Mütter!
Schwarze Katzen werden zudem deutlich weniger oft adoptiert als ihre anders gefärbten Geschwister, schlicht weil das mittelalterliche Geschwätz, sie seien mit dem Teufel im Bund, Hexenkatzen etc. sie bis heute unbeliebt macht.
Wisst ihr, was all diese Katzen gemein haben?
Sie sind physisch gesund.
Was ist dann mit denen, die das nicht sind?
Was ist mit den Büsis, deren Körper mechanische Schäden haben?
Oder die auf eine andere Art in ihrem Sein beeinträchtigt sind?
Trauriger weise werden sie oft als Mangelware betrachtet, die ja eh keine Lebensqualität haben würde und darum eingeschläfert.
Skandalös!
Unser aller Körper kann per Geburt anders geartet sein oder aber durch Krankheit und Unfall geschädigt werden.
Nimmt dadurch unser Seelenlicht ab?
Oder unsere unantastbare Würde?
Unser Recht auf Leben?
Nimmer.
Weder unsere noch die irgendeiner anderen Spezies.
Zum Glück setzen sich immer mehr Organisationen für diese Tiere ein.
Sie zu platzieren ist allerdings nach wie vor schwierig, da viele Leute Berührungsängste haben oder nicht wissen, wie mit diesen Wesen umgehen.

Eine wunderbare Person, welche diese Vorurteile beherzt angeht, ist Erdengel Valentina Rossel vom Hof Narr.
Bei ihr lebt eine Vielzahl von Handicap-Tieren: Hunde und Katzen, welche blind sind, denen Gliedmassen fehlen oder die Ataxie haben, bei manchen von seelischer und körperlicher Misshandlung ganz zu schweigen.
Wer ihr Haus betritt, wird umgehend von einer fröhlichen Hundebande begrüsst.
Allen voran die begeisterte und zuckende (Ataxie) Anouschka, gefolgt vom grossen Yuri, welcher sein Augenlicht verloren hat.
Yuri, der so stattlich wie auch zart ist und der einem direkt in die Herzsaiten greift.
Mein erster Gedanke war «Wenn jemand eine Hundestatue fertigen will, sollte Yuri das Vorbild sein.»

Dort wohnen auch Pamina und Coralie.
Die erste wurde in Griechenland, die zweite in der Türkei geboren.
Beide als Strassenkatzen, die einen starken Katzenschnupfen hatten, welcher zu einer massiven Augeninfektion führte.
In solchen Fällen werden die Augäpfel entfernt, um die Entzündung aufzuhalten.
Gerne würde ich sagen, das sei eine seltene Angelegenheit, ist es aber nicht.
Der Grund, warum das hier weniger oft geschieht, ist der, dass die Kitten häufig früh genug von Organisationen aufgegriffen werden und eine medikamentöse Behandlung die Augen und deren Licht retten kann.

2020 reiste die rot getigerte Pamina von Kreta über GASAH -Organisation Greek and Swiss Animal Help
auf den Hof Narr. Eigentlich hätte ihre beste Freundin mitkommen sollen, doch leider verstarb sie vor der Abreise.
Der Hofclan nahm die kleine Katzendame herzlich auf und integrierte sie sofort.
2021 schickte das Leben ihr eine neue beste neue Freundin in Form von Coralie an die Seite (via Limon- vergessene Seelen).
Coralie hat seit über zwei Jahren in einem Tierheim auf ihren Platz an der Sonne gewartet.
Menschen durften ihr in dieser Zeit nicht nahekommen, geschweige denn anfassen. Muss ich erwähnen, dass sie direkt in meine Arme gelaufen ist, um zu kuscheln?

Als Heilerin, welche mit traumatisierten Katzen und Menschen arbeitet, möchte ich hier nochmals ganz klar sagen: Es gibt keine Problemkatzen! 
Wo Trauma passiert ist, darf Heilung geschehen, das sehe ich täglich. 
Dafür ist ein liebevolles Umfeld mit viel Geduld, Respekt und Mitgefühl, was es braucht, um verlorenes Vertrauen wieder auf zu bauen. 
Eine Oase und Wesen, die Halt und Geborgenheit geben, wenn die alten Wunden aufbrechen und schmerzen.
Das gilt für alle Spezies.
Und sollte nicht dies überhaupt die Art sein, wie wir alle miteinander leben?

Das nächste Mal erzähle ich euch alles über mein erstes und bis dahin hoffentlich auch zweites Treffen mit dem Dream-Team.
Bitte besucht in der Zwischenzeit den Hof Narr auf den sozialen Medien, denn gerade suchen 1500 Hühnerfreundinnen einen Lebensplatz, anstatt geschlachtet zu werden.
Adoptiert, wenn ihr könnt. Ansonsten teilt die Beiträge.
Wandel braucht uns alle.

Fotos von unserem Besuch: der Löwe
Alle anderen Bilder und Video: Valentina Rossel

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I Think There Is Someone Praying For Someone

Drei halbfertige Heldinnen aus längst vergessenen Legenden sind aus den Tiefen meines Archivs aufgetaucht,
bereit, ihre Geschichte mit mir zu teilen.
Fotografiert auf den einzigen drei Hintergründen, die interessanterweise (aus Versehen) am Wochenende nicht in eine Schachtel gepackt und gezügelt worden sind.
Seltsam, wie gut sie zu den Figuren passen, obwohl sie nichts mit ihnen zu tun haben.
Es gibt eben keine Zufälle.
Schon entspinnen sich neue Erzähloptionen.

Den Segen für die neue Woche singt für uns IU mit Love Poem.

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Das Universum lacht im Kaffeebecher

Am Samstag braute das Universum ein spirituelles Spektakel der Superlative für uns zusammen: ein leerer und schwarzer Mond mit einer Sonnenfinsternis, beides im Stier.
Mit den anderen wirkenden Zeichen ein extrem potenter Mix, um Grosses zu träumen und schaffen.
Ich stand in einer leeren Loft.
Auf dem Boden stand ein Becher Kaffee, den der Löwe mir soeben gebracht hatte und dieses Bild löste in mir ein Hochgefühl sondergleichen aus.
Eine Mischung aus Dankbarkeit, Freude, Aufregung, Frieden, Liebe und grosser Erleichterung.
Die Türklingel riss mich aus meinen Gedanken und die ersten Freunde trafen ein, um mit uns unsere neue Wohnung und die Rückkehr in die Stadt zu feiern.
Wir plauderten und lachten, tranken und futterten Snacks und ich habe mich seit Jahren nicht mehr so leicht gefühlt.
Das Wolfskind freute sich besonders über so viel leeren Raum zum umher krabbeln und war begeistert, wie laut ihr Lachen von den Wänden hallte.
Ein segensreicher Start in ein neues, fruchtbares Kapitel.
Nun wird emsig gepackt, denn in zwei Wochen schon ziehen wir in diese Friedensoase für Katze und Mensch.
Ich werde das Bloggen nicht unterbrechen, danke euch aber für eure Geduld, wenn die Artikel nicht wie sonst pünktlich montags und freitags erscheinen.

Ich wünsche euch eine wunderbare Frühlingswoche.

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Pyramidenfreitag

Hallo, ihr Lieben,
ich hoffe, ihr geniesst den prächtigen Sonnenschein.
Heute gibts hier ohne Umschweife ein bisschen praktische Lebenshilfe.
Speziell für all jene, die langsam aber sicher eine Krise bekommen, weil sie viel Motivation und Energie investieren, es sich aber anfühlt, als ob etwas sie zurückhalten würde und sie trotz steter Bemühungen auf keinen grünen Zweig kommen.
Was genau sie bremst, können sie beim besten Willen nicht ausmachen.
Es gilt also, die Blockade zu identifizieren und aus zu schalten.
Nichts leichter als das.
Alles, was ihr braucht, ist eine ruhige Viertelstunde und ein Tarotdeck.

☥ Setzt euch bequem hin und atmet euch in eure Mitte.
Der Fokus liegt auf dem Herzchakra (Brustmitte).
Wenn ihr euch angekommen fühlt, bittet die Wesen, welche euch bedingungslos lieben, um ihren Beistand zu eurem höchsten Wohl.
☥ Mischt die Karten und konzentriert euch dabei darauf, wie sich dieses blockiert sein anfühlt.
Fächert dann die Karten mit der Bildseite nach oben auf und sucht den Tod.
Gemeinsam mit der Karte unmittelbar davor (links) und der danach (rechts) zieht ihr ihn aus dem Deck.
☥ Auf Position 1 liegt die Blockade.
Das, was euch am Vorankommen hindert und losgelassen/transformiert/bereinigt (Tod, Position 2) werden will, bevor ihr unbeschwert und mit neuer Energie (Position 3) weiterziehen könnt.
Taroterfahrene können für mehr Informationen zur Situation selbstredend die Quintessenz legen.

Eine unglaublich einfache und effektive Methode.
Solltet ihr allerdings feststellen, dass die Blockade gewaltiger ist als gedacht oder ihr schlicht nicht wisst, wie sie zu lösen ist: Wendet euch an Profis, dafür sind wir ja da.

Kartendeck: Tarot Of The Cat People
Autorin und Illustratorin: Karin Kuykendall
Verlag: U.S. Games Systems

Möge der Regen am Wochenende euren Körper und eure Seele erquicken.

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Würdig ist das Lamm — Friedensgedanken zu Ostern

Unbehandeltes Trauma hat zur Folge, das wir den gleichen Zyklus gezwungenermassen immer aufs Neue wiederholen.
Die Basis unserer modernen Gesellschaft sind Traumata, welche die Menschheit seit Tausenden von Jahren mit sich herumschleppt.
Traditionen sind ein Teilaspekt des Problems. Wir wiederholen Althergebrachtes stets aufs Neue, ohne es zu hinterfragen.
Einfach, weil mensch es immer so gemacht hat und alle es tun.
Obwohl vieles davon toxisch ist und uns und den Planeten in den Ruin treibt.
Magid Magid hat dazu gesagt «People often accuse me of tearing up tradition, but what is tradition, apart from peer pressure from dead people?»
Treffend.
Die Osterzeit ist eine Leidenszeit für zahllose Tiere, namentlich Fische an Karfreitag, Lämmer und Zicklein an Ostern, Legionen von Legehennen, welche nur für diese Zeit gezüchtet und ausgenutzt, anschliessend gleich getötet werden.
Die Menschen feiern die Wiedergeburt, Ostara, den Frühling, Auferstehung oder wie ihr es nennen mögt, indem sie das Leben an sich mit Füssen treten.
Weil es Tradition ist.
Im Hier und Heute wird es uns so einfach gemacht, uns beim Einkauf gegen das Unrecht und für den Frieden zu entscheiden: Die Regale sind voll mit umweltfreundlichen und veganen Produkten für alle Lebensbereiche.
Wenn wir mit alten Traditionen brechen, entsteht Raum, um neue, freud- und friedvolle Traditionen zu schaffen, die alle Wesen ehren und respektieren.
Aufregend!
Voran geht einmal mehr ein Flaggschiff für zukünftiges Zusammenleben: Der Lebenshof Narr.
Gestern waren der Löwe und ich an ihrem Vish Event, Ostern neu gedacht.
Müsste ich den Anlass in einem Wort zusammenfassen, würde ich leuchtend wählen.
So viele schöne Menschen mit offenen Herzen, deren Gesichter von einem breiten Lächeln erhellt wurden.
Hier, um Gemeinschaft mit all den Tieren zu feiern.
So sieht Friede aus.
Sea Shepherd war da und hat einen Vortrag gehalten, den ich allerdings verpasst habe, weil ich in der Zeit meine Patenkatze Pamina besuchte.
Ich stelle sie euch ausführlich im Mai vor, da wird sie Katze des Monats sein.
Das Team von Hello Vegan hat im Narrensee gefischt und uns mit einem Vishbüffet verwöhnt, dass alle Erwartungen bei Weitem übertroffen hat.
Auf den eigenen Teller zu gucken, war dabei essenziell, ich drehte meinen Kopf nur einmal und schon sass da Huhn Rhea und pickte fröhlich Leckereien von meinem.
Am meisten genossen habe ich die Zeit mit den Schweinen.
Ich liebe diese wunderbaren Wesen!
Vom Gegrunze bis hin zum Ringelschwänzchen finde ich alles herrlich an ihnen.
Besonders die Bekanntschaft mit Lars und seiner kleinen Schwester Rosalie hat mich gefreut.
Letztere ist dem Horror in der Ukraine entkommen und hat hier sicheren Hafen und einen liebevollen Bruder gefunden.
Wenn die Kleine mit den wunderschönen Augen ihr helles Quieken ertönen lässt, zerspringt einem das Herz vor lauter Verzückung in tausend bunte Glitzerpartikel, die dann langsam zu Boden sinken.
Es gab auch viele Herzmomente mit fabelhaften Menschen, hier vereint für eine respekt- und würdevolle Zukunft für alle Wesen.
Von senior Veganer*innen bis zu den neugeborenen, waren alle vertreten.
Aber auch viele Vege- und Flexitarier*innen, sowie Fleischesser*innen, deren Herz anklopft und die sich mit den wichtigen ethischen Fragen beschäftigen.
Auf dem Weg zum Erwachen der Menschheit in Mitgefühl ist kein Platz für Elitismus.
Alles, was wir tun können, ist mit liebendem und friedlichem Beispiel vorangehen.
Leuchtend eben.

Danke an Sarah und Georg Heiligtag, dass ihr eure Vision in einen Ort des Friedens und ein Leuchtfeuer der Zukunft gewandelt habt.
Mein Dank geht auch an euer tolles Team für den herzerwärmenden Event und besonders an Valentina, die sich trotz des hektischen Tages die Zeit genommen hat, mir einen Besuch bei Pamina zu ermöglichen.

Weil ich gestern mehrmals nach meinem T-Shirt gefragt wurde, hier nochmals die Angaben: Tomorrow x I Scream Colour für Sea Shepherd.

Ich wünsche euch Frieden dieser Tage.

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A Beautiful Mess

Als wir Kinder waren, hing an der Zimmertür meines Cousins ein Kunststoffplättchen in grellem neonorange, auf dem «Hier herrscht das Chaos» stand. 
Für mich war dieser Satz das Axiom der Coolness. 
Ich wusste schon damals, dass jenseits von Erwachsenen, welche einem Ordnung einbläuen wollen, das Chaos der magische Raum ist, in dem Möglichkeiten endlos sind und alles entsteht.
In meinem Atelier herrscht definitiv das Chaos. 
Überall liegt Papier, freie Flächen gibt es kaum.
Ich würde es nicht anders haben wollen.
Es ist kein Vorzeigezimmer, durch das es pittoreske Führungen für Interessierte gibt, sondern ein hermetisch abgeriegelter und zweckmässiger Tempel der Kreativität, den ausser mir und den Katzen niemand zu betreten hat.
Dort verhelfe ich vielen Figuren in rascher Folge in ein physisches Sein.
Manche wissen, wer sie sind und wohin sie gehören, manche wissen, wohin sie gehören, aber nicht, wer sie sind oder umgekehrt. 
Andere purzeln in papierene Existenz und wir müssen erst gemeinsam herausfinden, warum und wohin mit ihnen. 
Sie alle sind Teil meiner persönlichen Legenden und es ist für mich tiefe Meditation, sie ins hier und jetzt zu holen.
Im Moment ist das Volumen an halb fertigen Persönlichkeiten enorm.
Also entschuldigt mich, ich sollte weiterarbeiten.
Am Samstag erwartet euch hier ein Osterspezial und dafür ist noch gar nichts fertig.

Ich wünsche euch eine bunte Woche.

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Katze des Monats: ハローキティ

Vier Jahre bevor ich geboren wurde, kam ein kleines weisses Kätzchen namens Kitty White in Japan zur Welt.
Weder die Schöpferin Yūko Shimizu noch ihr Auftraggeber Sanrio hätten sich wohl träumen lassen, dass die Katze, deren Hintergrundgeschichte besagt, dass sie mit ihrer Familie in London lebt, die Galionsfigur der Firma werden würde.
Hello Kitty mit der Mission Freundschaft begann einen Triumphzug um den Globus, der bis heute anhält.
In Industrieländern dürfte sie allen ein Begriff sein.
Ich habe die Katze immer gemocht und denke, dass ein Design, das so einprägsam und schlicht ist, dass jedes Kind es nachzeichnen kann, brillant ist.
Als ich am Freitag im Atelier beim Wühlen in einer Materialkiste einen alten Hello Kitty Kopf — das Überbleibsel eines defekten PEZ-Spenders — fand, wusste ich, der Zeitpunkt für eine Hommage ist da.
Zumal es draussen dicke Flocken schneite und die Katzen sich mit dem Kommentar, sie kämen erst wieder raus, wenn die Sonne scheint, ins Bett verkrochen.
Den Kopf habe ich zusammen mit einer antiken Brosche, Schuhschnalle und ein paar Plastikperlen, die zuvor einen anderen Ohrring zierten, in ein buntes, stolzes, lautes und schweres Statement-Ohrgehänge rezykliert.
Weil das spassig war, beschloss ich, Hello Kitty Collagen zu machen.
Während das ursprüngliche Vorbild für die Figur die japanische Bobtail ist, war für mich schon immer klar, dass eine Persönlichkeit wie Kitty White eine fluffige und wuschelige Langhaarkatze ist.
Genau genommen gibt es für mich nur eine Katze, welche als Verkörperung der Kawaii Ikone infrage kommt:
Die türkische Angora, auch bekannt als Feenkatze.
Ob ihr damit einverstanden seid, könnt ihr hier gleich selber beurteilen.

Ich wünsche euch eine gute Woche und warum nicht den Fokus auf die Freundschaften in eurem Leben legen?

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Wundertüte

Die letzte Woche war ein bisschen irr.
Nicht die gute Art irr, denn bei der guten Art irr springt stets mindestens eine interessante Geschichte raus.
Die weniger gute Art irr ist nervig und anstrengend, es gibt weiter nichts darüber zu sagen und mensch ist froh, wenn diese Phase vorbei ist.
Das Leben ist eben kein Bilderbuch, sondern manchmal eher eine Schachtel Pralinen, das wusste schon Forrest Gumps Momma.
Da greift mensch nach einer besonders hübschen, vielversprechend wirkenden Schokolade, beisst voller Vorfreude herzhaft hinein und zack! ist der kleine Scheisser mit Marzipan gefüllt — mein persönlicher Albtraum!
Dann stehst du vor der Wahl: Willst du ab jetzt keine Praline mehr ergreifen, weil du das Opfer einer fiesen Welt bist, welche es schlecht mit dir meint und dir eh wieder Marzipan reinwürgt, wenn du es zulässt?
Oder freust du dich über die vielen Möglichkeiten in der Schachtel und weisst, dass wenn du Marzipan hinter dir gelassen hast, nun die leckeren Sorten wie Karamell, Nougat oder Likör folgen?
Sogar in meiner Marzipanwoche gab es Karamellmomente: Tibetisches Essen mit Freunden, kuscheln mit meinen Katzen, den ersten Schnittlauch aus dem Garten, Kaffeetrinken mit dem Löwen in der Sonne, spektakuläre Mondaufgänge und mein neues lieblings T-Shirt ist angekommen.

Ich wünsche euch die Kraft, erhobenen Hauptes durch die Marzipanmomente im Leben zu gehen und euch emotional nicht darein zu verwickeln oder herunterziehen zu lassen. Das ist nur ein Wirbelwind Energie, der mit euch spielt und bald wieder vorbei ist.
Danach kommt Karamell, ich weiss es.

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Barfing Across The Universe

Obwohl ich es viel besser weiss, habe ich mein inneres Kind in letzter Zeit ganz schön vernachlässigt.
Als Wiedergutmachung habe ich ihm die Oberhand im Atelier als auch ein neues Spielzeug versprochen.
Es hat sich Ölkreiden ausgewählt (Neopastel von Caran D’Ache, weil vegan) und sich umgehend daran gemacht, fröhlich auf meinen Collagen herum zu kritzeln.
Dabei hat es mich Folgendes gelehrt:
1. Gummiwürmer im Weltall zu futtern ist ein Anfängerfehler, weil man dann eine Regenbogenfontäne quer durchs Universum kotzt.
2. Die Klamotten von Yves Saint Laurent sehen besser aus mit Glitzersternchen drauf.
Anschliessend hat es sich mit seinem besten Freund, meinem schwarzen Humor, zusammengetan und ein paar Bilder gezeichnet.
Ich hatte letzte Woche so viel Spass wie lange nicht mehr im Atelier.
Moonshine und Henry freuen sich derweil, dass im Garten wieder alles kreucht und fleucht und sie vieles zu belauern haben.

Ich wünsche euch einen farbenfrohen Frühlingsanfang.

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Cats Will Be Cats — Neues vom Katzengott

Es ist schon dunkel, als ich nach Hause komme.
Ich drehe das Licht an und werde lautstark von Henry Gott Noodlz begrüsst.
«Lass uns in den Garten gehen», sage ich nach ausführlichen Kopfreibereien und Küssen und schnappe mir den vollen Kompostkübel.
Unterwegs erzählt mir der grosse Kater detailliert von seinem Tag und den Dingen, welche er erwähnenswert findet.
So schlendern wir durch das Gras, beäugen, wie weit der Frühling die Pflanzen schon erfasst hat.
Ich schaue gerade nach der Minze, als ein sanftes Donnerrollen durch den Garten tönt: «Kommt herbei!».
Aus verschiedenen Ecken lösen sich zwei getigerte Schatten aus der Nacht und schlängeln elegant zum Katzengott hin.
«Lasst uns gehen, wir haben zu tun» donnert der gebieterisch und verschwindet in die kleine dunkle Passage, die aus dem Garten führt.
Moonshine und Simba folgen ihm.
Ich auch.
Die Szenerie erinnert mich an eine Gruppe halbstarke Jugendliche, welche im Schutz der Dunkelheit loszieht, um am Dorfbahnhof den Hormonen freien Lauf zu lassen und ihre Version von Hölle herauf zu beschwören.
Fehlen nur noch Mofas.
«Wo gehen wir hin?» piepst Moonshine freudig, während sie über den Asphalt tänzelt, «Mäuse jagen auf dem Fussballfeld?»
«Nein», erwidert Henry «wir besuchen den Gürtel des Orions.»
«OH! WIE! WUNDERBAR! Da war ich noch nie!» quickt Mooney, ihr Schwanz zittert vor Aufregung.
«Eben» maunzt der Kater.
«Welch schöne Nacht, um dort zu weilen», denke ich mir, «ich war allzu lange nicht mehr im Tempel von Alnilam.»
Meine Merkaba fängt an zu rotieren.
Moonshine sieht dies und fragt «Nehmen wir Patricia mit?»
«Nein, sie reist zu langsam.
Jetzt konzentrier dich und hör auf zu trödeln, Katzenkind!» raunt der Katzengott streng, bevor er aus dem Lichtkegel einer Laterne tritt und die Dunkelheit ihn verschluckt.
Die Kleine rennt ihm hurtig nach.
Mein Lichtgefährt bleibt so abrupt stehen, dass ich mich wundere, kein mechanisches Quietschen aus dem Energiekörper zu hören.
Ich gebe mir Mühe, nur halb so beleidigt dreinzuschauen, wie ich eigentlich bin.
Simba, der lieber auf dem Fußballfeld mausen wollte, gähnt und streckt sich, dann verschwindet in der kleinen Passage während er maunzt «Komm mit. Den Orion können wir jederzeit besuchen.»
Ich zottle ihm seufzend mit meinem Kompostkübel nach zurück in den Garten und wünsche ihm eine gute Nacht, bevor ich ins Haus gehe.
Dort wasche ich als erstes den Trinknapf aus und giesse frisches Wasser ein, die Teller werden mit Futter gefüllt.
Egal von welcher Mission die lieben Tiger zurückkehren, eines weiss ich mit Sicherheit: Ihre Augen werden leuchten, die Herzen voll und ihre Bäuchlein leer sein.

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Die Natur des Friedens

Friede beginnt mit mir.
Er ist das Resultat eines offenen Herzens, das Liebe und Mitgefühl verströmt.
Friede ist, den Herzschlag von Mutter Erde zu spüren und den Gesang der Sterne zu hören.
Friede ist, in den Augen jedes Lebewesens den göttlichen Funken zu erkennen und zu ehren.
Friede ist, Respekt und Liebe für all diese Augen zu empfinden.
Friede ist, dass alle Wesen glücklich und frei sind.
Friede ist das Verständnis, dass alle Geschöpfe gleichwertig sind.
Friede ist, ein Insekt aus dem Wasser zu ziehen.
Friede ist, im Zuhause eine Oase zu erschaffen, in der Mensch und Tier Zuflucht finden.
Friede ist, unseren Tiergeschwistern Wasserschalen in heissen Sommer hinzustellen.
Friede ist ein Lächeln für Jemanden, der eines braucht.
Friede ist eine Flasche Wasser und eine Mahlzeit für Mensch und Hund, welche zusammen auf einer Decke sitzen und betteln.
Friede ist ein tröstendes Wort für eine müde Seele.
Friede ist eine aktive Wahl.
Friede schaut nicht weg.
Friede ist mutig.

Friede ist ein bestimmtes Nein zu Gewalt jeglicher Art.
Friede ist es zu wissen, dass wir Menschen sind und uns unterwegs manchmal das Herz bricht und wir verzagen.
Friede ist, dennoch aufzustehen, den Staub von den Kleidern klopfen und weiter zu machen.
Friede ist, seine Stimme zu erheben für diejenigen, welche unterdrückt werden.
Friede ist die Gewissheit, dass da, wo schreckliche Dinge geschehen, stets auch helfende Hände sind.
Friede ist die Gewissheit, dass viele Friedensarbeiter vor uns da waren und nach uns kommen werden.
Friede ist, zu verstehen, dass Gewalteskalationen im grossen Rahmen eine kollektive Projektion all der unerlösten Wunden und Traumata sind, welche die Menschheit seit Tausenden von Jahren angesammelt hat.
Friede ist, zu verstehen, dass dies uns alle betrifft.
Friede erkennt, dass wir diese Schmerzen und Ängste alle in uns tragen und indem wir sie angehen und auflösen, helfen wir nicht nur uns, sondern allen Wesen auf Erden.
Damit tragen wir wesentlich mehr zum Weltfrieden bei, als den meisten auch nur ansatzweise bewusst ist.
Wir müssen das nicht alleine machen, dafür gibt es viele Heilerinnen.
Dann betrittst du die Schwingung des Friedens.
Denn Friede ist das Resultat eines offenen, liebenden und mitfühlenden Herzens.
Friede beginnt mit mir und hoffentlich auch mit dir.

Friede sei mit euch.
Möge er der Grundstein für all eure Worten und Taten sein.

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Katze des Monats

Die Februarskatze ist keine aus Fleisch und Blut, sondern eine aus Papier oder eher auf Papier.
Sie erzählt eine Herzensgeschichte, welche 2015 begann.

Im Februar des besagten Jahres postete meine Lieblingsillustratorin Rachel Urquhart aka Pony Gold diese beiden Bilder auf ihrem Blog.
Ich war umgehend in dieses lustige Katzengesicht verliebt.
Letztes Jahr hat Rachel ihren treuen Hundegefährten Humble verloren und wir haben uns über den Verlust unserer geliebten tierischen Familienmitglieder unterhalten.
Mir fiel das Katzenbild wieder ein und ich fragte nach dessen Verblieb.
Wie es in einem Atelier mit viel Arbeitsvolumen so läuft, mensch erinnert sich nicht immer, wo gewisse Werke hingekommen sind.
Also entschied sich Rachel, eine Neuauflage als Halloweenbild für ihren Patreon Account zu zeichnen.
Nicht nur das, sondern wenn ihr das Halsband der neuen Katze anschaut, seht ihr, dass sie die ehemals anonyme Katze in meine geliebte und herzlich vermisste Sirius verwandelt hat.
Das Bild hat sie mir geschickt.
Wegen des globalen Postchaos hat es mich erst in diesem Jahr erreicht.

Es ist eines jener Geschenke, bei welchem einem vor lauter Dankbarkeit das Herz überfliesst und mensch sich freut, dass solch schöne Menschen auf Erden wandeln.
Im Moment schlummert es noch in seiner Kartonröhre, sobald wir im neuen Heim sind, suche ich ihm den perfekten Rahmen und hänge es über meinen Arbeitstisch.

Danke Rachel, dass du dein Licht hell strahlen lässt und mit deinem Talent Freude in die Welt bringst!

Nehmt euch ein paar Minuten Zeit, um Rachels Arbeit anzuschauen.
Sie ist herzerfrischend und macht umgehend gute Laune.
Wer sie auf Patreon unterstützt, wird verwöhnt mit monatlichen Postkarten, Stickers, Tutorials und digitalen Downloads.
Ein garantierter Riesenspass.

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Unterwegs

Auf der Suche nach einem neuen Zuhause sind der Löwe und ich zurzeit viel unterwegs.
Besuchen Orte, deren Namen wir zwar kennen, sie aber auf der Karte suchen müssen.
Fahren durch Regen, Schnee und Sonnenschein, während wir mässige Radioprogramme hören.
Essen Tuny Sandwiches (V-Love) und trinken Kardamomkaffee.
Sehen allerhand Wohn- und Lebensmöglichkeiten.
Lernen, wo die Erde für die süssesten Erdbeeren liegt und wie im 15. Jahrhundert Kanäle angelegt wurden, um Mühlen zu betreiben.
Völlig unerwartet sind die Begegnungen mit den Menschen, welche uns die Häuser zeigen, das Allerschönste an diesen Besichtigungen.
Wahre Herzmomente mit tollen Menschen für eine kurze Weile.
Gefunden haben wir das perfekte Nest noch nicht, nächste Woche geht die Suche weiter.
Aber erst mal Wochenende.
Mit viel Zeit zum Meditieren und Essen mit lieben Freunden.

Euch wünsche ich ein erholsames Wochenende.
Denkt daran, eine Friedenskerze anzuzünden.

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Lebendiges Licht

Gestern sind wir im herrlichsten Sonnenschein losgezogen, um über Weiden und durch Wälder zu flanieren.
Während der Löwe unter den Augen des Mondes das goldene Licht aufgesogen hat, habe ich es gebrochen und sichtbar gemacht.
Licht umfliesst uns in einer Vielzahl von Farben und göttlicher Geometrie, durchwirkt uns.
Denn wir sind Licht aus Licht geboren, für alle sichtbar gemachte Liebe.

Konzentriert durch mein Prisma blickend, ging ich durch den Wald und habe unerklärlicherweise nicht bemerkt, dass in einem Laubnest zu meinen Füssen ein Hase schlief und zwar so tief, dass er mich erst hörte, als ich praktisch neben ihm stand.
Dann setzte er dafür mit um so grösseren Sprüngen davon und ich weiss beim besten Willen nicht, wer von uns näher am Herzkasper dran war.
Nach ungefähr zehn Metern blieb er abrupt stehen, setzte sich auf seine Hinterläufe, beäugte mich kritisch mit definitivem Vorwurf in den Augen.
Entschuldige, mein Hasenfreund, ich wollte dich gewiss nicht erschrecken!
Zu meiner Verteidigung: Menschen, welche durch trockenes Laub stampfen, sind keine leise Angelegenheit.
Dann verschwand er.
Ich musste lachen.
Zum einen, um die Anspannung im Körper loszuwerden , zum andern, weil solche Begegnungen mein Herz mit so viel Freude und Dankbarkeit erfüllen, dass es platzen möchte.

Heute ist der Tag grau und stürmisch und ich backe Valentinsplätzchen.
Hasen und Herzen scheinen mir eine passende Wahl.

Ich wünsche euch einen schönen Valentinstag.

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Katzen mit Brillen und ein Hund

Neulich habe ich beim Aufräumen des Ateliers einen Stapel längst vergessener Postkarten aus dem Brockenhaus gefunden.
Alle ein wenig abgeranzt, mit eingedrückten Ecken, Kratzern, Knicken und Dellen.
Im Zuge des Reinemachens hätte ich sie eigentlich gleich dem Altpapier übergeben können,
aber wer mich kennt, weiss, dass ich viel für alte Dinge übrig habe.
Ich glaube daran, Magie zu kreieren mit dem, was man hat, dort, wo man gerade ist.
Also habe ich den süssen Kerlchen eine neue Aufgabe gegeben: Uns daran zu erinnern, zu lachen, auch wenn uns gerade nicht danach ist.
Denn Katzen mit Brillen bringen mich immer zum Grinsen, auch wenn die Idee weder neu noch von mir ist.

All diese lustigen Brillenkatzen sind adoptions- und versandbereit.
Gerne würden sie in eurem Heim an der Wand, am Kühlschrank oder auf dem Büro leben und die wichtige Aufgabe, euch mindestens einmal täglich zum Schmunzeln zu bringen, übernehmen.
Wenn euch eine gefällt, schreibt mir eine Mail.

Ich wünsche euch einen lustigen Wochenstart.

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Wassertiger und heisser Kakao

Obwohl es dafür zu warm ist, hetzt ein Sturm Schneeflocken durch die Gegend und treibt das Windpferd eilig nach Shambala.
Die Katzen drücken ihre Gesichter in die weichen Bettdecken und schlafen tief.
Wenn sie sich gähnend und leise schmatzend in eine andere Position träumen, höre ich sie,
während ich in der Küche das Götterelixier braue, welches Körper und Seele an solchen Tagen wärmt: Heissen Kakao.
Ich verwende Barista Hafermilch für extra Schaum, stark entöltes Kakaopulver und verfeinere das Ganze mit selbstgemischtem Pumpkin Spice.
Himmlisches Gesöff schlürfend, bereite ich Altar und Rituale vor, um heute Nacht unter dem leeren Mond das chinesische Jahr des Wassertigers einzuläuten.

Der Tiger bringt uns das reine Feuer der Initiative und der Leidenschaft.
Alles, was wir erträumen und erschaffen unter seiner Herrschaft ist kühn, mutig, großartig, prächtig und stark. Tigerenergie ist nicht zuständig für sich nicht trauen, den Ball flach halten, Kleinkram und Pipifax.
Im Jahr des Tigers ist es Zeit, Pläne, Projekte und Änderungen mit Selbstvertrauen und der grossen Kelle anzurühren, denn der venusstämmige Katzengott Asiens entzündet die Flamme des Tatendranges in unseren Herzen.
Wie jedes Feuer ist allerdings auch dieses im Wortsinn brandgefährlich, wenn die Flamme unausgeglichen und ungehemmt lodert. Das kann dazu führen, dass wir Projekt um Projekt motiviert anreissen, uns dann aber nach kurzer Zeit langweilen und weiterziehen, ausbrennen oder destruktive Tendenzen an den Tag legen.
Hier kommt das Element Wasser als perfekter Balanceakt hinzu: Fliessend, stet, weise und intuitiv leitet es das Feuer der Leidenschaft und hilft, Dinge bis zum Ende durchzuführen. Yin und Yang in perfekter Balance.
Ob und wie ihr dieses Gewinnerduo nutzt, ist euch überlassen.
Ich heisse den Wassertiger mit freudigem Herzen willkommen.

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With Glittering Eyes

Jede Zeit, in der das Licht in uns zunimmt, ist Frühling. 
Unsere inneren Jahreszeiten halten sich, genau so wie der innere Mond, nicht an die äusseren Rhythmen.
Je besser wir uns kennen und auf uns hören, umso genauer wissen wir, wie es um die Energie in uns bestellt ist und können im Alltag danach handeln.

Im Garten meines Herzens sprosst und keimt es und in der Mitte fliesst gurgelnd und lachend ein klarer Fluss.
Im Aussen ist es Zeit für meine Familie, weiter zu ziehen und so läuft die Suche nach einem neuen Nest.
Es ist wie eine Schatzsuche, welche Potenzial und Abenteuer verspricht.
Diese Woche besichtigen wir zwei Möglichkeiten und ich bin gespannt.

Euch wünsche ich einen frohen Wochenstart.

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Booping Jupiter

In diesen hellen Nächten spiegelt der glitzernde Schnee die Sterne. 
Moonshine mag an kalten Tagen nicht draussen spielen und legt sich zum Winterschlaf in die Kiste, in der Papierkatzen lagern. Papier steht nicht drauf und eine Katze ist sie.
Nach sechs Jahren hat der Löwe meiner Praxisseite ein kleines Face Lifting verpasst und ihr findet den Knopf zur Seite jetzt hier oben rechts. Wie gefällt sie euch?
Ein lustiger Panther kitzelt Jupiter und ein paar scharfzahnige Grüne erzählen sich Witze und kichern fröhlich auf meinem Büro.
Mein Wunsch zum Wochenbeginn für euch ist, dass heute etwas eure Freude kitzelt und der Vollmond Liebe auf euch strahlt.

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Pyramidenfreitag

Das Alte Ägypten in Serien.

Neulich Abend sollte ich eigentlich einen Artikel für den Blog schreiben.
Aber nach einem arbeitsreichen Tag hatte ich dazu überhaupt keine Lust. 
Also sass ich am Computer und tat, was mensch getrost als digitales Äquivalent zum Wühlen-im-Kühlschrank-obwohl-man-gar-nicht-hungrig-ist bezeichnen kann: Ich stöberte auf der Seite eines Streaminganbieters.
Und fand «Dollface», eine Serie aus dem Jahr 2019 (Disney+).

Erzählt wird die Geschichte von Jules (Kat Dennings), welche ihre Frauenfreundschaften zugunsten ihrer Beziehung komplett aufgegeben hat und nun, nach dem ihr Freund sie fünf Jahre später verlassen hat, versucht, das Band neu zu knüpfen.
Dabei steht ihr eine der coolsten Figuren zur Seite, welche die Fernsehgeschichte je gesehen hat:
Cat Lady, gespielt von Beth Grant.
Cat Lady ist im Prinzip eine zum Leben erwachte und etwas weniger gut angezogene Version meiner Collagen.
Hier erscheint sie Frauen, welche den Kontakt zu ihresgleichen verloren haben und begleitet sie zurück in die Schwesternschaft.

Sie ist eine herzensgute und schonungslos ehrliche Seelenführerin.
Ich war gleich auf Anhieb in sie verliebt.

Überhaupt wird Katzen viel Bedeutung beigemessen in der Serie.
Jules lebt mit ihrer Katze Turtle in einem Apartment, in dem Bast Statuen stehen.
Denn Katzen und Frauen gehören zusammen, das wissen wir.

Als Jules vor Weihnachten im Nikolauskostüm ein Paket ihrer Firma in einem Museum abgibt, ist der Schreckensmoment gekommen: Ihr Ex ist mit seiner neuen Flamme da!
Um nicht gesehen zu werden, rennt Jules in die ägyptische Abteilung, wo sie sich in einem Sarkophag versteckt.
Klar, weil die ja Scharniere dran haben, damit die Mumien nach belieben rein und raus spazieren konnten.

So begleiten wir die bunte Frauenschar rund um Jules durch ihre Alltagsfreuden und -sorgen.
Die Ladies sind ziemlich stereotypisch gezeichnet, aber gerade deshalb haben sie hohen Erkennungswert:
Ich sehe in jeder der Figuren mindestens eine Schwester, die zu meinem Kreis in den Zwanzigern gehörte.
Was erzählt wird, ist nicht spektakulär, das wie allerdings schon.
Neben Cat Lady finden sich die Frauen in verschiedenen Situationen auf Metaebenen wieder, wo diese urkomisch abgehandelt werden.
Am 11. Februar startet die zweite Staffel.
Ich werde weiterschauen.
Vermutlich an Abenden, an denen ich etwas anderes machen sollte.
Ein schlechtes Gewissen werde ich deshalb aber keineswegs haben.

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Begin Again

Wie erlange ich inneren Frieden?
Du hast diese Grundzufriedenheit, wie machst du das?
Wie schaffst du es, positiv zu bleiben?
Warum hast du keine Angst?
Dies sind Varianten von Fragen, welche mir oft gestellt werden.
Meine Antwort unterscheidet sich in nichts von der, welche andere Menschen, die derartige Fragen häufig hören, geben:
Jahrelange spirituelle Praxis.
Interessanterweise stellen sich Laien dann gleich ein Leben im Kloster vor oder noch besser, Mönche, welche lange Zeit in einer Höhle meditieren.
Das sind Möglichkeiten.
Im Grunde ist es unglaublich einfach: Du entscheidest dich, inneren Frieden zu erlangen und bleibst dabei. 
Es ist wie mit jedem anderen Wandel, den du in deinem Leben herbeiführen willst, das Zauberwort heisst Disziplin.
Erlaube dir, jeden Tag neu anzufangen.
Wenn du traurig bist,
fange neu an.
Wenn du fröhlich bist,
fange neu an.
Wenn du verzweifelt bist,
fange neu an.
Wenn du mitfühlend bist,
fange neu an.
Wenn du lieber etwas anderes machen möchtest,
fange neu an.
Wenn du zufrieden bist,
fange neu an.
Wenn du keine Lust hast,
fange neu an.
Wenn Wunder geschehen,
fange neu an.
Wenn du abgelenkt bist,
fange neu an.
Wenn du freudvoll bist,
fange neu an.
Wenn du in alte Muster zurückfällst,
fange neu an.
Wenn du vor lauter Liebe überschäumst,
fange neu an.
Wenn du wütend bist,
fange neu an.
Wenn du enttäuscht bist,
fange neu an.
Wenn du wachsen willst,
fange neu an.
Wenn du still bist,
fange neu an.
Wenn du den Sinn nicht erkennst,
fange neu an.
Wenn sich alles fügt,
fange neu an.
Wenn du zu faul bist,
fange neu an.
Wenn du laut singen willst,
fange neu an.
Wenn dein Leben auseinanderfällt,
fange neu an.
Wenn du dankbar bist,
fange neu an.
Wenn dich die ganze Welt nervt,
fange neu an.
Wenn du einen Höhenflug hast,
fange neu an.
Wenn du Hilfe brauchst,
fange neu an.
Wenn du alle Hoffnung verloren hast,
fange neu an.
Wenn du Ferien hast,
fange neu an.
Wenn du verletzlich bist,
fange neu an.
Wenn du hoffnungsvoll bist,
fange neu an.
Wenn du gar nichts spürst,
fange neu an.
Wenn du laut lachen musst,
fange neu an.
Wenn du Ausreden erfindest,
fange neu an.
Wenn du aufgekratzt bist,
fange neu an.
Wenn du krank bist,
fange neu an.
Wenn du lustig bist,
fange neu an
Wenn dein Alltag stressig ist,
fange neu an.
Wenn du weisst, wie’s geht,
fange neu an.
Wenn du müde bist,
fange neu an.
Wenn dir die Welt zu Füssen liegt,
fange neu an.
Wenn es keinen Spass macht,
fange neu an.
Wenn du erleuchtet bist,
fange neu an.
An jedem einzelnen Erdentag, fange neu an.

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Tigerherz

Meine ersten Erlebnisse nach dem Aufstehen im neuen Jahr:
Tat: Alle Familienmitglieder abgeschmatzt und ihnen ein frohes neues Jahr gewünscht.
Wetter: Strahlender Sonnenschein.
Lied: Vintageradio.ch eingeschaltet und da lief «Hand in Hand» von Koreana. Perfekter Neujahrssong!
Getränk: Kaffee.
Outfit: Fight Climate Change T-Shirt, Jeans, Kapuzenjacke.
Mahlzeit: Reiswaffel mit geräucherten Karotten und eine Handvoll Macadamianüsse.

Wie hat 2022 für euch angefangen? 
Das Jahr mit der Quintessenz 6 schwingt auf Herzfrequenz und bald schon läuten wir den Beginn des chinesischen Tigerjahres ein.
Es lohnt sich also, das Herz zum Zentrum eurer Aufmerksamkeit zu machen. 
Heilt es. 
Nährt es. 
Hört ihm zu. 
Lasst es euren Kompass sein.
Folgt ihm bedingungslos. 
Lasst es wild und ungezähmt schlagen. 
Erlaubt ihm, zart und weich zu sein und findet heraus, dass darin seine grösste Stärke liegt.
Lasst es wachsen und sich ausdehnen.
Mutig und angstfrei werden.
Drückt euch durch euer Herz aus.
Und wenn es voll von Dankbarkeit, Liebe und Mitgefühl ist,
so lasst seinen Kelch überlaufen und giesst eure Schönheit und Heilung über diese Welt und alle ihre Wesen.

Das ist mein Neujahrswunsch für euch.
Möge der Segen reichlich fliessen!

Koreana mit «Hand in Hand»

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Zart, so zart

Zart wie die Winteraster vor dem Fenster blüht der letzte Vollmond des Jahres über das Land.
Verzückt zupft der träumende Engel auf meinem T-Shirt eine Weise, welche von der allumfassenden Liebe erzählt.
Und mein Herz fängt an zu glühen, bis es in eine goldene Flamme birst und hell strahlt.
Alles, was sich in mir geregt und entwickelt hat in den letzten Monaten, wird nun manifestiert.
Mehr geben und weniger wollen.
Mehr lieben und weniger erwarten.
Ich wähle eine Welt, in der das Mitgefühl gewinnt, der Speziesismus endet und wir miteinander in die Zukunft schreiten.
Alles andere hat mit mir nichts zu tun.

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Feuerteufel

Letztes Jahr habe ich ein Geschenk erhalten, das so unglaublich simpel wie auch nützlich ist.
Mit Wachs überzogene Tannenzapfen.
Die beste Anzündehilfe, welche mensch sie vorstellen kann.
Der Traum aller, die einen Holzofen haben oder viel draussen in der Natur übernachten und ein Feuer zum Kochen entzünden.
Sie besteht aus 100 % recycelten Stoffen und kostet ausser ein bisschen Zeit nix.
Die Herstellung macht zudem Spass!

Und so gehts:
Auf einem Spaziergang Tannenzapfen einsammeln.
Merke, zur Verarbeitung müssen die staubtrocken sein!
Wer heuer welche verschenken will, sammelt hurtig und legt sie zum Trocknen am besten auf Zeitungspapier in der Nähe eines Heizkörpers aus.
Die übers Jahr aufbewahrten Wachsreste von Kerzen aus dem Schrank holen und in eine dafür vorgesehene Pfanne kippen.
Wer keine hat, holt sich am besten für ein paar Franken eine im Brockenhaus.
Während das Wachs schmilzt, die Arbeitsfläche mehrlagig mit Zeitungspapier auslegen.
Die Hitze des Herdes aufs Minimum drehen und mit einer Pasta- oder Grillzange Zapfen um Zapfen in die Flüssigkeit tauchen und darauf achten, dass jeder ganz mit Wachs ummantelt wird.
Danach über der Pfanne abtropfen lassen und anschliessend zum Trocknen auf das Zeitungspapier legen.
Das wars auch schon!
Eine tolle Verpackung ist ein kleines Holzkörbchen, welches zugleich als Aufbewahrungsgefäss dient.
Die gibts in allen Grössen und Formen für wenig Geld zuhauf im Brocki.
Dekoriert es nach Gutdünken und fertig ist ein super umweltfreundliches Low-Budget-Geschenk, das die Herzen aller praktisch veranlagten Feuerteufel höherschlagen lässt.

Ich wünsche euch ein warmes und gemütliches Wochenende.

Korb: Brocki, Lichterkette: Bau und Hobby, Streichhölzer: Gibts gratis im Tibits, Oaxaca Schal als Hintergrund benutzt: Vor vielen Jahren in einem Shop gekauft, den es lange nicht mehr gibt.

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Melancholy Blues

Seit unterbeschäftigte Nebel die Welt als Geisel genommen haben und jede Nacht die Sterne verschlucken,
fühlt es sich an, als ob ich in einer schlecht gelaunten Wolke leben würde.
Sie durchrühren Wach- und Schlafenszeit mit bizarren Träumen und Gleichförmigkeit.
Wenn ich nachts am Fluss sitze und dem Lied lausche, dass der Mond ihm diktiert,
gebaren sich dicke weisse Schwaden darauf, als ob sie wüssten, wie man Grusel beschwört.
Tun sie nicht.
Ich bin gelangweilt und warte auf den Schnee.

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Naschkatzen

Schon ist der November zur Hälfte vorbei und das bedeutet im Prinzip, noch zweimal blinzeln, dann ist Weihnacht.
Ich mag die Weihnachtszeit und ich mag es, den Leuten Geschenke zu machen.
Diese sollen ausdrücken, ich mag dich, danke, dass du da bist und du bist mir wichtig.
Nichts davon drücke ich mit Geld aus, die Weihnachtsindustrie ist mir seit Teenagertagen ein Gräuel.
Das Persönlichste, was wir in ein Geschenk investieren können, ist Zeit, Sorgfalt und Liebe.
Meine Liste mit kleinen Geschenken ist komplett und weil ihr möglicherweise noch nach Ideen sucht, teile ich sie die kommenden Freitage mit euch.
Umwelt- und Budgetfreundliche Geschenke mit Herz.

Heute ein kleiner Gruss aus der Küche für alle Naschkatzen: Wintermandeln.
Exquisit aromatische Köstlichkeiten und meine allerliebste Adventssüssigkeit.
Das Rezept stammt von Daily Vegan, dem Foodblog meines Herzens.
Falls ihr jetzt zurückschreckt, weil ihr nicht unbedingt Koch- und Backheld*innen seid: Keine Bange!
Das Rezept ist sehr einfach und die Formen durch die Mandeln vorgegeben, da kann wirklich nix schiefgehen.
Höchstens, dass mensch selber zu viele dieser Leckereien wegfuttert, bevor sie verpackt sind.

Apropos, die Verpackung ist der zweite Schritt. 
Dafür brauchen wir Papier, eine Schere, klassischen Klebstreifen oder Washi Tape.
Geschenkpapier ist eine hübsche Sache, leider aber auch desaströs für die Umwelt.
Deshalb brauche ich zum Einpacken stets Papier, das ansonsten auf dem Altpapier landen würde: Alte Magazine, Gratiszeitungen, ausrangierte Bildbände.
Die abgebildeten Tüten habe ich allesamt aus Zeitungsbeilagen gefaltet.
Mutter Erde dankt, es ist umsonst und in punkto Ästhetik gibts null Abstriche.
Was will mensch mehr?
Natürlich gibt es viele Arten, eine Tüte zu falten und die Geschmäcker sind verschieden, deshalb googelt am besten «Spitztüte falten» und wählt das Tutorial, welches euch zusagt.
Stellt winzig kleine oder auch riesige Hüllen her, je nachdem, wieviele Mandeln ihr verschenken möchtet.

Das war sie schon, die erste Idee.
Ich wünsche viel Spass damit und ein frohes Wochenende.

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Pyramidenfreitag: 커피주세요 (keopijuseyo)

Hallo Oktober.
Monat, in dem wir die Verstorbenen, Totengötter und Wesen der Regenbogenbrücke ehren.
Das Wetter ist sonnig und die Nachmittage angenehm warm, doch abends schleichen Nebel von den Hügeln ins Tal und haben sehr kühle Nächte im Gepäck.
Was gibt es da Schöneres, als sich auf dem Sofa in eine Decke zu kuscheln und einen Film oder eine Serie zu gucken?
Ich habe für euch ein Guck-und-Snack-Halloween-Special zusammengestellt, jeden Pyramidenfreitag gibt es eine Folge.
Der Fokus liegt auf Geschichten, welche das Dies- und Jenseits verbinden und handelt stets von Wesen, die rund um den Tod tätig sind.
Alle vorgestellten Werke stammen aus Asien, die meisten davon aus Korea.
Ich bin dem K-Drama letzten Winter verfallen, in dem Moment, als ich die heute vorgeschlagene Serie gesehen habe.
Mir gefällt die vielschichtige und einfühlsame Erzählweise, das Aufarbeiten der Traumata der Figuren, die Parabeln von Karma, Vergebung, loslassen und weiterziehen.
Ich finde es grossartig, wie in asiatischen Filmen das Essen zelebriert wird und stets eine grosse Rolle spielt.
Gut kann ich mich erinnern, wie sehr mein Magen im Kino gerumpelt hat, als ich vor vielen Jahren «In The Mood For Love» gesehen habe.
Darum habe ich zu jeder Serie einen passenden, köstlich herbstlichen und selbstredend veganen Snack für euch ausgesucht.
Egal, ob ihr alleine oder mit Familie und Freunden guckt und schlemmt, ich wünsche euch von Herzen viel Spass!

HOTEL DEL LUNA
Südkorea, 2019
Regie: Oh Choong-hwan
Anbieter: Netflix

Hotel Del Luna erzählt die Geschichte von Jang Man-wol, deren Seele vor tausend Jahren von der dreifaltigen Mago an den Mondbaum gebunden wurde, als Strafe für ihre grausigen Verbrechen.
Seither leitet sie das Hotel Del Luna, den letzten Rastplatz für Verstorbene, bevor sie ihre Reise ins Jenseits antreten.
Die Belegschaft besteht ebenfalls aus Verstorbenen, allerdings ist das Hotel an die Bürokratie des Diesseits gebunden und braucht deshalb einen lebenden Menschen als Manager.
Da der aktuelle Stelleninhaber aus gesundheitlichen Gründen aufhören muss, trickst die launische Jang Man-Wol den jungen und erfolgreichen Go Chan-sung gegen seinen Willen auf den Posten.

So begleiten wir das ungleiche Duo und sein Team, wie sie ihr Bestes geben, damit die verstorbenen Seelen grollfrei und friedlich ins Jenseits reisen können. Die Tragik der Schicksale und komödiantische Elemente halten sich dabei auf eindrückliche Weise die Balance.

Hotel Del Luna brilliert durch einen grossartigen Cast, ist visuell opulent, emotional und lässt im Soundtrack alles aufspielen, was im K-Pop Olymp Rang und Namen hat.
Die Serie war ein so durchschlagender Erfolg, dass jetzt Worte folgen, vor welchen mir selber graut: Ein amerikanisches Remake ist geplant.

Zum Schluss ein Wort der Warnung: Die Serie hat ein Rating von 13+ und ich denke, das ist ok so. Allerdings gibt es einige Horrorelemente und Darstellungen von bösen Geistern im Stile von «The Ring». Wer sehr sensibel auf Grusel reagiert, wird mit dieser Serie nicht glücklich.

PFLAUMEN-KÄSEKUCHEN-SCHNECKEN MIT GEWÜRZKAFFEE
Opulente Serie, pompöser Snack.
Ich denke, dass diese lecker-saftigen Schnecken von Daily Vegan auch der luxussüchtigen Jang Man-Wol gefallen würden.
Dazu serviere ich heissen Gewürzkaffee, eine Geschmacksexplosion für sich.
Verwendet habe ich dafür den Kaffeezauber von Soul Spice, in Biel findet ihr ihn in der Epicerie Batavia.
Wer nicht Kaffee trinkt, kann damit natürlich auch Tee würzen und wer keinen Mix zur Hand hat, kann mit einer Messerspitze voll Kardamom, Zimt, Nelken und Pfeffer gleich selbst einen kreieren.
Ich wünsche euch ein schönes Herbstwochenende.

Follow Your Dreams Decke: Eight Generation, Fledermaustuch: Lush, Mondlampe: ein Geschenk, 60s Vorhang, 60s Gitterbett, 90s Schlafsack als Decke benutzt und Geschirr: Brocki.

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Erste Male

Zum ersten (und zweiten) Mal in meinem Erwachsenenleben wurde ich geimpft.
Aus Baby Moonshine ist längst eine zarte Lady Moonshine geworden und zu Beginn des Monats haben wir den ersten Geburtstag unserer kleinen Glückskatze gefeiert.
Ich habe zum ersten Mal Soju probiert und während der ersten zwei Schlucke erinnerte er mich an gesüsstes Desinfektionsmittel. Mittlerweile mag ich ihn ganz gerne.
Eine Art Light Version von Gin.
In meinem Heimatland dürfen zum ersten Mal Menschen der LGBT*IQ Gemeinschaft heiraten.
Seit ich denken kann, habe ich die Schönheit der Lampionblumen bewundert und gestern zum ersten Mal vier Stück in mein Terrassen-Gärtlein gepflanzt.
Zum ersten Mal habe ich Post aus China erhalten.

Erste Male.
Sie finden lebenslang statt und erinnern uns daran, dass alles stets in Bewegung ist und wir nie ausgelernt haben.
Manche winzig klein, andere schreiben Weltgeschichte.
Manche bringen Freude, andere grossen Schmerz.
Und alles, was dazwischen liegt.
Also sei aufmerksam und erlebe all die ersten Male bewusst, denn sie sind Zeugen deines einzigartigen Lebens.
Und falls du das Gefühl hast, dass du feststeckst und alles sich wiederholt, dann ist dies ein sicheres Zeichen dafür, dass du das Teilchen bist, welches sich bewegen muss, um den Kreis zu durchbrechen und ein neues erstes Mal herbei zu führen.

Ende Woche kehrt der Pyramidenfreitag zurück und ich habe für euch ein Oktober/Halloween Special vorbereitet.
Definitiv zum ersten Mal.

Ringe von oben nach unten: Cosmic Norbu, Nightbreed Creations, Lhasa. Pflanzen- und Insektentuch: Lush, Trinkglas: vor unzähligen Monden aus einer Gratiskiste am Strassenrand gefischt.

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Prisma

Nimm dir heute Nacht Zeit und schau, wie das Mondlicht die Welt weiss umarmt.
Dieses strahlend reine Licht vereint in sich alle existierenden Farben.
Egal wie quirlig, schrill und lebhaft, alle Nuancen einen sich zu einer friedlichen und harmonischen Frequenz.
Einheit und Verbundenheit entbehren nie der Individualität, im Gegenteil.
Es gibt so viele Wahrheiten, Lebensentwürfe und Glaubenssätze, wie es Menschen gibt.
Dies ist unser Geburtsrecht.
All die Unterschiede machen uns als Spezies reich, denn sie beleuchten viele Perspektiven und gemeinsam sind sie der Schlüssel für die dringlichen Fragen unseres Überlebens.

Gerade jetzt haben wir die Möglichkeit, unsere Stimmen zu einem Chor zu vereinen, um den Regenbogen heller leuchten zu lassen.
Sorgen wir dafür, dass unsere Geschwister aus der LGBT*IQ Gemeinschaft endlich auch heiraten dürfen.

Ich wünsche allen einen gesegneten Herbstanfang und möge der Vollmond die Frequenz bringen, welche euch jetzt am besten dient zu eurem höchsten Wohl.

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Flüssiges Gold

Sonnige Tage schlendern vorbei.

Doch liegen die ersten kleinen gestreiften Körper am Boden.
Sachte hebe ich die erschöpften Bienen auf und trage sie in die Küche, wo der Löffel auf sie wartet, gefüllt mit köstlichstem veganem Honig.
Dort setze ich die Immen ab und lasse sie so viel vom goldenen Nektar saugen, wie sie wünschen.
Nach einer Weile erheben sich die meisten gestärkt wieder in die Lüfte, ich öffne das Fenster, segne sie und wünsche guten Flug.
Wenn sich zeigt, dass dies die letzte Speisung war und das Fliegen bereits geendet hat, bringe ich die Kleinen zurück auf die Terrasse, lege die pelzigen Körper in die Blüte der schönsten Cosmea, segne sie und wünsche gute Reise.
Das Bäuchlein gefüllt mit irdischem Gold und umgeben von Wohlgeruch, können sie dann ihre müden Hüllen verlassen und in das goldene Segensreich eingehen, aus dem sie kamen.

Derweil keimt eine zarte Freundschaft: Der Katzengott, Menschenkindern gegenüber skeptisch, weil sie zappelig und laut sind, hat Baby Löwenherz gleich bei ihrem ersten Besuch ins Herz geschlossen und sich zu ihr auf seine Lieblingsdecke gekuschelt.

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Vom grossen Glück im Gras zu liegen

Der Löwe brauchte ein paar Portfoliobilder, also zogen wir aus, um in der Abendsonne welche an seiner Lieblingsstelle am Fluss zu machen.
Nach getaner Arbeit gingen wir noch ein kleines Stück weiter, dort gibt es eine unglaublich linde Wiese, auf der einzelne Bäume stehen.
So lieb und friedlich ist dieser Ort, besonders zu dieser Jahreszeit.
Ich habe mich gleich kurz ins Gras gelegt.
Die kühle Erde an diesem heissen Sonntag unter mir pulsieren gefühlt, den herrlichen Grasduft tief in die Lungen gesogen und der Symphonie aus Gesumme und Gezwitscher gelauscht.
Seelenerquickung sondergleichen!
Dabei bequeme und lose Kleidung wie meinen Overall zu tragen, erhöht den Genussfaktor natürlich.
Ich habe ihn letzten Sommer bei Kantha Bae gekauft.
Einem Label, das Kleidung aus alten Saris herstellt und den Näherinnen in Indien und Bangladesch einen sicheren und fairen Arbeitsplatz bietet und so ermöglicht, ihre Familien zu ernähren.
Recycling und soziales Engagement, da sag ich ja!
Ich liebe diesen Overall, denn wie jeder oft benutzte Baumwollstoff ist er unglaublich weich und dünn. Aus diesem Grund wurde er aus zwei Schichten genäht und ist komplett reversibel, mensch bekommt also zwei für eins.
Ein Stück mit solch prägnantem Schnitt und knalligen Farben ist in sich ein perfektes Outfit, allerdings bin ich um pfiffige Accessoires nie verlegen.
Ich freue mich, kann ich den Katzenhut mal wieder tragen. Den habe ich vor einigen Jahren in der Kinderabteilung eines Warenhauses gefunden und er passt mir nur, wenn ich den Kopf rasiert habe.
So erwachsen, dass ich lustige Kleidungsstücke nur den Kids überlassen würde, kann ich zum Glück gar nie werden.

Möge die Sonne eure Wangen küssen und das Gras eure Füsse kitzeln diese Woche, liebe Erdenkinder!

Overall: Kantha Bae, Katzenpapierhut: schon alt, Sonnenbrille: Esqape, Schmuck: die üblichen Verdächtigen, Schuhe: Brocki.

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Hic Sunt Dracones

Hier sind Drachen.
Was vor langer Zeit als Platzhalter für unerforschte Gebiete auf See- und Landkarten diente und bald als Sprichwort für alles Unbekannte oder gar gefährliche Eingang in den alltäglichen Sprachgebrauch fand, gilt für den Grossteil unseres Lebens.
Egal, was wir uns einbilden zu wissen, so können wir doch unmöglich abschätzen, was uns alles auf unserem Lebensweg begegnen wird.
Für mich macht das einen grossen Teil der Magie des irdischen Daseins aus.
Menschen, von Natur aus eher Gewohnheitstiere, haben irgendwann das Unerforschte mit dem Gefährlichen gleichgesetzt und sich aus Angst davor in ein winzig kleines Land namens Komfortzone zurückgezogen und dort verschanzt.

Paradoxerweise liegt jede Wachstumsmöglichkeit, alles, wonach sie sich sehnen und die Manifestation ihrer Träume ausserhalb dieser Blase.
Alles Interessante befindet sich auf Drachengebiet und alles, was von Nöten ist, das Leben so zu gestalten, wie mensch es sich wünscht, ist Mut.

Der Löwe und ich haben festgestellt, dass wir in vielerlei Hinsicht über den Status quo hinausgewachsen sind.
Und so machen wir uns frohen Herzens dorthin auf, wo die Drachen sind, um eine neue Version zu erfinden.
Ich freue mich, die schönsten und spektakulärsten Drachen zu finden, welche das Leben zu bieten hat.

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Am Ende des Regenbogens

For what it’s worth, it’s never too late to be whoever you want to be.
I hope you live a life you’re proud of and if you find that you’re not, I hope you have the strength to start over.
— F. Scott Fitzgerald

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Season In The Sun

Letzte Woche waren wir unglaublich sonnenverwöhnt und am liebsten wäre mensch den ganzen Tag draussen herumgelegen.
Tatsächlich habe ich am Sonntag und Montag im Garten gegessen, was Moonshine sofort zum neuen Normal erklärt hat. Seit Dienstag wird kurz nach Mittag zum Aufbruch herum getänzelt und miaut. Ich leiste der Aufforderung Folge, allerdings in meinem Tempo, was heisst, dass ich noch Kaffee koche, eine Decke und Arbeiten, welche ich gut draussen verrichten kann, einpacke.
Derartiges Trödeln wird vom Mondenkind gar nicht toleriert und ich werde sichtlich genervt und laut angeschnauzt.

Das Selbstbewusstsein dieser Katze!
Ich hege schon länger den Verdacht, das sie im besten Fall ein gut getarnter Tatzelwurm, im wahrscheinlichsten aber eine Chimäre ist.
So oder so wär’s mir lieber, wenn sie nicht herausfindet, dass sie Feuer speien kann.

Unsere Sonnennachmittage waren gefüllt von kleinen Wundern, denn die ersten Schmetterlinge tanzen und das grosse Blühen hat begonnen. Und sie waren gesellig: Mensch stelle sich vor, welch Versprechen eine ausgebreitete Decke und eine darauf sitzende Person in Katzenaugen darstellen. So waren Simba und Kashmir stets zugegen und liessen sich mehr oder weniger gutmütig von der kleinen Babybestie anfallen und herumjagen. Neustens ist auch Sämi, der schlaksige Katerjunge aus dem ersten Stock, mit von der Partie. Einzig der Katzengott bleibt unseren Zusammenkünften fern, da er um diese Zeit auf dem Bett im Tiefschlaf liegt und sich von seinen ausgedehnten Streifzügen erholt.

Ich habe all die Katzengesellschaft genossen, denn die Woche war sehr emotional.
Jede Zeit des Blühens war Sirius’ Zeit und ich vermisse meine schwarze Sphinx mehr, als Worte beschreiben können.

Deshalb widme ich den Song zum Auftakt der Woche ihr und allen Menschen, welche heute jemanden vermissen, der die Regenbogenbrücke überquert hat.
Terry Jacks Seasons In The Sun.

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A Kind Of Magic

Die Elfe hat mir ein Foto von ihrem Büblein gesendet, wie es die Stiefel rockt, welche ich ihr zum Geburtstag geschenkt habe. Ich hab mich schlapp gelacht! Und weil ich eine Alien Godmother bin, wurde seine Garderobe kurz geglamrockt . Fairy Style, versteht sich.
Zerwühlte Laken, die so bleiben, weil mensch die schlafende Katze nicht wecken will.
Frühstück und Kaffee trinken im Garten, sich die Sonne wohlig auf den Pelz scheinen lassen, während die Katzen «Karate Kid: Meisterklasse» geben.
Das beginnende Blühen von Mutter Erde.
Curry essen mit unseren Freunden aus England, welche seit Monaten hier feststecken.
Der farbenfrohe Blumenstrauss, den sie mitgebracht haben.
Das sind die Arten von Magie, die mein Herz zum Leuchten bringen.

Lasst uns leichtfüssig in die Woche tänzeln zu Queens titelgebendem Song.

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Unter der Wüstensonne

Am Samstag hat der Wüstensand in der Luft das Licht in ein dunstiges Rosa verwandelt, welches die ganze Welt verschluckte.
Äusserst exotisch für diese Breitengrade.
Mir wurde ganz warm ums Herz, erinnerte mich diese Farbe doch sehr an das Licht auf der Venus.
Die Sonne zeigte sich nur einmal ganz kurz und wenn ihr genau hinschaut, seht ihr den Sand vor ihrem Gesicht tanzen.
Die Atmosphäre farblich einzufangen, ist mir leider nicht gelungen.
Allzu gern hätte ich auch sogenannten Blutschnee gesehen, aber am Sonntag wusch der Regen den ganzen Sand geflissentlich aus der Luft.
Überhaupt war das Wetter unfreundlich und garstig.
Folglich nahmen wir’s gemütlich, lasen, meditierten, assen getränkten Bergamottenkuchen und ich entdeckte eine zufällig arrangierte Savannenszene im Schlafzimmer, während Henry auf dem Bett schlief und klein Moonshine die meiste Zeit im Ahornbaum vor dem Fenster verbrachte. Sie hat sich bestens erholt und wohl tatsächlich etwas Unbekömmliches gefressen draussen.

Der herrliche Trockenblumenstrauss trägt den Namen Agathe und stammt aus dem Haus Arui.
Alle Blumen werden in der Schweiz biologisch gezogen, getrocknet und zu Sträussen gebunden. Eine fabelhafte, regionale, umweltfreundliche und günstige Alternative zu Schnittblumen im Winter. Falls ihr in Biel oder Umgebung wohnt, könnt ihr euer Gebinde auch ganz einfach bei Cyndie und Raphael im Batavia bestellen und abholen.

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Montagsgedanken

Manche Collagen warten auf ihre Bestimmung, andere auf ihre Vollendung.
Die Entdeckung, dass mein Wintermantel nicht nur ein farbenfroher Hintergrund ist, sondern auch fabelhaftes Haar für meine Katzenengel. Ich denke, damit werde ich in Zukunft noch einigen Spass haben.
Die Zeit ist reif, aus den Hagebutten meines liebsten Rosenbusches neue Pflänzchen zu ziehen, als Zierde für Sirius’ Grab.

Was bringt euer Montag?

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Für nie gekannte Geschwister

Gestern Nachmittag spazierten der Löwe und ich auf die Weide, unsere bleichen Nasen begierig der Sonne entgegengestreckend.
Welch Wohltat, nach einem mehrheitlich trüben Winter!

Als ich nach Hause kam, nahm ich mir die Zeit, einen Gedenkaltar aufzubauen.
Für 50 Kälber, welche letzte Woche den Flammen zum Opfer fielen, als in einer Sturmnacht ein Gehöft in unserem Ort abgebrannt ist.

Fünfzig unschuldige Kinder einer anderen Spezies mussten qualvoll sterben, weil sie eingepfercht waren und nicht um ihr Leben rennen konnten, als es vonnöten war.
Welch tragisches Mahnmal dafür, dass Speziesismus falsch ist.
Egal wie mensch hier argumentiert, wenn die Begründungen nicht von einem Ort der Liebe und des Mitgefühls kommen, so sind sie nie zum höchsten Wohl aller Beteiligten und darum falsch.

Also stellte ich intuitiv einen Altar für sie auf.
Nur weil sie auf Erden nicht so behandelt worden sind, heisst das nicht, dass sie nicht liebenswerte und heilige Geschöpfe sind, welche respekt- und würdevoll verabschiedet und über die Regenbogenbrücke begleitet werden sollen.
Ich bedankte mich bei ihnen für ihr Kommen, entschuldigte mich im Namen der Menschen für das ihnen widerfahrene Unrecht und segnete sie alle.
Ich rief die aufgestiegenen Meister an, welche sich vornehmlich um unsere Tiergeschwister kümmern und bat sie um Transformation der erlittenen Traumata und sicheres Geleit für die Kleinen.
Dann zündete ich für jedes Kalb eine Gedenkkerze an und noch ein paar mehr für all die Kleintiere, welche sich wohl im Gebälk aufgehalten haben. Ich stellte mir vor, dass jedes von ihnen in Rosenquarzenergie gehüllt wird und darin regenerieren kann, bis die Flamme erlischt.
Dann wurde es von einem himmlischen Stier (siehe Postkarte) abgeholt und auf eine paradiesisch schöne Weide geführt, wo liebevolle Kühe es willkommen heissen und sich um das Kälbchen kümmern.

Als die letzte Kerze erloschen war, fühlte auch ich tiefen Frieden und Liebe in mir.

Dies ist die Quintessenz, wenn wir diese turbulenten Zeiten unbeschadet überstehen wollen: Die Bereitschaft, all den Zorn und die Trauer, welche in bestimmten Situationen hochkommen, zu wandeln.
Denn nur ein liebendes Herz hat die Macht, Dinge in Bewegung zu setzen zum Wohle aller.

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Kosmische Ekstase

Das Jahresende habe ich tief im Herzen der Traurigkeit verbracht. Tage und Nächte zogen formlos an mir vorbei.
Und doch gab es viel Licht in diesem Dunkel.

Da war die grosse Konjunktion, mit derer Energie zu arbeiten schlicht grandios war und zu deren Ehre ich kosmische Guetzli gebacken habe.
Mein erstes, aber definitiv nicht letztes Abenteuer mit bunter Glasur.

Ein unglaublich befreiendes Ritualfeuer unter dem letzten Vollmond des alten Jahres, bei welchem der Löwe und ich noch lange standen, Tee schlürften und zum ersten Mal seit langer Zeit richtig fröhlich waren.

Die wunderschöne «Follow Your Dreams»-Decke, welche ich dem Löwen zu Weihnachten geschenkt habe.
Künstler Louie Gong, der Gründer und CEO von Eighth Generation, erzählt darauf einen Traum, den er gehabt hat und die Geschichte seiner Katze.
Als ich die Decke gesehen habe, war ich tief berührt, denn ich erkenne darauf auch die Geschichte meiner.
Wir haben Sirius oft unseren Orca genannt, weil wir sie uns als solchen gut vorstellen konnten.
In ihrem dritten Lebensjahr hat sie sich einen Zahn abgebrochen und wer genau hinschaut, kann sehen, dass dies beim Orca auf der Decke auch so ist.
Auf dem Rücken trägt der Regenbogen-Killerwal eine kleine graue Katze mit M-förmiger Zeichnung auf der Stirn.
Glaubt es oder glaubt es nicht, aber sie hat unser Leben bereits betreten.
So erzählt die Decke für uns von der Vergangenheit und der Zukunft, welche sich am einzig existenten Punkt treffen: Hier und Jetzt.

Eighth Generation ist ein kleines Unternehmen in Seattle und gehört dem Stamm der Snoqualmie.
Ich empfehle allen, sich dort umzusehen. Tolle Künstler, starke Designs, schön gearbeitete Decken und für uns Veganer*innen gibt es viele Baumwoll-Optionen. Yay!

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Pyramidenfreitag

Die Woche war lang und anstrengend.
Weil Licht und Wetter heute unkooperativ sind zum Fotografieren, koche ich mir einen Pott Kaffee, richte einen Croq’Monsieur und erteile mir die Erlaubnis, stundenlang und ohne schlechtes Gewissen auf Tumblr schöne Bilder zu beäugen.
Schöne Bilder beäugen ist eine Seelenwohltat für mich.
Ich teile hier ein paar Fundstücke mit euch und auch gleich mein Croq-Rezept.
Da ich keinen fancy Sandwichmaker besitze, mache ich das nach alter Art.
Ofen auf höchster Stufe vorheizen.
Zwei Scheiben Brot oder Toast (ich nehm Vollkorn) goldbraun toasten, beide mit Margarine und Senf bestreichen und mit je einer Scheibe Käse (die Burger Scheiben Cheddar Style von Simply sind dafür der Knaller! Gibts im Coop) belegen.
Ab in den Ofen, bis der Käse schmilzt (ca. 5-10 min).
Bevor die Hälften zusammengeklappt werden, noch Tabasco oder andere Schärfe nach Wahl hinzufügen. Ich streiche scharfe Sosse vom Chef Falafel drauf. Wer die gekostet hat, will nix anderes mehr.
Dazu snacke ich in der Regel ein bisschen Salat oder eine Handvoll Oliven.

Ich wünsche e Guete und ein schönes Wochenende!

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Pyramidenfreitag

Chrissie Abbott
Emma Mulholland

Lauter Dinge, die ich mag, schön finde, die mich inspirieren oder herausfordern.
Augenschmaus.
Bunt durcheinandergewirbelt, wie Skittles, die man sich aus der Tüte in die Hand schüttet.
Weil im Leben nicht immer grosse Lösungen in Sicht sind und sein müssen, manchmal ist eine Handvoll Süssigkeiten (in welcher Form auch immer) die einzige Medizin.

Was Skittles betrifft: Nur die Crazy Sours sind vegan, die andern enthalten Karmin.
Bilder via Tumblr.

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Wo die Musik herkommt

«Nein, das kann ich nicht», antwortete Meister Hora, «denn was die Menschen mit ihrer Zeit machen, darüber müssen sie selbst bestimmen. Sie müssen sie auch selbst verteidigen. Ich kann sie ihnen nur zuteilen.»
Momo blickte sich im Saal um, dann fragte sie: «Hast du dazu die vielen Uhren? Für jeden Mensch eine, ja?»
«Nein, Momo», erwiderte Meister Hora, «diese Uhren sind nur eine Liebhaberei von mir. Sie sind nur höchst unvollkommene Nachbildungen von etwas, das jeder Mensch in seiner Brust hat. Denn so wie ihr Augen habt, um das Licht zu sehen, und Ohren, um Klänge zu hören, so habt ihr ein Herz, um damit die Zeit wahrzunehmen. Und alle Zeit, die nicht mit dem Herzen wahrgenommen wird, ist so verloren, wie die Farben des Regenbogens für einen Blinden oder das Lied eines Vogels für einen Tauben. Aber es gibt leider viele taube und blinde Herzen, die nichts wahrnehmen, obwohl sie schlagen.»
«Und wenn mein Herz einmal aufhört, zu schlagen?» fragte Momo.
«Dann», erwiderte Meister Hora, «hört auch die Zeit für dich auf, mein Kind. Man könnte auch sagen, du selbst bist es, die durch die Zeit zurückgeht, durch alle deine Tage und Nächte, Monate und Jahre. Du wanderst durch dein Leben zurück, bis du zu dem grossen runden Silbertor kommst, durch das du einst hereinkamst. Dort gehst du wieder hinaus.»
«Und was ist auf der anderen Seite?»
«Dann bist du dort, wo die Musik herkommt, die du manchmal schon ganz leise gehört hast. Aber dann gehörst du dazu, du bist selbst ein Ton darin.»
(…)
«Bist du der Tod?»
Meister Hora lächelte und schwieg eine Weile, ehe er antwortete: «Wenn die Menschen wüssten, was der Tod ist, dann hätten sie keine Angst mehr vor ihm. Und wenn sie keine Angst mehr vor ihm hätten, dann könnte niemand ihnen mehr die Lebenszeit stehlen.»

Momo, Michael Ende 1973

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Welcome To The Jungle

Der Herbstgarten ist ein mythischer Ort.
Wo Winde ungestüm aufspielen, auf dass Leben und Tod sich drehen im Tanz.
Wo wilde Kreaturen lauernd aus dem Dickicht lugen.
Wo ein grosser Löwe und ein kleiner Tiger auf Bäume klettern.
Der eine, um Äpfel zu pflücken, der andere, Libellen zu haschen.
Der Erste kehrt mit vollem Korb wieder, der Letzte mit leeren Pfoten.

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Lift Off


Heute um 20 Uhr geht Katzenkult Vintage mit der Oktoberkollektion Herbstfarben live!
Oben rechts wurde ein fettes Logo installiert, welches als Portal zum Shop fungiert.

Frohen Oktober wünsche ich euch, ihr Lieben!

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Final Countdown

Heute in einer Woche um genau 20 Uhr (UTC +1 für internationale Leser*innen) geht Katzenkult Vintage live.
Iiiiik, aufregend!
Natürlich wasche, bügle, fotografiere, editiere, schreibe und nehme ich Masse wie eine sechsarmige Göttin, während der Grafikgott namens Löwe aus purer Güte mein wüst hingekrakeltes Logo in professionelle Form bringt.

Euch habe ich vor einer Weile versprochen, mehr über den Vintage Shop zu erzählen.
Los gehts!

Für wen ist Katzenkult Vintage?

Katzenkult Vintage ist ein Ort des Friedens für Menschen aller Formen, Farben, Grössen, jeden Alters und Geschlechts. Für all diejenigen, welche Kleidung als Erweiterung ihres Seelenausdrucks verstehen und persönlichen Stil über aktuelle Modetrends stellen.
Für all diejenigen, die fantastisch aussehen möchten, ohne Mutter Erde neue Ressourcen zu kosten.

Gibt es im Shop ausschliesslich Kleidung?

Nein, der Shop besteht aus verschiedenen Abteilungen, Kleidung ist nur eine davon.
Des Weiteren gibt es Accessoires, Schmuck, Heimdekor, Geschirr und mit der Zeit auch Altarbedarf und eine Bibliothek.
Ab November hat The Original Cat Cult auch eine Abteilung namens Originale, mit einer Überraschung darf gerechnet werden.

Welche Ären/Stile kann mensch erwarten?

Den Kern bilden definitiv die 70s und selbstredend werden das Alte Ägypten und Katzenartige in irgendeiner Form stets zu finden sein.
Ansonsten darf mit allen Epochen und Stilen gerechnet werden.
So viel sei verraten: Die 90s haben in der Oktoberkollektion einen Auftritt.

Wie oft werden neue Artikel hochgeladen?

Aktuellerweise kuratiere ich pro Monat eine kleine und feine Kollektion von 30 Produkten, welche jeweils zu dessen Beginn hochgeladen wird.
Jede läuft unter einem Motto. Im Oktober sind es Herbstfarben.
Für alle Halloweenfans habe ich die eine oder andere Klamotte reingeschmuggelt, die sich herrlich zu einem Kostüm ausbauen lässt.

Ist Katzenkult Vintage vegan?

Ich habe mir das lange und gründlich überlegt.
Veganer*innen: Euer ist mein ganzes Herz! Ihr seid meine Toppriorität und ich lege grossen Wert darauf, dass ihr euch beim Katzenkult sorgenfrei einkleiden könnt. Ich kaufe möglichst vegan Ware.
Materialien sind stets deklariert, sollten aber Unklarheiten bestehen, schreibt mir, ich beantworte eure Fragen sehr gerne.
Aus rein ökologischen Gründen lautet die Antwort allerdings nein.
Jedes Mal, wenn sich eine Person für ein Stück Vintage anstelle von etwas Neuem entscheidet, ist das ein kleiner Umweltsieg.
Für die Tiere, denen Schaden zugefügt wurde, kann ich heute nur noch ein Gebet sprechen und mich entschuldigen. Mit dem Geld, das ich damit verdiene, kann ich eine Organisation unterstützen, welche hier und heute Tiere in Not rettet. Wenn nicht anders deklariert, wirds Vier Pfoten sein.

Gibt es sonst noch etwas Wissenswertes?

Aufgrund des weltweiten Postchaos versende ich fürs Erste nur schweizweit. Internationale Freund*innen, welche sich in ein Stück verliebt haben, bitte schreibt mir.
Klar schicke ich es, die Pandemie hat uns alle längst zu Warteprofis gemacht.

Ich hoffe, das beantwortet eure Fragen. Falls ihr Weitere habt, dürft ihr sie jederzeit gerne stellen.

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Sit With Elders Of The Gentle Race

Wer dieses göttliche, anthrazitfarbene und offensichtlich aus Sternenstaub bestehende Wesen ist, fragt ihr?
Das ist mein Freund Kashmir, er lebt im Haus gegenüber, gemeinsam mit Winnie.
Den Freundschaftsstatus haben wir erst gerade erreicht und ich kann euch sagen, ich musste mir sein Vertrauen hart erarbeiten!
Ich habe zuvor noch nie eine so schüchterne und schreckhafte Katze getroffen.
Zwar habe ich sein Köpfchen im Winter und Frühling ab und zu aus dem Gras im Garten lugen sehen, aber sobald er mich erspäht hat, hat er sich flach auf den Boden gedrückt und ist wie eine zu kurz geratene, beleibte graue Schlange davon geglitten.
Anfang August ist er ab und zu auf unsere Terrasse gekommen, um in einem der vielen bequemen Nester, die wir für den Katzengott und seine Sternschwester eingerichtet haben, zu schlafen.
Kurz darauf besuchte er uns täglich.
Meine Präsenz reichte allerdings schon, damit er davon flitzt.
Langsam hat er sich an mich, meinen Geruch und meine Stimme gewöhnt.
Schliesslich durfte ich Wäsche aufhängen und Blumen giessen, ohne dass er weggerannt ist.
Es dauerte eine Weile, bis er sich herangerobbt hat, um an meiner Hand zu schnuppern.
Ich wurde und werde häufig angefaucht, damit ich mir nichts einbilde und klar ist, dass ich es mit einer wilden Bestie zu tun habe, welche mich in Stücke reisst, wenn ihr danach ist.
Damit kann ich leben.
Die obenstehenden Aufnahmen wurden alle heute Nachmittag gemacht. Ich habe mich um die Blumen gekümmert, als ein grauer Schatten geschlichen kam und mich zur Begrüssung angefaucht hat.
Ich habe mich auf den Boden gehockt und Kashmir setzte sich zu mir.
Ich habe ihm meine Hand hingehalten, er hat sie geleckt und seinen Kopf kurz daran gerieben, um dann, wie ihr oben seht, zu posieren.
Ein Zeichen, dass wir offiziell Freunde sind und ich damit angeben darf.
Damit ihrs wisst: Ich bilde mir einiges darauf ein!
Ich weiss übrigens nicht, wie der Kater wirklich heisst und es ist mir egal, denn ich wollte schon immer einen Stubentiger nach diesem Led Zeppelin Song benennen.
Seien wir ehrlich, ich werde nie eine Katze treffen, zu der Kashmir besser passt als zu diesem dunkelsilbernen Prinzen.

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Elements Reloaded

Eigentlich wollte ich gestern arbeiten und vieles erledigen.
Als ich aufstand, war der Himmel mit dunklem Blei überzogen, welches Licht und Farben ausnahmslos verschluckt hatte und mit meiner Motivation umgehend dasselbe tat.
Nach dem Frühstück schlenderte ich unlustig und fröstelnd durch den Garten und hoffte, dass mich der Elan doch noch findet.
Als ich bei der Feuerstelle vorbeikam, wurde mir mit einem Schlag klar, dass ich ein Feuer brauche.
Also entzündete ich eines, sass stundenlang da und schaute seinem hypnotisch züngelnden und rauchenden Schlangentanz zu.
Ich öffnete mich den Elementen und liess mich von ihnen aufladen und ausbalancieren.
Feuer vor mir, Fluss neben mir, Erde unter mir, Wind um mich herum und Äther in mir.
Am Abend erhob ich mich, satt von all der Energie glücklich seufzend, und ging —riechend wie eine Rauchwurst—zurück in die Wohnung.

Heute habe ich mir Zeit genommen, im Garten zu sammeln, was er mir gerade anbietet und damit den Elementen zum Dank einen kleinen Altar errichtet.
Der Wind kreischte vor Begeisterung und zerrte aufgeregt an meinem Haar, er konnte es kaum erwarten, die ihm zugedachten Gaben fortzureissen.
Ein Wächter der Anderswelt und Zeitlinien hat mich vom Baum aus beobachtet und ununterbrochen krächzend seinen Senf dazu gegeben.

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Drache, Minztee, Bügeleisen

Ein Wal singt verträumte Lieder auf dem Glas, aus dem ich literweise frisch gebrühten Minztee trinke.
Ich nutze diese trüben Regentage, um zu waschen, bügeln, polieren, reparieren, katalogisieren und die Fotoaufnahmen vorzubereiten.
Kurz, die Arbeiten für den Vintageshop laufen auf Hochtouren.
Im Hintergrund läuft Merlin.
Die Serie ist gerade interessant genug, um weiter zu schauen, aber über weite Strecken ein bisschen lahm.
Ideal, um als Guck-Hörbuch nebenbei zu funktionieren.
Aktuellerweise bin ich bei Staffel drei.
Auftritt König Cenred.
Bei seinen Szenen lege ich die Arbeit schon kurz nieder.
Nicht etwa, weil sie spannend wären, nein.
Aber wer nicht gucken will, wie Tom Ellis in eng anliegender Bikerkluft lässig posiert, protzig durch Britannien reitet, schmollend unter seiner schwarzen Mähne hervorlugt und hinterhältig Intrigen spinnt, hat wohl schon.

Was bringt euer Montag?

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Wind Of Change

Der Jahreszeitenwechsel hat mit dem Kalender nichts zu tun .
Wenn wir aufpassen, bekommen wir genau mit, wann er passiert.
Oftmals subtil, ist es ein Gefühl, ein Geruch.
Egal wie winzig sie sein mag, wir bemerken die Verschiebung.
Letztes Wochenende, als wir im Fluss planschten, erhob sich ein Wind, der zweifelsohne aus dem Reich des Herbstes wehte.
Er ist geblieben.
Während die Sonne warm scheint und der Altweibersommer gewiss herrlich wird, braust er wild und kühl, zerzaust den Bäumen rauschend ihr Haupt und zerrt die Wäsche von der Leine.
Obwohl man noch schwitzt, scheint einem der Gedanke an Strickjacken nicht abwegig, und eine leise Vorfreude macht sich breit.

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Alles bleibt anders, alles bleibt neu

Zu Beginn des Jahres habe ich beschlossen, eine Auszeit von meiner Arbeit als Medium und Heilerin zu nehmen, um mehr Zeit für kreative Projekte zu haben und mir generell klar darüber zu werden, in welcher Form ich meine Tätigkeit fortführen will. Also habe ich meine Praxis geschlossen.
Das Timing war perfekt, ihr wisst ja, was kurz darauf passiert ist.

Ich habe die Zeit genutzt, zuzuhören, der geistigen sowohl als der materiellen Welt, neue Dinge zu lernen und alte, überholte loszulassen.

Ich schreibe wieder und arbeite an einer Fantasygeschichte, welche zweifelsohne ein Buch füllen wird.
Bekommt die Welt sie zu lesen?
Keine Ahnung!
Im Moment weiss ich nur, dass Recherche und das Entwickeln von Charakteren und Handlung sagenhaft viel Spass machen, das ist genug.

Ich habe versucht, die Glorie unserer alten Terrasse auf die neue zu transponieren und gegärtnert wie wild.
Mit frustrierendem Resultat: All die Blumen, welche in trockener Hitze wuchern wie Unkraut, finden das neue, regenreiche und dank des Flusses kühlere und feuchtere Klima einfach nur doof. Sie wuchsen, wenn überhaupt, mickrig.
Mein Avocadobäumlein hat letzte Woche den Löffel abgegeben.
Ich werde nächsten Frühling andere Blumensamen wählen müssen.
Auf der Plusseite: Dank der Tatsache, dass am Ufer vor unserer Terrasse ein Götterbaum (ich vermute jedenfalls, dass er das ist) wächst, der seine Ranken gerne auf unseren Lebensraum strecken will, haben wir jetzt eine schattenspendende Pergola.

Und die ganze Zeit über habe ich mir die Frage gestellt: Was begeistert mich wirklich?

Die Antwort wird diejenigen, welche hier schon länger dabei sind, nicht erstaunen.
Mich begeistert, ein Leben in Einklang mit der Natur zu führen.
Mich begeistert, die Schönheit dieser Welt auf eine Art zu geniessen, welche in Harmonie mit allen Wesen und dem Planeten steht.
Mich begeistert, dass Kleidung eine Erweiterung und Ausdruck unserer Seele ist.
Mich begeistert, für andere Menschen das perfekte Kleid oder den perfekten Einrichtungsgegenstand im Brocki zu finden.

Deshalb habe ich mich entschlossen, einen Vintageshop zu eröffnen. 
Das ist an sich keine neue Idee, denn vor vielen Jahren hatte ich bereits einen. Aufgegeben habe ich ihn, weil ich all meine Energie in den Aufbau meiner Praxis gesteckt habe. Aber er hat mir gefehlt.
Heute weiss ich, dass ich problemlos beides unter einen Hut bringen kann.

Während ich schon fleissig daran gearbeitet habe, brauche ich noch den September für alle Vorbereitungen, bevor Katzenkult Vintage seine virtuelle Tür unter dem vollen Mond des ersten Oktobers öffnet.

Was frau von dem Shop erwarten kann, erzähle ich euch nächste Woche.

Chiffonkleid: Second Hand, Unterkleid: Uralt, Gummistiefel: Dem Löwen stibitzt, Jhumkas: Aus meinem Lieblingscafe in La Chaux de Fonds, Halskette: Vintage, Artemis Haarspange: Almanac for June, Ringe: Die üblichen Verdächtigen.

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Pyramidenfreitag

Beim Staubsaugen sind mir plötzlich diese Werbungen wieder eingefallen. Sie haben schon ein paar Jährchen auf dem Buckel, aber ich finde sie immer noch urkomisch.

Falls ihr auf ein bisschen mehr Tiefe am Pyramidenfreitag gehofft habt, bitte schön:
Die Botschaft lautet Dress For Success.
Wer mit dem Status quo im Job oder einem anderen Gebiet des Lebens nicht mehr zufrieden ist und das ändern will, sollte bedenken, dass Manifestation ein multidimensionaler Spass ist und alle Ebenen miteinbezieht.
Also kleidet euch für den Job, den ihr zukünftig haben wollt.
Resonanz Kinder, Resonanz.

Ich wünsche euch ein herrliches Sommerwochenende! 6 Einen Kommentar hinterlassen

Daily Creed

Let me be a little kinder,
Let me be a little blinder
To the faults of those about me,
Let me praise a little more.

Let me be, when I am weary
Just a little bit more cheery;
Let me serve a little better
The God we would adore.

Let me be a little meeker
With the brother who is weaker;
Let me strive a little harder
To be all that I should be.

Let me be more understanding,
And a little less demanding,
Let me be the sort of friend
That you have always been to me.
— John Grey

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Rad des Schicksals

Es gibt Phasen im Leben, in denen innerlich und äusserlich alles in Bewegung ist. Der Status quo gilt nicht mehr, alles verschiebt sich.
Auf manchen Gebieten lässt sich möglicherweise absehen, wohin das führt, auf anderen ist es am besten, dem Tanz des Universums bedingungslos zu vertrauen.
Die Tarotkarte, welche diesem Zustand der Schwebe, dem Zeitraum zwischen Vergangenheit und Zukunft entspricht, heisst Rad des Schicksals.
Mitten in diesem Strudel befinde ich mich momentan.
Während ich das meiste einfach laufen lasse, gibt es einen Bereich, der sich klar abzeichnet und ich freue mich sehr darauf, euch ganz bald davon zu berichten.

Ich wünsche allen einen frohen Wochenstart!

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Sommerschönheit und Sternenspass

Wandelt man durch die Welt mit dem Blick zur Erde, so grüsst einem mehr blühendes, kreuchendes und fleuchendes Leben, als das Auge zu fassen vermag.
Hebt man ihn nachts gen Himmel, so nicken die Sterne mit Feuerschauern.

Der Löwe hat seine Herrschaft im Kreis angetreten, Sirius und Sonne haben sich ausgerichtet, die Perseiden (Zenit Donnerstag- und Freitagnacht) liefern das Feuerwerk.
Die erste Augusthälfte ist wahrlich eine Hochzeit auf vielen Ebenen und all ihre Pracht bei Tag und Nacht zu bewundern und bezeugen, ein Vollzeitjob.

Kosmische Schuhe: Second Hand.

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Ave Generosa

Einen Altar bauen und jede Blume, jeden Kristall bewusst mit einer Eigenschaft – Liebe, Frieden, Gleichberechtigung, Heilung, Respekt – platzieren, die Kerze entzünden und die Leiden der Welt in den Schoss der universellen Mutter legen.
Um das Erwachen des menschlichen Kollektivs in Mitgefühl bitten.
Insekten aus dem Wasser ziehen, kleine Tiere von der Strasse wegtragen und in sicheres Gras oder Gebüsch setzen.
Einem hingefallenen Kind oder alten Menschen eine stützende Hand reichen.
Um die tagesrettende Macht eines herzlichen Lächelns für einen einsamen Menschen wissen.
Alle Lebensformen im Vorbeigehen segnen.
Das gehört zu den täglichen Aufgaben eines Priesterinnendaseins im Dienste der göttlichen Weiblichkeit.
Verrichtet aus einem freudvoll sprudelnden Herzen, Mitgefühl und dem, der ureigenen göttlichen Natur innewohnenden, Wunsch nach Freiheit und Wohlergehen für alle Lebewesen und den Planeten.

Sollte die Motivation hingegen Angst, Schuldgefühle, Helfersyndrom oder fehlgeleitetes Ego sein – Letzteres tut diese Dinge, um sich damit zum Beispiel auf den sozialen Medien aufzuspielen und mit Likes umschmeicheln und bestätigen zu lassen– so richtet ihr damit grösseren spirituellen Schaden als Nutzen an. Der gute Wille allein reicht nicht.
Einmal mehr: Wer heilen will, muss erst selbst heil werden.
Ich bitte euch, investiert die Zeit in die Heilung eures Mangeldenkens. Baut die Altare für euch selber. Reicht euch selber die Hand in Liebe. Segnet euch selber täglich. Rettet die Tiere weiterhin.
IHR SEID GENUG und eine Zierde für die Erde und ich wünsche euch von Herzen, dass ihr dies bald selber erkennt und erfahrt.
Amen, in Liebe.

Musik des Tages: Beirut von Yasmine Hamdan

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Monday Morning Coming Down

Als Kind war mein Lieblingstrickfilm — und ist es noch— der Pink Panther, oder wie er im deutschsprachigen Raum genannt wird: Paulchen Panther.
Ich nehme an, die eine oder andere Person, die meinen Blog liest, hat das ebenfalls geguckt.
Nach jeder Folge begann das Abspannlied mit der Frage « Wer hat an der Uhr gedreht? Ist es wirklich schon so spät?»
Diese Frage stellt sich in der Tat, denn es ist bereits August und das scheint mir ein bisschen surreal.
Allerdings wurde die Zeit voll ausgenutzt, zum Beispiel waren wir endlich in der Bakery Bakery und haben uns mit Freunden einmal quer durchs Sortiment gefuttert.
Weil alles unglaublich lecker schmeckt und wir sagenhaft verfressen sind, haben wir uns noch gleich Snacks für den nächsten Tag einpacken lassen. Das Lokal teilt sich die Bäckerei mit Lil’Radish, einer Crew, welche mittags und abends den Kochlöffel schwingt.
Während ich noch Gründe erfinde, wieder öfters nach Bern zu fahren, solltet ihr diese Oase der Köstlichkeiten unbedingt besuchen, falls ihr dort seid.
Schraubt eure Erwartungen ruhig hoch, ich verspreche euch, die Backwaren werden mit Bravour bestehen.
Mein Tipp: Probiert unbedingt ein Schinkengipfeli.
Da lachen der vegane Gaumen und das vegane Herz!

Ich wünsche euch allen einen guten Wochenstart, gesegneten Vollmond und verabschiede mich mit Paulchens Worten «Heute ist nicht alle Tage, ich komm wieder, keine Frage!»

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Eis für alle!

Ihr Lieben, der Katzenkult macht eine kurze Sommerpause.
Ich wünsche euch einen fantastischen Juli voller Glace und magischer Nächte unter den Sternen!
Hoffentlich treffe ich euch im August hier wieder!

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Pyramidenfreitag

Einmal im Leben, da wäre ich gerne für eine Nacht lang die einzige Person auf dem Plateau von Gizeh.
Ich würde mich auf den warmen Rücken der grossen Sphinx legen und dem Lauf der Sterne zuschauen, bis die Sonne sie alle überstrahlt.

Wir alle sollten uns ein paar Träume aufheben, die unsere Seele beflügeln.
Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!

Alle Bilder via Tumblr.

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Carpe Diem

Die Tage der Fülle sind da.
Sonnendurchflutet, die Luft riecht nach Heu und die Erde beschenkt uns mit so viel Frucht und Schönheit, dass wir unsere Herzen und Arme in Dankbarkeit öffnen, um zu empfangen.
Es sind die Tage der permanent schwarzen Fingernägel, weil es stets etwas zu sähen, pflanzen, umtopfen oder jäten gilt.
Es sind die Tage angekratzter Haut, weil es zu klettern, pflücken, sammeln und ernten gilt —
nur soviel, wie wir brauchen, der Rest gehört unseren nicht menschlichen Geschwistern.
Die Tage der küssenden Käfer und tanzenden Schmetterlinge.
Tage, welche damit enden, dass Henry nach dem Blumengiessen in der Dämmerung von mir fauchend im Garten umher gehetzt werden will. Sein Lieblingsspiel, seit er ein winzig kleiner Tiger war.
Tage der Glückseligkeit, gemacht, um gepflückt und genossen zu werden.

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Es gibt nichts Gutes, ausser frau tut es

Das Wochenende war einmal mehr kosmischer Rock ‘n’ Roll mit dem partiell verdunkelten Vollmond und der Öffnung des sirianischen Sterntores.
Herrlich!
Eine ideale Gelegenheit, um auf die vergangenen Monate zurückzublicken.
Ich denke, ich habe meine Zeit crazy genutzt.
Und du?

Spruchbilder via Tumblr

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Mein recyceltes Leben

Pünktlich zum Sommerbeginn sind Sonne und Wärme zurückgekehrt.
Zeit, in luftigen Sommerkleidern durch den üppigen Garten zu flanieren, als sei man direkt einem Gemälde oder Kostümfilm entsprungen.

Vor zwei Wochen, auf dem Rückweg zum Bahnhof nach dem Einkauf, beschloss ich, noch kurz im Emmaus vorbei zu schauen. Dort hat dieses rosa 70s Kleid mit handgehäkelter Spitze an der Wand gehangen und mir zugeblinzelt. Vom Schnitt war ich sofort angetan, von der Farbe nur bedingt. Als ich es anprobiert hatte, war ich in das Pink verliebt und das Gewand wird sicher viele Abenteuer mit mir erleben diesen Sommer.

Brockenhäuser sind Wundertüten und man weiss nie, was man findet. Es hat immer etwas von Schatzsuche und oft entdeckt man Klamotten, von denen man in den kühnsten Träumen nicht gedacht hätte, dass sie existieren — im Guten wie im Schlechten — oder einem stehen.
Es macht Spass, fordert einem auf, flexibel zu bleiben, nährt die Kreativität und all das, während man Recycling betreibt und der Umwelt Sorge trägt.

Schuhe und aller Schmuck ebenfalls aus Brockenhäusern und Vintage Shops.

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