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Schlagwort: veganblog

Katze des Monats

Ich war heute auf dem Weg ins Atelier, tief in Gedanken versunken, den Blick auf die bleischweren Wolken gerichtet.
Da wurde mir gesagt, ich solle meine Kamera auspacken.
Ich blieb augenblicklich stehen, stellte die Tasche auf den Boden und kramte den Apparat hervor, während ich die Gegend nach einem interessanten Motiv abscannte.
Ohne Erfolg.
Als ich aufstand und mich umdrehte, traf es mich wie ein Pfeil ins Herz:
auf einem Laubhaufen schlief friedlich eine grau getigerte Katze, während daneben auf der Strasse die Autos laut vorbei brausten.
Im Auge des Sturms liegen Ruhe und Kraft.
Genau die Botschaft, welche ich heute brauchte.
Bevor ich das Bild allerdings festhalten konnte, stand der Kater auf und kam mit verschlafenem Blick auf mich zu, um seinen Gast zu begrüssen.
Er freute sich, dass ich da war, strich mir um die Beine, forderte Streicheleinheiten und hatte so manches zu erzählen.
In seinen türkisblauen Augen leuchtete das Licht von Atlantis.
So teilten wir einen Moment liebevollen Austausches, bevor ich mich bedankte, ihn segnete und wir beide unserer Wege zogen.

Jeden Tag gibt sich das Universum unglaublich viel Mühe, uns Botschaften der Liebe, des Trostes, der Ermutigung und Freude zukommen zu lassen.
Uns allen.
Für jeden Menschen genau so, wie es für ihn am besten verständlich ist.
Alles, was wir tun müssen, ist hinschauen und zuhören.
Wenn wir dies nicht tun, gibt uns die kosmische Liebe keineswegs auf, sondern begleitet uns weiterhin und schickt uns Liebesbotschaften.
Also lasst uns die Welt so lieben, wie das Universum uns liebt: Nie wollen wir aufhören, uns für ein besseres Morgen für den Planeten und alle seine Wesen einzusetzen.
Gerade dann nicht, wenn wir einen Rückschlag hinnehmen mussten.
Die Liebe gewinnt immer, aber sie kennt keine Eile.

Ich wünsche euch eine gesegnete Woche.

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Gemütlichkeit

Der letzte warme Sommertag ist entschwunden.
Noch bestelle ich aus lauter Gewohnheit einen kalten Kaffee, nur um nach zwei Schlucken schaudernd zu wünschen, ich hätte die heisse Variante geordert.
Die Tage sind arbeitsintensiv und goldener Sonnenschein tanzt Ringelreihen mit ausgedehnten Regengüssen, während kalte Herbstwinde rauflustig an den Bäumen zerren.
Doch deren Blattwerk ist für die Jahreszeit bemerkenswert grün und sie behalten es stolz auf ihren Häuptern.
Als wollten sie das Leben, welches ihnen der harte Sommer so schwer gemacht hat, noch länger feiern und bis zum letzten Quäntchen auskosten.
Wer könnte es ihnen verdenken?
Abends tausche ich zu Hause meine Kleidung gegen einen kuscheligen Pyjama, will mich nur noch mit den Katzen in den Sessel lümmeln und den Gefährten drei Filme lang dabei zuschauen, wie sie den Ring nach Mordor tragen und sich epische Schlachten mit Orks liefern.
Derweil stricke ich warme Schals aus ehemaligen PET-Flaschen. 
Willkommen Herbst, mein teurer Freund.

Dass ihr diese Zeit so sehr geniesst wie ich, das wünsche ich euch.

Einrichtung
Bodenmatratzen: aus einem Möbelhaus, Plüschwal: ein Geschenk, gibts bei Big Stuffed, Imagine Being Loved By Me Kissen: Jennifer Merlin Scherler, Olympe – A French Sorceress Kissen: Liza Corbett,
Tisch: JAM Secondhand in Solothurn (Einer der schönsten Läden der Stadt. Schaut rein, wenn ihr dort seid), grüne Tara: Lhasa in Bern, alle Lotus Kerzenhalter und Statuen: Brockenhäuser, Teppich: Geschenk aus Marokko.

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Pyramidenfreitag x Katzen des Monats

Der heutige Artikel ist allen Katzen dieser Welt gewidmet.
Mögen sie und all ihre Nachfahren reich gesegnet sein.

Das obige Bild stammt aus dem Jahr 2015 und erzählt vom allerersten Katzenkult.
Es hat sowohl meinem Label als auch ein paar Jahre später diesem Blog seinen Namen gegeben.
The Original Cat Cult.
Was ich euch heute erzählen möchte, beginnt aber nicht mit dem ersten, sondern dem populärsten Katzenkult auf Erden.

Folgt mir ins Land am Nil.
Dort lebte vor einigen Tausend Jahren eine weitentwickelte Menschenzivilisation mit grossen Plänen.
Das Gestirn des Sonnenkultes stand im Zenit und in seinem Göttinnenreigen herrschte die feurige, löwengestaltige Lebensbeschützerin Sekhmet.
Angezogen von den Mäusen und Ratten, welche in den grossen Kornspeichern lebten, kamen Wüstenkatzen herbei und liessen sich bei den Menschen nieder.
Das Katzen- und Menschenvolk bildete eine Allianz.
Bastet, katzengestaltige Göttin der Schönheit und Musik zog in den Pantheon ein. Sie ist als Sekhmets wohlwollender und sanftmütiger Dualaspekt zu verstehen.
Der Katzenkult zog Kreise und die Stubentiger wurden verehrt bis in die griechisch-romanische Zeit hinein.

Weder das Katzen- noch das Menschenkollektiv hat die Zeit der Huldigung je vergessen. 
Auch heute noch werden die Samtpfoten verehrt.
Neuste Studien zeigen, dass sie das beliebteste Haustier sind.
Schön, oder?
Ich möchte heute aber die Kehrseite der Medaille beleuchten.
Bedingungslos war die Liebe der Menschen den Katzen gegenüber nämlich nie.
So machten die Priester*innen der Bastet Tempel lukrative Geschäfte, in dem sie Katzen züchteten, um sie dann zu töten, mumifizieren und Gläubigen zu verkaufen.
Es ist dabei wenig tröstlich, dass sich beim Röntgen viele dieser Mumien als leer oder mit nur einem Knöchelchen versehen erwiesen.
Ob die Priester*innen ein schlechtes Gewissen hatten oder die Nachfrage das Angebot bei Weitem überstieg, bleibt im Dunkeln.
Die Moral der Geschichte ist sowieso die Gleiche: Profit kommt vor Tierliebe und -wohl.
Ich wünschte, diese Dissonanz zwischen Anbetung und Ermordung von Katzen wäre heute überwunden.
Aber leider leben wir in einer Gesellschaft, welche einerseits alles für ihre vierbeinigen Lieblinge tut und zugleich die Augen davor verschliesst, dass Versuchslabore Katzen eigens für diesen Zweck züchten und diese Wesen dann in Experimenten grausam zu Tode gequält oder unmittelbar danach getötet werden.
Wenn so viele Menschen Katzen ach so sehr lieben, warum geschieht das dann?
Wenn sich alle Katzenliebhaber*innen zusammen tun würden, wären Tierversuche im Nu ein für alle Mal Geschichte.
Wir befinden uns hier im digitalen Tempel des originalen Katzenkultes, darum schreibe ich über Katzen, aber in Wahrheit kann Katze hier mit einem beliebigen anderen Namen der Tiernationen ausgetauscht werden.
Ich persönlich empfinde es als grosse Chance, in diesem Zeitalter hier zu sein.
Wir haben die Möglichkeit, alle Verbrechen, welche die Menschen gegen andere Nationen verübt (hat), zu beenden und zu transformieren.
Das fordert viel Einsatz.
Aber ich bin sicher, dass alle, die nicht nur behaupten, Tiere zu lieben, sondern dies aufrichtig tun, ihn gerne leisten.

Ich wünsche euch ein Wochenende, das so entspannend ist wie das Schnurren einer zufriedenen Katze.

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Kein Pyramidenfreitag

Heute kommt ihr in freudiger Erwartung einer lange erwarteten Folge Pyramidenfreitags hier her und findet: keinen.
Aus dem simplen Grund, dass ich in der Zeit, in der ich den Artikel schreiben wollte, einem Magendarmvirus anheimfiel und diese — nun, ihr wisst schon wo — verbrachte.
Also wird es einen Pyramidenfreitag am Montag geben, danke für eure Geduld.

Wenn ihr mögt, sendet meinem geliebten Katzengott Henry Lord Noodlz heilende und liebende Gedanken.
Er hat sich gestern ein kleines Rückentrauma (keine Fraktion Göttin sei Dank!) zugezogen.
Ob Sturz, Biss oder Autokollision konnte die Tierärztin nicht mit Gewissheit sagen.
Ihm gehts soweit gut.
Er hat grossen Appetit und dank Antibiotikum und Schmerzmittel schläft er tief und kann rasch und komplikationsfrei heilen.

Ich wünsche euch allen ein erholsames und friedliches Wochenende.

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888

888 Allen Lichtgeschwistern, welche heute die Öffnung des Löwentores feiern, wünsche ich von Herzen, dass der sirianische Segen reichlich in alle Aspekte ihres Seins fliesse. 888

Einen längeren Blogeintrag findet ihr hier am Freitag.
Möge eure Woche bis dahin froh und hoffentlich kühler sein.

Altar
Tuch: Banabae, Karte: Spirituelles Tarot von Aya Takano, Ankh Ohrringe: Kyoti, Altägyptische Löwenstatue: Brocki, Muschelkerze: ein Geschenk.

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Metamorphose

Ein Sommermandala.
Geschaffen aus all den Dingen, welche mir im Juli begegnet sind.
Ein Schwalbenschwanz
und Nasenzwicker,
welche nach schwerem Hagelschlag auf meiner Terrasse lagen.
Eicheln,
gesammelt unter den grosszügigsten Bäumen der Stadt.
Winzige Müschelchen,
aufgelesen am Strand, bei meinem abendlichen Seeschwimmen.
Alles gekränzt von den wunderbarsten Rosen aus meinem Gärtlein.

Es erzählt die Geschichte von Metamorphose.
Ich durchlief im Juli die letzten Phasen des Phönixes und es war herausfordernd und physisch schmerzhaft, um das Mindeste zu sagen.
Nun bin ich hier auf der andern Seite.
Zitternd und frisch geschlüpft.
Mit freudig klopfendem Herzen warte ich darauf, dass meine Flügel aushärten und bin gespannt, wohin mich die Winde tragen.

Ich wünsche euch allen einen gesegneten August.
Schön, dass ihr hier seid!

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Pyramidenfreitag: Beam Me Up!

Traditionellerweise blogge ich im Juli nicht.
Weil mein Besuch bei den Katzen des Monats ins Wasser fiel und ich wirklich zu viel um die Ohren habe, beginnt die Pause heuer eine Woche früher.
Euch im August hier wieder zu treffen, würde mich sehr freuen, schliesslich seid ihr die tollste Leserschaft, die’s gibt.
Ich wünsche euch Julimomente, welche eure kühnsten Vorstellungen von Wunderbarem bei Weitem übertreffen.
Tragt euch und Mutter Erde Sorge.

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Lasst Gott lachen

Wer (Katzen)Gott zum Lachen bringen will, macht Pläne.
Es freut mich, konnte ich persönlich zu seiner Belustigung beitragen, denn jeder einzelne von meinen fiel letzte Woche mit lautem Platsch! ins Wasser.
Dadurch entstand Raum für Unvorhergesehenes:
So landete ich in einem verwunschenen Garten, trank Kaffee in Gesellschaft anmutig tanzender Molche
und verbrachte den schönsten Abend in perfekter Gesellschaft am See.
Es gäbe mehr zu erzählen, aber mein Gehirn hat seinen Schmelzpunkt ist erreicht.
Deshalb hier nur noch drei Dinge, welche ich euch in die neue Woche mitgeben möchte:
Ihr seid wunderbar genug und ich glaube an euch.
Die Dinge sind nicht immer, wie sie scheinen. Gebt einer Situation Zeit ab zu kühlen und ihr werdet feststellen, dass manches sich ganz von selbst klärt, ohne dass ihr euch darein verwickelt.
Bitte denkt in dieser Hitze an unsere nicht menschlichen Geschwister und stellt Wasserschalen auf eure Fensterbänke, Balkone, Terrassen und in die Gärten.
Insekten, Vögel und Landtiere sind in diesem Sommer auf Tränken angewiesen.

Gesegnete Sonnwende wünsche ich euch.

Vegane Free Tibet Schuhe: Komodo, ägyptische Ohrgehänge: Geburtstagsgeschenke.

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Midnight Snacks

Wisst ihr noch?
Wie wir uns früher im Klub oder auf einem Konzert einen zünftigen Hunger angetanzt und angefeiert und dann zuhause, meist mit Freunden müde, aber aufgekratzt einen Topf Nudeln gekocht haben?
Oder wie mensch auf dem Sofa sitzt, in Gespräche vertieft bis alle Beteiligten merken, dass ob der vielen Rederei der Magen knurrt.
Nachtnudeln sind magisch.
Das fand ich schon immer.
Sie schmecken ganz anders als am Tag und haben nicht den Anspruch, in irgendeiner Form elaboriert zu sein.
Niemand kocht wohl morgens um vier eine ausgeklügelte Sugo.
Nein.
Viele mögen sie butterig, manche mit einem Schuss Sojasosse, andere streuen Nussmesan oder Ähnliches drauf, ich kenne Leute, die schütten Ketchup drüber.
Ich mag es gerne scharf, deshalb sind meine aktuellen Favoriten Udon mit Sriracha und Sriracha Mayo drauf (selbstredend vegan und alle drei Zutaten sind Nachbarn im Asia Regal der Migros).
Eine ehrliche Schüssel voll dampfender Nudeln mitten in der Nacht, das ist eine Liebeserklärung an das Leben selber.
Sie bezeugt das Wunder, das wir sind.
Dass wir genau hier und jetzt mit genau diesen Menschen lachen und über Gott und die Welt reden, Musik hören und dabei unseren Körper, der nur in dieser Existenzform sinnliche Erfahrungen machen kann, mit köstlichen Teigwaren versorgen, während über uns die Sterne funkeln.
Seid ihr euch der Kostbarkeit und Heiligkeit solcher Momente bewusst?

Morgen Nacht wird ein weiterer Supermond am Himmel strahlen.
Warum ladet ihr euch nicht selber zu einem Mond-Rendezvous auf eine Schale Nachtnudeln ein?
Geniesst sie, während ihr mit dem Mond betrachtet, wo ihr gerade steht, wohin ihr wollt, was es aus zu sortieren gilt, um dahin zu gelangen.
Nachtnudeln sind kleine Magie, ein Supermond massive.
Vergesst nie, dass das Leben in allen Formen voll davon ist und sie euch stets zur Verfügung steht.
Also seid wach und werdet bewusst ein Teil davon.

Auf eine magische Woche, ihr Lieben.

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sa-rang-hae

Wir sind angekommen.
Seit zwei Wochen leben wir nun schon in unserem neuen Heim und fühlen uns alle pudelwohl.
Henry hat sein neues Revier bereits nach 24 Stunden erkundet und für gut befunden.
Der Kater heisst ja nicht umsonst Katzengott: Regeln, von wegen erst mal zwei Wochen drinnen bleiben und dann Freigang gewährt bekommen, wurden definitiv nicht für ihn geschrieben.
Moonshine liess es gemächlicher angehen, sie sass eine Woche lang auf der Terrasse und hat den Garten von oben beäugt.
Mittlerweile geht sie auf Streifzüge, geniesst es aber auch, einfach mit dem Löwen auf einem Liegestuhl zu dösen.
Die Blumen in den mitgebrachten Töpfen blühen lachend dem herrlichen Baum im Innenhof entgegen, ansonsten braucht die Terrasse noch intensive Liebe, damit sie ihr Potenzial voll entfaltet.
Die lasse ich ihr nur allzu gerne zukommen, schliesslich ist es mir eine grosse Freude, die Orte, welche ich bewohne, in blühende Friedensoasen für Mensch und Tier zu verwandeln.

Ich wünsche euch eine Woche voller Wunder.

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I Think There Is Someone Praying For Someone

Drei halbfertige Heldinnen aus längst vergessenen Legenden sind aus den Tiefen meines Archivs aufgetaucht,
bereit, ihre Geschichte mit mir zu teilen.
Fotografiert auf den einzigen drei Hintergründen, die interessanterweise (aus Versehen) am Wochenende nicht in eine Schachtel gepackt und gezügelt worden sind.
Seltsam, wie gut sie zu den Figuren passen, obwohl sie nichts mit ihnen zu tun haben.
Es gibt eben keine Zufälle.
Schon entspinnen sich neue Erzähloptionen.

Den Segen für die neue Woche singt für uns IU mit Love Poem.

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Das Universum lacht im Kaffeebecher

Am Samstag braute das Universum ein spirituelles Spektakel der Superlative für uns zusammen: ein leerer und schwarzer Mond mit einer Sonnenfinsternis, beides im Stier.
Mit den anderen wirkenden Zeichen ein extrem potenter Mix, um Grosses zu träumen und schaffen.
Ich stand in einer leeren Loft.
Auf dem Boden stand ein Becher Kaffee, den der Löwe mir soeben gebracht hatte und dieses Bild löste in mir ein Hochgefühl sondergleichen aus.
Eine Mischung aus Dankbarkeit, Freude, Aufregung, Frieden, Liebe und grosser Erleichterung.
Die Türklingel riss mich aus meinen Gedanken und die ersten Freunde trafen ein, um mit uns unsere neue Wohnung und die Rückkehr in die Stadt zu feiern.
Wir plauderten und lachten, tranken und futterten Snacks und ich habe mich seit Jahren nicht mehr so leicht gefühlt.
Das Wolfskind freute sich besonders über so viel leeren Raum zum umher krabbeln und war begeistert, wie laut ihr Lachen von den Wänden hallte.
Ein segensreicher Start in ein neues, fruchtbares Kapitel.
Nun wird emsig gepackt, denn in zwei Wochen schon ziehen wir in diese Friedensoase für Katze und Mensch.
Ich werde das Bloggen nicht unterbrechen, danke euch aber für eure Geduld, wenn die Artikel nicht wie sonst pünktlich montags und freitags erscheinen.

Ich wünsche euch eine wunderbare Frühlingswoche.

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Mama Said Big Kids Don’t Cry

Moonshine verbringt ihre Wachzeit damit, mich an zu schnauzen, weil ich es regnen lasse.
Im Gegensatz zu Henry bin ich für die kleine Katzendame zweifelsohne eine dienstbeflissene und omnipotente Muttergottheit.
Es liegt wohl daran, dass ich ihren physischen Körper trotz ihres zarten Alters bereits mehrmals vor wüsten Schäden bewahrt habe.
Lady Moon hat das Konzept des Verunfallens letztes Jahr auf erschreckende Weise ausgekostet.
Den Zenit erreichte dies, als wir um ihr Auge und das darin befindliche Licht kämpften.
Was uns geglückt ist, dafür werde ich ewig dankbar sein.
Darum ist ihr Vertrauen in mich endlos.
Darum bin ich in ihrer Welt auch zuständig fürs Wetter und werde solange angemault, bis ich die Sonne wieder hervorhole.
Also seit Freitag und voraussichtlich bis morgen.

Zum Glück hat die Muttergottheit ein Paar Kopfhörer und driftet damit in ein Paralleluniversum aus Klängen ab. Interessanterweise lande ich bei den lieblichen Weisen einer längst vergessenen Band.
Einem Nationalheiligtum, welches aus drei Mitgliedern bestand und nach ihnen benannt war: Peter Sue und Marc.
Die Gruppe feierte ihren Zenit in meinen frühen Lebensjahren und ich erinnere mich gut an ihre vierte und letzte Beteiligung am Euro Vision Song Contest, welcher damals noch eine live Performance mit Orchester von den Teilnehmern forderte.
Das Jahr war 1981, die Glorie der 70s verblasst und die Kleider und Frisuren liessen nichts Gutes erahnen für die Modeentwicklung der neuen Dekade.
Mit grossen Augen sass ich vor dem Fernseher und schaute gebannt, wie Komponist und Dirigent Rolf Zuckowski unter Applaus den Orchestergraben betrat.
Die Luft wurde vom heiseren Klang der Panflöte zerrissen, auf der Peter Reber das Intro spielte und aus einem Konzertsaal in Dublin strahlte «Io senza te» in die Wohnzimmer Europas.
Natürlich war ich von der graziösen Sue Schell gefesselt, deren Schönheit nur noch von ihrer zarten Engelsstimme mit dem ausgeprägten Vibrato übertroffen wurde.
Einzig ihrer Frisur konnte ich nichts abgewinnen.
Marc Dietrich hat mir gut gefallen, er hatte ein fröhliches Gesicht und schien ein lustiger Mensch zu sein.
Zwei Dinge fragte ich mich allerdings:
Wieso hatte er eine Lücke zwischen den Zähnen und warum schrie er, wenn er sang?
Peter Reber war einfach in Ordnung, schliesslich spielte er Panflöte und Klavier.
Die Beobachtungen einer Dreijährigen.
Die Schnulze schaffte es auf Platz vier und die Band hatte ihren letzten Auftritt im Dezember des selben Jahres.
Mehr gibt es dazu nicht zu sagen und Moonshine motzt jetzt, weil der Napf leer ist.

Peter Sue & Marc mit North Of Alaska

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Würdig ist das Lamm — Friedensgedanken zu Ostern

Unbehandeltes Trauma hat zur Folge, das wir den gleichen Zyklus gezwungenermassen immer aufs Neue wiederholen.
Die Basis unserer modernen Gesellschaft sind Traumata, welche die Menschheit seit Tausenden von Jahren mit sich herumschleppt.
Traditionen sind ein Teilaspekt des Problems. Wir wiederholen Althergebrachtes stets aufs Neue, ohne es zu hinterfragen.
Einfach, weil mensch es immer so gemacht hat und alle es tun.
Obwohl vieles davon toxisch ist und uns und den Planeten in den Ruin treibt.
Magid Magid hat dazu gesagt «People often accuse me of tearing up tradition, but what is tradition, apart from peer pressure from dead people?»
Treffend.
Die Osterzeit ist eine Leidenszeit für zahllose Tiere, namentlich Fische an Karfreitag, Lämmer und Zicklein an Ostern, Legionen von Legehennen, welche nur für diese Zeit gezüchtet und ausgenutzt, anschliessend gleich getötet werden.
Die Menschen feiern die Wiedergeburt, Ostara, den Frühling, Auferstehung oder wie ihr es nennen mögt, indem sie das Leben an sich mit Füssen treten.
Weil es Tradition ist.
Im Hier und Heute wird es uns so einfach gemacht, uns beim Einkauf gegen das Unrecht und für den Frieden zu entscheiden: Die Regale sind voll mit umweltfreundlichen und veganen Produkten für alle Lebensbereiche.
Wenn wir mit alten Traditionen brechen, entsteht Raum, um neue, freud- und friedvolle Traditionen zu schaffen, die alle Wesen ehren und respektieren.
Aufregend!
Voran geht einmal mehr ein Flaggschiff für zukünftiges Zusammenleben: Der Lebenshof Narr.
Gestern waren der Löwe und ich an ihrem Vish Event, Ostern neu gedacht.
Müsste ich den Anlass in einem Wort zusammenfassen, würde ich leuchtend wählen.
So viele schöne Menschen mit offenen Herzen, deren Gesichter von einem breiten Lächeln erhellt wurden.
Hier, um Gemeinschaft mit all den Tieren zu feiern.
So sieht Friede aus.
Sea Shepherd war da und hat einen Vortrag gehalten, den ich allerdings verpasst habe, weil ich in der Zeit meine Patenkatze Pamina besuchte.
Ich stelle sie euch ausführlich im Mai vor, da wird sie Katze des Monats sein.
Das Team von Hello Vegan hat im Narrensee gefischt und uns mit einem Vishbüffet verwöhnt, dass alle Erwartungen bei Weitem übertroffen hat.
Auf den eigenen Teller zu gucken, war dabei essenziell, ich drehte meinen Kopf nur einmal und schon sass da Huhn Rhea und pickte fröhlich Leckereien von meinem.
Am meisten genossen habe ich die Zeit mit den Schweinen.
Ich liebe diese wunderbaren Wesen!
Vom Gegrunze bis hin zum Ringelschwänzchen finde ich alles herrlich an ihnen.
Besonders die Bekanntschaft mit Lars und seiner kleinen Schwester Rosalie hat mich gefreut.
Letztere ist dem Horror in der Ukraine entkommen und hat hier sicheren Hafen und einen liebevollen Bruder gefunden.
Wenn die Kleine mit den wunderschönen Augen ihr helles Quieken ertönen lässt, zerspringt einem das Herz vor lauter Verzückung in tausend bunte Glitzerpartikel, die dann langsam zu Boden sinken.
Es gab auch viele Herzmomente mit fabelhaften Menschen, hier vereint für eine respekt- und würdevolle Zukunft für alle Wesen.
Von senior Veganer*innen bis zu den neugeborenen, waren alle vertreten.
Aber auch viele Vege- und Flexitarier*innen, sowie Fleischesser*innen, deren Herz anklopft und die sich mit den wichtigen ethischen Fragen beschäftigen.
Auf dem Weg zum Erwachen der Menschheit in Mitgefühl ist kein Platz für Elitismus.
Alles, was wir tun können, ist mit liebendem und friedlichem Beispiel vorangehen.
Leuchtend eben.

Danke an Sarah und Georg Heiligtag, dass ihr eure Vision in einen Ort des Friedens und ein Leuchtfeuer der Zukunft gewandelt habt.
Mein Dank geht auch an euer tolles Team für den herzerwärmenden Event und besonders an Valentina, die sich trotz des hektischen Tages die Zeit genommen hat, mir einen Besuch bei Pamina zu ermöglichen.

Weil ich gestern mehrmals nach meinem T-Shirt gefragt wurde, hier nochmals die Angaben: Tomorrow x I Scream Colour für Sea Shepherd.

Ich wünsche euch Frieden dieser Tage.

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Katze des Monats: ハローキティ

Vier Jahre bevor ich geboren wurde, kam ein kleines weisses Kätzchen namens Kitty White in Japan zur Welt.
Weder die Schöpferin Yūko Shimizu noch ihr Auftraggeber Sanrio hätten sich wohl träumen lassen, dass die Katze, deren Hintergrundgeschichte besagt, dass sie mit ihrer Familie in London lebt, die Galionsfigur der Firma werden würde.
Hello Kitty mit der Mission Freundschaft begann einen Triumphzug um den Globus, der bis heute anhält.
In Industrieländern dürfte sie allen ein Begriff sein.
Ich habe die Katze immer gemocht und denke, dass ein Design, das so einprägsam und schlicht ist, dass jedes Kind es nachzeichnen kann, brillant ist.
Als ich am Freitag im Atelier beim Wühlen in einer Materialkiste einen alten Hello Kitty Kopf — das Überbleibsel eines defekten PEZ-Spenders — fand, wusste ich, der Zeitpunkt für eine Hommage ist da.
Zumal es draussen dicke Flocken schneite und die Katzen sich mit dem Kommentar, sie kämen erst wieder raus, wenn die Sonne scheint, ins Bett verkrochen.
Den Kopf habe ich zusammen mit einer antiken Brosche, Schuhschnalle und ein paar Plastikperlen, die zuvor einen anderen Ohrring zierten, in ein buntes, stolzes, lautes und schweres Statement-Ohrgehänge rezykliert.
Weil das spassig war, beschloss ich, Hello Kitty Collagen zu machen.
Während das ursprüngliche Vorbild für die Figur die japanische Bobtail ist, war für mich schon immer klar, dass eine Persönlichkeit wie Kitty White eine fluffige und wuschelige Langhaarkatze ist.
Genau genommen gibt es für mich nur eine Katze, welche als Verkörperung der Kawaii Ikone infrage kommt:
Die türkische Angora, auch bekannt als Feenkatze.
Ob ihr damit einverstanden seid, könnt ihr hier gleich selber beurteilen.

Ich wünsche euch eine gute Woche und warum nicht den Fokus auf die Freundschaften in eurem Leben legen?

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Wundertüte

Die letzte Woche war ein bisschen irr.
Nicht die gute Art irr, denn bei der guten Art irr springt stets mindestens eine interessante Geschichte raus.
Die weniger gute Art irr ist nervig und anstrengend, es gibt weiter nichts darüber zu sagen und mensch ist froh, wenn diese Phase vorbei ist.
Das Leben ist eben kein Bilderbuch, sondern manchmal eher eine Schachtel Pralinen, das wusste schon Forrest Gumps Momma.
Da greift mensch nach einer besonders hübschen, vielversprechend wirkenden Schokolade, beisst voller Vorfreude herzhaft hinein und zack! ist der kleine Scheisser mit Marzipan gefüllt — mein persönlicher Albtraum!
Dann stehst du vor der Wahl: Willst du ab jetzt keine Praline mehr ergreifen, weil du das Opfer einer fiesen Welt bist, welche es schlecht mit dir meint und dir eh wieder Marzipan reinwürgt, wenn du es zulässt?
Oder freust du dich über die vielen Möglichkeiten in der Schachtel und weisst, dass wenn du Marzipan hinter dir gelassen hast, nun die leckeren Sorten wie Karamell, Nougat oder Likör folgen?
Sogar in meiner Marzipanwoche gab es Karamellmomente: Tibetisches Essen mit Freunden, kuscheln mit meinen Katzen, den ersten Schnittlauch aus dem Garten, Kaffeetrinken mit dem Löwen in der Sonne, spektakuläre Mondaufgänge und mein neues lieblings T-Shirt ist angekommen.

Ich wünsche euch die Kraft, erhobenen Hauptes durch die Marzipanmomente im Leben zu gehen und euch emotional nicht darein zu verwickeln oder herunterziehen zu lassen. Das ist nur ein Wirbelwind Energie, der mit euch spielt und bald wieder vorbei ist.
Danach kommt Karamell, ich weiss es.

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Barfing Across The Universe

Obwohl ich es viel besser weiss, habe ich mein inneres Kind in letzter Zeit ganz schön vernachlässigt.
Als Wiedergutmachung habe ich ihm die Oberhand im Atelier als auch ein neues Spielzeug versprochen.
Es hat sich Ölkreiden ausgewählt (Neopastel von Caran D’Ache, weil vegan) und sich umgehend daran gemacht, fröhlich auf meinen Collagen herum zu kritzeln.
Dabei hat es mich Folgendes gelehrt:
1. Gummiwürmer im Weltall zu futtern ist ein Anfängerfehler, weil man dann eine Regenbogenfontäne quer durchs Universum kotzt.
2. Die Klamotten von Yves Saint Laurent sehen besser aus mit Glitzersternchen drauf.
Anschliessend hat es sich mit seinem besten Freund, meinem schwarzen Humor, zusammengetan und ein paar Bilder gezeichnet.
Ich hatte letzte Woche so viel Spass wie lange nicht mehr im Atelier.
Moonshine und Henry freuen sich derweil, dass im Garten wieder alles kreucht und fleucht und sie vieles zu belauern haben.

Ich wünsche euch einen farbenfrohen Frühlingsanfang.

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Booping Jupiter

In diesen hellen Nächten spiegelt der glitzernde Schnee die Sterne. 
Moonshine mag an kalten Tagen nicht draussen spielen und legt sich zum Winterschlaf in die Kiste, in der Papierkatzen lagern. Papier steht nicht drauf und eine Katze ist sie.
Nach sechs Jahren hat der Löwe meiner Praxisseite ein kleines Face Lifting verpasst und ihr findet den Knopf zur Seite jetzt hier oben rechts. Wie gefällt sie euch?
Ein lustiger Panther kitzelt Jupiter und ein paar scharfzahnige Grüne erzählen sich Witze und kichern fröhlich auf meinem Büro.
Mein Wunsch zum Wochenbeginn für euch ist, dass heute etwas eure Freude kitzelt und der Vollmond Liebe auf euch strahlt.

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Pyramidenfreitag

Das Alte Ägypten in Serien.

Neulich Abend sollte ich eigentlich einen Artikel für den Blog schreiben.
Aber nach einem arbeitsreichen Tag hatte ich dazu überhaupt keine Lust. 
Also sass ich am Computer und tat, was mensch getrost als digitales Äquivalent zum Wühlen-im-Kühlschrank-obwohl-man-gar-nicht-hungrig-ist bezeichnen kann: Ich stöberte auf der Seite eines Streaminganbieters.
Und fand «Dollface», eine Serie aus dem Jahr 2019 (Disney+).

Erzählt wird die Geschichte von Jules (Kat Dennings), welche ihre Frauenfreundschaften zugunsten ihrer Beziehung komplett aufgegeben hat und nun, nach dem ihr Freund sie fünf Jahre später verlassen hat, versucht, das Band neu zu knüpfen.
Dabei steht ihr eine der coolsten Figuren zur Seite, welche die Fernsehgeschichte je gesehen hat:
Cat Lady, gespielt von Beth Grant.
Cat Lady ist im Prinzip eine zum Leben erwachte und etwas weniger gut angezogene Version meiner Collagen.
Hier erscheint sie Frauen, welche den Kontakt zu ihresgleichen verloren haben und begleitet sie zurück in die Schwesternschaft.

Sie ist eine herzensgute und schonungslos ehrliche Seelenführerin.
Ich war gleich auf Anhieb in sie verliebt.

Überhaupt wird Katzen viel Bedeutung beigemessen in der Serie.
Jules lebt mit ihrer Katze Turtle in einem Apartment, in dem Bast Statuen stehen.
Denn Katzen und Frauen gehören zusammen, das wissen wir.

Als Jules vor Weihnachten im Nikolauskostüm ein Paket ihrer Firma in einem Museum abgibt, ist der Schreckensmoment gekommen: Ihr Ex ist mit seiner neuen Flamme da!
Um nicht gesehen zu werden, rennt Jules in die ägyptische Abteilung, wo sie sich in einem Sarkophag versteckt.
Klar, weil die ja Scharniere dran haben, damit die Mumien nach belieben rein und raus spazieren konnten.

So begleiten wir die bunte Frauenschar rund um Jules durch ihre Alltagsfreuden und -sorgen.
Die Ladies sind ziemlich stereotypisch gezeichnet, aber gerade deshalb haben sie hohen Erkennungswert:
Ich sehe in jeder der Figuren mindestens eine Schwester, die zu meinem Kreis in den Zwanzigern gehörte.
Was erzählt wird, ist nicht spektakulär, das wie allerdings schon.
Neben Cat Lady finden sich die Frauen in verschiedenen Situationen auf Metaebenen wieder, wo diese urkomisch abgehandelt werden.
Am 11. Februar startet die zweite Staffel.
Ich werde weiterschauen.
Vermutlich an Abenden, an denen ich etwas anderes machen sollte.
Ein schlechtes Gewissen werde ich deshalb aber keineswegs haben.

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Tigerherz

Meine ersten Erlebnisse nach dem Aufstehen im neuen Jahr:
Tat: Alle Familienmitglieder abgeschmatzt und ihnen ein frohes neues Jahr gewünscht.
Wetter: Strahlender Sonnenschein.
Lied: Vintageradio.ch eingeschaltet und da lief «Hand in Hand» von Koreana. Perfekter Neujahrssong!
Getränk: Kaffee.
Outfit: Fight Climate Change T-Shirt, Jeans, Kapuzenjacke.
Mahlzeit: Reiswaffel mit geräucherten Karotten und eine Handvoll Macadamianüsse.

Wie hat 2022 für euch angefangen? 
Das Jahr mit der Quintessenz 6 schwingt auf Herzfrequenz und bald schon läuten wir den Beginn des chinesischen Tigerjahres ein.
Es lohnt sich also, das Herz zum Zentrum eurer Aufmerksamkeit zu machen. 
Heilt es. 
Nährt es. 
Hört ihm zu. 
Lasst es euren Kompass sein.
Folgt ihm bedingungslos. 
Lasst es wild und ungezähmt schlagen. 
Erlaubt ihm, zart und weich zu sein und findet heraus, dass darin seine grösste Stärke liegt.
Lasst es wachsen und sich ausdehnen.
Mutig und angstfrei werden.
Drückt euch durch euer Herz aus.
Und wenn es voll von Dankbarkeit, Liebe und Mitgefühl ist,
so lasst seinen Kelch überlaufen und giesst eure Schönheit und Heilung über diese Welt und alle ihre Wesen.

Das ist mein Neujahrswunsch für euch.
Möge der Segen reichlich fliessen!

Koreana mit «Hand in Hand»

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Zart, so zart

Zart wie die Winteraster vor dem Fenster blüht der letzte Vollmond des Jahres über das Land.
Verzückt zupft der träumende Engel auf meinem T-Shirt eine Weise, welche von der allumfassenden Liebe erzählt.
Und mein Herz fängt an zu glühen, bis es in eine goldene Flamme birst und hell strahlt.
Alles, was sich in mir geregt und entwickelt hat in den letzten Monaten, wird nun manifestiert.
Mehr geben und weniger wollen.
Mehr lieben und weniger erwarten.
Ich wähle eine Welt, in der das Mitgefühl gewinnt, der Speziesismus endet und wir miteinander in die Zukunft schreiten.
Alles andere hat mit mir nichts zu tun.

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Feuerteufel

Letztes Jahr habe ich ein Geschenk erhalten, das so unglaublich simpel wie auch nützlich ist.
Mit Wachs überzogene Tannenzapfen.
Die beste Anzündehilfe, welche mensch sie vorstellen kann.
Der Traum aller, die einen Holzofen haben oder viel draussen in der Natur übernachten und ein Feuer zum Kochen entzünden.
Sie besteht aus 100 % recycelten Stoffen und kostet ausser ein bisschen Zeit nix.
Die Herstellung macht zudem Spass!

Und so gehts:
Auf einem Spaziergang Tannenzapfen einsammeln.
Merke, zur Verarbeitung müssen die staubtrocken sein!
Wer heuer welche verschenken will, sammelt hurtig und legt sie zum Trocknen am besten auf Zeitungspapier in der Nähe eines Heizkörpers aus.
Die übers Jahr aufbewahrten Wachsreste von Kerzen aus dem Schrank holen und in eine dafür vorgesehene Pfanne kippen.
Wer keine hat, holt sich am besten für ein paar Franken eine im Brockenhaus.
Während das Wachs schmilzt, die Arbeitsfläche mehrlagig mit Zeitungspapier auslegen.
Die Hitze des Herdes aufs Minimum drehen und mit einer Pasta- oder Grillzange Zapfen um Zapfen in die Flüssigkeit tauchen und darauf achten, dass jeder ganz mit Wachs ummantelt wird.
Danach über der Pfanne abtropfen lassen und anschliessend zum Trocknen auf das Zeitungspapier legen.
Das wars auch schon!
Eine tolle Verpackung ist ein kleines Holzkörbchen, welches zugleich als Aufbewahrungsgefäss dient.
Die gibts in allen Grössen und Formen für wenig Geld zuhauf im Brocki.
Dekoriert es nach Gutdünken und fertig ist ein super umweltfreundliches Low-Budget-Geschenk, das die Herzen aller praktisch veranlagten Feuerteufel höherschlagen lässt.

Ich wünsche euch ein warmes und gemütliches Wochenende.

Korb: Brocki, Lichterkette: Bau und Hobby, Streichhölzer: Gibts gratis im Tibits, Oaxaca Schal als Hintergrund benutzt: Vor vielen Jahren in einem Shop gekauft, den es lange nicht mehr gibt.

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Melancholy Blues

Seit unterbeschäftigte Nebel die Welt als Geisel genommen haben und jede Nacht die Sterne verschlucken,
fühlt es sich an, als ob ich in einer schlecht gelaunten Wolke leben würde.
Sie durchrühren Wach- und Schlafenszeit mit bizarren Träumen und Gleichförmigkeit.
Wenn ich nachts am Fluss sitze und dem Lied lausche, dass der Mond ihm diktiert,
gebaren sich dicke weisse Schwaden darauf, als ob sie wüssten, wie man Grusel beschwört.
Tun sie nicht.
Ich bin gelangweilt und warte auf den Schnee.

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Gartengeflüster

Ein Minzstängel, welcher im Frühling in einem Glas Wasser in der Küche wohnte und darauf wartete, zu Tee verarbeitet zu werden, ging irgendwie vergessen.
Gar nicht faul, nutzte er mein Versäumnis, um Wurzeln zu schlagen.
Sehr zu meiner Freude!
Ich setzte ihn draussen in einen Topf und nun schaut euch die fröhliche Minzbande an, welche seither aus diesem Spross hervor ging.

Ich liebe Rosen und ab und an füge ich meiner stetig wachsenden Sammlung einen Strauch bei.
Die meisten davon sind aktuellerweise rosa.
Da sie in verschiedenen Ecken der Terrasse stehen, ist mir allerdings erst letzte Woche aufgefallen, wie nuancenreich die Farbtöne sind, als ich von jeder noch blühenden Staude eine Rose abgeschnitten und sie gemeinsam in eine Wasserschüssel gelegt habe.

Meine emsige Erdbeerstaude hat das Memo, dass der Herbst nun da und die Nächte bereits sehr kalt sind, wohl nicht bekommen.
Oder einfach ignoriert, weil nach dem Sommermemo schliesslich auch nichts Derartiges folgte.
Sie lebt jetzt drinnen vor dem Wohnzimmerfenster, wo die Sonne sie tags anscheint und es nachts warm genug ist, damit sie ihren Traum von vielen wunderbaren Erdbeeren ungestört leben kann.
Diese süssen Früchtchen sind doch eine ziemliche Überraschung im späten Oktober, ich freue mich schon.

Was ihr hinter mir im Bild seht, ist eigentlich ein Gartenbeet.
Allerdings lag es ein Jahr lang brach, bevor ich es nun übernommen habe.
Darum haben ich und meine Assistentin Moonshine uns gestern in der Abendsonne ans Werk gemacht, um diesen Dschungel wieder in bepflanzbare Erde zu verwandeln. 
Als die Dunkelheit hereinbrach, habe ich schliesslich mit Ausrupfen aufgehört und bin soweit zufrieden mit dem Fortschritt.
Nach jahrelangem Gärtnern in Töpfen freue mich enorm darauf, wieder einen Garten zu haben! 
In meinem Kopf entfalten sich schon tausend Ideen von Gemüsespiralen, umwunden von Blumen und Kräutern, eventuell ein Pavillon, an dem sich Prachtwinden, Erbsen und Bohnen emporranken.
Vielleicht eine Löwenstatue?
Definitiv eine Löwenstatue.
Moonshine ist ebenso begeistert wie ich von dem Projekt und raste aufgeregt während des ganzen Arbeitens um mich herum.
Während ich Gabel und Schubkarre im Geräteschuppen versorgte, kam der Katzengott durchs Dunkel geschlendert, hat sich selbstverständlich mitten auf die gestrüppfreie Erde gefläzt und das Gebiet mit einem kurzen Maunzen zu seinem Eigen proklamiert.
Das war klar, ich arbeite ja meist für die Katze.

Happy Heartbloom Ring: Plutonia Blue, Kopftuch: Lush, Schürze aus wiederverwendeter Sari-Baumwolle: Kanthabae, Top: schon alt, meine zuverlässige Werkerjeans: Brocki, Stiefel: beim Löwen ausgeliehen, Handschuhe: alt, aus einem Gartencenter, Stechgabel: im Geräteschuppen aufgegabelt.
Schlechter Wortwitz, ich lach trotzdem ein bisschen.

Ich wünsche euch allen eine frohe Woche!

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Pyramidenfreitag: 幸运龙 Xìngyùn lóng

Hallo und willkommen zur dritten Runde des Guck-und-Snack-Specials.
Das heutige Werk unterscheidet sich in ein paar Punkten zu den bisher vorgeschlagenen:
Es ist ein Film.
Er ist animiert.
Er eignet sich auch für Kinder.
Er stammt aus China.
Liebe grosse und kleine Filmfreund*innen:
Der Wunschdrache.

WISH DRAGON
China, 2021
Regie: Chris Appelhans
Anbieter: Netflix

Der Film beginnt, wie die bisher vorgestellten Serien auch: Ein Mensch reist nach seinem Tod ins Jenseits, nur um zu erfahren, dass die Götter empört sind über all seine Missetaten während des Erdenlebens und ihn zur Strafe zurückschicken, um dafür zu büssen.

Hier handelt es sich um einen goldgierigen Adelsmann, welcher gefühllos zu seinen Mitmenschen war, um das Mindeste zu sagen.
Also wird er im Himmel kurzerhand in einen Wunschdrachen verwandelt und in einer Teekanne zurück zur Erde geschickt.

Dort soll er zehn Meistern dienen und ihre Wünsche erfüllen, um so den wahren Sinn des Lebens zu erkennen.
Er ist das chinesische Äquivalent zum arabischen Dschinn in der Öllampe.
Seinem zehnten Meister, dem jungen Din, wird der Teekrug von einem Gott persönlich überreicht und zwar als Bezahlung für das von Din gelieferte Essen.
Der eingebildete Drache Lung denkt, er werde hurtig fertig mit diesem «Bauerntölpel», doch merkt er, dass Din sich nicht mit Reichtümern abspeisen lassen will, sondern die Liebe seiner Kindheit erobern möchte.
Menschliche Gefühle sind für Lung neues Terrain, und dass seine herablassenden, überholten Ansichten hier nicht weiterhelfen, wird ihm schneller klar, als er eine Packung Krabbenchips futtern kann.

So begleiten wir Din und Lung auf eine unterhaltsame und lustige Reise zu ihrem Herzen.
Natürlich werden sie dabei von Schurken verfolgt, welche den Teekrug stehlen wollen, denn ohne diese kommt so ein Film nicht aus.

Der Animationsfilm erfindet erzählerisch das Rad nicht neu, punktet allerdings mit Feinfühligkeit und lustigen Einfällen.
Die Legende des komödiantischen Kampfstils Jackie Chan hat den Film mitproduziert und leiht Drache Lung in der Originalversion seine Stimme.

CURRY-UND ERDNUSS-SCHOKO-POPCORN MIT HEISSEM HOLUNDERSIRUP
Heute gibts klassisches Kinofutter mit einem Twist: das süsse und salzige Popcorn von Zucker und Jagdwurst.
Schmeckt super kombiniert, funktioniert aber auch für alle, die nur salzig oder nur süss knuspern möchten.
Dazu serviere ich ein Glas meines leckeren, selbst gemachten Holunderbeerensirups, nach Lust und Laune heiss oder kalt.

Also Drachenroben an, Film ab und den verfressenen Lung sofort ins Herz schliessen.
Ich wünsche euch viel Spass und ein gemütliches Wochenende.

Schalen: Niderviller Keramik, Trinkhalme aus Stahl: vor vielen Jahren gekauft, keine Ahnung mehr, wo, Tischtuch: Banabae, Drachenkerzenständer: ein Geschenk, 70s Drachenkimono sowie die ganze Einrichtung: Brockenhaus.

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Sonntagskatzen

Sonntage sind da, um sich nach dem Schlafen faul gähnend zu strecken, im Pyjama in die Küche zu schlurfen, Kaffee aufzusetzen und Pancakes mit veganem Speck zu brutzeln.
Sonntage sind da, um mit den Katzen im Garten herum zu tollen.
Was stets damit endet, dass Henry sich auf den Tisch und Moonshine auf einen Stuhl setzt, wenn sie ausgepowert sind.
Sonntage sind da, um spazieren zu gehen, wenn ein Sturm aufzieht, damit mensch unterwegs neue Schmusetiger treffen und sich ausführlich vollregnen lassen kann.
Sonntage sind da, um all die Farbenpracht zu bewundern, mit der die Natur den Saisonwechsel feiert.
Sonntage sind da, um sich bewusst die kalte, klare Luft tief in die Lungen zu ziehen, mit dem Ausatmen alle Altlasten der letzten Woche loszulassen und sich den Kopf vom Wind leer fegen zu lassen.
Sonntage sind da, um abends faul mit einem Buch auf dem Sofa zu liegen und sich erholt und gelassen auf das zu freuen, was die nächste Woche bringen mag.

Ich hoffe, ihr habt euch gestern liebevoll um euch selber gekümmert und wünsche euch einen freudigen Wochenstart.

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Pyramidenfreitag: 커피주세요 (keopijuseyo)

Hallo Oktober.
Monat, in dem wir die Verstorbenen, Totengötter und Wesen der Regenbogenbrücke ehren.
Das Wetter ist sonnig und die Nachmittage angenehm warm, doch abends schleichen Nebel von den Hügeln ins Tal und haben sehr kühle Nächte im Gepäck.
Was gibt es da Schöneres, als sich auf dem Sofa in eine Decke zu kuscheln und einen Film oder eine Serie zu gucken?
Ich habe für euch ein Guck-und-Snack-Halloween-Special zusammengestellt, jeden Pyramidenfreitag gibt es eine Folge.
Der Fokus liegt auf Geschichten, welche das Dies- und Jenseits verbinden und handelt stets von Wesen, die rund um den Tod tätig sind.
Alle vorgestellten Werke stammen aus Asien, die meisten davon aus Korea.
Ich bin dem K-Drama letzten Winter verfallen, in dem Moment, als ich die heute vorgeschlagene Serie gesehen habe.
Mir gefällt die vielschichtige und einfühlsame Erzählweise, das Aufarbeiten der Traumata der Figuren, die Parabeln von Karma, Vergebung, loslassen und weiterziehen.
Ich finde es grossartig, wie in asiatischen Filmen das Essen zelebriert wird und stets eine grosse Rolle spielt.
Gut kann ich mich erinnern, wie sehr mein Magen im Kino gerumpelt hat, als ich vor vielen Jahren «In The Mood For Love» gesehen habe.
Darum habe ich zu jeder Serie einen passenden, köstlich herbstlichen und selbstredend veganen Snack für euch ausgesucht.
Egal, ob ihr alleine oder mit Familie und Freunden guckt und schlemmt, ich wünsche euch von Herzen viel Spass!

HOTEL DEL LUNA
Südkorea, 2019
Regie: Oh Choong-hwan
Anbieter: Netflix

Hotel Del Luna erzählt die Geschichte von Jang Man-wol, deren Seele vor tausend Jahren von der dreifaltigen Mago an den Mondbaum gebunden wurde, als Strafe für ihre grausigen Verbrechen.
Seither leitet sie das Hotel Del Luna, den letzten Rastplatz für Verstorbene, bevor sie ihre Reise ins Jenseits antreten.
Die Belegschaft besteht ebenfalls aus Verstorbenen, allerdings ist das Hotel an die Bürokratie des Diesseits gebunden und braucht deshalb einen lebenden Menschen als Manager.
Da der aktuelle Stelleninhaber aus gesundheitlichen Gründen aufhören muss, trickst die launische Jang Man-Wol den jungen und erfolgreichen Go Chan-sung gegen seinen Willen auf den Posten.

So begleiten wir das ungleiche Duo und sein Team, wie sie ihr Bestes geben, damit die verstorbenen Seelen grollfrei und friedlich ins Jenseits reisen können. Die Tragik der Schicksale und komödiantische Elemente halten sich dabei auf eindrückliche Weise die Balance.

Hotel Del Luna brilliert durch einen grossartigen Cast, ist visuell opulent, emotional und lässt im Soundtrack alles aufspielen, was im K-Pop Olymp Rang und Namen hat.
Die Serie war ein so durchschlagender Erfolg, dass jetzt Worte folgen, vor welchen mir selber graut: Ein amerikanisches Remake ist geplant.

Zum Schluss ein Wort der Warnung: Die Serie hat ein Rating von 13+ und ich denke, das ist ok so. Allerdings gibt es einige Horrorelemente und Darstellungen von bösen Geistern im Stile von «The Ring». Wer sehr sensibel auf Grusel reagiert, wird mit dieser Serie nicht glücklich.

PFLAUMEN-KÄSEKUCHEN-SCHNECKEN MIT GEWÜRZKAFFEE
Opulente Serie, pompöser Snack.
Ich denke, dass diese lecker-saftigen Schnecken von Daily Vegan auch der luxussüchtigen Jang Man-Wol gefallen würden.
Dazu serviere ich heissen Gewürzkaffee, eine Geschmacksexplosion für sich.
Verwendet habe ich dafür den Kaffeezauber von Soul Spice, in Biel findet ihr ihn in der Epicerie Batavia.
Wer nicht Kaffee trinkt, kann damit natürlich auch Tee würzen und wer keinen Mix zur Hand hat, kann mit einer Messerspitze voll Kardamom, Zimt, Nelken und Pfeffer gleich selbst einen kreieren.
Ich wünsche euch ein schönes Herbstwochenende.

Follow Your Dreams Decke: Eight Generation, Fledermaustuch: Lush, Mondlampe: ein Geschenk, 60s Vorhang, 60s Gitterbett, 90s Schlafsack als Decke benutzt und Geschirr: Brocki.

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Erste Male

Zum ersten (und zweiten) Mal in meinem Erwachsenenleben wurde ich geimpft.
Aus Baby Moonshine ist längst eine zarte Lady Moonshine geworden und zu Beginn des Monats haben wir den ersten Geburtstag unserer kleinen Glückskatze gefeiert.
Ich habe zum ersten Mal Soju probiert und während der ersten zwei Schlucke erinnerte er mich an gesüsstes Desinfektionsmittel. Mittlerweile mag ich ihn ganz gerne.
Eine Art Light Version von Gin.
In meinem Heimatland dürfen zum ersten Mal Menschen der LGBT*IQ Gemeinschaft heiraten.
Seit ich denken kann, habe ich die Schönheit der Lampionblumen bewundert und gestern zum ersten Mal vier Stück in mein Terrassen-Gärtlein gepflanzt.
Zum ersten Mal habe ich Post aus China erhalten.

Erste Male.
Sie finden lebenslang statt und erinnern uns daran, dass alles stets in Bewegung ist und wir nie ausgelernt haben.
Manche winzig klein, andere schreiben Weltgeschichte.
Manche bringen Freude, andere grossen Schmerz.
Und alles, was dazwischen liegt.
Also sei aufmerksam und erlebe all die ersten Male bewusst, denn sie sind Zeugen deines einzigartigen Lebens.
Und falls du das Gefühl hast, dass du feststeckst und alles sich wiederholt, dann ist dies ein sicheres Zeichen dafür, dass du das Teilchen bist, welches sich bewegen muss, um den Kreis zu durchbrechen und ein neues erstes Mal herbei zu führen.

Ende Woche kehrt der Pyramidenfreitag zurück und ich habe für euch ein Oktober/Halloween Special vorbereitet.
Definitiv zum ersten Mal.

Ringe von oben nach unten: Cosmic Norbu, Nightbreed Creations, Lhasa. Pflanzen- und Insektentuch: Lush, Trinkglas: vor unzähligen Monden aus einer Gratiskiste am Strassenrand gefischt.

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Prisma

Nimm dir heute Nacht Zeit und schau, wie das Mondlicht die Welt weiss umarmt.
Dieses strahlend reine Licht vereint in sich alle existierenden Farben.
Egal wie quirlig, schrill und lebhaft, alle Nuancen einen sich zu einer friedlichen und harmonischen Frequenz.
Einheit und Verbundenheit entbehren nie der Individualität, im Gegenteil.
Es gibt so viele Wahrheiten, Lebensentwürfe und Glaubenssätze, wie es Menschen gibt.
Dies ist unser Geburtsrecht.
All die Unterschiede machen uns als Spezies reich, denn sie beleuchten viele Perspektiven und gemeinsam sind sie der Schlüssel für die dringlichen Fragen unseres Überlebens.

Gerade jetzt haben wir die Möglichkeit, unsere Stimmen zu einem Chor zu vereinen, um den Regenbogen heller leuchten zu lassen.
Sorgen wir dafür, dass unsere Geschwister aus der LGBT*IQ Gemeinschaft endlich auch heiraten dürfen.

Ich wünsche allen einen gesegneten Herbstanfang und möge der Vollmond die Frequenz bringen, welche euch jetzt am besten dient zu eurem höchsten Wohl.

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Iggy Spike und die Wasserwelten

Als die Klimakrise die Erde weiter aus dem Gleichgewicht gedreht und sie in Reiche aus Feuer und Wasser geteilt hat, bin ich auf der Seite des nassen Elementes gelandet.
In einer surrealen Regenzeit, die das Land ausser Raum und Zeit zu schwemmen schien und über alles einen Jadeschimmer legte.
Vieles blühte nicht und was es dennoch tat, war geruchlos.
Das Wasser tat seine Herrschaft unmissverständlich kund und wusch alle Aromen gewissenhaft aus den Blumen, füllte alle Frucht der Erde, welche nach der Abwesenheit von Sonne und Wärme schmeckte und hurtig zu verzehren war, da sie sonst faulte.
Vor allem Stille.
Umherwandern in Regenmontur, bezeugen und staunen ob all der unbekannten und seltsamen Schönheit.
Mich erinnerte diese neue Welt sehr an den Wasserzug aus Spirited Away und an Ponyo, zwei Filme aus dem Studio Ghibli Universum.

Diese fremden Gezeiten schwemmten auch neue Freunde in unser Leben.
So entdeckte ich eines Abends beim Spielen mit den Katzen einen Igel im Garten.
Welch Freude!
Zwar haben wir einen Igelhaufen, aber Bewohner liessen sich bis dahin keine blicken.
Einen richtig massiven Igel, der es an Körpermasse mit Moonshine aufnehmen kann. Letztere war ziemlich beleidigt darüber, dass dieses stachelige Tier auf ihre Spieleinladungen nicht reagierte und unbeirrt seiner Wege ging.
Von da an begegnete ich Iggy Spike, wie ich ihn nenne, jeden Abend in der Dämmerung und nach ein paar Tagen sah ich einen zweiten, deutlich kleineren Igel.
Den seht ihr im Bild: Ziggy Spike beim Schneckenschmaus auf dem Kompost.

In der Dämmerung eines Juliabends, als wir vom Spielen im Garten alle zurück zum Haus gingen, hörte ich ein jämmerliches kleines Miauen.
Ich folgte der verzagten Stimme zur Strasse, an deren Rand ein winziges rot-weisses Kätzchen sass.
Ich ging in die Knie, rief es und wie ein Pfeil kam es angeschossen, sprang in meine Arme und fing an zu schnurren.
In meinem ganzen Leben habe ich nie eine Katze getroffen, die sich dermassen gefreut hat, gefunden zu werden!
Drinnen futterte das Katzenkind erst einmal eine Monsterportion und trank viel, danach besuchte es das Katzenklo und war so verschmust und verspielt, als hätte es immer bei uns gelebt. Nachts schlief der Winzling auf dem Bauch des Löwen.
Dieser brachte am nächsten Morgen ein Plakat in den Dorfladen und kurz nach Mittag meldeten sich auch schon die Menschen der Kitten. Als ich die Kleine mit der weissen Flamme auf der Stirn dem Buben der Familie in den Arm legte, kamen ihm die Tränen und zwei Seelen waren überglücklich, wieder vereint zu sein.

Während ich euch hier berichte, scheint die Sonne hell draussen und die Temperatur liegt über 20 Grad.
Uns wird ein Altweibersommer beschieden, den wir uns in unseren kühnsten Vorstellungen nicht hätten ausmalen können.
Wegen des vielen Regens ist das Land grüner denn je und die Farben der Blumen leuchten besonders satt im Licht.
Als erwachte mensch aus einem Sommerwassertraum.
Doch war es dies bei Weitem nicht, sondern eine Erinnerung, dass sich das Zeitfenster, in dem die Menschheit der Klimakrise entgegenwirken kann, schliesst.

Nun entschuldigt mich, denn auf der sonnigen Terrasse liegen eine alte Matratze, zwei Katzen und ein Buch und all dies erfordert meine unbedingte Anwesenheit.


Ich wünsche euch allen eine lichtdurchflutete Woche.

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Hic Sunt Dracones

Hier sind Drachen.
Was vor langer Zeit als Platzhalter für unerforschte Gebiete auf See- und Landkarten diente und bald als Sprichwort für alles Unbekannte oder gar gefährliche Eingang in den alltäglichen Sprachgebrauch fand, gilt für den Grossteil unseres Lebens.
Egal, was wir uns einbilden zu wissen, so können wir doch unmöglich abschätzen, was uns alles auf unserem Lebensweg begegnen wird.
Für mich macht das einen grossen Teil der Magie des irdischen Daseins aus.
Menschen, von Natur aus eher Gewohnheitstiere, haben irgendwann das Unerforschte mit dem Gefährlichen gleichgesetzt und sich aus Angst davor in ein winzig kleines Land namens Komfortzone zurückgezogen und dort verschanzt.

Paradoxerweise liegt jede Wachstumsmöglichkeit, alles, wonach sie sich sehnen und die Manifestation ihrer Träume ausserhalb dieser Blase.
Alles Interessante befindet sich auf Drachengebiet und alles, was von Nöten ist, das Leben so zu gestalten, wie mensch es sich wünscht, ist Mut.

Der Löwe und ich haben festgestellt, dass wir in vielerlei Hinsicht über den Status quo hinausgewachsen sind.
Und so machen wir uns frohen Herzens dorthin auf, wo die Drachen sind, um eine neue Version zu erfinden.
Ich freue mich, die schönsten und spektakulärsten Drachen zu finden, welche das Leben zu bieten hat.

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Neumondtage

April tut, was April am besten kann.
Schneit und rieselt in den Sonnenschein und versucht, einem mit eisigen Winden Nase und Ohren vom Kopf zu reissen.
Damit wollen die Katzen nichts zu tun haben und sinken tief in ihre kuscheligen Nester.
Ich sortiere und ordne mein Papierarchiv, finde darin vergessene Juwelen und füttere den Altpapierkorb grosszügig.
Ruhige und introspektive Tage, von denen es nichts weiter zu berichten gibt.

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Yoko Ono, Märzhasen und Milchschaum

Einen frohen und gesegneten Frühlingsanfang wünschen euch Ginger, Geist des Lenzes und ich!
Ich lese Yoko Onos «Grapefruit» und bin von ihrer schnörkellosen und intelligenten Poesie begeistert. Falls ihr es nicht kennt, setzt es auf eure Liste.
Lucille ist angefressen. Sie ist so was von goth. So goth, dass das schwärzeste Schwarz gerade ausreicht, um dem Ausdruck zu verleihen.
Aber heute hat ihre Mutter wieder voll genervt: «Schatz, es ist Frühling und wir besuchen Oma.
Zieh doch was Nettes an. Du siehst so hübsch aus in deinem blauen Kleid.»
Pfffff, Eltern!
Der Löwe hat mich letzte Woche mit Barista Hafermilch und einem Milchschäumer überrascht.
Samtenen Cappuccino schlürfen ist eine nette Abwechslung zu meiner ewigen Kaffee-pur-Trinkerei.
Hasen sind sehr viel eitler, als ihr denkt. Aber es wär Roxane schon lieber, wenn ihr das nicht wüsstet.
Moonshine und Henry haben von mir den Spitznamen Piggeldy und Frederick bekommen, weil ihr gemeinsames Unterwegssein mich sehr an die beiden Trickfilmschweine erinnert.
Wer jetzt nostalgisch wird oder die beiden nicht kennt, kann sich hier die Folge Liebe ansehen.

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Am Ende des Regenbogens

For what it’s worth, it’s never too late to be whoever you want to be.
I hope you live a life you’re proud of and if you find that you’re not, I hope you have the strength to start over.
— F. Scott Fitzgerald

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Rain Must Fall

Launisches Wetter in meiner inneren und äusseren Welt.
Dankbar, Zeit mit meinem besten getigerten Freund im Atelier zu verbringen, in Stille zu arbeiten und heftige Gewitter all den emotionalen Tumult fortspülen zu lassen.

Die Musik, welche ich heute höre, stammt vornehmlich von Mazzy Star.

Ich wünsche euch einen guten Wochenstart und vergesst nicht, ohne Regen würden wir nicht blühen.

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Season In The Sun

Letzte Woche waren wir unglaublich sonnenverwöhnt und am liebsten wäre mensch den ganzen Tag draussen herumgelegen.
Tatsächlich habe ich am Sonntag und Montag im Garten gegessen, was Moonshine sofort zum neuen Normal erklärt hat. Seit Dienstag wird kurz nach Mittag zum Aufbruch herum getänzelt und miaut. Ich leiste der Aufforderung Folge, allerdings in meinem Tempo, was heisst, dass ich noch Kaffee koche, eine Decke und Arbeiten, welche ich gut draussen verrichten kann, einpacke.
Derartiges Trödeln wird vom Mondenkind gar nicht toleriert und ich werde sichtlich genervt und laut angeschnauzt.

Das Selbstbewusstsein dieser Katze!
Ich hege schon länger den Verdacht, das sie im besten Fall ein gut getarnter Tatzelwurm, im wahrscheinlichsten aber eine Chimäre ist.
So oder so wär’s mir lieber, wenn sie nicht herausfindet, dass sie Feuer speien kann.

Unsere Sonnennachmittage waren gefüllt von kleinen Wundern, denn die ersten Schmetterlinge tanzen und das grosse Blühen hat begonnen. Und sie waren gesellig: Mensch stelle sich vor, welch Versprechen eine ausgebreitete Decke und eine darauf sitzende Person in Katzenaugen darstellen. So waren Simba und Kashmir stets zugegen und liessen sich mehr oder weniger gutmütig von der kleinen Babybestie anfallen und herumjagen. Neustens ist auch Sämi, der schlaksige Katerjunge aus dem ersten Stock, mit von der Partie. Einzig der Katzengott bleibt unseren Zusammenkünften fern, da er um diese Zeit auf dem Bett im Tiefschlaf liegt und sich von seinen ausgedehnten Streifzügen erholt.

Ich habe all die Katzengesellschaft genossen, denn die Woche war sehr emotional.
Jede Zeit des Blühens war Sirius’ Zeit und ich vermisse meine schwarze Sphinx mehr, als Worte beschreiben können.

Deshalb widme ich den Song zum Auftakt der Woche ihr und allen Menschen, welche heute jemanden vermissen, der die Regenbogenbrücke überquert hat.
Terry Jacks Seasons In The Sun.

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Liebe ist für alle da

Aus der Liebe werden wir geboren, in die Liebe kehren wir zurück.
Warum sollten wir hier danach streben, etwas anderes als Liebe zu sein und leben?

Ich wünsche allen einen frohen Valentinstag!

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Karate Kid

Grossmeister Noodlz hat entschieden, dass klein Moonshine nun stark genug sei, um im Katzenkampf ausgebildet zu werden.
In Anbetracht dessen, dass sie Freigängerin ist und sich draussen gegen dominante Kater wie Kashmir und Simba durchsetzen muss, begrüsse ich seinen Entscheid.

Während er ihre kindlichen Angriffe noch letzte Woche träge mit unbewaffneter Tatze abwehrte, sich Attacken gefallen liess und einfach aufstand und davon schlurfte, wenn er davon genug hatte, so hat sich die Tonart nun gänzlich geändert.
Zwar liegt Henry immer noch auf den Rücken und lädt das Katzenkind zum Kampf ein, allerdings wird jeder Hieb mit einiger Kraft und ausgefahrenen Krallen pariert. Sie wird auf den Boden geschmissen und festgehalten, damit sie lernt, sich aus einer solchen Situation zu befreien. Er zeigt ihr den beherzten Einsatz von Zähnen und den Hinterläufen.
Sie darf immer noch ausgiebig angreifen und kämpfen, aber am Schluss jeder Trainingseinheit wirft er sie beiläufig auf den Rücken, damit sie weiss, dass sie noch nicht soweit ist, es mit einer ausgewachsenen und kampferprobten Katze aufzunehmen.

Das ist gut so, denn im Gegensatz zum sanften Katzengott ist Moonshine angriffslustig und dominant.
Nehmt euch in Acht, ihr Kater da draussen: Die einzige Kätzin hier strebt eher früher als später Quartierherrschaft an und ich weiss aus Erfahrung, dass ein «Nein» für diese stolze kleine Kriegerin nie akzeptabel ist!

P.S. Der Pyramidenfreitag fällt diese Woche zugunsten des Valentintags (Sonntag) aus.

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Ein geschenkter Tag

Der eigentliche Plan war, heute in den Zug zu klettern und zu meiner Freundin, der Göttin des blühenden Herzens zu fahren, um an einem gemeinsamen Projekt zu arbeiten. Davon wollte ich euch hier erzählen.
Aber dann hat das Katzenbaby sich gestern Abend erbrochen und Durchfall bekommen.
Da das Mondenkind seit einigen Tagen stolze Freigängerin ist, lag der Verdacht nahe, dass sie draussen etwas Unbekömmliches verputzt hat. Allerdings sollte man junge Katzen, bei denen Wurmbefall als Ursache für solche Körperreaktionen ausgeschlossen werden kann, im Auge behalten, da sie schnell dehydrieren.
So wurde der Termin verschoben und vor mir lag plötzlich ein unverplanter Tag.
Dann geschah das Beste überhaupt: Die Sonne — ein allzu rarer Gast in den letzten Monaten— brach durch die schwere Wolkendecke.
Sobald das Katzenkind schlief, schnappte ich mir Fotoapparat und Mantel und huschte mit Henry in den Garten.
Dort stromerten wir genüsslich herum, begutachteten jede kleine Veränderung und beobachteten die tanzenden Sterne, welche die Sonne lachend auf das Flusswasser warf, während die Vögel von einem baldigen Frühling jubilierten.

Mein fotogener Freund Kashmir wälzte seinen Körper indes gewissenhaft auf der Wintererde, um sie mit seinem kuschelweichen Fell wach zu kitzeln.

Möge die Sonne euch alle auf die Nase küssen dieses Wochenende!

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Montagsgedanken

Manche Collagen warten auf ihre Bestimmung, andere auf ihre Vollendung.
Die Entdeckung, dass mein Wintermantel nicht nur ein farbenfroher Hintergrund ist, sondern auch fabelhaftes Haar für meine Katzenengel. Ich denke, damit werde ich in Zukunft noch einigen Spass haben.
Die Zeit ist reif, aus den Hagebutten meines liebsten Rosenbusches neue Pflänzchen zu ziehen, als Zierde für Sirius’ Grab.

Was bringt euer Montag?

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Pyramidenfreitag: Die Tempelkatze

Es war mitten in der Nacht vom 30. November auf den ersten Dezember.
Draussen am Himmel stand der volle Mond, aber ich hatte keine Augen für ihn.
Ich sass zusammengesunken auf dem Sofa, taub vor Schmerz über den Verlust meiner geliebten Sirius und starrte stumpfsinnig vor mich hin, als mir plötzlich auf geistiger Ebene eine winzig kleine Katze erschien und übermittelte: «Ich bin bereit. Ich komme jetzt zu dir.»
Für Menschen, welche damit nicht vertraut sind: Solche Phänomene passieren im Bruchteil einer Sekunde, stellt euch die Sichtbarkeitsdauer eines Blitzes vor.
Die Kunde, dass die obsidianene Sphinx heimgekehrt und eine Stelle als Tempelkatze bei uns vakant sei, hatte sich auf geistiger Ebene also schnell verbreitet in den Katzenreichen.

Kurzerhand tippte ich «Katze sucht Zuhause» in den Computer, denn alles, was ich gesehen hatte, war, dass das Katzenkind nicht in einem Tierheim ist.
Drei Klicks weiter war ich auf der Seite eines Vereins (grossartige Arbeit!), von dem ich zuvor nie etwas gehört hatte und von einem Foto schaute mich die kleine Katze von vorhin an: Unmissverständlich ein Mitglied meiner Familie!

Ihr Name ist Moonshine und er passt perfekt zu ihr. Und zum Umstand, dass sie mich in einer Vollmondnacht aufgesucht hat.
Der Rest ist schnell erzählt: Ich schrieb eine Mail, erhielt am nächsten Tag einen Anruf, informierte die Männer des Haushalts — welche sich sehr freuten! — über das neue Baby, wir machten Terrasse und Wohnung kittensicher, bauten viele gemütliche Nester, welche Henry höchstpersönlich probelag und holten Moonshine am 7. Dezember zu uns.

Der winzige Mond hat das Gemüt und Selbstvertrauen der Sonne und faucht grosse Kater wie Kashmir ungeniert an.
Sie ist ein Kletteräffchen und wir haben entsprechende Veränderungen in der Wohnung vorgenommen, nachdem wir merkten, dass ein Kratzbaum ihren Ansprüchen keineswegs genügt. Eine Matratze wurde gegen die Wand gestellt und Säulen mit Jute eingekleidet und mit Ausgucken versehen.
Henry ist überglücklich, wieder die Rolle des grossen Bruders und Beschützers inne zu haben, lehrt die Kleine Vögel beobachten und bringt ihr Mäuse. Er lässt sich von ihrem kindlichen Enthusiasmus anstecken und erlebt gerade eine zweite Jugend.
Allerdings stellt das Baby Biest die Nerven des sanftmütigen Katzengottes auch ganz schön auf die Probe mit all ihren Kratz- und Beissattacken.

Seit Montag machen wir tägliche Ausflüge in den Garten, ein Spass für die ganze Familie!

Wir sind dankbar, dass in einer dunklen Stunde für uns ein Mond aufgegangen ist, um uns den Weg zu leuchten, uns mit Liebe zu überschütten, als wir sie am dringendsten brauchten und uns daran zu erinnern, dass das Leben eine bunte und chaotische Reise ist, eng umschlungen vom Tod.
Dass ein gebrochenes Herz und grosse Liebe kein Widerspruch sind.
Dass mit jedem Tag eine neue Sonne und die Möglichkeit, von vorne anzufangen, aufsteigen.


Meine Familie wünscht euch und euren Lieben ein frohes Wochenende und all die Heilung, welche euer Herz gerade braucht!

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Kosmische Ekstase

Das Jahresende habe ich tief im Herzen der Traurigkeit verbracht. Tage und Nächte zogen formlos an mir vorbei.
Und doch gab es viel Licht in diesem Dunkel.

Da war die grosse Konjunktion, mit derer Energie zu arbeiten schlicht grandios war und zu deren Ehre ich kosmische Guetzli gebacken habe.
Mein erstes, aber definitiv nicht letztes Abenteuer mit bunter Glasur.

Ein unglaublich befreiendes Ritualfeuer unter dem letzten Vollmond des alten Jahres, bei welchem der Löwe und ich noch lange standen, Tee schlürften und zum ersten Mal seit langer Zeit richtig fröhlich waren.

Die wunderschöne «Follow Your Dreams»-Decke, welche ich dem Löwen zu Weihnachten geschenkt habe.
Künstler Louie Gong, der Gründer und CEO von Eighth Generation, erzählt darauf einen Traum, den er gehabt hat und die Geschichte seiner Katze.
Als ich die Decke gesehen habe, war ich tief berührt, denn ich erkenne darauf auch die Geschichte meiner.
Wir haben Sirius oft unseren Orca genannt, weil wir sie uns als solchen gut vorstellen konnten.
In ihrem dritten Lebensjahr hat sie sich einen Zahn abgebrochen und wer genau hinschaut, kann sehen, dass dies beim Orca auf der Decke auch so ist.
Auf dem Rücken trägt der Regenbogen-Killerwal eine kleine graue Katze mit M-förmiger Zeichnung auf der Stirn.
Glaubt es oder glaubt es nicht, aber sie hat unser Leben bereits betreten.
So erzählt die Decke für uns von der Vergangenheit und der Zukunft, welche sich am einzig existenten Punkt treffen: Hier und Jetzt.

Eighth Generation ist ein kleines Unternehmen in Seattle und gehört dem Stamm der Snoqualmie.
Ich empfehle allen, sich dort umzusehen. Tolle Künstler, starke Designs, schön gearbeitete Decken und für uns Veganer*innen gibt es viele Baumwoll-Optionen. Yay!

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Pyramidenfreitag

Die Woche war lang und anstrengend.
Weil Licht und Wetter heute unkooperativ sind zum Fotografieren, koche ich mir einen Pott Kaffee, richte einen Croq’Monsieur und erteile mir die Erlaubnis, stundenlang und ohne schlechtes Gewissen auf Tumblr schöne Bilder zu beäugen.
Schöne Bilder beäugen ist eine Seelenwohltat für mich.
Ich teile hier ein paar Fundstücke mit euch und auch gleich mein Croq-Rezept.
Da ich keinen fancy Sandwichmaker besitze, mache ich das nach alter Art.
Ofen auf höchster Stufe vorheizen.
Zwei Scheiben Brot oder Toast (ich nehm Vollkorn) goldbraun toasten, beide mit Margarine und Senf bestreichen und mit je einer Scheibe Käse (die Burger Scheiben Cheddar Style von Simply sind dafür der Knaller! Gibts im Coop) belegen.
Ab in den Ofen, bis der Käse schmilzt (ca. 5-10 min).
Bevor die Hälften zusammengeklappt werden, noch Tabasco oder andere Schärfe nach Wahl hinzufügen. Ich streiche scharfe Sosse vom Chef Falafel drauf. Wer die gekostet hat, will nix anderes mehr.
Dazu snacke ich in der Regel ein bisschen Salat oder eine Handvoll Oliven.

Ich wünsche e Guete und ein schönes Wochenende!

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Pyramidenfreitag

Chrissie Abbott
Emma Mulholland

Lauter Dinge, die ich mag, schön finde, die mich inspirieren oder herausfordern.
Augenschmaus.
Bunt durcheinandergewirbelt, wie Skittles, die man sich aus der Tüte in die Hand schüttet.
Weil im Leben nicht immer grosse Lösungen in Sicht sind und sein müssen, manchmal ist eine Handvoll Süssigkeiten (in welcher Form auch immer) die einzige Medizin.

Was Skittles betrifft: Nur die Crazy Sours sind vegan, die andern enthalten Karmin.
Bilder via Tumblr.

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Die Süsse des Lebens

Im Kosmos existieren Universen und Dimensionen ohne Zahl.
Keine Energie — egal wie alt, mächtig und weise, egal ob Guru-, Engels- oder Götterstatus — wäre bekannt dafür, sie alle zu kennen.
Und doch bist in diesem unvorstellbar riesigen Lebenstanz du das einzige Wesen, welches die Macht besitzt, über dein Leben zu bestimmen.
Jeden Tag entscheidest du,
☥ wie freundlich du sein willst,
☥ womit du deinen Körper und Geist nährst,
☥ ob du nach Rückschlägen weitermachst oder aufgibst,
☥ wofür du dein Geld ausgibst,
☥ wie liebevoll du mit dir umgehst,
☥ wie liebevoll du mit anderen umgehst,
☥ ob du dich für die Dinge, welche dir wichtig sind, einsetzt,
☥ ob du deine Träume und Visionen in Realität umsetzt,
☥ wie ehrlich du sein willst,
☥ ob du um Hilfe bittest,
☥ ob du angebotene Hilfe annimmst,
☥ wie eng oder weit deine Weltsicht ist,
☥ ob du offen für Wunder bist,
☥ welche Freundschaften du eingehst, sowohl in der Menschen- als auch in der geistigen Welt,
☥ ob du dich am Licht ausrichtest,
☥ ob du mithelfen willst, die Erde und ihre Wesen zu heilen,
☥ ob du anderen Mut zusprichst,
☥ wie dankbar du sein willst,
☥ ob und wie viel du trainierst,
☥ ob du deine Projekte durchziehst,
☥ wie du deine Prioritäten setzt,
☥ noch vieles, vieles mehr.

Wenn du dich das nächste Mal machtlos fühlst, erinnere dich daran, dass das exakte Gegenteil der Fall ist.

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Wo die Musik herkommt

«Nein, das kann ich nicht», antwortete Meister Hora, «denn was die Menschen mit ihrer Zeit machen, darüber müssen sie selbst bestimmen. Sie müssen sie auch selbst verteidigen. Ich kann sie ihnen nur zuteilen.»
Momo blickte sich im Saal um, dann fragte sie: «Hast du dazu die vielen Uhren? Für jeden Mensch eine, ja?»
«Nein, Momo», erwiderte Meister Hora, «diese Uhren sind nur eine Liebhaberei von mir. Sie sind nur höchst unvollkommene Nachbildungen von etwas, das jeder Mensch in seiner Brust hat. Denn so wie ihr Augen habt, um das Licht zu sehen, und Ohren, um Klänge zu hören, so habt ihr ein Herz, um damit die Zeit wahrzunehmen. Und alle Zeit, die nicht mit dem Herzen wahrgenommen wird, ist so verloren, wie die Farben des Regenbogens für einen Blinden oder das Lied eines Vogels für einen Tauben. Aber es gibt leider viele taube und blinde Herzen, die nichts wahrnehmen, obwohl sie schlagen.»
«Und wenn mein Herz einmal aufhört, zu schlagen?» fragte Momo.
«Dann», erwiderte Meister Hora, «hört auch die Zeit für dich auf, mein Kind. Man könnte auch sagen, du selbst bist es, die durch die Zeit zurückgeht, durch alle deine Tage und Nächte, Monate und Jahre. Du wanderst durch dein Leben zurück, bis du zu dem grossen runden Silbertor kommst, durch das du einst hereinkamst. Dort gehst du wieder hinaus.»
«Und was ist auf der anderen Seite?»
«Dann bist du dort, wo die Musik herkommt, die du manchmal schon ganz leise gehört hast. Aber dann gehörst du dazu, du bist selbst ein Ton darin.»
(…)
«Bist du der Tod?»
Meister Hora lächelte und schwieg eine Weile, ehe er antwortete: «Wenn die Menschen wüssten, was der Tod ist, dann hätten sie keine Angst mehr vor ihm. Und wenn sie keine Angst mehr vor ihm hätten, dann könnte niemand ihnen mehr die Lebenszeit stehlen.»

Momo, Michael Ende 1973

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Lift Off


Heute um 20 Uhr geht Katzenkult Vintage mit der Oktoberkollektion Herbstfarben live!
Oben rechts wurde ein fettes Logo installiert, welches als Portal zum Shop fungiert.

Frohen Oktober wünsche ich euch, ihr Lieben!

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Artist Crush

OM Clouds

Wem Maria Rosalia Finna aka Ouvra kein Begriff ist, empfehle ich, sich Zeit zu nehmen, ihre Arbeit kennenzulernen.
Sie befasst sich mehrheitlich mit den sexuellen Aspekten der göttlichen Weiblichkeit.

Die hier gezeigten Bilder sind ihre neusten Werke und sie spielen virtuos auf dem Flügel meiner Emotionen.
Zum einen, weil ich Maha Kali nie widerstehen kann und diese Annäherung alles in mir anspricht, zum andern bildet aktuellerweise eine tibetische buddhistische Meditation den Kern meiner täglichen spirituellen Praxis und dieses träumerische OM ist einfach perfekt.
Das Ganze auch noch in den Farben des erwachenden Tages?
Ich schmelze!
In meinen Tagträumen habe ich Kali schon einen Platz zum Wohnen ausgesucht.
Weil träumen, das geht immer.

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Final Countdown

Heute in einer Woche um genau 20 Uhr (UTC +1 für internationale Leser*innen) geht Katzenkult Vintage live.
Iiiiik, aufregend!
Natürlich wasche, bügle, fotografiere, editiere, schreibe und nehme ich Masse wie eine sechsarmige Göttin, während der Grafikgott namens Löwe aus purer Güte mein wüst hingekrakeltes Logo in professionelle Form bringt.

Euch habe ich vor einer Weile versprochen, mehr über den Vintage Shop zu erzählen.
Los gehts!

Für wen ist Katzenkult Vintage?

Katzenkult Vintage ist ein Ort des Friedens für Menschen aller Formen, Farben, Grössen, jeden Alters und Geschlechts. Für all diejenigen, welche Kleidung als Erweiterung ihres Seelenausdrucks verstehen und persönlichen Stil über aktuelle Modetrends stellen.
Für all diejenigen, die fantastisch aussehen möchten, ohne Mutter Erde neue Ressourcen zu kosten.

Gibt es im Shop ausschliesslich Kleidung?

Nein, der Shop besteht aus verschiedenen Abteilungen, Kleidung ist nur eine davon.
Des Weiteren gibt es Accessoires, Schmuck, Heimdekor, Geschirr und mit der Zeit auch Altarbedarf und eine Bibliothek.
Ab November hat The Original Cat Cult auch eine Abteilung namens Originale, mit einer Überraschung darf gerechnet werden.

Welche Ären/Stile kann mensch erwarten?

Den Kern bilden definitiv die 70s und selbstredend werden das Alte Ägypten und Katzenartige in irgendeiner Form stets zu finden sein.
Ansonsten darf mit allen Epochen und Stilen gerechnet werden.
So viel sei verraten: Die 90s haben in der Oktoberkollektion einen Auftritt.

Wie oft werden neue Artikel hochgeladen?

Aktuellerweise kuratiere ich pro Monat eine kleine und feine Kollektion von 30 Produkten, welche jeweils zu dessen Beginn hochgeladen wird.
Jede läuft unter einem Motto. Im Oktober sind es Herbstfarben.
Für alle Halloweenfans habe ich die eine oder andere Klamotte reingeschmuggelt, die sich herrlich zu einem Kostüm ausbauen lässt.

Ist Katzenkult Vintage vegan?

Ich habe mir das lange und gründlich überlegt.
Veganer*innen: Euer ist mein ganzes Herz! Ihr seid meine Toppriorität und ich lege grossen Wert darauf, dass ihr euch beim Katzenkult sorgenfrei einkleiden könnt. Ich kaufe möglichst vegan Ware.
Materialien sind stets deklariert, sollten aber Unklarheiten bestehen, schreibt mir, ich beantworte eure Fragen sehr gerne.
Aus rein ökologischen Gründen lautet die Antwort allerdings nein.
Jedes Mal, wenn sich eine Person für ein Stück Vintage anstelle von etwas Neuem entscheidet, ist das ein kleiner Umweltsieg.
Für die Tiere, denen Schaden zugefügt wurde, kann ich heute nur noch ein Gebet sprechen und mich entschuldigen. Mit dem Geld, das ich damit verdiene, kann ich eine Organisation unterstützen, welche hier und heute Tiere in Not rettet. Wenn nicht anders deklariert, wirds Vier Pfoten sein.

Gibt es sonst noch etwas Wissenswertes?

Aufgrund des weltweiten Postchaos versende ich fürs Erste nur schweizweit. Internationale Freund*innen, welche sich in ein Stück verliebt haben, bitte schreibt mir.
Klar schicke ich es, die Pandemie hat uns alle längst zu Warteprofis gemacht.

Ich hoffe, das beantwortet eure Fragen. Falls ihr Weitere habt, dürft ihr sie jederzeit gerne stellen.

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Es ist wie’s ist

Vor circa zwei Wochen beschlich mich ein kleines Bedauern darüber, dass der Sommer schon zu Ende geht und die Tage wieder kürzer und kühler werden.
Mir schien, ich hätte gar nicht genug Zeit gehabt, ihn richtig auszukosten, bevor er sich wieder langsam verabschiedet.
Als ob eine zuständige Wettermacht meine Gedanken mitbekommen hätte, ist am Wochenende eine Hitzewelle eingetroffen.
Ich nehm das einfach so hin und freue mich ein bisschen darüber.

Allerdings gibt es Angenehmeres, als Pullis und Mäntel bei 28 Grad Celsius zu modeln und deshalb wurde der zweite Fototermin für den Vintageshop auf Ende September verschoben.
Das wiederum kommt mir auch gelegen, denn mit all dem neulich erwähnten waschen, bügeln etc. habe ich letztens ausserordentlich viel Zeit drinnen verbracht.
Diese Woche kann ich nun quietschfidel auf Schatzjagd gehen und während dessen im Sonnenschein herumrennen und den Rest des Sommers ausgiebig geniessen.

Und ja: Alle Katzenkult Models werden Masken tragen.
Nicht etwa aus hygienischen Gründen, sondern weil Name hier Programm ist.

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Sit With Elders Of The Gentle Race

Wer dieses göttliche, anthrazitfarbene und offensichtlich aus Sternenstaub bestehende Wesen ist, fragt ihr?
Das ist mein Freund Kashmir, er lebt im Haus gegenüber, gemeinsam mit Winnie.
Den Freundschaftsstatus haben wir erst gerade erreicht und ich kann euch sagen, ich musste mir sein Vertrauen hart erarbeiten!
Ich habe zuvor noch nie eine so schüchterne und schreckhafte Katze getroffen.
Zwar habe ich sein Köpfchen im Winter und Frühling ab und zu aus dem Gras im Garten lugen sehen, aber sobald er mich erspäht hat, hat er sich flach auf den Boden gedrückt und ist wie eine zu kurz geratene, beleibte graue Schlange davon geglitten.
Anfang August ist er ab und zu auf unsere Terrasse gekommen, um in einem der vielen bequemen Nester, die wir für den Katzengott und seine Sternschwester eingerichtet haben, zu schlafen.
Kurz darauf besuchte er uns täglich.
Meine Präsenz reichte allerdings schon, damit er davon flitzt.
Langsam hat er sich an mich, meinen Geruch und meine Stimme gewöhnt.
Schliesslich durfte ich Wäsche aufhängen und Blumen giessen, ohne dass er weggerannt ist.
Es dauerte eine Weile, bis er sich herangerobbt hat, um an meiner Hand zu schnuppern.
Ich wurde und werde häufig angefaucht, damit ich mir nichts einbilde und klar ist, dass ich es mit einer wilden Bestie zu tun habe, welche mich in Stücke reisst, wenn ihr danach ist.
Damit kann ich leben.
Die obenstehenden Aufnahmen wurden alle heute Nachmittag gemacht. Ich habe mich um die Blumen gekümmert, als ein grauer Schatten geschlichen kam und mich zur Begrüssung angefaucht hat.
Ich habe mich auf den Boden gehockt und Kashmir setzte sich zu mir.
Ich habe ihm meine Hand hingehalten, er hat sie geleckt und seinen Kopf kurz daran gerieben, um dann, wie ihr oben seht, zu posieren.
Ein Zeichen, dass wir offiziell Freunde sind und ich damit angeben darf.
Damit ihrs wisst: Ich bilde mir einiges darauf ein!
Ich weiss übrigens nicht, wie der Kater wirklich heisst und es ist mir egal, denn ich wollte schon immer einen Stubentiger nach diesem Led Zeppelin Song benennen.
Seien wir ehrlich, ich werde nie eine Katze treffen, zu der Kashmir besser passt als zu diesem dunkelsilbernen Prinzen.

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Elements Reloaded

Eigentlich wollte ich gestern arbeiten und vieles erledigen.
Als ich aufstand, war der Himmel mit dunklem Blei überzogen, welches Licht und Farben ausnahmslos verschluckt hatte und mit meiner Motivation umgehend dasselbe tat.
Nach dem Frühstück schlenderte ich unlustig und fröstelnd durch den Garten und hoffte, dass mich der Elan doch noch findet.
Als ich bei der Feuerstelle vorbeikam, wurde mir mit einem Schlag klar, dass ich ein Feuer brauche.
Also entzündete ich eines, sass stundenlang da und schaute seinem hypnotisch züngelnden und rauchenden Schlangentanz zu.
Ich öffnete mich den Elementen und liess mich von ihnen aufladen und ausbalancieren.
Feuer vor mir, Fluss neben mir, Erde unter mir, Wind um mich herum und Äther in mir.
Am Abend erhob ich mich, satt von all der Energie glücklich seufzend, und ging —riechend wie eine Rauchwurst—zurück in die Wohnung.

Heute habe ich mir Zeit genommen, im Garten zu sammeln, was er mir gerade anbietet und damit den Elementen zum Dank einen kleinen Altar errichtet.
Der Wind kreischte vor Begeisterung und zerrte aufgeregt an meinem Haar, er konnte es kaum erwarten, die ihm zugedachten Gaben fortzureissen.
Ein Wächter der Anderswelt und Zeitlinien hat mich vom Baum aus beobachtet und ununterbrochen krächzend seinen Senf dazu gegeben.

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Drache, Minztee, Bügeleisen

Ein Wal singt verträumte Lieder auf dem Glas, aus dem ich literweise frisch gebrühten Minztee trinke.
Ich nutze diese trüben Regentage, um zu waschen, bügeln, polieren, reparieren, katalogisieren und die Fotoaufnahmen vorzubereiten.
Kurz, die Arbeiten für den Vintageshop laufen auf Hochtouren.
Im Hintergrund läuft Merlin.
Die Serie ist gerade interessant genug, um weiter zu schauen, aber über weite Strecken ein bisschen lahm.
Ideal, um als Guck-Hörbuch nebenbei zu funktionieren.
Aktuellerweise bin ich bei Staffel drei.
Auftritt König Cenred.
Bei seinen Szenen lege ich die Arbeit schon kurz nieder.
Nicht etwa, weil sie spannend wären, nein.
Aber wer nicht gucken will, wie Tom Ellis in eng anliegender Bikerkluft lässig posiert, protzig durch Britannien reitet, schmollend unter seiner schwarzen Mähne hervorlugt und hinterhältig Intrigen spinnt, hat wohl schon.

Was bringt euer Montag?

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Müde Männer

Ich weiss ja nicht, was der Katzengott und der Löwe gestern tags alles getrieben haben, aber es war wohl anstrengend. So sehr, dass sie sich abends nur noch auf die Matratze im Wohnzimmer schleppen konnten, bevor sie in Tiefschlaf fielen.

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Wind Of Change

Der Jahreszeitenwechsel hat mit dem Kalender nichts zu tun .
Wenn wir aufpassen, bekommen wir genau mit, wann er passiert.
Oftmals subtil, ist es ein Gefühl, ein Geruch.
Egal wie winzig sie sein mag, wir bemerken die Verschiebung.
Letztes Wochenende, als wir im Fluss planschten, erhob sich ein Wind, der zweifelsohne aus dem Reich des Herbstes wehte.
Er ist geblieben.
Während die Sonne warm scheint und der Altweibersommer gewiss herrlich wird, braust er wild und kühl, zerzaust den Bäumen rauschend ihr Haupt und zerrt die Wäsche von der Leine.
Obwohl man noch schwitzt, scheint einem der Gedanke an Strickjacken nicht abwegig, und eine leise Vorfreude macht sich breit.

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Alles bleibt anders, alles bleibt neu

Zu Beginn des Jahres habe ich beschlossen, eine Auszeit von meiner Arbeit als Medium und Heilerin zu nehmen, um mehr Zeit für kreative Projekte zu haben und mir generell klar darüber zu werden, in welcher Form ich meine Tätigkeit fortführen will. Also habe ich meine Praxis geschlossen.
Das Timing war perfekt, ihr wisst ja, was kurz darauf passiert ist.

Ich habe die Zeit genutzt, zuzuhören, der geistigen sowohl als der materiellen Welt, neue Dinge zu lernen und alte, überholte loszulassen.

Ich schreibe wieder und arbeite an einer Fantasygeschichte, welche zweifelsohne ein Buch füllen wird.
Bekommt die Welt sie zu lesen?
Keine Ahnung!
Im Moment weiss ich nur, dass Recherche und das Entwickeln von Charakteren und Handlung sagenhaft viel Spass machen, das ist genug.

Ich habe versucht, die Glorie unserer alten Terrasse auf die neue zu transponieren und gegärtnert wie wild.
Mit frustrierendem Resultat: All die Blumen, welche in trockener Hitze wuchern wie Unkraut, finden das neue, regenreiche und dank des Flusses kühlere und feuchtere Klima einfach nur doof. Sie wuchsen, wenn überhaupt, mickrig.
Mein Avocadobäumlein hat letzte Woche den Löffel abgegeben.
Ich werde nächsten Frühling andere Blumensamen wählen müssen.
Auf der Plusseite: Dank der Tatsache, dass am Ufer vor unserer Terrasse ein Götterbaum (ich vermute jedenfalls, dass er das ist) wächst, der seine Ranken gerne auf unseren Lebensraum strecken will, haben wir jetzt eine schattenspendende Pergola.

Und die ganze Zeit über habe ich mir die Frage gestellt: Was begeistert mich wirklich?

Die Antwort wird diejenigen, welche hier schon länger dabei sind, nicht erstaunen.
Mich begeistert, ein Leben in Einklang mit der Natur zu führen.
Mich begeistert, die Schönheit dieser Welt auf eine Art zu geniessen, welche in Harmonie mit allen Wesen und dem Planeten steht.
Mich begeistert, dass Kleidung eine Erweiterung und Ausdruck unserer Seele ist.
Mich begeistert, für andere Menschen das perfekte Kleid oder den perfekten Einrichtungsgegenstand im Brocki zu finden.

Deshalb habe ich mich entschlossen, einen Vintageshop zu eröffnen. 
Das ist an sich keine neue Idee, denn vor vielen Jahren hatte ich bereits einen. Aufgegeben habe ich ihn, weil ich all meine Energie in den Aufbau meiner Praxis gesteckt habe. Aber er hat mir gefehlt.
Heute weiss ich, dass ich problemlos beides unter einen Hut bringen kann.

Während ich schon fleissig daran gearbeitet habe, brauche ich noch den September für alle Vorbereitungen, bevor Katzenkult Vintage seine virtuelle Tür unter dem vollen Mond des ersten Oktobers öffnet.

Was frau von dem Shop erwarten kann, erzähle ich euch nächste Woche.

Chiffonkleid: Second Hand, Unterkleid: Uralt, Gummistiefel: Dem Löwen stibitzt, Jhumkas: Aus meinem Lieblingscafe in La Chaux de Fonds, Halskette: Vintage, Artemis Haarspange: Almanac for June, Ringe: Die üblichen Verdächtigen.

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Pyramidenfreitag

Beim Staubsaugen sind mir plötzlich diese Werbungen wieder eingefallen. Sie haben schon ein paar Jährchen auf dem Buckel, aber ich finde sie immer noch urkomisch.

Falls ihr auf ein bisschen mehr Tiefe am Pyramidenfreitag gehofft habt, bitte schön:
Die Botschaft lautet Dress For Success.
Wer mit dem Status quo im Job oder einem anderen Gebiet des Lebens nicht mehr zufrieden ist und das ändern will, sollte bedenken, dass Manifestation ein multidimensionaler Spass ist und alle Ebenen miteinbezieht.
Also kleidet euch für den Job, den ihr zukünftig haben wollt.
Resonanz Kinder, Resonanz.

Ich wünsche euch ein herrliches Sommerwochenende! 6 Einen Kommentar hinterlassen

Daily Creed

Let me be a little kinder,
Let me be a little blinder
To the faults of those about me,
Let me praise a little more.

Let me be, when I am weary
Just a little bit more cheery;
Let me serve a little better
The God we would adore.

Let me be a little meeker
With the brother who is weaker;
Let me strive a little harder
To be all that I should be.

Let me be more understanding,
And a little less demanding,
Let me be the sort of friend
That you have always been to me.
— John Grey

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Rad des Schicksals

Es gibt Phasen im Leben, in denen innerlich und äusserlich alles in Bewegung ist. Der Status quo gilt nicht mehr, alles verschiebt sich.
Auf manchen Gebieten lässt sich möglicherweise absehen, wohin das führt, auf anderen ist es am besten, dem Tanz des Universums bedingungslos zu vertrauen.
Die Tarotkarte, welche diesem Zustand der Schwebe, dem Zeitraum zwischen Vergangenheit und Zukunft entspricht, heisst Rad des Schicksals.
Mitten in diesem Strudel befinde ich mich momentan.
Während ich das meiste einfach laufen lasse, gibt es einen Bereich, der sich klar abzeichnet und ich freue mich sehr darauf, euch ganz bald davon zu berichten.

Ich wünsche allen einen frohen Wochenstart!

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Ave Generosa

Einen Altar bauen und jede Blume, jeden Kristall bewusst mit einer Eigenschaft – Liebe, Frieden, Gleichberechtigung, Heilung, Respekt – platzieren, die Kerze entzünden und die Leiden der Welt in den Schoss der universellen Mutter legen.
Um das Erwachen des menschlichen Kollektivs in Mitgefühl bitten.
Insekten aus dem Wasser ziehen, kleine Tiere von der Strasse wegtragen und in sicheres Gras oder Gebüsch setzen.
Einem hingefallenen Kind oder alten Menschen eine stützende Hand reichen.
Um die tagesrettende Macht eines herzlichen Lächelns für einen einsamen Menschen wissen.
Alle Lebensformen im Vorbeigehen segnen.
Das gehört zu den täglichen Aufgaben eines Priesterinnendaseins im Dienste der göttlichen Weiblichkeit.
Verrichtet aus einem freudvoll sprudelnden Herzen, Mitgefühl und dem, der ureigenen göttlichen Natur innewohnenden, Wunsch nach Freiheit und Wohlergehen für alle Lebewesen und den Planeten.

Sollte die Motivation hingegen Angst, Schuldgefühle, Helfersyndrom oder fehlgeleitetes Ego sein – Letzteres tut diese Dinge, um sich damit zum Beispiel auf den sozialen Medien aufzuspielen und mit Likes umschmeicheln und bestätigen zu lassen– so richtet ihr damit grösseren spirituellen Schaden als Nutzen an. Der gute Wille allein reicht nicht.
Einmal mehr: Wer heilen will, muss erst selbst heil werden.
Ich bitte euch, investiert die Zeit in die Heilung eures Mangeldenkens. Baut die Altare für euch selber. Reicht euch selber die Hand in Liebe. Segnet euch selber täglich. Rettet die Tiere weiterhin.
IHR SEID GENUG und eine Zierde für die Erde und ich wünsche euch von Herzen, dass ihr dies bald selber erkennt und erfahrt.
Amen, in Liebe.

Musik des Tages: Beirut von Yasmine Hamdan

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Monday Morning Coming Down

Als Kind war mein Lieblingstrickfilm — und ist es noch— der Pink Panther, oder wie er im deutschsprachigen Raum genannt wird: Paulchen Panther.
Ich nehme an, die eine oder andere Person, die meinen Blog liest, hat das ebenfalls geguckt.
Nach jeder Folge begann das Abspannlied mit der Frage « Wer hat an der Uhr gedreht? Ist es wirklich schon so spät?»
Diese Frage stellt sich in der Tat, denn es ist bereits August und das scheint mir ein bisschen surreal.
Allerdings wurde die Zeit voll ausgenutzt, zum Beispiel waren wir endlich in der Bakery Bakery und haben uns mit Freunden einmal quer durchs Sortiment gefuttert.
Weil alles unglaublich lecker schmeckt und wir sagenhaft verfressen sind, haben wir uns noch gleich Snacks für den nächsten Tag einpacken lassen. Das Lokal teilt sich die Bäckerei mit Lil’Radish, einer Crew, welche mittags und abends den Kochlöffel schwingt.
Während ich noch Gründe erfinde, wieder öfters nach Bern zu fahren, solltet ihr diese Oase der Köstlichkeiten unbedingt besuchen, falls ihr dort seid.
Schraubt eure Erwartungen ruhig hoch, ich verspreche euch, die Backwaren werden mit Bravour bestehen.
Mein Tipp: Probiert unbedingt ein Schinkengipfeli.
Da lachen der vegane Gaumen und das vegane Herz!

Ich wünsche euch allen einen guten Wochenstart, gesegneten Vollmond und verabschiede mich mit Paulchens Worten «Heute ist nicht alle Tage, ich komm wieder, keine Frage!»

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Eis für alle!

Ihr Lieben, der Katzenkult macht eine kurze Sommerpause.
Ich wünsche euch einen fantastischen Juli voller Glace und magischer Nächte unter den Sternen!
Hoffentlich treffe ich euch im August hier wieder!

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Carpe Diem

Die Tage der Fülle sind da.
Sonnendurchflutet, die Luft riecht nach Heu und die Erde beschenkt uns mit so viel Frucht und Schönheit, dass wir unsere Herzen und Arme in Dankbarkeit öffnen, um zu empfangen.
Es sind die Tage der permanent schwarzen Fingernägel, weil es stets etwas zu sähen, pflanzen, umtopfen oder jäten gilt.
Es sind die Tage angekratzter Haut, weil es zu klettern, pflücken, sammeln und ernten gilt —
nur soviel, wie wir brauchen, der Rest gehört unseren nicht menschlichen Geschwistern.
Die Tage der küssenden Käfer und tanzenden Schmetterlinge.
Tage, welche damit enden, dass Henry nach dem Blumengiessen in der Dämmerung von mir fauchend im Garten umher gehetzt werden will. Sein Lieblingsspiel, seit er ein winzig kleiner Tiger war.
Tage der Glückseligkeit, gemacht, um gepflückt und genossen zu werden.

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Mein recyceltes Leben

Pünktlich zum Sommerbeginn sind Sonne und Wärme zurückgekehrt.
Zeit, in luftigen Sommerkleidern durch den üppigen Garten zu flanieren, als sei man direkt einem Gemälde oder Kostümfilm entsprungen.

Vor zwei Wochen, auf dem Rückweg zum Bahnhof nach dem Einkauf, beschloss ich, noch kurz im Emmaus vorbei zu schauen. Dort hat dieses rosa 70s Kleid mit handgehäkelter Spitze an der Wand gehangen und mir zugeblinzelt. Vom Schnitt war ich sofort angetan, von der Farbe nur bedingt. Als ich es anprobiert hatte, war ich in das Pink verliebt und das Gewand wird sicher viele Abenteuer mit mir erleben diesen Sommer.

Brockenhäuser sind Wundertüten und man weiss nie, was man findet. Es hat immer etwas von Schatzsuche und oft entdeckt man Klamotten, von denen man in den kühnsten Träumen nicht gedacht hätte, dass sie existieren — im Guten wie im Schlechten — oder einem stehen.
Es macht Spass, fordert einem auf, flexibel zu bleiben, nährt die Kreativität und all das, während man Recycling betreibt und der Umwelt Sorge trägt.

Schuhe und aller Schmuck ebenfalls aus Brockenhäusern und Vintage Shops.

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Die Erde lacht in Blumen

Pflück dir am Montag ein paar Blumen und stelle sie in der Mitte deines Heims als Anker des Lichtes auf.
Sollte dein Herz diese Woche schwer werden oder der Mut dich verlassen wollen, ob allem, was in der Welt passiert, komm zu diesem Ort.
Erinnere dich daran, dass es in ebendieser Welt solche Wunderdinge wie Blumen gibt.
Betrachte sie und atme dich zurück in deine Mitte.
Verbinde dich wieder mit deinen Visionen und Träumen einer besseren Zukunft für alle und mit allem, was dir lieb und heilig ist.
Am besten navigieren wir durch die Dunkelheit, indem wir uns am Licht orientieren und unser eigenes hell strahlen lassen.

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Durchlichtung (Pyramidenfreitag)

Niemand liebt oder heilt die Welt an sich vorbei.
Niemand führt Wandel herbei, ohne erst sich zu ändern.
Die Lösung des Problems auf dessen Ebene zu suchen, ist töricht.
Keine Tat, motiviert durch Hass, Angst oder Ärger, wird je etwas anderes bewirken, als genau diesen Kreislauf zu nähren.

Also, was bist du bereit, in den Wandel, den du dir wünschst, zu investieren?
Es kostet nicht weniger, als deine eigene Transformation.
Wer heilen will, muss selbst erst heil werden.
Gehe die Auflösung deiner Traumata, Wunden und Verletzungen an. Begegne den Teilen von dir, für die du dich schämst, und von denen du glaubst, man könne dich deswegen unmöglich lieben.
Vergib dir selber, für die Dinge, welche du getan hast, oder glaubst, getan zu haben. Vergib dir selber, dafür, dass dir Dinge zugestossen sind.
Steig in deine seelische Unterwelt hinab und lasse all die Aspekte von dir, welche du weggesperrt hast und die an ihren Käfigen rütteln, frei.
Erkenne deine dunkelsten Ängste, die in dir wirkenden Muster und Prägungen, damit das alles gewandelt und erlöst werden kann.
Niemand verlangt, dass du dies im Alleingang meisterst, es gibt unzählige Therapieformen, welche dir dabei helfen, ganz zu schweigen, von all den geistigen Wesen, die dich bedingungslos lieben und unterstützen.
Diesbezüglich um Hilfe zu bitten, zeugt von Stärke und niemals von Schwäche.
Solltest du dich also angesprochen fühlen, so warte nicht länger und beschreite den Weg der Genesung.

Es ist der Weg zurück zu unserem wahren Selbst, zu unseren Herzenskräften, der Liebe, der Allverbundenheit, innerem Frieden und wahrer Grösse und Kraft.
Denn erst wenn wir die Angst zurück ins Feld der Illusion geschickt und unsere Wut von allem Hass geläutert haben, wird er zu heiligem Zorn. Einer machtvollen und effektiven Transformationsflamme, welche unsere Absichten klar ausrichtet und unsere Stimme klangvoll ertönen lässt.

Also, was sind dir die Erde und du selber wert?

Machst du euch beiden das grosse Geschenk der Selbstmeisterung und wirst zu einem Menschen, der adamanten in Liebe und Frieden verharrt und aus dem Auge des Sturms am Wandel mitarbeitet zum Wohle aller Wesen und des Planeten?

Die Wahl ist dein.

Ich wünsche euch einen gesegneten Vollmond.

Erstes Bild via Tumblr, drittes: Penabranca

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Pyramidenfreitag

Wer die Zukunft kennen will, muss die Vergangenheit verstehen.

Die Beschützer des Wassers sind ein sich wiederholendes Thema meiner Arbeit und sie fordern gerade Aufmerksamkeit.
Darum wühle ich mich durchs Archiv und schaue mir noch einmal all die Wesen an, welche ich für eine Ausstellung 2015 kreiert habe.
Oben seht ihr Mami Wata, die Mutter des Wassers, heimisch in Afrika und der Karibik.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende.

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Mitgefühl

She asks me to kill the spider.
Instead, I get the most
peaceful weapons I can find.


I take a cup and a napkin,
I catch the spider, put it outside
and allow it to walk away.

If I am caught in the wrong place
at the wrong time, just being alive
bothering anyone

I hope I am greeted
with the same kind
of mercy.


— Rudy Francisco

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